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Veröffentlicht am 10.09.2025

Gefühle reflektieren, Achtsamkeit erlenen, innere Balance fördern

Little Hearts - Big Feelings - Mein Gefühle-Journal
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Wir Erwachsenen haben zig Bücher zur Auswahl, wenn es um Tagebücher geht. Klassische Varianten, Achtsamkeits- oder Fitnessjournal und so weiter. Jedoch sind doch auch unsere Kinder tagtäglich besonders ...

Wir Erwachsenen haben zig Bücher zur Auswahl, wenn es um Tagebücher geht. Klassische Varianten, Achtsamkeits- oder Fitnessjournal und so weiter. Jedoch sind doch auch unsere Kinder tagtäglich besonders konfrontiert mit Situationen, die unterschiedlichste Gefühle auslösen und das teilweise auch in sehr starkem Ausmaß.Unsere Welt ist voll mit Reizen. Da muss man einen Weg finden, damit klarzukommen. Nicht jedes Kind kann und will über alles sprechen. Gleichzeitig ist es aber auch schwierig, immer nur alleine damit klarzukommen. 

Die drei Auflistungen auf dem Cover sind hierbei eigentlich schon sehr treffend: Gefühle reflektieren, Achtsamkeit erlernen, innere Balance fördern.
Mein Sohn konzentriert sich leider oftmals zu sehr auf die Sachen, die schief gelaufen sind. Positives wird gerne klein gemacht oder gleich ganz unter den Tisch gekehrt. Da ist es ganz wunderbar, wenn man genau diese Sachen dann bald aufschreibt und sich so eher auch das Gleichgewicht sieht.

Besonders betonen möchte ich auch, dass ich den Stift richtig toll finde. Die Zauberschrift verschwindet nach 30 Minuten wieder und ist ein geniales Extra. So muss man keine Angst haben, dass Gefühlsausbrüche vielleicht von den Geschwistern oder jemand anderem gelesen werden, trotzdem kann man sie sich von der Seele schreiben.

Die Farbigkeit und auch die Gestaltung ist ideal und zeigt auch schon sehr schnell die zugeordneten Gefühle. Sehr hübsch illustriert und was mich besonders freut: es werden nicht nur Mädchen angesprochen, sondern auch Jungs. Das ist meiner Meinung nach oftmals ein großes Problem, dass eher nur ein Geschlecht angesprochen wird und dann sehr klischeehaft. Das ist, finde ich, hier überhaupt nicht der Fall.

Es wird nicht an Details gespart und gleichzeitig aber auch nicht alles mit Überschüssigem vollgepflastert. Eine tolle Balance wurde hier geschaffen.
Das Hardcover ist auch ideal gewählt. So darf das Buch auch gerne mal bei einem Ausflug mit dabei sein oder aber auch am Lieblingsplatz außerhalb des Zuhauses.

Mir persönlich gefällt ganz besonders, dass die Kids auch über Gefühle lernen. Wie identifiziere ich sie, wie gehe ich damit um, wie komme ich besser damit klar und auch die kleinen Dinge zählen. Dabei wird aber alles kindgerecht behandelt und auch illustriert.

Von mir gibt es beide Daumen hoch!


Veröffentlicht am 29.08.2025

Feinfühlig, ehrlich, kindgerecht, ergreifend, passend

In meiner Welt
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Würde man die Welt selbst auch so kreieren? Was wären meine Regeln? Sollte überhaupt jemand sterben können? Was hat das für Folgen? 

Schon seit Langem hat mich kein Buch mehr so sehr berührt, wie es dieses ...

Würde man die Welt selbst auch so kreieren? Was wären meine Regeln? Sollte überhaupt jemand sterben können? Was hat das für Folgen? 

Schon seit Langem hat mich kein Buch mehr so sehr berührt, wie es dieses hier tat. Der Dialog zwischen Großvater und Enkel ist enorm liebevoll und zudem auch tiefgründig. Die Geschichte mag ganz alltäglich erscheinen, aber die Gedankengänge unserer jungen Hauptfigur sind einerseits witzig und nachvollziehbar, andererseits natürlich auch kindlich und naiv. Trotzdem erwischt man sich dabei, wie man lächelnd vor dem Buch sitzt und die Situation mit Staunen und Neugier betrachtet. Auch mein Sechsjähriger war vollkommen gebannt und folgte neugierig den Phantastereien des Jungen.

