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Veröffentlicht am 11.11.2025

Kampf um berufliche Gleichberechtigung in den 1960er-Jahren - simple Konfliktlösung und ein sehr seichter Ausgang

Bernadette Swifts Gespür für Bücher
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Bernadette Swift arbeitet 1963 als Lektorin bei dem Verlag Lenox & Park in New York, wo sie als Frau schon immer mehr leisten musste, als ihre männlichen Kollegen, um sich zu beweisen. Trotz Probleme mit ...

Bernadette Swift arbeitet 1963 als Lektorin bei dem Verlag Lenox & Park in New York, wo sie als Frau schon immer mehr leisten musste, als ihre männlichen Kollegen, um sich zu beweisen. Trotz Probleme mit ihrem direkten Vorgesetzten bewirbt sie sich für eine Beförderung und bekomm daraufhin noch mehr Gegenwind zu spüren. Unterstützung erhält sie von ihren Freundinnen aus dem Buchclub und ihrem Kollegen Graham, die hinter ihr stehen und Halt geben. Während sich die Beziehung zu Graham intensiviert und er bald schon mehr als nur ein verlässlicher Kollege ist, muss sich Bernadette entschieden gegen Ungerechtigkeiten und Anfeindungen am Arbeitsplatz zur Wehr setzen und scheut auch nicht davor zurück, ihren Kampf für mehr Gleichberechtigung für Frauen öffentlich zu machen.

Der Titel "Bernadettes Gespür für Bücher" ist ein wenig irreführend, denn tatsächlich geht es inhaltlich nicht um den Beruf der Hauptfigur als Lektorin oder das gemeinsame Lesen von Büchern in einem Buchclub, sondern um die misogynen Verhältnisse in ihrem Büro.
Bernadette bekommt von der Abwertung ihrer Arbeit bis hin zu sexuellen Übergriffen alles zu spüren, was frau sich an negativen Einflüssen im Beruf vorstellen kann. Doch die junge Frau setzt sich zur Wehr und organisiert sogar einen öffentlichen Protest, um auf die Ungleichbehandlung von Frauen am Arbeitsplatz hinzuweisen. Auch in ihrem Buchclub sind die alltäglichen Probleme der Frauen im Zusammenhang mit dem anderen Geschlecht, ein wichtiges Thema.
Neben den Problemen im Büro sorgt sie sich um ihren Bruder, der als Soldat in Vietnam ist und versucht sich nach früheren negativen Erfahrungen für eine Beziehung zu Graham zu öffnen, der ihr stets mit Rand und Tat zur Seite steht und ein offensichtliches Interesse an ihr zeigt.
Festen Halt gibt ihr auch ihre Riesendogge Frank, die in der Geschichte sogar eine eigene Perspektive erhält - für Hundefreude nett, aber ohne Mehrwert für die Handlung.

Die Geschichte prangert mit Mobbing am Arbeitsplatz, sexueller Belästigung, Diskriminierung von Frauen und Sabotierung ihrer Karrieren wichtige und ernsthafte Themen an, die schon im Jahr 1963 virulent waren, aber in Teilen (leider) nichts an ihrer Aktualität verloren haben.
Der Roman bleibt dabei jedoch oberflächlich und entwickelt sich nach der dramatischen Schilderung der verschiedenen Hürden, mit denen sich Bernadette konfrontiert sieht, am Ende rasend schnell. Nach einem kleinen Anstoß lösen sich alle Probleme wie ganz von allein und Bernadettes steiler Karriere steht plötzlich nichts mehr im Wege.

Die Geschichte ist zum Schluss unheimlich seicht und süßlich und stellt damit die Ernsthaftigkeit der vorangegangenen Probleme in Frage. Auch fehlt bis auf den Equal Pay Act ein konkreter Bezug zur damaligen Zeit und die Einflüsse einer etwaigen Frauenbewegung. Dass der Bruder der Hauptfigur in Vietnam stationiert ist, darüber hinaus der Vietnam-Krieg und die Proteste dagegen aber keinerlei Erwähnung finden, hinterlässt zusätzlich einen faden Beigeschmack und lässt die Geschichte etwas unwirklich und mangelhaft recherchiert wirken.

