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Veröffentlicht am 21.01.2018

Eine rührende Geschichte von der Freundschaft zwischen einem Fuchs und einem Jungen, die zueinander finden müssen, herrlich erzählt.

Mein Freund Pax
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Ich hatte viel von diesem Buch gehört, sowohl auf den Social Media Kanälen als auch in meinem Blog-Feed, jedoch ist fast ein Jahr vergangen, bis „Pax“ von Sara Pennypacker dann bei mir einzog. In diesem ...

Ich hatte viel von diesem Buch gehört, sowohl auf den Social Media Kanälen als auch in meinem Blog-Feed, jedoch ist fast ein Jahr vergangen, bis „Pax“ von Sara Pennypacker dann bei mir einzog. In diesem Kinderbuch wird die Geschichte von der tiefen Freundschaft von Peter und „seinem“ Fuchs Pax erzählt, die bereits im ersten Kapitel auseinander gerissen werden. Peters Vater ist nämlich dagegen, dass Pax bei ihnen bleibt, da der Krieg naht und er sowohl Peter jederzeit einsatzbereit sein müssen. Deshalb wird Pax kurzerhand in einem weit entfernten Wald ausgesetzt. Doch bereits als Peter wieder daheim ist, bereut er, dass er sich nicht gegen die Entscheidung seines Vaters gestellt hat. Eine lange Reise beginnt sowohl für den Fuchs als auch für Peter, die um jeden Preis wieder zueinander finden wollen. Doch Pax, der seit Peter ihn als Welpe gefunden hat, nie mehr in einem richtigen Wald war, lernt nun seine wilde Seite kennen und bekommt auch bald bereits Gesellschaft…

»Oh, let me tell you, feeling are all dangerous. Love hope… Ha! Hope! You talk about dangerous, eh? No, you can’t avoid any of them. We all own a beast called anger. It can serve us: many good things come of anger at bad things; many unjust things are made just. Nut first we all have to figure out how to civilize it.«

Sara Pennypacker erzählt die Geschichte von Pax und Peter so herzzerreißend, dass mir die Tränen bereits nach dem ersten Kapitel in die Augen geschossen sind. Abwechselnd wird aus der Perspektive von Peter und Pax erzählt, was die Spannung natürlich steigert, ob die beiden Freunde sich am Ende wiedersehen oder nicht. Der Leser begleitet Peter auf seiner äußerst beschwerlichen Reise in das rund 200 Meilen entfernte Waldstück und fiebert mit jedem weiter zurückgelegten Wegstück immer mehr der Zusammenkunft entgegen. Doch auch Pax macht sich auf den Weg in die Richtung, wo er seinen Menschen vermutet, und trifft unterwegs nicht nur auf andere Menschen, sondern auch auf Füchse. Und so geschieht es, dass Pax sich mit den wilden Füchsen aus dem Wald anfreundet und sogar Begleitung für ein Stück des Weges findet. Ich bin förmlich durch die Zeilen geflogen, weil mir das alles viel zu langsam ging und ich am liebsten gehabt hätte, dass Peter und Pax sich doch bitte sofort wieder finden, doch die Autorin hat sich sicher bei dem Erzähltempo etwas gedacht, schließlich sollen unsere Charaktere auf ihrem Weg ja auch etwas lernen. ? Und sie lernen sogar eine ganze Menge. Was, wird natürlich nicht verraten, aber dieses Kinderbuch war das erste, das ich seit – nun ja, meiner Kindheit – gelesen habe und ich war nicht zufrieden mit dem Ausgang des Ganzen. Aber das soll niemanden davon abhalten, dieses wunderschöne Buch trotzdem in die Hand zu nehmen, den es lohnt sich!

Die vollständige Rezension findet ihr auf meinem Blog: https://killmonotony.de

Veröffentlicht am 07.12.2017

Wie kann eine Lüge dein Leben beeinflussen — und zu welchem Preis würdest du die Wahrheit niemals ans Licht kommen lassen?