Die Illustrationen sind einfach nur wunderbar!
Hier wurde eine tolle Balance zwischen ganz tollen Details und dem Weglassen von unnötigen Firlefanz gefunden. Farblich total ansprechend und passend. Hinzu kommt ein interessantes und unheimlich passendes Mimikspiel mit gekonnter Gestikdarstellung.
Ich ziehe meinen imaginären Hut vor dem Illustrator. Hier war definitiv ein Meister seines Fachs am Werk und hat die Geschichte verstanden und regelrecht verinnerlicht. 
Ich liebe es, wie in der Bahn die Verbindung von Opa und Junge kein bisschen abbricht und man diese regelrecht spüren kann. Auch die unterschiedlichen Gesichter laden zum Anschauen und Erforschen ein, gleiches gilt für die kleinen eingefügten Schriftzüge. 
Der Kontrast zwischen den farbigen, realen Szenen und den "ausgedachten", ist wahrlich toll gewählt und unterstützt die Geschichte sehr. 
Mir gefällt auch ganz besonders, dass der Himmel in den Szenen vor dem Grab eine vordergründige Stellung eingenommen hat und man somit auch eine spirituelle Komponente mit einbezieht. 

Zum Ende hin fand ich auch die sehr innige Stimmung als sehr "frei" und ehrlich. Großvater versteckt seine Gefühle nicht vor dem Enkel, sondern erklärt sie ganz sachlich und passend in kurzer Form. Man hat das Gefühl, die Geschichte wird perfekt auf einen Punkt gebracht, ohne viel Zusatz und genau das, wofür man dankbar sein und man schätzen soll, wird im letzten Bild gezeigt: Zusammensein.

Veröffentlicht am 25.07.2025

Wissen ums Essen, einfühlsame Essenskultur und Rezepte

Die große Löffelei
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Gibt es bereits richtig viele Bücher zur Kinderernährung? Ja, definitiv...aber, bisher ist mir noch keines untergekommen, das Wissen ums Essen, einfühlsame Essenskultur und Rezepte zusammen vereint, so ...

Gibt es bereits richtig viele Bücher zur Kinderernährung? Ja, definitiv...aber, bisher ist mir noch keines untergekommen, das Wissen ums Essen, einfühlsame Essenskultur und Rezepte zusammen vereint, so wie es dieses hier macht. 

Was mir persönlich an "Die grosse Löffelei" am besten gefällt, sind definitiv die vielen wichtigen Infos, die aber auch für jeden Laien einfache Erklärungen abliefert. Es werden nicht nur einfach Behauptungen aufgestellt, sondern auch Infos dazu geliefert und diese mit Beispielen abgerundet. In ungetoastetem Toastbrot kann sich Alkohol verstecken? Ahornsirup darf, wie Honig, unter einem Jahr nicht gegeben werden? Und was ist eigentlich mit den ganzen Superfoods? Sind diese auch für unsere Kleinen geeignet oder sollte man vielleicht doch eher zu altbewährten einheimischen Produkten greifen?

Man darf also kein "gewöhnliches" Rezeptbuch erwarten, sondern bekommt eher mehr Anregungen durch Wissen und grundlegende Essensideen, die wohl viele Kindern gerne essen würden.
 
Was mir auch besonders gut gefallen hat, ist die Einstellung der Autorin. Es wird keine Panik gemacht, dass das Kind doch unbedingt dies und das täglich essen müsste um seine Vitamine und Mineralstoffe gut aufgefüllt zu haben. Nein, es wird sehr einfühlsam vorgegangen. Kinder haben ja auch oftmals Phasen, in denen sie mal mehr oder eben weniger essen, extrem wählerisch sind oder eben nicht. "Gehe kleine Schritte und vertraue dem Prozess. Es geht um das große Ganze und nicht um jeden einzelnen Tag."Genau das müssen Eltern hören. Auch wir sind keine Maschinen und können jeden Tag die ausgewogenste Mahlzeit auftischen. Das Leben spielt da oftmals einfach nicht mit.

