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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.09.2025

Eine wirklich ganz tolle Reihe

Schule der Meisterdiebe 3: Die geheimnisvolle Insel
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Ich bin zurück in Crookhaven und fühle mich mit den liebevollen Charakteren wie zu Hause.

J. J. Arcanjo schafft es ein drittes Mal, den ganz eigenen Charme dieser Welt spürbar zu machen: geheimnisvoll, ...

Ich bin zurück in Crookhaven und fühle mich mit den liebevollen Charakteren wie zu Hause.

J. J. Arcanjo schafft es ein drittes Mal, den ganz eigenen Charme dieser Welt spürbar zu machen: geheimnisvoll, aber vor allem voller Herz.

Die Mischung aus Abenteuer, Freundschaft und Spannung ist klasse. Besonders fesseln mich die unterschiedlichen Freunde um Gabriel, der selbst ein ganz toller Charakter ist.

Jeder hat seine Stärken und Schwächen, und nur zusammen meistern sie die Prüfungen des Schuljahres und den Kampf gegen die Verbrechervereinigung der Namenlosen.
Toll finde ich auch, dass langsam Villette mehr Handlungsraum bekommt, die die bestehende Bande etwas aufmischt, aber gleichzeitig auch bereichert.

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Veröffentlicht am 14.09.2025

Männliche Hexen mit Power und Witz

Salem Boys
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Harlow und Jax sind so grundverschieden wie ihre Magie: der gefeierte Sohn der Präsidentin der Hexen in Sydney und der Sohn einer verstoßenen Hexe ohne Coven, der eher als Straßenhexe bekannt ist.

Am ...

Harlow und Jax sind so grundverschieden wie ihre Magie: der gefeierte Sohn der Präsidentin der Hexen in Sydney und der Sohn einer verstoßenen Hexe ohne Coven, der eher als Straßenhexe bekannt ist.

Am Tag ihres Abschlusses verändert sich die Welt der beiden drastisch. Der Wald von Salem und eine Hexenkönigin fordern ihre Opfer, und alles, was die beiden Jungs zu wissen glaubten, wird auf den Kopf gestellt …
Sie müssen ein Team bilden, obwohl sie gegensätzlicher nicht sein könnten. Und dann ist da noch diese elende Anziehungskraft, die sie füreinander empfinden.

Ein Buch, das mit Humor und Sarkasmus unterhaltsam zu lesen ist und zwei Protagonisten hat, die sympathisch, frech, queer und magisch sind.
Das Magiesystem bietet eine spannende Art, Hexen darzustellen, und allein Sydney als eher ungewöhnlicher Handlungsort ist eine wirklich frische Idee.
Auch die Schattenseiten sowie der Einfluss von Märchen in der Geschichte haben mir sehr gut gefallen.

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Veröffentlicht am 14.09.2025

Interessantes Sachbuch

Hexen
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Ein interessanter Querschnitt der Hexenprozesse in der Alten und Neuen Welt. Beginnend 1485 in Innsbruck bei Helena Scheuberin, über die bekannten Prozesse in Salem (1692–1693) bis hin zur modernen Art ...

Ein interessanter Querschnitt der Hexenprozesse in der Alten und Neuen Welt. Beginnend 1485 in Innsbruck bei Helena Scheuberin, über die bekannten Prozesse in Salem (1692–1693) bis hin zur modernen Art der „Hexenjagd“ im Fall von Stormy Daniels, als Trump 2017 zum ersten Mal lautstark die Worte »WITCH HUNT!« twitterte.

Die Geschichte der Hexen ist stets verbunden mit Unwissenheit, Misogynie, Patriarchat und Hysterie. Sie ist geprägt von Unterdrückung, Folter und Falschaussagen. Nur wenige Frauen (und auch Männer) konnten sich gegen diese unfairen Gerichte behaupten und dem Tod entgehen.