Lügnerin
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„Lügerin“ von Ayelet Gundar-Goshen hat mich zuerst mit dem wunderbaren Cover angesprochen. Dann mit dem äußerst interessanten Klappentext – der auch wirklich hielt, was er versprochen hat! Dieser Roman ...

„Lügerin“ von Ayelet Gundar-Goshen hat mich zuerst mit dem wunderbaren Cover angesprochen. Dann mit dem äußerst interessanten Klappentext – der auch wirklich hielt, was er versprochen hat! Dieser Roman hat mich sehr überrascht und ich war auch sehr erstaunt, wie fein Gundar-Goshen ihre Charaktere zeichnet. Doch worum geht es eigentlich? Nuphar ist ein unscheinbares Mädchen, nichts in ihrem bisherigen Leben erscheint ihr besonders. Sie hatte noch nie Sex und beginnt bald ihr letztes Schuljahr – nachdem diesen Sommer schon wieder nicht spannendes in ihrem Leben passiert ist. Nuphar hat das Gefühl, als würden die Menschen – und ganz besonders die Männer – einfach durch sie durch sehen, sie nicht wahrnehmen. Doch als eines Tages ein ehemals berühmter Sänger in ihre Eisdiele tritt, der sie aufs Übelste beleidigt und ihr dann auf die Toilette folgt, bricht etwas in Nuphar heraus – und sie schreit. Sie schreit, bis Polizei und Nachbarn in den Hinterhof kommen und das verstörte Mädchen fragen, was der Kerl ihr getan hätte. Als sie als Antwort in Tränen ausbricht, scheint die Sache geklärt. Avischai wird wegen versuchter Vergewaltigung von der Polizei festgenommen und Aussagen werden gemacht. Nuphar versucht zunächst, sich aus dem Missverständnis herauszuwinden, doch blüht im Licht der Lüge und der Aufmerksamkeit auf wie eine Blume, die nach dem Winter endlich Sonnenstrahlen einfängt. Immer tiefer verstrickt sich das Netz um die Lüge und Nuphar findet keinen Weg hinaus.

Sucht dich das Schuldgefühl heim, hat es verschiedene Möglichkeiten. Es kann dich von hinten anspringen, dir die Klauen ins Fleisch hauen. Es kann einen Frontalangriff starten. Doch es kann dir auch wie eine Perserkatze um die Beine streichen, sich ein Weilchen auf deinen Schoß setzen und dann weiterhuschen, weil es nicht länger bleiben will.

Ayelet Gundar-Goshen schafft hier einen Roman, dem es gelingt, eine Spannung aufzubauen, die den Leser bis zur letzten Seite fesselt. Die Charaktere sind wahnsinnig ausgefleischt und die Autorin hat sich sichtlich Mühe gegeben, diese zu einem großen Ganzen zusammenzuweben. In „Lügnerin“ findet man keinen überflüssigen Satz, jeder noch so kleine Handlungsstrang trägt zum Gesamten bei und am Ende des Romans blickt man auf einen wunderschönen Flickenteppich zurück. Gerade die in Teil 2 neu eingeführten Personen und ihr Leben scheinen auf den ersten Blick keinen Bezug zum Hauptgeschehen zu haben, doch hat man die Charaktere erst einmal kennengelernt und hinter die Fassade geschaut, fällt es dem Leser wie Schuppen von den Augen.

Die vollständige Rezension findet ihr auf dem Blog: https://killmonotony.de

Veröffentlicht am 24.11.2017

Eine gelungene Novelle, die einzig unter ihrer Kürze leidet. Gerne mehr!

Spiegel
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Nachdem ich nur Positives über die Bücher von Cixin Liu gehört hatte, habe ich mich mal seinem letzten in Deutschland erschienenen Werk, der Novelle „Spiegel“, angenommen. Zunächst war ich etwas überrascht, ...

