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Veröffentlicht am 18.09.2025

Unterhaltsamer Cosy Crime mit viel Strick- und Wohlfühlatmosphäre

Mörderisch verstrickt – Ein Strickclub ermittelt
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In Lüttjekoog, einem kleinen Ort an der Nordseeküste, treffen wir auf Mette, die dort einen Strickladen betreibt. Dieser dient auch gleichzeitig als Treffpunkt für einen Strickclub, der sich regelmäßig ...

In Lüttjekoog, einem kleinen Ort an der Nordseeküste, treffen wir auf Mette, die dort einen Strickladen betreibt. Dieser dient auch gleichzeitig als Treffpunkt für einen Strickclub, der sich regelmäßig zum gemeinsamen Stricken trifft, denn „Zusammen strickt man weniger allein“.
Mette selbst, Pfarrerin Anne, Brunhilde die Friseurin und der einzige Mann in der Runde Gustavsen, der Bootsverleiher. Die vier stricken nicht nur gemeinsam sondern sind auch befreundet.
Anne fand beim Spaziergang im Watt eine goldene Statue und ist aus verschiedenen Gründen der festen Überzeugung, dass diese aus dem Schatz der versunkenen Stadt Rungholt stammt.
Kurz darauf wird Anne überfallen, die Statuette gestohlen und damit nicht genug wenig später findet Gustavsen einen Toten in einem seiner Boote. War es Mord und steht es im Zusammenhang mit dem Überfall auf die Pfarrerin? Der Strickclub beginnt zu ermitteln, da der Dorfpolizist nach ihrer Meinung nichts hinbekommt.

In diesem Cosy Crime kombiniert Susanne Oswald ihre Leidenschaft fürs Stricken mit Krimi-Elementen.
Mettes kleiner Strickladen und der Strickclub haben mir gut gefallen. Der hübsche Laden mit seiner gemütlichen Einrichtung und die Stimmung der gemeinsamen Strickrunden vermitteln schon eine schöne Wohlfühlatmosphäre.
Die vier Personen sind allesamt sympathisch aber doch sehr unterschiedlich. Mette hat eine große Leidenschaft fürs Stricken, Wolle und alles was dazu gehört. So betreibt sie mit großer Liebe ihren Laden. Die Friseurin Brunhilde ist eine quirlige fröhliche Person mit einer Vorlieben für Glitzer und Neonfarben. Anne ist eine fürsorgliche Pfarrerin die nicht nur liebevoll ihre beiden Kinder aufzieht sondern auch immer für ihre Gemeinde da ist. Und Gustavsen ist ein sehr ruhiger, zurückhaltender Mensch, der ansonsten für die Touristen Boote verleiht.
Alle vier verbindet eben ihre Leidenschaft fürs stricken.
Gut gefallen hat mir auch, wie die Freundschaft der vier dargestellt wird. Sie sorgen sich umeinander, kümmern sich und halten zusammen.
Und so kümmern sie sich selbstverständlich auch um Anne, nachdem diese niedergeschlagen und beraubt wurde.
Und als Gustavsen den Toten findet, ist allen vier klar, dass sie sich nun selbst um die Angelegenheit kümmern müssen, denn der örtliche Polizist geht ihnen zu nachlässig damit um.
Am Ende gelingt es, den Mord aufzuklären und zwischendurch wird immer wieder viel gestrickt.

Gut gefallen hat mir auch die kleine Verbindung zur Reihe von Susanne Oswald um den kleinen Strickladen. Mette hatte sich im Rahmen ihres Studiums der Tiermedizin in Schottland aufgehalten, sich dort in die Schafe und deren Wolle verliebt und auch Maighread kennengelernt, die dort den kleinen Strickladen betreibt. Das hat sie dann auch veranlasst, ihr Studium aufzugeben und im von ihrer Oma geerbten Haus den Strickladen zu eröffnen.
Und so ist auch in dieser Reihe das Stricken und die Wolle eigentlich das Hauptthema. Ergänzt wird die Handlung durch die wunderbare Freundschaft der Strickclub-Mitglieder und den Krimi-Elementen, die aber wirklich nicht im Vordergrund stehen sondern eher eine Nebenhandlung sind.
Im Anhang zum Roman gibt es, wie immer bei Susanne Oswald, Anleitungen zu den Strickprojekten, um die es im Roman geht, z. B. ein Dreieckstuch, Topflappen und eine Mütze.

