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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.09.2025

mal was anderes, ich mags

Die Assistentin
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Der Erzählstil ist sehr eigen und war nicht so 100% mein Fall. Ich habe das Buch als Hörbuch gehört, gelesen von der Autorin selbst, was ich immer sehr besonders finde. Und Caro Wahl hat sich das Buch ...

Der Erzählstil ist sehr eigen und war nicht so 100% mein Fall. Ich habe das Buch als Hörbuch gehört, gelesen von der Autorin selbst, was ich immer sehr besonders finde. Und Caro Wahl hat sich das Buch tatsächlich sehr zu eigen gemacht.

Die eher abgehackte Art den Text zu lesen hat das ganze irgendwas zwischen gehetzt, überfordert und genervt wirken lassen. Passt aber irgendwie. Was mich eher gestört hat, das war der unbeständige Erzählstil voller Wiederholungen, Raffer und „dazu später“. Ich versteh schon, dass das gezielt eingesetzte Elemente sind. Kann man machen, ist aber nicht meins.

Die Einblicke in die Welt des Verlagswesens, Charlottes Arbeitsumgebung und das Verhalten ihres Chefs fand ich durchaus spannend zu verfolgend. Vor allem der Chef hat mich total getriggert, das Buch erzeugt also durchaus Reibung.
Auch das Verhältnis zu den Eltern ist immer wieder Thema und wird auf faszinierende Weise aufgegriffen. Vor allem Charlottes Reaktionen- eine Mischung aus Trotz und überbordenden Ehrgeiz- fand ich super interessant.

Das Buch entwickelt eine sehr eigentümliche Sogwirkung. Ich wollte einfach unbedingt wissen, wie es ausgeht, ob Charlotte es schafft, sich aus diesem zerstörerischen System zu befreien.
War mal was anderes. Trifft erzählerisch nicht 100% meinen Geschmack, aber ich war trotzdem total hooked von der Story, von Charlotte und der Art, wie Caro Wahl liest.

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Veröffentlicht am 14.09.2025

Eine magische Bäckerei

Die geheimnisvolle Bäckerei in der rue de Paris
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Es ist für mich nicht das erste Buch der Autorin, aber für mich das, welches mich bisher am meisten angesprochen hat. Das Buch hat eine Seite in mir zum Klingen gebracht und mich mit dem Pariser Setting ...

Es ist für mich nicht das erste Buch der Autorin, aber für mich das, welches mich bisher am meisten angesprochen hat. Das Buch hat eine Seite in mir zum Klingen gebracht und mich mit dem Pariser Setting und den besonderen Figuren für sich eingenommen. Ich fand einfach den gesamten Vice super schön und auch die Botschaft sehr einnehmend.

Die Magiekomponente ist hier wirklich ganz minimal, sodass dieser Roman auch perfekt für alle geeignet ist, die zwar an Schicksal, Zeichen und Wunder glauben (wollen), die aber sonst mit Fantasy nicht viel am Hut haben. Es ist eher ein sanftes Streifen, was ich wirklich sehr mochte.

Die Geschichte rund um Pierre und sein besondere Rezeptbuch war einfach super ergreifend. Es hätte gerne mehr Rückblicke in die Vergangenheit der Familie und der Bäckerei geben können. Das hat dem ganzen einfach eine super schöne, nahbare Note verliehen. Und auch das Schicksal der Bäckerei ist mir ziemlich nahe gegangen.
Es geht viel um die Kraft der Gemeinschaft, um das füreinander da sein und um Familie, die biologische und die des Herzens.

Die zwei Zeitebenen haben mir gut gefallen und sich schön ergänzt. Die wechselnden POVs in der Gegenwartshandlung hätte es dagegen für mich nicht unbedingt gebraucht, stört aber auch nicht. Ich mochte, dass es eine sanfte Lovestory gab, die aber nicht so viel Raum einnimmt, dass sie alles andere verdrängt. Dadurch ist die Geschichte schön und berührend ohne kitschig zu sein.

Ich hab dieses Buch einfach super gern gelesen.

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Veröffentlicht am 14.09.2025

Stimmungsvoller Thriller

Coram House
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Thematisch fand ich diesen Thriller super ansprechend, nicht nur durch die Protagonisten, die ein bisschen Reputation eingebüßt hat und sich erstmal neu beweisen muss, sondern auch die Geschichte rund ...

Thematisch fand ich diesen Thriller super ansprechend, nicht nur durch die Protagonisten, die ein bisschen Reputation eingebüßt hat und sich erstmal neu beweisen muss, sondern auch die Geschichte rund um Coram House und die Geheimnisse, die dort begraben lagen.

Ich fand die eingestreuten Gesprächsprotokoll super stimmungsvoll und grausig. Die Zustände in derartigen Kinderheimen finde ich absolut schrecklich und die Torturen, die die Kinder über sich ergehen lassen mussten, lasen sich einfach furchtbar. Gleichzeitig sähen sie so ein bisschen Misstrauen, weil sie sich teilweise widersprechen und dadurch unwillkürlich die Frage aufwirft, wer hier und lügt und wieso.

Und dann geschieht ein Mord und die Vergangenheit beginnt die Gegenwart einzuholen. Die Spannung ist eher subtil und der Erzählstil eher ruhig. Trotzdem ist die Geschichte durchweg interessant und voller Geheimnisse.
Reibung wird hauptsächlich dadurch erzeugt, dass Alex permanent Steine in den Weg gelegt werden und sie nicht ernst genommen wird. Aber sie lässt nicht locker und was sie an die Oberfläche bringt verändert alles .

