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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.01.2026

Spannender Krimi mit schwachem Ende

Wem du traust
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Die Grundidee von "Wem du traust" hat mir unglaublich gut gefallen: Zwei Freundinnen ziehen gemeinsam das Kind der einen groß. Mittlerweile ist Sofia ein Teenager und das Leben ihrer Mutter und das ihrer ...

Die Grundidee von "Wem du traust" hat mir unglaublich gut gefallen: Zwei Freundinnen ziehen gemeinsam das Kind der einen groß. Mittlerweile ist Sofia ein Teenager und das Leben ihrer Mutter und das ihrer besten Freundin hat sich geändert. Beide haben Partner und führen mehr ihr eigenes Leben. Doch dann verschwindet Sofia spurlos. Parallel dazu werden Erinnerungen an einen über zehn Jahre zurückliegenden Mordfall wach. Hat der Täter erneut zugeschlagen oder steckt jemand ganz anderes dahinter?

Die Umsetzung ist lange Zeit sehr spannend. Nach und nach kommen dunkle Geheimnisse ans Licht, sodass man als Leser ständig zweifelt und niemandem mehr wirklich trauen kann. Genau daraus entsteht eine intensive, unterschwellige Spannung. Ich konnte das Buch trotz kleiner Längen im Mittelteil kaum aus der Hand legen.

Besonders gelungen fand ich die Charakterzeichnung. Die Figuren sind hervorragend ausgearbeitet, mit nachvollziehbaren Gedanken, realistischen Handlungen und viel Tiefe. Die enge Verbindung zwischen ihnen wird eindrucksvoll geschildert. Die Autorin setzt insgesamt stark auf die psychologische Ebene. Im Laufe der Handlung bekommt die Fassade jedes Protagonisten Risse und offenbart dessen wahres Wesen.

Bis kurz vor dem Ende war ich bei vier Sternen. Doch leider konnte mich die Auflösung dann nicht überzeugen. Die Lösung wirkte auf mich sehr weit hergeholt und wenig realistisch. Auch wenn die Autorin mich überraschen konnte, hätte ich mir ein stimmigeres und glaubwürdigeres Ende gewünscht.

Fazit: "Wem du traust" ist ein psychologisch dichter und spannender Krimi mit starken Figuren und einer fesselnden Atmosphäre. Das unrealistische Ende trübt den insgesamt sehr guten Eindruck jedoch deutlich. Daher gibt es von mir 3 Sterne. Da mich die Geschichte abgesehen von dem Ende überzeugen konnte, werde ich mit Sicherheit noch zu anderen Werken der Autorin greifen.

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Veröffentlicht am 16.11.2025

Düster, magisch und geheimnisvoll – ein solider Auftakt mit kleinen Schwächen

Blackspell
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"Blackspell – Das Geheimnis der Blutmotten" von Celine Leonora entführt den Leser in eine Welt voller Magie, Geheimnisse und düsterer Vibes. Die Autorin versteht es, mit atmosphärischen Beschreibungen ...

"Blackspell – Das Geheimnis der Blutmotten" von Celine Leonora entführt den Leser in eine Welt voller Magie, Geheimnisse und düsterer Vibes. Die Autorin versteht es, mit atmosphärischen Beschreibungen und einem stimmigen Dark-Academia-Flair eine dichte, fast greifbare Stimmung zu erschaffen. Das perfekte Lesefutter für lange Herbstabende. Besonders erfrischend: Blackspell ist keine klassische Romantasy-Geschichte. Die Liebesgeschichte spielt sich dezent im Hintergrund ab und lässt Raum für die düstere Handlung.

Trotz der spannenden Grundidee konnte mich die Geschichte jedoch nicht vollständig fesseln. Einige Wendungen sind vorhersehbar und die Charaktere bleiben zu oberflächlich. Hier hätte ich mir mehr Tiefe und Entwicklung gewünscht. Obwohl immer wieder etwas passiert, musste ich mich zwingen weiterzulesen. Es fehlt an emotionale Tiefgang, wodurch mir das Mitfiebern schwer fiel. Dafür konnte das überraschende Ende punkten. Mit dem Plottwist hatte ich wirklich nicht gerechnet.