Der Auftakt zur Reihe „Mörderisch verstrickt“ um den Strickclub in Lüttjekoog ist ein schöner Wohlfühlroman der neben den Strickthemen auch im Stil von Cosy Crime Krimi-Elemente mit etwas Spannung beinhaltet. Ich wurde gut unterhalten, hatte Freude an den Figuren und freue mich schon auf den nächsten Fall für die Strick-Crew!


Fazit: 4 von 5 Sternen



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Veröffentlicht am 16.09.2025

Spaß mit der Online-Omi auf dem Land und in der Politik

Ihr habt es gut, ihr habt ja mich
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Schon zum 21. Mal erzählt uns die kultige Online-Omi Renate Bergmann aus ihrem Leben.
Diesmal verlässt sie ihren Kiez in Spandau in Richtung Brandenburg nach Spreeweide. Dort lebt ja ihr angeheirateter ...

Schon zum 21. Mal erzählt uns die kultige Online-Omi Renate Bergmann aus ihrem Leben.
Diesmal verlässt sie ihren Kiez in Spandau in Richtung Brandenburg nach Spreeweide. Dort lebt ja ihr angeheirateter Neffe mit seiner Frau Ariane und den beiden kleinen Töchtern. Arianes Mutter hatte einen Unfall und Ariane reist zu ihren Eltern, vor allem, um den Vater zu unterstützen.
Da möchte Renate natürlich ihrem Stefan, der ihr ja auch immer hilft, Unterstützung mit den Kindern bieten.
Stefan und Ariane haben in ihrem Haus, bei dessen Bau Renate die beiden auch unterstützt hat, eine kleine Einliegerwohnung für Renate eingerichtet, für deren Altenteil, wenn es mal alleine in Spandau nicht mehr geht.
Dorthin reist Renate, angeblich um mal nach dem Rechten in der Wohnung zu schauen, denn sie will sich Stefan ja nicht aufdrängen aber da sein, falls sie gebraucht wird.
Und da sie sich diesmal etwas länger dort aufhält, mischt sie sich natürlich kräftig ins Dorfleben ein.
Nach einer kleinen Auseinandersetzung mit dem Bürgermeister überlegt Renate, was man anders bzw. besser machen könnte. Und als der Bürgermeister ihre Kritik nicht annehmen will und meint, sie solle doch selber kandidieren, macht Renate genau das.
Die Kommunalwahlen stehen bevor und sie stellt selber eine Liste auf. Es gibt Wahlplakate und Renate beginnt mit dem Wahlkampf und „Netwörking“ im Dorf und in den dortigen Läden.

Es hat mir Freude gemacht, Renate mal wieder in Aktion zu erleben und diesmal nicht in ihrem Kiez sondern mal in einem anderen Umfeld.
Sehr beeindruckend nimmt Renate die Dinge in die Hand und macht sich mit ihrem neuen Umfeld vertraut. Schnell weiß sie, wie der Hase dort läuft, welche Vereine und Einrichtungen und welche politischen Mitstreiter es gibt.
Dabei zeigt sie wieder viel Lebensweisheit und hat viele kluge Ratschläge für die Dorfbewohner und ihre Leser parat.
Natürlich schweift sie zwischendurch wie üblich immer wieder mal ab und erzählt sehr humorvoll Anekdoten aus früheren Zeiten.
Aber sie telefoniert auch öfter mit ihrer Freundin Gertrud und Ilse und Kurt kommen sie sogar mit dem „Koyota“ besuchen, denn in Spandau vermisst man Renate schon sehr.
Daneben lernt sie natürlich in Spreeweide jede Menge neue Leute kennen, die dann auch gleich Renates unvergleichlichen Charme und den stets mitgeführten Flachmann mit Korn erleben dürfen.

Renate Bergmann in Hochform erzählt gewohnt amüsant, offen und direkt, wie sie sich in ihrem neuen Umfeld nützlich macht und weist dabei dezent auf die Missstände in Politik, Verwaltung und Gesellschaft hin. Schöne Botschaften und Hinweise auf Hilfsbereitschaft und Zusammenhalt runden die Geschichte ab.
Ich bin gespannt, ob wir im nächsten Buch mehr über ihre politische Tätigkeit erfahren werden. Der Wahlkampf hat mich jedenfalls wieder gut unterhalten und Spaß gemacht!