Nachdem ich nur Positives über die Bücher von Cixin Liu gehört hatte, habe ich mich mal seinem letzten in Deutschland erschienenen Werk, der Novelle „Spiegel“, angenommen. Zunächst war ich etwas überrascht, denn das Buch hat fast 190 Seiten, von denen allerdings knappe 80 mit Nachbemerkungen, Erläuterungen und zwei Leseproben gefüllt sind. Innerer Monolog Tina: „Na gut, ob bei 109 Seiten Länge ein guter Inhalt erzählt werden kann? Versuchen wir es mal.“ Die Handlung ist tatsächlich etwas konfus, der Leser wird mitten hinein geworfen, und viele Dinge bleiben auch unklar. Im Grunde geht es um einen Korruptionsskandal in China, der durch einen der neuerdings eingestellten Akademiker aufgedeckt wird. Dieser gerät in Bedrängnis durch Angestellte der betroffenen Firmen und selbst sein Chef rät ihm zur Vorsicht. Als „Vorsichtsmaßnahme“ wird Song Cheng ein Mord untergejubelt und er landet im Gefängnis, damit er sein Wissen nicht ausplaudern kann. Dort bekommt er eines Tages von einem jungen Mann namens Bei. Dieser junge Mann scheint alles zu wissen und hat dieses Wissen im Vorgeplänkel der Geschichte auch schon des Öfteren unter Beweis gestellt. Er weiß, was eine bestimmte Wache in der Hosentasche hat und was ein anderer Wachmann gefrühstückt hat. Der mysteriöse Mann beginnt, dem Gefangenen zu rekapitulieren, was dieser in den letzten Wochen getan hat, und kann auch Gespräche komplett nacherzählen, als hätte er mitgehört. Doch wie ist ihm das möglich? Woher hat er all dieses Wissen? Die Antwort ist ebenso hochspannend wie gefährlich, wird Bei doch schon seit einiger Zeit dafür vom Kommandant eines Großkonzerns verfolgt…

Fazit: Cixin Liu weiß auf alle aufkommenden Fragen des Lesers die Antwort, allerdings ist in einem 100-Seiten-Roman doch leider nicht sehr viel Platz, um diese befriedigend zu klären. Ich hätte mir gewünscht, dass dieses doch sehr spannende Gedankenexperiment doch zu einem ganzen Roman ausgebaut worden wäre, hat mir doch der Schreibstil sehr gut gefallen: nüchtern, schlicht und ganz im Stile der Hard Science Fiction. Die grundlegende Idee ist klasse und ich hätte gerne so viel mehr erfahren. „Spiegel“ ist nichtsdestotrotz eine gelungene Novelle, über die der Leser nach der Lektüre doch ein wenig grübelt.

Die vollständige Rezension findet ihr auf meinem Blog: http://killmonotony.de

Veröffentlicht am 02.11.2017

Eindringlich, spannungsgeladen und atmosphärisch portraitiert die Autorin die Abgründe einer Kinderfrau.

Dann schlaf auch du
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Mit „Dann schlaf auch du“ baut Leïla Slimani ein eindringliches Portrait einer Familie auf, wie man sie aus Filmen oder Büchern kennt: Mann und Frau arbeiten Vollzeit und sehr energisch ihren ehrgeizigen ...

Mit „Dann schlaf auch du“ baut Leïla Slimani ein eindringliches Portrait einer Familie auf, wie man sie aus Filmen oder Büchern kennt: Mann und Frau arbeiten Vollzeit und sehr energisch ihren ehrgeizigen beruflichen Zielen entgegen, während die Kinder von einer Nanny gehütet werden. Doch das war nicht immer so, denn Myriam ringt zunächst mit sich selbst, ob sie ihr Heiligstes einer Tagesmutter überlassen möchte, bevor sie wieder ins Karriereleben einsteigt. Ihr Mann Paul unterstützt sie und gemeinsam machen die Beiden sich auf die Suche nach der perfekten Nanny. Auftritt Louise: Die Frau mittleren Alters wohnt alleine und ist komplett flexibel. Ihr ganzes Leben lang hütet sie schon die Kinder anderer. Die Referenzen sind toll, die Nanny macht einen guten Eindruck und versteht sich auf Anhieb mit den Kindern — das muss das Kindermädchen ihrer Träume sein! Es entwickelt sich eine starke Abhängigkeit, nicht nur Pauls und Myriams von Louise, sondern auch umgekehrt: An den Wochenenden oder an freien Tagen sehnt sich die Nanny nach den Kindern, nach dem Haushalt „ihrer“ Familie, verliert sich immer tiefer in ein tiefes Loch, bis eines Tages die sonst stets gefasste Fassade der perfekten Kinderfrau zu brechen droht.

