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Veröffentlicht am 20.09.2025

Drei Schwestern

Der Wind von Yorkshire
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Im Mittelpunkt des Buchs ,stehen die drei Schwestern der Familie Barlow,welche im 19 Jahrhundert in den malerischen Craven Dales leben.Der Vater führt,nach dem frühen Tod seiner Frau, seine Tätigkeit als ...

Im Mittelpunkt des Buchs ,stehen die drei Schwestern der Familie Barlow,welche im 19 Jahrhundert in den malerischen Craven Dales leben.Der Vater führt,nach dem frühen Tod seiner Frau, seine Tätigkeit als Pfarrer nicht mehr aus und widmet sich mit Hingabe seinen Studien.Die Schwester seiner verstorbenen Frau kümmert sich um den Haushalt und trägt mit ihrer Tätigkeit als Hebamme und Heilerin einen großen Teil zum Familieneinkommen bei,die mittlere Schwester June begleitet sie dabei und wird von ihr angeleitet.Die älteste Schwester Dahlia hat großes Geschick im Nähen und steht kurz vor der Hochzeit. Fern, die dritte im Bunde beschäftigt sich mit der Schafzucht und der Vermarktung der Wolle,wobei sie sehr erfolgreich ist.

Das Leben der Familie ändert sich von einem Tag auf den anderen, als Dahlia an Schwindsucht erkrankt.Während der Vater mit ihr in die Schweiz reist,in der Hoffnung auf Heilung der Krankheit,verlässt June ihr Elternhaus ,um in Bradford Arbeit zu finden.Dort trifft sie auf Franky O‘Donovan,der schon einmal auf dramatische Weise in ihr Leben trat.



Der Autorin ist es sehr gut gelungen, den Unterschied zwischen dem einfachen Leben in den malerischen Craven Dales ,als auch den harten Arbeitsalltag in Bradford ,zu beschreiben,wobei ersteres in diesem Teil einen größeren Anteil hatte, das wird sich im zweiten Teil vielleicht ändern.Die drei Protagonistinnen wurden mit ihren Stärken und Schwächen liebevoll skizziert,ich hatte klare Bilder im Kopf.Auch die Menschen in ihrem Umfeld,der Zusammenhalt der Familie,als auch die Beschreibung der schönen Landschaft,fanden ausreichend Erwähnung.

Insgesamt gesehen,ein Wohlfühlbuch,auf dessen Fortsetzung ich mich schon sehr freue.

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Veröffentlicht am 13.09.2025

Ein sicheres Zuhause?

Welcome Home – Du liebst dein neues Zuhause. Hier bist du sicher. Oder?
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Ines und Marco Winkler haben sich ihren Traum vom eigenen Haus erfüllt und ziehen zusammen mit ihrer vierjährigen Tochter, Emilia und dem Labradoodle James ,in ein Reihenhaus der Neubausiedlung „ Auf ...

Ines und Marco Winkler haben sich ihren Traum vom eigenen Haus erfüllt und ziehen zusammen mit ihrer vierjährigen Tochter, Emilia und dem Labradoodle James ,in ein Reihenhaus der Neubausiedlung „ Auf Mons „ ein.Es scheint eine gute Nachbarschaft zu herrschen, alle sind per Du und helfen sich gegenseitig,ein Ort zum Wohlfühlen.Doch der Schein trügt, bereits in der ersten Nacht, meint Ines, einen Schatten in ihrem Haus gesehen zu haben, außerdem fliegt ständig, ohne erkennbaren Grund die Hauptsicherung heraus.Marco hält es zuerst für einen seltsamen Zufall, als jedoch im unbewohnten Nachbarhaus eine kopfüber aufgehängte Frauenleiche gefunden wird, der bald darauf eine zweite folgt, gerät die scheinbar ruhige Siedlung in Panik.Die Polizei scheint trotz intensiver Ermittlungen keinen Erfolg aufweisen zu können und auch eine eilig gegründete Nachbarschaftspatrouille,kann nichts ausrichten und das Morden geht weiter….

Es herrscht von Anfang an eine explosive,spannungsgeladene Athmospäre ,das Rätselraten um den Täter beginnt.Verdachtsmomente werden ausgeräumt,andere entstehen,immer wieder kommen neue Zusammenhänge ans Licht.Obwohl es im mittleren Teil etwas zähflüssig war,ging die Grundspannung nie verloren. Ich hatte mehrere Möglichkeiten zur Auflösung im Visier,wurde am Ende,bei einem spektakulären Showdown,trotzdem überrascht.

Das Hörbuch wurde von Sascha Rotermund gelesen,der seine Aufgabe erneut bravourös gemeistert hat.