Fazit: 4 von 5 Sternen



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Veröffentlicht am 11.09.2025

Wohlfühlroman auf den schottischen Inseln mit netten Figuren

In unseren Träumen ist immer Sommer
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Jenny Colgans neuer Sommerroman führt uns erneut an die schottische Küste nach Carso! Hier lernen wir die schüchterne, zurückhaltende Gertie kennen, die im Supermarkt arbeitet und noch bei ihrer Mutter ...

Jenny Colgans neuer Sommerroman führt uns erneut an die schottische Küste nach Carso! Hier lernen wir die schüchterne, zurückhaltende Gertie kennen, die im Supermarkt arbeitet und noch bei ihrer Mutter lebt. Sie strickt gerne und ist eine verträumte Seele, die sich oft in Tagträume flüchtet und von Veränderungen wie einem erfüllenden Beruf und der großen Liebe träumt.
Zufällig begegnet sie eines Tages zwei früheren Mitschülerinnen, die sich über das Wiedersehen freuen.
Bei diesen beiden Mitschülerinnen handelt es sich um Morag und Nalitha, die ich schon aus dem letztjährigen Sommerroman „Sommerhimmel über dir und mir“ kenne. Morag ist Pilotin in der kleinen Fluggesellschaft ihres Großvaters und fliegt zwischen den schottischen Inseln hin und her. Nalitha arbeitet an dem kleinen Flughafen aber CheckIn-Schalter der Fluggesellschaft. Da Nalitha schwanger ist, wird jemand gesucht, der sie ersetzen kann. Da kommt Gertie, die sich immer freundlich um die Kunden im Supermarkt kümmert, den beiden gerade recht. Sie bieten ihr den Job an und Gertie ergreift nach kurzer Bedenkzeit die Chance, etwas anderes zu machen, auch wenn sie sich sorgt, dass sie den Job nicht erledigen kann. Aber die beiden früheren Schulkameradinnen machen ihr Mut und sie tritt den Job an.

Ich habe mich sehr gefreut, die beiden Protagonistinnen aus dem früheren Roman wieder zu erleben. Ich erfahre, wie es in der Beziehung zwischen Morag und Gregor, in den sie sich seinerzeit frisch verliebte, weitergeht. Und ich lerne den Lehrer Struan kennen, der als Musiklehrer jüngere Kinder an einer Schule unterrichtet.

Mir hat es viel Freude gemacht zu erleben, wie Gertie mit bzw. an ihrer neuen Aufgabe wächst. Sie fertigt die Fluggäste freundlich ab, bekommt aber auch immer mehr Selbstbewusstsein, und wird kompetent und sicher im Umgang mit den Kunden. Sie entwickelt sich zu einer selbstsicheren jungen Frau und erhält auch Bestätigung durch ihre Kolleginnen und Kollegen. Das war wirklich schön zu erleben.
Als es dann zu einem Unglück mit einer Schulklasse in den Bergen kommt, die durch einen unerwarteten Schneesturm in Gefahr geraten, ist es unter anderem auch Gertie, die sich an der Rettung beteiligt und viel beitragen kann.
Dieser Teil war ziemlich spannend und ich habe mitgebangt, dass alles gut ausgeht, auch wenn man das bei einem Roman in diesem Genre sicher erwarten darf.

Eine Liebesgeschichte darf natürlich auch nicht fehlen und auch hier hilft Gertie der Zufall, der sie mit dem Lehrer Struan zusammenführt. Da kam dann auch noch etwas Romantik in die Handlung und die Geschichte zwischen den beiden entwickelt sich schön und nachvollziehbar.

Das Setting war wieder passend zur Handlung und mir hat es in Carso gut gefallen, denn der Autorin ist es gelungen, mir die kleine Stadt näher zu bringen und hübsche Orte zu beschreiben.

Dieser sommerliche Wohlfühlroman hat mir eine schöne Lesereise an die Küste Schottlands geboten, ein Wiedersehen mit sympathischen Protagonistinnen und eine warmherzige Handlung, die mich gut unterhalten hat!


Fazit: 4 von 5 Sternen



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Veröffentlicht am 06.09.2025

Ein Wohlfühlroman mit viel Prager Lokalkolorit

Das kleine Zuhause in Prag
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Anna arbeitet als Bierbrauerin in einer familiengeführten Brauerei. Sie wurde adoptiert und leidet unter so einigen familiären Zwängen, die ihr nicht behagen, denn eigentlich möchte sie ihr eigenes Bier ...

