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Veröffentlicht am 10.09.2025

Tolle Abenteuergeschichte

Thirteen Witches - Die Erinnerungsdiebin
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Gemeinsam mit ihrer Mutter lebt Rosie in einem kleinen Haus, doch leider ist es keine liebevolle Beziehung zwischen ihnen. Ihr Mutter behandelt sie mit Kälte und es scheint, als würde sie täglich gedanklich ...

Gemeinsam mit ihrer Mutter lebt Rosie in einem kleinen Haus, doch leider ist es keine liebevolle Beziehung zwischen ihnen. Ihr Mutter behandelt sie mit Kälte und es scheint, als würde sie täglich gedanklich abwesender. Dann erfährt Rosie etwas Unfassbares, denn eine Hexe hat ihre Mutter verflucht und stielt dadurch ihre Erinnerungen. Um ihrer Mutter zu helfen, begibt sie sich auf die Suche nach den Hexen und trifft bei dieser Reise auf Ebb, einen Geist. Wird es den beiden gelingen, Rosies Mutter zu helfen?
Mit Thirteen Witches, die Erinnerungsdiebin erschien der erste Band einer neuen Reihe für etwas ältere Kinder und jüngere Jugendliche. Eine Altersempfehlung würde ich hier für Kinder um 12 Jahre aussprechen.
Dementsprechend leicht und flott ist der Schreibstil und passt perfekt zur Zielgruppe, aber Achtung, der Weltenaufbau ist durchaus komplex und vielfältig. Wir treffen hier auf Hexen und Geister und auf eine unheimlich lebhafte Fantasywelt, die Spaß macht in Gedanken zu bereisen.
Der Einstieg, der uns einen ersten Blick auf Protagonistin Rosie gibt, ist noch ruhig. Doch das ändert sich ganz schnell und die Geschichte nimmt ganz viel Spannung und Tempo auf. Es gab immer wieder Überraschungen für den Leser und am Ende noch den berühmten Cliffhanger, der sehnsüchtig auf Band 2 warten lässt.
Mich hat hier sehr überrascht, wie vielfältig die Geschichte ist, denn es geht hier um viel mehr als um das Abenteuer, den Fluch zu lösen. Autorin Jodi Lynn Anderson verwebt Themen wie Freundschaft und Mut geschickt mit der Abenteuergeschichte. Die Helden brauchen Mut, Hoffnung und ganz viel Zusammenhalt genauso sehr, wie den Glauben an sich selbst. Diese Botschaft ist hier absolut wichtig und wahnsinnig gut vermittelt.
Rosie ist so ein wundervoller Charakter, zunächst braucht es etwas, denn sie ist durchaus verschüchtert. Doch sie wächst an ihren Aufgaben und wird mutig und tough und erlebt mir ihrer Freundin Keim und den Geist Ebb an ihrer Seite, für sich einzustehen.
Mein Fazit: Für alle jungen Leser, die Abenteuer und Fantasy mögen und gerne mit einer Heldin reisen, mit der es sehr leichtfällt, sich zu identifizieren. Es gibt Spannung und Humor und auch das zentrale Thema rund um Freundschaft und Zusammenhalt wird hier mit viel Liebe aufgezeigt. Da wir hier einen fiesen Cliffhanger am Ende haben, wird Band 2 mit Spannung erwartet.

Veröffentlicht am 10.09.2025

Düster, fesselnd, brutal

Der Jäger
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Spreewald im Sommer 2023, die Wölfe sind zurückgekehrt und reißen Schafe und sonstiges Vieh auf den Weiden, sehr zum Missfallen derer Besitzer. Doch als dann Wölfe in der Nähe eines Kindergartens entdeckt ...