Die Rezepte sind sehr ansprechend und gut umsetzbar. Das ist alles kein Hexenwerk und man kann bei vielem auch variieren. Dabei wird definitiv auch auf typische Kinder-Klassiker eingegangen. Was mich persönlich etwas stört, was aber auch wohl nur wenige betrifft, ist die ersetzte Süße mit Bananen. Unser Kind verträgt keine Bananen. Ich weiß, dass Bananen hierbei natürlich naheliegend sind, aber für uns lassen sich diese nur schwer im Rezept ersetzen, da mit Apfelmark einfach nicht der gleiche Effekt erzielt wird. Hier hätte ich mir dementsprechend etwas mehr Abwechslung gewünscht.
Schön finde ich auch, dass zum Beispiel auch an die Krankheitssaison mit den Erkältungseiswürfeln gedacht wurde. Toll sind auch die vielen Aufstrich-Ideen, egal ob herzhaft oder süß.

Zum Buch an sich kann ich nur sagen: einfach toll. Wunderbar durchdacht mit festem Hardcover, einem Leseband, ansprechenden Fotos und einem ganz chicken Layout!

Veröffentlicht am 01.07.2025

Sonnendieb oder doch der Lauf des Jahres? Eine grandiose kleine Detektivgeschichte

Der Sonnendieb
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Sommer ist doch einfach die beste Jahreszeit, oder? Im Sonnenstuhl relaxen, der wolkenlose blaue Himmel, ein Nickerchen in der Nachmittagssonne...hach, einfach nur himmlisch. Doch was ist nun los? Eichhörnchen ...

Sommer ist doch einfach die beste Jahreszeit, oder? Im Sonnenstuhl relaxen, der wolkenlose blaue Himmel, ein Nickerchen in der Nachmittagssonne...hach, einfach nur himmlisch. Doch was ist nun los? Eichhörnchen putzt sich die Zähne und es ist schon dunkel? Da kann doch was nicht mit rechten Dingen zugehen! Ein Sonnendieb hat da bestimmt die Finger mit im Spiel! Ganz sicher, wie soll es auch anders sein?!

Gleich vorneweg: Mein Sohn ist ganz vernarrt in dieses Buch und liebt Eichhörnchens hysterischen Detektivcharakter. Nachvollziehbar ist es ja schon. Zuerst ist es abends noch taghell und plötzlich steht man beim Zähneputzen im Dunkeln. Das kann doch nicht ganz stimmen. Irgendwas hat sich verändert, nur was beziehungsweise wer ist der Auslöser dafür? Unser sonnenscheinliebendes Eichhörnchen geht dem Ganzen auf die Spur und hat eine ganz wilde Theorie für dieses Hexenwerk: ein Dieb hat die Sonne geklaut. Nur wieso geht sie am nächsten Tag wieder auf? Komisch...

Ein Glück, dass unser liebes Eichhörnchen seinen Freund Vogel an seiner Seite hat und dieser immer wieder erklärt, dass die Sonne IMMER wieder rauskommt. Da gibt es gar kein dran Rütteln. Ein abenteuerlicher Ausflug zur Nachtzeit mit einer nicht ganz unfallfreien Begegnung mit Fledermaus wirft noch mehr Fragen auf. Wirklich seltsam!Na dann hoffen wir mal, dass der Sonnendieb nicht doch noch zugeschlagen hat!

Bei "Der Sonnendieb" handelt es sich um ein ganz tolles Buch zum Thema Jahreszeiten und die dadurch verschobenen Tageslichtzeiten. Welche Eltern kennen nicht die abendlichen Diskussionen im Sommer, wieso der Junior bei bestem Sonnenschein schon ins Bett müsse. Ein Unding! Total unfair! Das sei doch sonst nicht so! Als würde man seine Kinder belügen und um kostbare Stunden des Tages bringen. Doch eigentlich ist ja schon längst die Schlafenszeit erreicht.
Ungreifbare Dinge begreifbar machen...genau das ist hier wunderbar umgesetzt! Unsere Umwelt unterliegt einem Jahreszyklus und den müssen unsere Kleinen erst einmal erleben und dann auch verstehen. Sie pochen auf Routinen, doch ohne die Uhrzeit genau zu kennen, fällt das halt mit den Umstellungen etwas schwer.