Das Ende war super stark und richtig stimmig. Ein grandioser Abschluss für dieses Buch. Mir hats gefallen

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Veröffentlicht am 14.09.2025

Schön, aber auch viel Topic für wenig Seiten

This could be forever
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Bücher von Lilly Lucas sind für mich immer so cosy Romance-Highlight und die Hawaii-Reihe mag ich einfach vom Setting und Lebensgefühl her super gern. Dieser Band ist vermutlich der, auch den ich seit ...

Bücher von Lilly Lucas sind für mich immer so cosy Romance-Highlight und die Hawaii-Reihe mag ich einfach vom Setting und Lebensgefühl her super gern. Dieser Band ist vermutlich der, auch den ich seit Band 1 am stärksten hingefiebert habe, weil da Chip auch als Nebenfigur schon sehr im Fokus steht.

Was mir richtig gut gefallen hat waren die Interview-Ausschnitte. Nicht nur wie Chip selbst seinen Sport empfindet, sondern auch mit welchen Augen sein Umfeld darauf blickt. Und natürlich mochte ich das Wiedersehen mit bekannten Figuren inklusive kleiner Nebenlove-Story zwischen Kay und Millies Vater.

Dafür, dass der Tod von Millies Bruder eigentlich seit Band 1 Thema ist, kam das ganze hier eher kurz, was ich irgendwie schade fand.
Die Lovestory ging mir dagegen irgendwie zu schnell. Ja, es ist Second Chances und ja, sie kennen sich ewig. Aber nach vier Jahren ohne Kontakt finde ich 5 Tage um sich erneut Hals über Kopf zu verlieben irgendwie unrealistisch, vor allem weil es off camera grade mal ein mehr oder weniger gescheites Gespräch gab. Aber dann passiert natürlich diese „dramatische“ Wendung, die alles in ein neues Licht rückt. War mir bisschen too much.

Was ich dagegen wieder total fand war dieses „sieben Monate später“. Sowas lieb ich doch und wünsche ich mir für dieses Romance Buch.

Dieses Buch für mich Höhen und Tiefen, das Leseerlebnis selbst war super: locker, flüssig, auf charmante Art einnehmend, nicht zu ernst.

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Veröffentlicht am 14.09.2025

Abstieg in die Hölle

Katabasis
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R.F. Kuang ist für mich so eine Autorin, von der ich inzwischen alles lesen würde, einfach weil ihre Bücher immer wahnsinnig besonders sind. So auch wieder dieses Werk, es ist unbequem, teilweise wirklich ...

R.F. Kuang ist für mich so eine Autorin, von der ich inzwischen alles lesen würde, einfach weil ihre Bücher immer wahnsinnig besonders sind. So auch wieder dieses Werk, es ist unbequem, teilweise wirklich fordernd und mit seiner pseudowissenschaftlichen Art nicht immer ganz leicht zu lesen. Aber ich mag diese Herausforderung echt gerne.

Das Buch hat vor allem zu Anfang einen ganz schön negativen und unangenehmen Touch, der maßgeblich zur Stimmung innerhalb der Geschichte beiträgt. Auch Protagonistin Alice ist keine Sympathieträgerin, aber das macht sie auch do unfassbar spannend. Sie ist (heraus)fordernd, hast schon selbstzerstörerisch und absolut starrköpfig. Auch auch unfassbar begabt, getrieben und aufopfernd. Man will unbedingt wissen, was sie ausmacht und bewegt.

Die Hölle selbst bzw. ihr Aufbau war ganz anders als von mir erwartet und ein bisschen hab ich mich mit diesem Konzept schwergetan, weil es manchmal etwas willkürlich wirkte und es mir schwerfällt, das nicht zu hinterfragen. Das Magiekonzept fand ich eigentlich ganz cool und auch die eingestreuten Fachtexte zu Anfang haben mir gut gefallen.

Am Ende ging es mir alles etwas zu schnell. Hier hätte ich mir gerne ein paar Seiten mehr gewünscht, ein bisschen mehr Reibung und weniger willkürliches Zufliegen der gesuchten Lösung. Das hat die vorherige Reise für mich ein bisschen ad absurdum geführt. Was mir aber richtig gut gefallen hat, das war die charakterliche Entwicklung, die Alice und Peter durchmachen.

Das Buch ist eine echte Wucht und ich müsste es vermutlich noch mindestens ein weiteres Mal lesen, um alles zu erfassen, was die Autorin hier für ihre Leser platziert hat. Von der Storyline her fand Ichs gut, was mich aber wieder völlig überzeugt hat, war der Schreibtsil. Innere Konflikte kommen gut zur Geltung, das Worldbuilding ist absolut heftig und ich mochte die gekonnten Wechsel zwischen nüchternen Betrachtungen und emotional aufgeladenen Reflexionen.
Das Buch lädt mit einigen interessanten Denkanstößen rund um die Themen Wert des Lebens/Tod und Wiedergeburt zum philosophieren und mitdenken ein und auch was das Unisetting und Alices ganz eigene Position an der Universität betrifft, ist das Buch eine geniale Basis für Reflexion und Diskussion.

Mochte es wieder richtig gerne.

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