„Meine Nanny ist eine Fee.“ Das sagt Myriam, wenn sie erzählt, wie Louise in ihren Alltag geplatzt ist.

„Das Baby ist tot.“ — Mit diesem Satz beginnt Leïla Slimanis preisgekröntes Buch. Der Leser findet sich in einem Scherbenhaufen wieder, einer Szene, der Probleme, Streits und Eskalation vorangehen müssten – bis auf die Tatsache, dass es kaum etwas derartiges gab. Die mustergültige Nanny erledigte ihren Job tadellos, liebte die beiden Kinder abgöttisch und verlor so gut wie nie die Fassade. Bis auf die Male, wo sie sich auf die Nachbarin ihrer Familie stürzt und sie um Arbeit anfleht, damit sie ihre Rechnungen bezahlen kann. Die Leere, die sie einhüllt, sobald sie nach Hause fahren muss. Das endlose Schwarz, das ihr Leben ist. Doch genügen diese Gründe, um einen Mord an zwei kleinen Kindern zu verüben? Leïla Slimani hebt den Leser in die Rolle des Richters, der anhand der ihm vorliegenden Geschichte urteilen muss, ob es Gründe gab. Gründe, die Louises Tat in irgendeiner Weise rechtfertigen. Wir erfahren die Hintergründe der Nanny, ihre Vergangenheit wird uns in einigen Kapiteln näher gebracht. Wir erfahren, wie Paul und Myriam besorgt um die Gesundheit der Nanny sind, die ein leicht zwanghaftes Verhalten an den Tag legt und strikt gegen Verschwendung vorgeht, indem sie die Kinder beispielsweise ein von Myriam bereits weggeworfenes Hühnchen aus dem Müll fischt und bis zum Knochen verspeisen lässt. Wir erfahren, wie trist Louises Alltag außerhalb ihrer Arbeit ist, wie sie sich selbst und vor allem ihre Seele immer weiter in Richtung eines schwarzen Loch treiben lässt, wie sie immer abhängiger von ihrer Arbeit wird und Paul und Myriam sogar heimlich ihren Wunsch nach einem dritten Kind unterschmuggeln will, das die Beiden „für sie“ zeugen sollen, damit sie als Nounou der Kinder nicht ausgedient hat und sich die Familie noch weiter von ihr abhängig macht. Mit Schrecken kann der Leser beobachten, welche Abgründe sich während Myriams und Pauls Abwesenheit in Louise auftun, und wenn wir als Leser nicht schon den schlimmen Ausgang kennen würden, würde man ihn doch im Verlauf des Buchs irgendwann vermuten. Louise hat sich gegen Ende der Geschichte so sehr in das Leben der Familie eingenistet, dass selbst, als ihr Verhalten eine Grenze überschreitet, Myriam und Paul ratlos sind, wie sie die Nanny wieder loswerden können.

Die vollständige Rezension findet ihr auf meinem Blog: http://killmonotony.de

Veröffentlicht am 12.09.2017

Eine Parabel darüber, wie Zeitreisen uns vermutlich psychisch und physisch zermürben würden, der Fluss der Zeit zur Nebensache wird und wir uns nur noch auf uns selbst verlassen können — oder?

Zeitmaschinen gehen anders
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„Zeitmaschinen gehen anders“ ist die im Rahmen der „Meisterwerke der Science-Fiction“-Reihe erschienene Neuauflage des Klassikers von 1973. Damals wurde „The man who folded himself“, wie der Originaltitel ...

