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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.10.2025

Eines der besten Bücher des Jahres 2025

Lügennebel
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Das Buch „Lügennebel“ von Viveca Sten gehört für mich zu den besten Büchern, die ich im Jahr 2025 gelesen habe. Es ist bereits der vierte Band der Åre-Mord-Reihe – und es ist von der ersten bis zur letzten ...

Das Buch „Lügennebel“ von Viveca Sten gehört für mich zu den besten Büchern, die ich im Jahr 2025 gelesen habe. Es ist bereits der vierte Band der Åre-Mord-Reihe – und es ist von der ersten bis zur letzten Seite perfekt. Die Autorin versteht es meisterhaft, Spannung und Atmosphäre miteinander zu verbinden und den Leser in die winterliche und traumhafte Kulisse des schwedischen Åre zu entführen.

Das Buch beginnt mit dem rätselhaften Tod einer jungen Frau: Fanny, eine Studentin, wird nackt und leblos aufgefunden. Eine Gruppe von sechs Studenten, die gemeinsam feiern, Ski fahren und ein gefährliches Spiel spielen, gerät schnell in den Fokus der Ermittlungen. Kommissarin Hanna Ahlander und ihr Kollege Daniel stehen vor einem Netz aus Lügen, Geheimnissen und gegenseitigem Misstrauen. Stück für Stück kommen verborgene Wahrheiten ans Licht – und bald wird klar, dass fast jeder von ihnen etwas zu verbergen hat. Viveca Sten gelingt es hervorragend, die Spannung bis zum Schluss aufrecht zu erhalten. Neben dem Kriminalfall überzeugt auch die sympathische Hauptfigur Hanna Ahlander. Ihr Privatleben bleibt kompliziert und emotional aufgeladen, was sie menschlich und greifbar macht.

Insgesamt ist „Lügennebel“ ein atmosphärischer, klug konstruierter Kriminalroman, der mit psychologischer Tiefe, glaubwürdigen Figuren und viel nordischem Flair überzeugt. Viveca Sten beweist einmal mehr, dass sie zu den Besten des skandinavischen Krimis gehört.

Ich hoffe, dass die Reihe schnell fortgesetzt wird.

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Veröffentlicht am 24.09.2025

Großartiges Thriller-Debüt!

Love, Mom
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Der Thriller „Love, Mom“ der Autorin Ilianer Xander hat mich von der ersten Seite an "mitgenommen" und bis zur letzten Seite nicht mehr losgelassen. Ich habe selten ein Buch so schnell durchgelesen, weil ...

Der Thriller „Love, Mom“ der Autorin Ilianer Xander hat mich von der ersten Seite an "mitgenommen" und bis zur letzten Seite nicht mehr losgelassen. Ich habe selten ein Buch so schnell durchgelesen, weil ich einfach wissen musste, wie die Story ausgeht.

Die Hauptfigur McKenzie hat mich nachhaltig berührt. Sie ist keine perfekte Heldin, sondern eine junge Frau, die mit ihrer komplizierten Beziehung zu ihrer Mutter und den plötzlichen Enthüllungen klarkommen muss. Gerade diese Verletzlichkeit macht sie so nahbar – ich konnte mich oft in ihre Gedanken und Ängste hineinversetzen und habe oft überlegt, wie ich den Umstand gemeistert hätte.

Die geheimnisvollen Briefe und Tagebucheinträge haben mir richtig Gänsehaut bereitet. Ich habe beim Lesen ständig überlegt, was wohl dahintersteckt, und trotzdem hat mich die Geschichte mit ihren Wendungen immer wieder überrascht. Dazu kommt die enge Freundschaft mit EJ, die für mich ein schöner Gegenpol zu all der Spannung war.

Am meisten beeindruckt hat mich, dass die Autorin die Spannung bis ganz zum Schluss aufrechterhält und den Leser bis zur letzten Seite mitnimmt, ohne dass es je langweilig wird. Ich habe regelrecht mitgefiebert, wem McKenzie vertrauen kann – und wer ein Verräter ist.

Für mich ist „Love, Mom“ nicht nur ein Thriller, sondern auch eine emotionale Reise über Familie, Vertrauen und Geheimnisse. Ein Buch, das mich noch lange beschäftigen wird. Das Buchcover sprang mich im Buchladen förmlich an! Die Autorin kommt jedenfalls auf meine persönlich Best-Liste und ich freue mich schon jetzt auf Nachschub.
Von mir eine ganz klare Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 19.09.2025

Zwischen den Welten

Die Farbe des Schattens
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Von ib

Ich wünsche mir ganz einfach mehr von diesen Büchern. Mehr von Büchern, die diese Zeit widerspiegeln, sie stets in Erinnerung bleibt und niemals nicht vergessen wird. Speziell die Zeit vor und ...

Von ib

Ich wünsche mir ganz einfach mehr von diesen Büchern. Mehr von Büchern, die diese Zeit widerspiegeln, sie stets in Erinnerung bleibt und niemals nicht vergessen wird. Speziell die Zeit vor und nach der Wende. Dort liegen viele Brutstätten, die heute ihre negativen Früchte tragen.