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Veröffentlicht am 28.10.2025

Das Haus der Wiederkehr in neuer Übersetzung - reicht qualitativ nicht an die späteren Romane der Autorin heran

Das Haus der Wiederkehr
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Lottie und Celia sind in der englischen Küstenstadt Merham wie Schwestern aufgewachsen, nachdem Lottie während des Zweiten Weltkrieges aus London zur Familie Holden gekommen war. Gerade erwachsen, fühlen ...

Lottie und Celia sind in der englischen Küstenstadt Merham wie Schwestern aufgewachsen, nachdem Lottie während des Zweiten Weltkrieges aus London zur Familie Holden gekommen war. Gerade erwachsen, fühlen sie sich von dem modernen Haus Arcadia am Meer angezogen, das von Künstlern bewohnt wird, die so ganz anders sind, als die engstirnigen Menschen in dem verschlafenen Ort.
Als Celia ihrer Familie ihren Verlobten vorstellt, den sie in London kennengelernt hat, ist es für Lottie Liebe auf den ersten Blick. Sie kann Guy nicht widerstehen, auch wenn sie gegenüber der Familie Skrupel hat, die über zehn Jahre für sie gesorgt hat.
50 Jahre später wird Innenarchitektin Daisy beauftragt, das alte Haus am Meer zu einem Hotel umzubauen. Mrs. Bernard, die sich um das Haus gekümmert hat, soll sie dabei unterstützen, sein ursprüngliches Wesen zu erhalten. Privat steht Daisy als junge, vom Vater ihres Kindes verlassene Mutter, vor einem Scherbenhaufen und auch in Merham stößt sie wegen der geplanten Eröffnung des Hotels, das für mehr Leben in dem Ort sorgen wird, auf Ablehnung einiger Bewohner.

Der Roman handelt auf zwei Zeitebenen, die nicht kapitelweise abwechselnd dargestellt werden. Nach einem Drittel erfolgt der Wechsel von der Vergangenheit in die Gegenwart, die wiederum aus wechselnden Perspektiven der handelnden Personen erzählt wird.
Roter Faden ist dabei das Haus Arcadia, das in beiden Zeitebenen eine Rolle spielt sowie Trennungen und unglückliche Liebesgeschichten. Die Stimmung ist deshalb vor allem in Bezug auf die dramatische Vergangenheit gedrückt und von Bitterkeit und Frustration geprägt.

Während der Erzählstrang der Gegenwart zugänglicher ist, fällt es schwer, sich in der Vergangenheit in die Charaktere hineinzuversetzen. Weder ist eine Freundschaft zwischen Lottie und Celia zu spüren, noch ist die Liebe, die Lottie bei der ersten Begegnung mit Guy empfindet und sie alles vergessen lässt, nachzuvollziehen. Auch ihre Annäherung im weiteren Verlauf ist gefühllos und das Ende der Romanze klischeebeladen.
Die Gegenwart fühlt sich authentisch an, und auch wenn die Hauptfiguren darin mit Problemen zu kämpfen haben, ist der Teil der Geschichte nicht so sehr mit negativen Schwingungen besetzt. Allerdings entwickelt sich die Handlung kaum weiter und kann nicht mit Überraschungen oder Aufdeckung von Geheimnissen aufwarten. Wie sich die Schicksale zwischen Vergangenheit und Gegenwart verbinden, ist eher belanglos.