Mein Sohn ist Vorschüler und findet das Buch grandios. Er ist auch sehr an unserem Sonnensystem interessiert, woran ich ihm schon öfter die Jahreszyklen erklärt habe. Nun ging es explizit um die verlängerten Sonnenstunden im Sommer. Nach der Geschichte kann man zur weiteren Erklärung ganz wunderbar die zwei angefügten Infoseiten nutzen.

Die Geschichte ist unheimlich aufregend und auch spannend, mit vielen Emotionen und auch witzigen Situationen. Mein Sohn wurde anfangs definitiv auf`s Glatteis geführt, denn er überlegte wirklich, ob es denn nicht einen Sonnendieb geben könnte. Das war sehr witzig mit anzusehen. 

Die Hauptrolle hat sich das Eichhörnchen definitiv verdient. Ein wahrer Schauspieler mit seinen vielen Gefühlen, aktiven Art und witzigen Aktionen.
Der erste Brüller kam ja bereits am Anfang, als Eichhörnchen ganz sicher NIEMALS einschlafen würde, solange es noch hell sei. Tja, hat wohl nicht gut geklappt, aber ich kann das vollkommen nachvollziehen, denn nirgendwo schläft man besser als von den Sonnenstrahlen schön eingehüllt im Liegestuhl.

Uns haben die Details auch ganz wunderbar gefallen. Eine Fischdose als Bett...grandios!
Ich, als Mutter, habe mich auch über die Zahnputz-Szene sehr gefreut. Daumen hoch dafür!

Die Fledermaus tat uns besonders leid! Voll in die Irre geführt und dann wird sich nicht mal um ihn gekümmert. Die Infos dazu und Eichhörnchens Neugier sind natürlich super und sind ganz natürlich in die Geschichte mit eingeflossen. Auch hier beide Daumen hoch!

Mimiken und Gestiken sind grandios gewählt. Allgemein finden wir den Illustrationsstil richtig gelungen und für Kinder äußerst ansprechend. Da haben wir wirklich null zu meckern und gemäß der Geschichte bringt der Tag/Nacht Kontrast auch noch mehr Spannung in die Bilderabfolge.
Das Cover macht definitiv neugierig und die glänzenden Sterne sind auch ein Hingucker!

Die Themenwahl finden wir super! Man kennt wohl die ewigen Diskussionen im Sommer bezüglich der Bettgehzeit. Dementsprechend ist das hier ein ideales Buch fürs Vorlesen vor der Schlafenszeit. Denn nicht nur das Eichhörnchen lernt mit, oder? 

Wie ich auch immer wieder erwähne: an den Baumhausbüchern gibt es nichts zu meckern. Das Format ist perfekt und auch für mehrere Mitleser ideal. Die Verarbeitung des Hardcovers ist einwandfrei, der Print perfekt und im Regal hat man die Bücher schön alle in gleicher Größe nebeneinander. 

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Thema
Veröffentlicht am 28.06.2025

Keine wertvolle Zeit mehr auf Unkontrollierbares verschwenden / Energie + Freiraum zurückgewinnen

Die LET THEM Theorie
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Vorneweg möchte ich betonen, dass ich Mel Robbins seit Jahren auf Social Media folge und besonders ihre persönlichen Einblicke und alltäglichen "Struggles" liebe. Ich persönlich fühlte mich bei dem Buch ...

Vorneweg möchte ich betonen, dass ich Mel Robbins seit Jahren auf Social Media folge und besonders ihre persönlichen Einblicke und alltäglichen "Struggles" liebe. Ich persönlich fühlte mich bei dem Buch "Let them" sehr davon angesprochen, dass man nicht mehr unnötige Zeit auf Unkontrollierbares verschwenden sollte. Gelassener werden und seine Energie für sich selbst nutzen und nicht nutzlos verschwenden.