Anna arbeitet als Bierbrauerin in einer familiengeführten Brauerei. Sie wurde adoptiert und leidet unter so einigen familiären Zwängen, die ihr nicht behagen, denn eigentlich möchte sie ihr eigenes Bier brauen.
Als sie die Einladung zu einer Fortbildung im Bierbrauen in Prag erhält, sagt sie zu, denn so bekommt sie Abstand zur Familie. Die Fortbildung beinhaltet gleichzeitig einen Wettbewerb, bei dem als Gewinn eine Ausstattung zum Bierbrauen ausgelobt ist. Anna erhofft sich durch einen möglichen Gewinn endlich berufliche Akzeptanz in der Familie zu erreichen.
In Prag bezieht sie eine gemütliche Dachwohnung mit toller Aussicht auf die Stadt, die vom Veranstalter zur Verfügung gestellt wird. Doch zu ihrem Entsetzen wird sie die Wohnung nicht alleine bewohnen. Ihr Mitbewohner stellt sich ausgerechnet als Leo, Annas Ex-Ehemann, heraus. Ihrem aktuellen Freund, der sie nach Prag begleitet hat, jedoch zurück nach Hause muss, verschweigt sie, wer Leo wirklich ist.
Anna beschließt, sich dem Unvermeidlichen zu fügen und professionell mit der Sache umzugehen, denn Leo wird auch ihr Konkurrent beim Wettbewerb sein. Die Wohnung bietet die Möglichkeit Abstand zu halten und der soll auch eingehalten werden.

Dieser Zufall, dass Anna in Prag ausgerechnet auf ihren Ex-Mann trifft, ist schon etwas kurios, bildet dann aber die Grundlage für die Geschichte. Schnell erfahre ich, dass Anna ihren Ehemann Hals über Kopf verlassen hat, weil da eine andere Frau ins Spiel kam.
Die ersten Tage des Zusammenlebens sind von Drama und Konflikten geprägt. Während Anna sehr abweisend und kühl zu Leo ist, da sie den gebotenen Abstand wahren möchte, wirkt Leo sehr vertraut im Umgang mit Anna. Ich war gespannt, wohin das führen würde, vor allem, weil die beiden ja auch noch mit der Konkurrenz-Situation beim Wettbewerb der Fortbildung umgehen müssen.

Das Setting in Prag ist für die Geschichte gut genutzt. Beide sind zur Fortbildung in unterschiedlichen Brauereien eingesetzt. Durch den Weg zur Arbeit erlebt man beim Lesen so einige Örtlichkeiten der Stadt und lernt bei Besichtigungstouren auch bekannte Sehenswürdigkeiten kennen. Auch ein bisschen der Kulinarik von landestypischen Gerichten kommt immer wieder in der Handlung vor. Auch wenn ich mir noch mehr spezielles aus Prag gewünscht hätte, bekomme ich doch einen guten Eindruck der Stadt und von einigen auch romantischen Orten.
Das Thema Bierbrauen, das ebenfalls landestypisch ist, wurde gut in die Geschichte eingebunden und ich habe einige interessante Informationen erhalten.

Es gibt auch nette Nebenfiguren, die zur Unterhaltung und Bereicherung der Handlung beitragen. Da sind die beiden Bierbrauer der Ausbildungsbrauereien, die eigentlich auch Konkurrenten sind und nicht gerade als Freunde gelten. Besonders gut gefallen haben mir aber die Nachbarn von Anna und Leo in dem Mehrfamilienhaus, Jan und Michaela. Das sehr verliebte Pärchen entwickelt sich zu Freunden für Anna und Leo. Aber auch die beiden entwickeln sich im Verlauf der Handlung und nähern sich auch wieder an. Letzteres war zu erwarten, dennoch fand ich den Verlauf glaubhaft dargestellt.

„Das kleine Zuhause in Prag“ ist erneut eine schöne Wohlfühlgeschichte aus der bekannten Reihe. Julie Caplin hat mich mitgenommen in eine schöne Stadt und die Geschichte von Anna und Leo über zweite Chancen ist warmherzig und unterhaltsam. Ich freue mich auf weitere Stationen dieser Reihe!