Spreewald im Sommer 2023, die Wölfe sind zurückgekehrt und reißen Schafe und sonstiges Vieh auf den Weiden, sehr zum Missfallen derer Besitzer. Doch als dann Wölfe in der Nähe eines Kindergartens entdeckt werden, kommt es zu Konflikten zwischen Anwohnern und Tierschützern. Als dann der Besitzer eines Pferdehofs mit einer Bisswunde im Hals, die allerdings nicht von einem Tier stammt. Kommissar Felix Remus beginnt zu ermitteln und als Unterstützung wird Fallanalytikerin Nova Winter hinzugezogen. Als kurz darauf die zweite Leiche gefunden wird, drängt die Zeit.
Mit Der Jäger erschien der zweite Band der Thrillerreihe um die Fallanalytikerin Nova Winter. Die Fällte bauen nicht aufeinander auf und man kann die Bücher auch unabhängig voneinander lesen.
Ich war ja schon sehr angetan von Der Mentor, denn Svenja Diel versteht es mit wechselnden Perspektiven, in denen sie auch den Täter mit einbaut, und kurzen Kapiteln viel Tempo und Spannung zu erzeugen. Der Schreibstil liest sich leicht und flüssig und macht das Buch noch zusätzlich zu einem Pageturner.
Die Handlung, vor allem die Morde, sind blutig und brutal. Wer hier eher zartbesaitet ist, könnte da etwas Probleme bekommen, denn Svenja Diel hält sich nicht zurück mit ihren Beschreibungen. Wer hier für die Taten verantwortlich ist, ist nicht leicht zu durchschauen. Dementsprechend wird auch hier die Handlung schnell vorangetrieben.
Besonders gut hat mir hier gefallen, dass wir auch aus der Sicht des Täters mehr erfahren. Schon im Prolog wird klar, dass er sehr unter Mobbing gelitten hat. Die Grausamkeiten, mit denen er seine Taten begeht, machen mich absolut fassungslos und zeigen, wie sehr eine menschliche Psyche leiden kann.
Aber nicht nur der Täter wird hier unheimlich gut charakterisiert, sondern auch alle weiteren Figuren. Sie wirken glaubhaft in ihren Handlungen und bringen viel Dynamik in die Handlung.
Insgesamt gibt es hier viele unterschiedliche Charaktere, bei denen es mir aber durchaus gelungen ist, den Überblick zu behalten.
Mein Fazit: Düster, spannend, brutal und grausam, mit diesem zweiten Band ihrer Thrillerreihe schafft es Svenja Diel wieder, mit hohem Tempo und unvorhersehbaren Ereignissen einen wahren Pageturner zu erschaffen. Wer gerne temporeiche Thriller, die auch bei den Beschreibungen der Fälle nicht zurückhalten, wird hier voll auf seine Kosten kommen. Ich freu mich auf weitere Bände aus der Feder der Autorin.

Veröffentlicht am 10.09.2025

Gelungenes Debüt

Dein Heimweg
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Emmy, die gerade in einem Start Up Unternehmen eine neue Stelle begonnen hat, ist fassungslos, als sie hört, dass ihre Kollegin auf ihrem Heimweg überfallen wurde und dabei ums Leben kam. Von dem Täter ...

Emmy, die gerade in einem Start Up Unternehmen eine neue Stelle begonnen hat, ist fassungslos, als sie hört, dass ihre Kollegin auf ihrem Heimweg überfallen wurde und dabei ums Leben kam. Von dem Täter fehlt jede Spur und Emmys Chef wird dazu animiert, eine App zu erstellen, die Frauen helfen soll, einen für sich sicheren Heimweg zu finden. Doch dann passiert ein weitere Mord und plötzlich befindet sich ausgerechnet Emmy mitten im Fadenkreuz.
Ich glaube als Frau kennt man das hier beschriebene Szenario einfach sehr gut, es ist Nacht, es ist dunkel und an jeder Ecke sind Schatten, die bedrohlich wirken. Ich fand, dieses Thema klingt einfach mega spannend und so musste ich unbedingt dieses Buch lesen.
Dein Heimweg ist das Debüt der Autorin Hannah Essing, die hier schnell schafft, dass man in die Story findet. Das Buch liest sich leicht und flüssig und da es auch nur etwas über 300 Seiten hat, ist man auch wirklich schnell durch.
Die Idee ist mehr als spannend und auch wenn es kleinere Kritiken gibt, fand ich gerade die Angst im Dunkeln absolut nachvollziehbar.
Die Geschichte wird auf verschiedenen Zeitebenen erzählt, was für mich zu der ein oder anderen Länge führte, da ich nicht immer gleich verstand, was los ist. Es gibt auch das ein oder andere Klischee, zu dem die Autorin greift, was ich aber gar nicht als so schlimm empfunden habe.
Protagonistin Emmy ist ein schwieriger Charakter, sie gibt sich nach außen hin ganz anders, als sie eigentlich ist. Sie lebt im Auto, begibt sich aber selbst in Gefahr, als sie merkt, dass die Todesfälle im Zusammenhang mit der in ihrem Unternehmen hergestellten App stehen können.
Gelungen sind die Einstreuungen bzw. Bewertungen der App durch andere Frauen, was für mich das Buch realistischer werden ließ.
Mein Fazit: Ich glaube, dass dieses Buch vor allem Frauen nachvollziehen können, die schon einmal allein des Nachts nach Hause gingen. Ich konnte mich hier durchaus intensiv in Ich-Erzählerin und Protagonistin Emmy und deren Gefühle allein im Dunkeln hineinversetzen. Hin und wieder litt die Spannung ein wenig und es gab ein paar Klischees, aber für ein Debüt fand ich das Buch wirklich lesenswert und interessant.