Marion Gibson beschreibt mit viel Hintergrundwissen die Geschichte von 13 Prozessen gegen angebliche Hexen. Sie erklärt, warum es dazu kam und welche Auswirkungen diese Prozesse bis in die heutige Zeit haben.

Empfehlenswert für jeden der sich für Geschichte und Hexen interessiert. Ein tolles Sachbuch.

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Veröffentlicht am 01.08.2025

Cozy Fantasy

Anis
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Anis und ihre Freunde haben mich sofort in ihre zauberhafte Welt entführt.
Schon auf den ersten Seiten entfaltet sich eine Atmosphäre, die stark an die melancholisch-schöne Magie von Studio Ghibli erinnert: ...

Anis und ihre Freunde haben mich sofort in ihre zauberhafte Welt entführt.
Schon auf den ersten Seiten entfaltet sich eine Atmosphäre, die stark an die melancholisch-schöne Magie von Studio Ghibli erinnert: Naturgeister, Tiere mit Persönlichkeit, zarte Freundschaften und ein unterschwelliger Zauber.

Die Geschichte wirkt gleichzeitig verwunschen und vertraut. Wie bei Mein Nachbar Totoro entsteht dieser „Cozy-Fantasy“-Effekt, der nicht auf Krawall, sondern auf Stimmung, Figuren und Gefühl setzt.

Anis ist eine Herzseherin und kann mit Geistern und Göttern in Kontakt treten.
Besonders ihre Begegnungen mit den Waldbewohnern waren für mich das ein Herzstück der Geschichte.
Ihr stiller, aber entschlossener Kampf gegen die Zerstörung der Natur und das Vergessen der alten, mystischen Wesen macht sie zu einer starken und entschlossenen Heldin.

An wenigen Stellen hätte ich mir etwas mehr erzählerische Tiefe gewünscht, und das Erzähltempo schwankt gelegentlich. Doch der insgesamt positive Eindruck überwiegt bei weitem.

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Veröffentlicht am 31.07.2025

Klassiker des Jugendthrillers

Ich weiß, was du letzten Sommer getan hast
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Aus purer Nostalgie habe ich dieses Buch gelesen – wie viele andere bin ich mit dem gleichnamigen Film aus den 90ern aufgewachsen, der für mich ein typischer Teenie-Slasher war: spannend, blutig, laut. ...

Aus purer Nostalgie habe ich dieses Buch gelesen – wie viele andere bin ich mit dem gleichnamigen Film aus den 90ern aufgewachsen, der für mich ein typischer Teenie-Slasher war: spannend, blutig, laut. Umso mehr hat es mich überrascht, dass hinter der literarischen Vorlage ein deutlich leiseres, aber zugleich tiefgründigeres Werk steckt.

Lois Duncans Roman erschien ursprünglich bereits 1973 und wurde für diese Neuauflage behutsam modernisiert – mit SMS, Webblogs und anderen kleinen Anpassungen an die heutige Zeit. Diese Modernisierungen wirken nicht störend, sondern machen das Buch für eine neue Generation zugänglich, ohne seinen ursprünglichen Charme zu verlieren.

Statt auf Splatter und Schockeffekte setzt Duncan auf psychologische Spannung und stellt die Frage nach Schuld und Verantwortung in den Mittelpunkt. Die vier Jugendlichen, die in einen tragischen Unfall verwickelt waren und diesen vertuschten, werden nicht nur von einer ominösen Nachricht, sondern vor allem von ihrem schlechten Gewissen verfolgt. Jeder geht anders mit der Last um – und genau darin liegt die Stärke des Buches.

Einzig der etwas sprunghafte Stil an manchen Stellen und der Umstand, dass die modernisierten Elemente manchmal ein wenig künstlich wirken, verhindern die volle Punktzahl. Doch das ist Meckern auf hohem Niveau.

Der Roman ist mehr als nur die Vorlage für einen Horrorfilm – es ist ein feinfühliges, spannendes Jugendbuch über Schuld, Angst und Verdrängung. Ein echter Klassiker, der auch heute noch funktioniert.

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