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Veröffentlicht am 10.09.2025

Aspro - ein Hund für alle Fälle

Man sieht nur mit der Schnauze gut
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Als Aspros Herrchen auf tragische Weise ums Leben kommt,hat er Glück im Unglück,als er in der Familie einer schwangeren Polizistin ein neues Zuhause findet.Mit seinen vielfältigen Fähigkeiten macht er ...

Als Aspros Herrchen auf tragische Weise ums Leben kommt,hat er Glück im Unglück,als er in der Familie einer schwangeren Polizistin ein neues Zuhause findet.Mit seinen vielfältigen Fähigkeiten macht er sich schon bald zum wichtigen und unersetzlichen Familienmitglied.Ob als Babysitter oder Lebensretter für seine neue „ Chefin“ ,er ist einfach unersetzbar.In seiner Tätigkeit als Polizeihund löst er einige verzwickte Fälle.

Ich kenne und schätze den Autor von verschiedenen, ziemlich blutigen Thrillern. In diesem kleinen Buch outet er sich als Hundefan,was ich sehr unterhaltsam fand.Aspro,schon der Name ist genial und seine Gedanken sind es ebenso. Ich bin durch die Seiten geflogen,habe über seine Aktionen und die Hundeweisheiten geschmunzelt und teilweise laut gelacht.

Ich kann das witzige Buch was durchaus auch einige tiefsinnige Gedanken beinhaltet empfehlen und vergebe vier Sterne.

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Veröffentlicht am 06.09.2025

Mutter und Sohn

Man kann auch in die Höhe fallen
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Im vorliegenden teilweise humorvollen, teilweise sehr nachdenklichen Buch, setzt sich der Autor mit einer Lebenskrise auseinander. Gebeutelt von den Folgen eines Schlaganfalls und damit verbundenen, leicht ...

Im vorliegenden teilweise humorvollen, teilweise sehr nachdenklichen Buch, setzt sich der Autor mit einer Lebenskrise auseinander. Gebeutelt von den Folgen eines Schlaganfalls und damit verbundenen, leicht depressiven Schüben, beschließt er eine Auszeit zu nehmen und fährt von Berlin zu seiner Mutter aufs Land. Die Gegensätze könnten nicht größer sein, er, leicht labil,seine Mutter, eine vor Energie und Lebenslust strotzende, 86-jährige Frau. In kurzen Kapiteln erfährt man, wie sie es schafft mit Gesprächen, Anregungen und einfachen Hilfestellungen, ihn wieder auf die richtige Spur zu bringen.Im Laufe der Zeit wird sein Leben umgekrempelt. Er verbringt viel Zeit an der frischen Luft, betätigt sich in Haus und Garten, joggt, schwimmt, und führt lange Gespräche mit seiner lebenserfahrenen Mutter. Dazwischen berichtet er auf humorvolle Weise, Von den Herausforderungen seines Berufs als Schauspieler, beleuchtet dabei Erfolge, Misserfolge und etliche Pannen auf äußerst humorvollen Weise.
Alles in allem ein sehr unterhaltsamer Roman,den der Autor gekonnt vorgetragen hat.Gerne vergebe ich vier Sterne.

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Veröffentlicht am 04.09.2025

Wie ging das Leben weiter?

Eine halbe Ewigkeit
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Ich habe den Roman „Mondscheintarif“ gelesen und mit der Protagonistin geweint und gelacht. Nun ist es 25 Jahre später und Cora Hübsch zieht Bilanz. Sie hat geheiratet, drei Kinder bekommen, von denen ...

Ich habe den Roman „Mondscheintarif“ gelesen und mit der Protagonistin geweint und gelacht. Nun ist es 25 Jahre später und Cora Hübsch zieht Bilanz. Sie hat geheiratet, drei Kinder bekommen, von denen das letzte gerade das elterliche Nest verlassen hat.Der jugendliche Elan schwindet,die Hormone spielen verrückt,die Ehe ist in die Jahre gekommen, und es stellt sich die Frage, was das Leben noch zu bieten hat.
Als Cora ihr altes Tagebuch wiede findet, schwelgt sie in Erinnerungen und lässt uns als Leserinnen daran teilhaben. Die Geschichte wechselt ständig zwischen Vergangenheit und Gegenwart, was manchmal etwas anstrengend ist und zu Beginn auch ziemlich weitschweifend.Erst im zweiten Teil kommt richtig Fahrt auf, ab da habe ich die Geschichte sehr genossen. Es gab, wie bei dieser Autorin üblich, einen bunten Mix aus Gefühlen, jeglicher Art, skurillen, aber auch bewegenden Lebenssituationen und eine gemischte Schar an Menschen unterschiedlichster Art.Manche Situationen wirkte etwas überdreht, bei anderen konnte man sich selbst wiedererkennen, darüber schmunzeln, aber auch die ein oder andere Träne verdrücken.
Da ich ohnehin ein großer Fan dieser Autorin bin, habe ich die Geschichte überwiegend mit Begeisterung gelesen und vergebe vier Sterne.

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