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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.09.2025

Wunderschön poetisch und einfallsreich

Water Moon
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Water Moon entführt uns in eine phantastische Parallelwelt, in der nichts so ist wie es scheint. Auf einer rasanten Reise werden von der Autorin ein wahres Ideen-Feuerwerk abgefackelt und sämtliche Naturgesetze ...

Water Moon entführt uns in eine phantastische Parallelwelt, in der nichts so ist wie es scheint. Auf einer rasanten Reise werden von der Autorin ein wahres Ideen-Feuerwerk abgefackelt und sämtliche Naturgesetze außer Kraft gesetzt. So erleben wir eine wahnsinnig poetische Geschichte, die sich unter anderem mit dem Thema der freien Entscheidung auseinandersetzt.

Ein phantasievolles Setting löst hier recht schnell das nächste ab während Kei und Hana vor den Shikuin flüchten und versuchen Hanas Eltern zu finden. Und während man noch staunt über die Atmosphäre, die Umgebung, die Magie oder schlichtweg den unerschöpflichen Einfallsreichtum der Autorin springt man schon durch eine Pfütze ins nächste Abenteuer.

Das ist auch der einzige Kritikpunkt, den ich an dem Buch habe - einige Szenen hätten es verdient gehabt, weiter auserzählt zu werden. Hier und da wurde auch Spannungspotential liegen gelassen, indem erzählerisch abgekürzt wurde.

Davon abgesehen, haben mich die Welt, die Themen und auch die sehr besonderen Charaktere und ihre zarte aber innige Liebesgeschichte überzeugt. Es hat mir besonders gefallen, dass Hana mit Kei ein Wissenschaftler an die Seite gestellt wurde, der aber in der Lage war, sich auf diese Parallelwelt einzulassen. Das hat der Geschichte eine interessante Sichtweise hinzugefügt.

Für mich war dies fast wie eine Traumreise - wunderschön und inspirierend. Wer Spaß an poetischer Fantasy hat, könnte hier einen Schatz entdecken.

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Veröffentlicht am 05.09.2025

Viele aktuelle Themen

Heimat
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„Heimat“ hat mir insgesamt gut gefallen - in ihrem Buch porträtiert die Autorin unsere Gesellschaft und beleuchtet dabei eine Vielzahl von Aspekten.

Mit Jana treffen wir auf eine Frau und Mutter, die ...

„Heimat“ hat mir insgesamt gut gefallen - in ihrem Buch porträtiert die Autorin unsere Gesellschaft und beleuchtet dabei eine Vielzahl von Aspekten.

Mit Jana treffen wir auf eine Frau und Mutter, die versucht Arbeitsleben und Mutterschaft in Einklang zu bringen. Erst kürzlich ist sie mit ihrem Mann aufs Land gezogen und trifft dort auf die TradWife Influencerin und Vorzeige-Ehefrau und Mutter Caro, die sie schnell in ihren Bann zieht.

In vielen der Gedanken zur Kindererziehung und zur Zerrissenheit zwischen den Erwartungen von Familie, Arbeit und Gesellschaft kann man sich durchaus wiederfinden. Und dennoch wird auch deutlich, dass wir es hier viel mit Schein und weniger mit Sein zu tun haben. Gezeigt wird eine schleichende Radikalisierung hin zu bedenklich rechtem Gedankengut - erschütternd und doch auch besorgniserregend real und aktuell. Leider sind mir die Charaktere alle etwas zu distanziert gewesen, ich habe keinen guten Zugang gefunden.

Die Hörbuchsprecherin hat mir persönlich sehr gut gefallen. Sie hat eine sehr angenehme Stimme und hat das Abdriften der Protagonistin und deren Innenwelt gut transportiert. Die Distanz lag meiner Meinung nach eher im Text begründet.

Ich finde es gut und wichtig, sich mit den hier skizzierten, gesellschaftlichen Entwicklungen kritisch auseinander zu setzen und empfinde das Buch als eine gute Möglichkeit das zu tun, insofern man sich mit der Beobachterrolle wohlfühlt.

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Veröffentlicht am 04.08.2025

Gelungener Serienauftakt

Fae Isles − Der Henker der Königin
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Eine geheimnisvolle Protagonistin, ein sehr spannendes Magiesystem und eine gut durchdachte Handlung - Fae Isle konnte mich gut unterhalten und hat Lust auf die weiteren Teile der Reihe gemacht.

Emelin ...

Eine geheimnisvolle Protagonistin, ein sehr spannendes Magiesystem und eine gut durchdachte Handlung - Fae Isle konnte mich gut unterhalten und hat Lust auf die weiteren Teile der Reihe gemacht.

Emelin wird beim verbotenen Wirken der Farbmagie vom Henker der Feenkönigin erwischt. Er nimmt sie mit an den Feenhof und sie findet sich wieder in einem Reich voller Macht, Gewalt und Intrigen.