"Das Haus der Wiederkehr" ist einer der ersten Romane von Jojo Moyes, der neu erschienen ist. Hierbei stand offenbar der kommerzielle Faktor im Vordergrund, die Geschichte erreicht nicht die Qualität ihrer späteren Romane. In zwei Erzählsträngen aufgeteilt, fehlt es insbesondere der Vergangenheit an dem typischen Charme und Witz der Autorin, liebenswerten Charakteren und echten Emotionen. Die plausiblere Gegenwart hat nahbare Figuren, entwickelt sich zu ereignislos und hätte dementsprechend gestrafft werden können, klärt aber zumindest alle noch offenen Fragen im Hinblick auf den Verbleib der Personen aus dem Jahr 1955.

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Veröffentlicht am 14.10.2025

Ein bildhafter Streifzug durch Prag, aber eine fade Second Chance-Romance, wobei der Aufhänger - der Wettbewerb des Bierbrauens - zur Nebensache wird

Das kleine Zuhause in Prag
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Anna und Leo treffen sich nach sechs Jahren zufällig in Prag wieder. Beide haben sich für einen Wettbewerb um das beste Bier qualifiziert. Sie sind tatsächlich die einzigen Kandidaten und müssen sich für ...

Anna und Leo treffen sich nach sechs Jahren zufällig in Prag wieder. Beide haben sich für einen Wettbewerb um das beste Bier qualifiziert. Sie sind tatsächlich die einzigen Kandidaten und müssen sich für die Dauer des Wettbewerbs eine Wohnung teilen. Während Anna in festen Händen ist, ihrem Freund Steve bisher jedoch nichts von ihrem Ex-Mann Leo erzählt hat und direkt wieder ausziehen möchte, sieht Leo die Situation ganz entspannt und scheint nach wie vor am liebsten seinen Charme bei den Frauen spielen zu lassen. Anna arrangiert sich, da sie auch bereits Kontakt zu den netten Nachbarn unter ihnen geschlossen haben und spürt schon bald, dass sie immer noch Gefühle für Leo hat. Leo, der unter der Trennung gelitten hat, schlägt eine freundschaftliche Beziehung vor. Doch je mehr Zeit sie miteinander verbringen und gemeinsam die Stadt mit all ihren Sehenswürdigkeiten und kulinarischen Köstlichkeiten erkunden, desto schwerer fällt es Leo, Anna auf Distanz zu halten.

"Das kleine Zuhause in Prag" ist der zwölfte Band der "Romantic Escapes"-Reihe. Auch wenn die Bücher unabhängig zu lesen sind, begegnet man Charakteren aus bisherigen Teilen wieder. So wurde Leo bereits in Band 11 "Die kleine Villa in Italien" als Bruder der männlichen Hauptfigur vorgestellt.

Der Roman weckt vor allem zu Beginn wenig romantische Gefühle. Es ist kaum vorstellbar, dass Anna und Leo verheiratet waren, denn sie wirken so, als würden sie sich kaum kennen. Anna ist unsicher, fühlt sich unzulänglich und hat ein grundsätzliches Misstrauen gegenüber Leo. Leo hingehen ist selbstbewusst, lebenslustig und spontan und zieht mit seinem sonnigen Gemüt die Menschen an. Der dritte im Bunde Steve ist plakativ negativ, einfältig und dümmlich dargestellt und damit so offensichtlich der Falsche für Anna. Die Liebesgeschichte entwickelt deshalb keine Spannung, denn der Weg ist uninspiriert vorgezeichnet. Genauso wenig spannend ist der Wettbewerb um das Bierbrauen, denn der spielt letztlich nur eine sehr untergeordnete Rolle. Stattdessen wird gegessen, getrunken, geflirtet, renoviert und die Stadt erkundet, wobei sehr schnell Kontakt zu Einheimischen geknüpft wird, die allesamt herzerwärmend nett sind und Anna und Leo mit offenen Armen aufnehmen.
Der Grund für die Scheidung erschließt sich nicht wirklich und eine Aufarbeitung der Vergangenheit findet auch nicht statt, weshalb die Geschichte sehr flach in einem erwartbaren Happy End mündet.