Fazit: 4 von 5 Sternen



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Veröffentlicht am 25.08.2025

Spannender Krimi mit Lovestory und tollen Protagonistinnen

Spur der Finsternis
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Morgan hat nach vielen Umzügen mit ihren Eltern in Baltimore endlich ein Zuhause gefunden. Den Traum vom eigenen Häuschen hat sie sich bereits erfüllt und zur Finanzierung Nina als Untermieterin aufgenommen, ...

Morgan hat nach vielen Umzügen mit ihren Eltern in Baltimore endlich ein Zuhause gefunden. Den Traum vom eigenen Häuschen hat sie sich bereits erfüllt und zur Finanzierung Nina als Untermieterin aufgenommen, die inzwischen ihre beste Freundin geworden ist.
Um sich auch den Traum einer eigenen Bar zu erfüllen, arbeitet Morgan tagsüber als Büromanagerin in einem Bauunternehmen und abends als Barkeeperin in einer kleinen Bar.
Dort trifft sie eines Tages auf einen charmanten Mann, der offenbar Interesse an ihr hat und regelmäßig wiederkommt. Sie lernen sich besser kennen und Morgan lädt ihn zu sich nach Hause zu einem gemeinsamen Abendessen mit Nina und deren Freund ein.
Doch nach diesem Abend wird plötzlich alles anders.
Morgan findet Nina ermordet zu Hause auf, als sie von der Arbeit kommt. Wenig später stellt sie fest, dass ihr Auto gestohlen wurde, ihre Konten sind leergeräumt und ihr Haus ist mit Hypotheken belastet. Dazu erhält sie immer wieder Kreditkartenabrechnungen von Karten, die sie nicht besitzt. Das FBI kann den flüchtigen Täter ermitteln und teilt ihr mit, dass es sich um einen Serientäter handelt, der es eigentlich auf sie abgesehen hatte und dem Nina nur zufällig in die Quere kam. Der Mann, den sie als so charmant kennengelernt hatte, hat ihr alles genommen, wofür sie so hart gearbeitet hat und dazu ihre Identität gestohlen. Und er wird ihr auf der Spur bleiben. Morgan flieht nach Vermont und zieht ins Haus ihrer Mutter Audrey und deren Mutter Olivia.
Durch Kontakte ihrer Großmutter bekommt Morgan einen Job als Barmanagerin in einem familiengeführten Urlaubsresort. Dort wird sie herzlich aufgenommen und sie beginnt sich ein neues Leben aufzubauen. Doch der Täter läuft immer noch frei herum und kann sie jederzeit aufspüren.

Nora Roberts kombiniert hier das aktuelle Thema Cyberkriminalität mit einem narzisstischen Serienmörder. Mir lief es beim Lesen kalt über den Rücken, denn Identitätsdiebstahl kommt ja immer wieder in der Realität vor. Die Protagonistin Morgan war mir von Beginn an sympathisch und sie tat mir sehr leid, denn der Täter nahm ihr alles, wofür sie fleißig und hart gearbeitet hat, um sie ihre Träume zu erfüllen. Vor allem aber nahm er ihr das Vertrauen in andere.
Morgans Mutter und Großmutter mochte ich auch sofort, denn sie sind beide ebenfalls starke Frauen, die Morgan auffangen.
Die Familienmitglieder der Hotelbetreiber sind ebenfalls sympathische Figuren und sie erkennen schnell, dass Morgan Barkeeperin mit Leib und Seele ist.
Während Morgan langsam den Tod ihrer Freundin verarbeitet und zur Ruhe kommt, erhält man häufige Einblicke in den weiteren grausamen Weg des Serientäters. Das sorgt für eine ständig vorhandene bedrohliche Stimmung, denn es war schnell klar, welches Ziel der Täter hat. Dadurch bleibt die Spannung ständig erhalten und ich habe immer mitgefiebert, wenn wieder etwas Ungewöhnliches geschah.

Wie man es von Nora Roberts kennt, gibt es neben der Spannung auch eine Liebesgeschichte. Die entwickelt sich hier sehr zaghaft und glaubhaft, nach allem was Morgan erlebt hat.
Der Showdown und das Ende kam mir dann etwas zu schnell aber es passte gut zur Gesamtgeschichte.

Nora Roberts ist es erneut gelungen, eine schöne Mischung aus Spannung und Liebesgeschichte gewürzt mit etwas Humor zu einem unterhaltsamen und fesselnden Roman zu verbinden, der wirklich lesenswert ist!


Fazit: 4 von 5 Sternen


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