„Zeitmaschinen gehen anders“ ist die im Rahmen der „Meisterwerke der Science-Fiction“-Reihe erschienene Neuauflage des Klassikers von 1973. Damals wurde „The man who folded himself“, wie der Originaltitel lautet, für den Nebula Award nominiert. David Gerrold hat mit diesem Werk einen Klassiker geschaffen und diesen habe ich mir gestern in einer kleinen Lese-Session einverleibt. ? Das Vorwort ist von Sascha Mamczak und eine kleine Perle für sich. Jeder, der die alte Ausgabe noch daheim hat, sollte allein für das grandiose Vorwort einen Blick in die neue Ausgabe werfen. ❤ Inhaltlich geht es um den jungen Daniel, der von seinem Onkel Jim einen Zeitreise-Gürtel vererbt bekommt. Voller Verwirrung testet Daniel diesen erst einmal, begegnet seinem zukünftigen Ich und sein Leben ändert sich von einer Sekunde zur nächsten. Er klappert alle interessanten Ereignisse der Vergangenheit und der Zukunft ab, verändert Dinge, nur um sie später wieder zu „löschen“ und begegnet letzten Endes sogar einer weiblichen Version seiner selbst…

Kein Moment kann mir entkommen. Ich habe das Zwielicht verfolgt und die Dämmerung eingefangen. Ich habe den Tag erobert und die Nacht gezähmt. Ich kann leben, wie und wo es mir beliebt, denn ich bin der Herr der Zeit.

David Gerrold hat hier meiner Meinung nach wirklich ein dickes Ei gelegt – im guten Sinne! Anstatt den Leser mit auf die Reise durch Zeit und Raum zu nehmen, erzählt er, wie das Zeitreisen Daniel mit der Zeit mürbe im Kopf macht, welche psychologischen Krisen er zu bewältigen hat und wie er mit der Sache überhaupt klar kommt. Während Daniel sich philosophischen inneren Monologen hingibt, erfährt der Leser allerhand Dinge, die in anderen Zeitreise-Romanen unter den Tisch gekehrt werden: Wie sieht es beispielsweise aus, wenn man mit sich selbst im Reinen ist, Selbstliebe kein Fremdwort ist und man dann eine oder mehrere Versionen seiner selbst trifft? Fühlt man sich zu „dem anderen Ich“ hingezogen? Kann so möglicherweise eine Beziehung entstehen? Und wie nimmt man das Verrinnen der Zeit wahr, wie erlebt man selbst das Heute? All diese Fragen beantwortet Gerrold in seinem kurzen Roman. Anfangs war ich sehr skeptisch, ob angesichts der Länge überhaupt eine gute Zeitreise-Story vorhanden sein kann, aber diese Zweifel wurden schnell beiseite geräumt. Die Seiten flogen nur so dahin, und schnell war das Büchlein ausgelesen. Ich musste dann erst einmal den ganzen Inhalt Revue passieren lassen, bis ich auch die eine oder andere Sache verstanden habe, aber im Großen und Ganzen kann man sagen, dass dieses Buch eine wunderbare Parabel ist. Die abgeschlossene Handlung und das Fehlen eines offenen Endes haben mich sehr erfreut, zumal ich nur selten offene Enden mag. Allerdings haben mich Kleinigkeiten gestört; zum Beispiel Daniels Umgang mit seiner weiblichen Version; die Dialoge schienen mir doch sehr unglaubwürdig (okay, es ist ein Zeitreiseroman, so viel zu Glaubwürdigkeit, aber die Dialoge müssen doch nicht ins Absurde purzeln!). Das Set-Up, also dass der gesamte Roman quasi ein Tagebuch ist, finde ich toll. Auch wenn man nicht 100% mit dem Protagonisten mitfühlen kann und er doch charakterlich „platt“ wirkt, kann man dennoch die Gedanken und die Sorgen, die in während seiner Zeitreisen plagen, auf eine Art nachvollziehen. David Gerrold hat mit „Zeitmaschinen gehen anders“ eine Idee angestoßen, wie Zeitreisen bis zu einem gewissen Punkt wirklich ablaufen würden; was wir tun würden und welche Fragen uns beschäftigen.

Die vollständige Rezension findet ihr auf meinem Blog: http://killmonotony.wordpress.com