Dankbar bin ich für dieses Buch der Autorin Susanne Tägder. An manchen Stellen erscheint es dröge, aber wer zwischen den Zeilen lesen kann wird das Herz schwer. Dieses Buch zeigt fast haargenau diese Zeit "zwischen den Welten" wieder. Eine Zeit, die ich persönlich nie wieder erleben möchte und doch Erklärung für so manchen im Heute ist.
Das Buch spielt 1992 in Land Mecklenburg Vorpommern. Ein Junge - inmitten einer trostlosen Plattensiedlung - ist spurlos verschwunden und wird wenige Tage später im Keller eines leeren Hauses ermordet aufgefunden. Kommissar Groth und sein wegen seiner Stasivergangenheit entlassener Kollege Gerstacker machen sich auf die Suche nach dem Mörder.
Die Autorin hat es sehr gut verstanden, den Leser mit in die Vergangenheit zu nehmen. Es kamen beim Lesen in mir keine guten Erinnerungen aus, die ich mit der Zeit erfolgreich verdrängt habe. Ich werde mir zeitnah den Band 1 kaufen und hoffe auf viele weitere Bücher der Autorin.
Von mir bekommt diese Buch eine klare Kaufempfehlung sowie fünf Sterne!

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Veröffentlicht am 11.09.2025

Willkommen in der Berliner Blase!

Aufsteiger
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Das Buch "Der Aufsteiger" vom Autor Peter Huth ist mein erstes Buch, dass ich von ihm gelesen habe und wird mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht mein letztes Buch gewesen sein.

Willkommen im realen Leben ...

Das Buch "Der Aufsteiger" vom Autor Peter Huth ist mein erstes Buch, dass ich von ihm gelesen habe und wird mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht mein letztes Buch gewesen sein.

Willkommen im realen Leben oder sollte man Berliner Leben oder Berliner Blase sagen?! Felix Licht geht davon aus, die vakante Stelle des neuen Chefredakteurs angeboten zu bekommen. Wer sollte diese Stelle denn sonst bekommen, schließlich hat er sich bis zur absoluten Erschöpfung jahrelang täglich aufgeopfert. Doch an diesem "alten weißen Mann" zieht wie Phönix aus der Asche plötzlich seine ehemalige und 20 Jahre jüngere Praktikantin Zoe vorbei. Sie bekommt die Stelle, denn sie ist jung, gutaussehend, links/grün angehaucht und mega hip. Man hofft das von ihrem Flair etwas auf das altbackene Magazin abfärbt. Und nun beginnt sich das Rädchen zu drehen und die Story nimmt an Fahrt auf.

Ich fand das Buch so perfekt getroffen, das ich hier keine richtigen Worte finde. Genauso läuft es nicht nur in Verlagen ab, sondern in vielen anderen "Job-Communities". Wir mich ist alles vom Anfang bis zum Ende schlüssig.

Die Wortwahl von Peter Huth ist von genial bis perfekt. Einfach großartig! Ich könnte mir vorstellen, dass das Buch nicht den Geschmack von jedem Leser trifft und manche denken, dass dies eine völlig ausgesponnene Story ist. Sie ist hier in der Berliner Blase absolut realistisch.
Ich habe mich perfekt unterhalten gefühlt. Konnte alle Ort nachvollziehen, da an den jeweiligen Orten auch wohne und arbeite.

Ich freue mich auf weitere Bücher und Peter Huth steht jetzt auf meiner festen Lieblingsautoren-Liste. Danke für dieses hervorragende Buch.

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Veröffentlicht am 31.08.2025

Bedingungslose Liebe

Was du siehst
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Das Buch "Was du siehst" von der jungen Autorin Laura Maaß ist wunderschöner Roman über bedingungslose Liebe, das Leben in der DDR und der Wahrheit.
In einem kleinen Mecklenburgischen Dorf nahe der Elbe ...

Das Buch "Was du siehst" von der jungen Autorin Laura Maaß ist wunderschöner Roman über bedingungslose Liebe, das Leben in der DDR und der Wahrheit.
In einem kleinen Mecklenburgischen Dorf nahe der Elbe werden fast zeitlich die Kinder Andi und Jule geboren. Sie werden unzertrennliche Freunde und irgendwann wird daraus Liebe. Doch das Leben trägt sie in unterschiedliche Richtungen. Andi wird ein studierter Förster und Jule lernt Fotografin. Nach dem Mauerfall reist sie durch die Welt und begibt sich auf die Suche nach ihrem Vater. Andi aber wartet daheim im Dorf auf Jules Heimkehr.

Jule und Andi schreiben sich während ihrer getrennten Lebensabschnitte viele liebe und anschauliche Briefe. Die Briefe beginnen oft mit den Worten „Ich sehe was, was du nicht siehst“... und beschreiben damit die gegenseitige Nähe in poetischer Form.

Dieser Debüt-Roman beschreibt mit wundervollen Worten das Thema ewige Liebe zur Heimat und zu Menschen, dem Heimkehren und der Sehnsucht nach dem Vergangenem und der Zukunft gleichermaßen.

Das Buch hat ganz langsam an "Fahrt" aufgenommen und mich tief berührt. Im letzten Teil habe ich oft eine Träne verdrückt. Es hat mich sehr an das Dorf meiner Großeltern und meiner Zeit dort erinnert. Ich bin sehr froh dieses Buch entdecken und gelesen zu haben. Es hat mich getragen in eine Zeit die der Vergangenheit angehört, aber niemals in Vergessenheit geraten wird.
Ich kann dieses Buch sehr empfehlen und freue mich schon jetzt auf weitere Bücher der Autorin.

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