Das Setting ist gelungen, denn das Buch liest sich wie ein kleiner Reiseführer, der die Wahrzeichen Prags, die Kulinarik und tschechische Lebensart näher bringt. Die Second-Chance-Romance ist hingegen langweilig und besonders enttäuschend ist, dass der Aufhänger des Romans um das Bierbrauen und den Wettbewerb darum völlig in den Hintergrund tritt. Das Cover des Buches hätte in jedem Fall stimmiger gewählt werden müssen.

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Veröffentlicht am 02.10.2025

Pointierte Gesellschaftskritik in Romanform - ironisch und unterhaltsam, aber mit unpassend kitschigem Ende

Aufsteiger
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Felix Licht ist Journalist und steht mit knapp 50 Jahren vor dem Höhepunkt seiner Karriere. Nach einem politisch unkorrekten Artikels des Chefredakteurs muss der Posten neu besetzt werden und Felix malt ...

Felix Licht ist Journalist und steht mit knapp 50 Jahren vor dem Höhepunkt seiner Karriere. Nach einem politisch unkorrekten Artikels des Chefredakteurs muss der Posten neu besetzt werden und Felix malt sich aufgrund seiner Erfahrung und dem guten Draht zum Verleger die größten Chancen aus. Der Champagner ist bereits kaltgestellt, als Felix erfährt, dass Zoe Rauch neue Chefredakteurin des Magazins wird. Zoe war vor zwölf Jahren seine Volontärin, die die Redaktion verlassen hatte, nachdem sie sich zu nahe gekommen waren. Zoe ist alles, was Felix nicht ist - weiblich, jung, dunkelhäutig - und soll dem Magazin damit neuen Aufwind geben. Felix ist in seinen Grundfesten erschüttert. Nachdem es in seiner Ehe bereits kriselte, steht er nun nicht mehr nur vor der Scheidung, sondern auch vor seinem Karriereende.

Ausgehend von dem tiefen Fall des Felix Licht, der sich so sicher wähnte, den Posten des Chefredakteurs zu erreichen, auf den er über Jahre hingearbeitet hatte, handelt der Roman im Umfeld der Medienbranche von zahlreichen politisch und gesellschaftlich strittigen Themen. Es geht um Cancel Culture, Genderfragen, Klimaaktivisten, Diskriminierung, Feminismus und einen Kampf um Gerechtigkeit. Mit Konflikten zwischen den Generationen, zwischen Männern und Frauen, zwischen Rechts und Links ist der Roman brandaktuell und am Puls der Zeit.

Die Figuren sind mitunter stereotyp dargestellt, was jedoch weniger störend ist, sondern zur ironischen Sichtweise und den zum Teil aberwitzigen Diskussionen passt, die nicht nur im Buch, sondern auch im wirklichen Leben geführt werden.
Die Themen werden dadurch aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet, so dass keine vorgefertigte Meinung aufgezwungen wird. Es bleibt allein der Leserin/ dem Leser überlassen, sich eine eigene Meinung zu bilden.

Der Einblick in die Medienbranche, in die Arbeit in einem Wochenmagazin sowie der Einfluss von Bloggern und Social Media wirken authentisch. Es ist ein schnelllebiges Metier, in welchem Fehler und falsche Prognosen zu ungeahnten Folgen führen können. Erfolg und Scheitern liegen oftmals dicht daneben, Macht und Manipulation werden rigoros ausgenutzt. Wer den Anschluss verpasst, gerät ins Aus, aber auch wer zu progressiv vorgeht, kann sich unmittelbar ins Abseits manövrieren.

Auch wenn kein Charakter wirklich sympathisch ist und die einzelnen Schicksale trotz ihrer dramatischen Entwicklung nur bedingt berühren können, unterhält "Aufsteiger” durch eine mitunter überspitzte Darstellung und die Gesellschaftskritik, die so pointiert in Romanform wiedergegeben wird.
Leider verliert sich die Geschichte am Ende mit einer Offenbarung und driftet anschließend kitschig und dramatisch ab.