Man sollte wohl gleich zu Beginn auch sagen, dass die "Let Them" Theorie nicht nur aus diesem einzigen Schritt besteht, denn einfach nur alles, was um einen herum geschieht abzunicken und runterzuschlucken, macht das eigene Leben nicht besser. Erst, wenn "Let me" ins Spiel kommt, nimmt man sich die eigene Freiheit heraus sein Leben zu gestalten, ohne, dass andere dabei mitreden, ob nun im Verborgenen hinter deinem Rücken, oder auch ganz direkt.
Ich persönlich gehöre zu den Leuten, die gerne alles perfekt machen möchte. Jeder soll zufrieden sein, ich mache gerne mehr als ich muss und erhoffe mir (auch unter anderem dadurch) positive Resonanz. Ich bin ein people pleaser und meine es zudem noch oftmals einfach zu gut. Tue ich mir damit einen Gefallen? Ganz und gar nicht und das weiß ich auch! Das weiß ich schon lange und finde mich dennoch jedes Mal wieder in dieser Situation wieder. "Sonst macht es ja niemand...ich springe noch ein einziges Mal ein ...nur noch dieses Mal." Immer das gleiche. Dementsprechend fand ich mich auch bei Mels Beschreibungen und Beispielen so gut wieder. 

Da ich sie auch über Social Media Videos "kenne" und dort oftmals auch private Einblicke sehe, empfand ich auch ihre persönlichen Einsichten im Buch als authentisch und nachvollziehbar. 

Besonders die Abschnitte mit dem Vergleichen mit anderen und der Furcht davor, dass  andere über einen schlecht reden, sind bei mir total eingeschlagen. Es handelt sich hierbei um Dinge, die man nicht ändern oder kontrollieren kann. Es wird immer jemanden geben, der ein tolleres Haus hat, einen besseren Modestil, eine ganz wunderbare und beneidenswerte Charaktereigenschaft usw., jedoch bringt einen der Neid darauf einfach nicht weiter. Man verschwendet Zeit, sich Gedanken darüber zu machen und könnte seine Energie doch eigentlich so viel besser einsetzen.Gleichzeitig streicht man deswegen auch oft Wünsche. Ein neues Hobby beginnen, obwohl man eher unsportlich ist und die Blicke der anderen fürchtet? Einfach machen. Fotos online stellen, bei einem tollen Ausflug, der einem unheimlichen Spaß gemacht hat, man jedoch mit hochrotem Kopf zu sehen ist? Einfach machen. Immer wieder schränkt man sich ein und lässt sich dadurch wunderbare Erfahrungen, Kontakte und Wissen entgehen.

Man darf nicht vergessen, dass es sich bei Mel um eine amerikanische Autorin handelt. Natürlich ist sie von vielen amerikanischen Charaktereigenschaften geprägt und auch umgeben, weshalb einige Formulierungen auf uns Europäer extrem überspitzt und übertrieben wirken könnten. Man darf hierbei nicht jedes Wort auf die Goldwaage legen und muss sich einfach die "Spitzen" im Kopf etwas abgerundeter vorstellen.Ich möchte jedoch dazu noch sagen, dass ich im Bereich Persönlichkeitsentwicklung bereits einiges gelesen habe und das fast ausschließlich von männlichen Autoren (egal welchen Kontinents). Hierbei empfand ich die extremen Formulierungen immer als extrem störend und zu heftig, teilweise sogar belastend. Das kann ich hier nun bei Mel nicht behaupten und empfinde ihre Schreibweise als sehr angenehm.

Ich persönlich, insbesondere als Frau, die damit aufwuchs, immer auf die Reaktionen anderer zu schauen und den besten Eindruck zu hinterlassen, finde es sehr wichtig, dass einem durch das komplette Buch hinweg, immer wieder eingetrichtert wird, dass es in Ordnung ist, die Meinung anderer zu ignorieren und mich auch durch deren Handeln nicht beeinflussen zu lassen.