Veröffentlicht am 10.09.2025

Summer Romance mit ein wenig Suspense

The summer that broke us (Lifeguard 1)
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Eigentlich war Sutton immer eine Partyqueen, doch als sie vor einem Jahr bei einem Lifeguard Lehrgang in Malibu etwas geschah, ist sie völlig verändert. Auch dieses Jahr kehrt sie zurück nach Malibu um ...

Eigentlich war Sutton immer eine Partyqueen, doch als sie vor einem Jahr bei einem Lifeguard Lehrgang in Malibu etwas geschah, ist sie völlig verändert. Auch dieses Jahr kehrt sie zurück nach Malibu um beim Lehrgang dabei zu sein, doch dieses Mal ist ihre beste Freundin Layla dabei. Allerdings hat sie sich auch von dieser entfernt und die Spannung zwischen den beiden jungen Frauen ist deutlich spürbar. Als nach einem Wasserrohrbruch in ihrem Ferienhaus diese nicht mehr bewohnbar wird, müssen die beiden woanders unterkommen und Sutton zieht zu Ben. Dieser ist nicht nur Laylas Ex, sondern hat auch etwas mit den Ereignissen des vergangenen Sommers zu tun.
Traumhaft schönes Cover und spannende Romance Suspense? Count me in.
Dank des sehr leichten und angenehmen Schreibstils der Autorin Lucia Sterling, gelingt es recht gut, in die Geschichte zu kommen. Durch lebhafte Dialoge wird die Geschichte authentisch und fesselnd.
Die Handlung nimmt für mich recht langsam Fahrt auf, was allerdings daran liegt, dass Sutton in düsteren Gedanken versunken ist, die sich alle um den vergangenen Sommer drehen. Als Leser möchte man wissen, was mit Sutton passiert ist, aber so richtig neugierig hat es mich nicht gemacht, da ich recht schnell eine Ahnung hatte.
Malibu als Setting ist ein kleiner Traum und kommt hier auch absolut gut rüber. Der Hintergrund, dass es sich hier um angehende Lifguards handelt, macht das Geschehen noch ein wenig interessanter.
Die Freundschaft zwischen Sutton und Layla gestaltet sich als schwierig, man spürt, dass Layla es gewohnt ist, in Suttons Schatten zu sein und das macht so manche Situation schwierig.
Erzählt wird die Geschichte aus der Perspektive Suttons, zwischendurch kommt auch Ben zu Wort und wir erhalten Einblicke in ein Tagebuch, von dem wir nicht wissen, wem es gehört, dass aber als kleine Rückblicke dient.
Sutton empfand ich als schwierig, denn ihre düsteren Gedanken machen beim Lesen schwermütig und es dauert eine Weile, bis sich das wirklich bessert. Zwar erfährt man natürlich, was passiert ist, aber bis dahin fiel es mir schwer, Zugang zu ihr zu erhalten.
Ben soll ein wenig als mieser Typ rüberkommen, allein dadurch, dass er Layla geghosted hat. Doch durch seine Perspektive wird schnell klar, dass er ganz anders ist und das auch ihn etwas belastet.
Mein Fazit: Insgesamt hat mir die Geschichte rund um Sutton und dem Geheimnis des letzten Sommers gut gefallen. Zwar hatte ich ein paar Probleme, mit der Protagonistin klar zu kommen, aber durch ihre Geschichte wird ihr Verhalten durchaus erklärt. Wer Romantic mit einem kleinen Schuss Suspense und Summer Feeling mag, ist hier richtig.