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Veröffentlicht am 10.09.2025

Music was my first love - viel Musikanalyse, wenig Romantik. Coming-of-Age-Roman über den Wunsch nach Zugehörigkeit und Anerkennung

Deep Cuts
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Percy und Joe lernen sich im Herbst 2000 in einer Studentenkneipe in Berkeley kennen. Beide verbindet auf Anhieb die Leidenschaft zur Musik. Während Joe Musiker ist, Songtexte schreibt und gerade dabei ...

Percy und Joe lernen sich im Herbst 2000 in einer Studentenkneipe in Berkeley kennen. Beide verbindet auf Anhieb die Leidenschaft zur Musik. Während Joe Musiker ist, Songtexte schreibt und gerade dabei ist, eine Band zu gründen, beschäftigt sich Percy mit den Inhalten und der Bedeutung von Songtexten. Joe bittet sie deshalb um Feedback zu einem seiner neuen Songs, woraus sich eine über Jahre anhaltende sporadische Zusammenarbeit ergibt, während der Joe als Indie-Musiker mit seiner Band "Caroline" berühmt wird.
Zwischen unausgesprochener Liebe, platonischer Freundschaft und beruflicher Partnerschaft sind Percy und Joe lose verbunden, auch wenn für Percy weitaus mehr Gefühle im Spiel sind. Doch mehrfache Zurückweisungen und Joes Befürchtung, seine wertigste Kritikerin zu verlieren, scheinen eine Beziehung unmöglich zu machen.

Die Geschichte führt von 2000 bis 2008 in eine Zeit zurück, als es noch Tonträger, Mixtapes in Form gebrannter CDs, TV-Musiksender, iPods und Napster gab.
Musik und Songtexte bilden einen wesentlichen Kern des Romans. Jedes Kapitel ist einem Song bekannter Künstler gewidmet und passt inhaltlich zu dem gegenwärtigen Geschehen. Dabei ist es allerdings schwierig, die Verbindung der Texte mit der fiktiven Geschichte zu erkennen und zu fühlen, da es sich, anders als erwartet, mehrheitlich nicht um Musik der 2000er handelt. Statt populäre Songs und Texte der Zeit heranzuziehen, die gerade für LeserInnen im Alter von Percy und Joe mehr Identifikationspotenzial geboten hätten, werden vorrangig Musiker vorangegangener Zeiten wie "The Beatles", "The Kinks", Buddy Holly oder Janis Joplin erwähnt und eben nicht gerade die Musik, die man üblicherweise Anfang der 2000er-Jahre gehört hat. Obschon ich mich als musikinteressiert bezeichnen würde und wahrlich nicht nur Mainstream-Pop/Rock höre, war ich beim Lesen ernüchtert, wie wenig Deep Cuts ich tatsächlich kannte, die für die Geschichte Relevanz hatten.

Der Roman kommt einer Musikanalyse gleich, die mit der Zeit ermüdend ist. Die komplizierte Beziehung von Percy und Joe, die zwischen Liebe, Freundschaft und geschäftlicher Partnerschaft schwankt, erhält zu wenig Raum. Auch die Spannung, die sich durch Percys Mitarbeit an Joes Musik, die zu wenig Würdigung findet, ergibt, bleibt verhalten.
Neben der Sezierung von Liedtexten stehen Percys berufliche und persönliche Entwicklung im Vordergrund, die authentisch dargestellt sind.
"Deep Cuts" ist nicht nur ein Ausdruck der Liebe zur Musik, die einen essentiellen Teil des Lebens ausmacht, sondern auch ein Coming-of-Age-Roman über den Wunsch nach Zugehörigkeit und der Sehnsucht, gehört zu werden.

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