Emelin ist eine sympathische Protagonistin, die es nicht immer leicht hatte und gelernt hat, für sich einzustehen und ihre Meinung zu sagen. Das überrumpelt und gefällt Creos, dem Silent Death, und wir werden mit dem ein oder anderen Schlagabtausch und einem sympathischen Kommunikationsstil der beiden unterhalten.

Das Buch erklärt die Welt und das Magiesystem sehr gut - was unter anderem dadurch gelingt, dass wir Emelin beim lernen begleiten. Die Spannung baut sich in diesem ersten Band erst langsam auf, nimmt nach hinten raus aber ordentlich an Fahrt auf. Der offene Ausgang des 1. Bandes und auch die angerissenen Themen bieten auf jeden Fall noch viel Potential für die Folgebände.

Insgesamt hat mich das Buch voll überzeugt und ich freue mich auf die Fortsetzung. Ich persönlich hätte keine so ausufernden spicy Szenen gebraucht, aber das ist am Ende Geschmacksache.

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Veröffentlicht am 02.08.2025

Eine zarte und poetische Liebesgeschichte

Weil es nicht anders sein kann
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Ich habe das Buch sehr gerne gelesen, es hat mich berührt und emotional auf eine wunderbare Weise abgeholt. Es ist eine leise, fast märchenhaft anmutende Liebesgeschichte, die sich sehr viel Zeit nimmt ...

Ich habe das Buch sehr gerne gelesen, es hat mich berührt und emotional auf eine wunderbare Weise abgeholt. Es ist eine leise, fast märchenhaft anmutende Liebesgeschichte, die sich sehr viel Zeit nimmt und dennoch nicht langweilt. Stilistisch wunderbar geschrieben. Die schnell wechselnde Perspektive zwischen den beiden Protagonisten gibt einem das Gefühl, das Leben und Empfinden der beiden parallel verfolgen zu können.

Mit Addie und Sol hat die Autorin zwei ganz besondere Charaktere geschaffen, die sich - vielleicht gerade aufgrund ihrer besonderen Andersartigkeit - gefunden haben. Addie, früh aus der Schule genommen und in der Einsamkeit einer rauen Insel im Einklang mit der Natur aufgewachsen, trifft auf Sol, den Vogelliebhaber aus einem streng religiösen Haushalt. Beide haben ein schwieriges Verhältnis zu ihrem Elternhaus und es vereint sie der Wunsch nach Freiheit und der Drang, sich aus den Fesseln zu lösen.

Es entspinnen sich fast philosophische Gespräche zu Sprache und Metaphern, zu Glaube, Natur, Freiheit und natürlich Liebe. So liefert einem das Buch viele Denkanstöße und lässt einen ehrlich gesagt auch ein bisschen leiden. Denn das Lieben zu lernen ist mit viel Schmerz verbunden, der mich teilweise etwas ungeduldig zurückgelassen hat.

Für alle Leser, die sich gerne auf ausführliche Naturbeschreibungen, nachdenklich-philosophische Dialoge und eine vielleicht nicht 100%ig authentische, aber sehr tiefe Liebesgeschichte einlassen, auf jeden Fall eine Lektüre wert.

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Veröffentlicht am 25.07.2025

Leise und tiefgründig

Sunbirds
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„Sunbirds“ hat mich mit auf eine Selbstfindungs-Reise genommen und viele Gedankenanstöße mitgeliefert. Und auch, wenn mir die Protagonistin mit ihren Entscheidungen am Ende fremd geblieben ist, hat mich ...

„Sunbirds“ hat mich mit auf eine Selbstfindungs-Reise genommen und viele Gedankenanstöße mitgeliefert. Und auch, wenn mir die Protagonistin mit ihren Entscheidungen am Ende fremd geblieben ist, hat mich das Buch berührt.

Es ist ein Buch, das seine Geschichte leise und bedächtig erzählt. Es geht viel um Schmerz, Verlust, Hoffnung und auch Hoffnungslosigkeit. Aber auch um Mutterschaft, Liebe und Vergebung. In der Umgebung Indiens, die für viele Menschen die Suche nach Freiheit und Erleuchtung symbolisiert, sucht Anne nach ihrem vor sieben Jahren verschollenen Sohn. Es werden verschiedene Lebensgeschichten beleuchtet in diesem schönen Buch - verschiedene Schicksale, die ein unterschiedliches Licht auf das Leben und die Idee von Freiheit werfen.

Mich hat das Buch gepackt und der Stil der Autorin hat mir sehr gut gefallen. Ihre Liebe zu und Kenntnis von Indien wird beim Lesen sehr spürbar. Die recht kurzen Kapitel und die wechselnden Perspektiven haben nach und nach ein Gesamtbild entblättert.

Konnte ich mich mit den Charakteren identifizieren? Großteils eher nicht. Für mich war es eher eine Reise in die Fremde - sowohl was das Land als auch die Lebensentwürfe anbelangt. Aber gerade das hat auch seinen gewissen Reiz ausgeübt

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