Veröffentlicht am 10.09.2025

Mit Humor und Tiefe

Four Weekends and a Funeral – Wenn der absolut Richtige zur ganz falschen Zeit kommt
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Für Allison Mullaly läuft nicht immer alles glatt im Leben. Dank einer, durch ihre an Brustkrebs erkrankte Mutter wurde bei ihr eine Genmutation festgestellt. Aus diesem Grunde hat sie eine zweifache Mastektomie ...

Für Allison Mullaly läuft nicht immer alles glatt im Leben. Dank einer, durch ihre an Brustkrebs erkrankte Mutter wurde bei ihr eine Genmutation festgestellt. Aus diesem Grunde hat sie eine zweifache Mastektomie hinter sich und mehr als nur einmal Probleme mit ihrem nun veränderten Körper. Als ihr Exfreund Sam, der sich vor kurzem von ihr getrennt hat, verstirbt, glauben auf dessen Beerdigung alle, dass Sam und sie immer noch ein Paar sind. Aus diesem Grund bittet Sams Mutter Allison um Hilfe beim Ausräumen von Sams Wohnung. Gemeinsam mit Sams besten Freund Adam soll sie innerhalb von vier Wochen Sams Wohnung räumen. Adam, der ihr gegenüber zunächst eher grummelig auftritt und sie versucht zu ignorieren, entpuppt sich aber nach und nach als wirklich guter Freund. Werden die beiden Freunde bleiben oder könnte mehr draus werden?
Das Cover schreit regelrecht nach RomCom und da ich diese Bücher immer sehr gerne mag, wurde ich neugierig, zumal der Titel mich an einen ganz bestimmten Film erinnerte. Doch schnell nach Beginn des Buches wird klar, dass es gar nicht so ganz eine RomCom ist, wenn auch der Ton humorvoll bleibt.
Ohne Umschweife beginnt die Autorin mitten in der Handlung, ihre Charaktere und sämtliche Hintergründe erfährt man erst nach und nach. Dabei ist der Schreibstil absolut leicht und flüssig zu lesen, so dass man hier wirklich flott durch die Seiten fliegt.
Die Handlung ist insgesamt sehr gut gewählt, ein wenig ernst und nachdenklich und doch mit einem kleinen bisschen Humor. Es geht hier viel um das Thema der Genmutation, wie Allison damit umgeht, aber auch ihre Freundinnen und ihre Familie. Aber natürlich auch um die sich langsam entwickelnde Freundschaft zu Adam. Die Mischung hat mir wirklich sehr gut gefallen, auch wenn ich hier und da ein wenig zu oft in Allisons Gedanken über die Mutation erfahren habe.
Allison ist Protagonistin und Ich-Erzählerin und ich mochte ihre Art vom ersten Moment an. Sie sucht ein wenig nach Anerkennung und Akzeptanz ihres veränderten Körpers. Ich konnte zu jeder Zeit nachvollziehen, wie sie sich fühlte.
Aber auch der grumpy Adam war mir schnell ans Herz gewachsen und ich mochte seine Art, auf die Welt zu schauen. Allerdings fiel mir die Lovestory zu fühlen eher schwer, warum kann ich noch nicht mal sagen, evtl. auch, weil hier mehr die Gedanken und Gefühle der Protagonistin im Vordergrund waren.
Gut gefallen hat mir die Zeichnung der Nebencharaktere, die sich richtig gut ergänzen und einfach mehr Farbe und Leben in die Geschichte brachten.
Mein Fazit: Insgesamt hat mich four weekends and a funeral sehr gut unterhalten. Das Buch war überraschenderweise ernster als gedacht und doch sehr überzeugend. Die Protagonisten waren mir sehr sympathisch und ihre Geschichten berührend. Wer allerdings eine RomCom erwartet, könnte enttäuscht sein, wobei ich das Buch wirklich empfehlen kann.