Ein besonderes Lob verdient die Gestaltung des Buches: Das Cover fängt die düstere Atmosphäre des Buches hervorragend ein und harmoniert perfekt mit dem Farbschnitt. Ein richtiger Eyecatcher für jedes Bücherregal.

Fazit: „Blackspell – Das Geheimnis der Blutmotten“ ist ein solider Reihenauftakt mit starker Atmosphäre, einer interessanten Grundidee und einem Hauch düsterer Magie. Obwohl mir einiges gefallen hat, konnte mich die Umsetzung leider nicht vollständig überzeugen.

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Veröffentlicht am 16.09.2025

Solider Thriller, aber kein idealer Einstieg

Garden Girls
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Da dieser Thriller mit „Criminal Minds“ meets „Das Schweigen der Lämmer“ beworben wurde, musste ich ihn unbedingt lesen. Der Einstieg in das Buch ist mir nicht ganz leicht gefallen. Man wird mitten in ...

Da dieser Thriller mit „Criminal Minds“ meets „Das Schweigen der Lämmer“ beworben wurde, musste ich ihn unbedingt lesen. Der Einstieg in das Buch ist mir nicht ganz leicht gefallen. Man wird mitten in das Ermittlerteam geworfen, ohne viel über die Charaktere zu erfahren. Häufige Anspielungen auf frühere Fälle verstärken das Gefühl, etwas zu verpassen. Der Grund dafür lässt sich schnell herausfinden: „Garden Girls“ ist Band 3 der Reihe „FBI: Strange Crimes Unit“. Dass die deutsche Übersetzung mitten in der Reihe startet, ist aus meiner Sicht nicht optimal.

Nach dem holprigen Einstieg konnte mich die Geschichte aber packen. Besonders die Verbindung zwischen dem FBI-Agent Tiberius Granger und Bexley Hemmingway war interessant und hat für emotionale Tiefe gesorgt. Mir gefiel es, auch die verletzliche Seite von Agent Granger zu sehen. Was die Spannung betrifft, lebt das Buch eher von unterschwelliger Bedrohung, Zeitdruck und der Dynamik der Charaktere. Ein Teil der Spannung entsteht durch clevere Perspektivenwechsel, die dem Leser einen tiefen Einblick geben. Die Geschichte bietet keine großen Schockmomente oder überraschende Wendungen im Hinblick auf den Täter. Diesen hatte ich (neben einer anderen Person) bereits im Verdacht. Das Motiv hingegen hat mich dann doch überrascht.

FAZIT: „Garden Girls“ punktet mit unterschwelliger Spannung, interessanten Charakteren und einem psychologischen Katz-und-Maus-Spiel. Insgesamt ist dieser Thriller spannend und unterhaltsam, aber nicht ganz so fesselnd, wie ich erwartet hatte. Ich habe das Buch gerne gelesen, doch zum Pageturner hat es für mich nicht gereicht.

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Veröffentlicht am 15.09.2025

Ein Krimi, der lange nachhallt, jedoch nicht konstant fesseln kann

Gerächt sein sollst du
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Der Krimi „Gerächt sein sollst du“ von Kaisu Tuokko konnte mich mit seiner düsteren Atmosphäre und den vielschichtigen Figuren sofort packen. Mit Eevi Manner und Mats Bergholm stehen zwei Protagonisten ...

Der Krimi „Gerächt sein sollst du“ von Kaisu Tuokko konnte mich mit seiner düsteren Atmosphäre und den vielschichtigen Figuren sofort packen. Mit Eevi Manner und Mats Bergholm stehen zwei Protagonisten im Zentrum, die nicht perfekt sind – verletzlich, mit Ecken, Kanten und einigen persönlichen Problemen. Genau das macht sie so glaubwürdig.

Der Einstieg ist spannend, die Themen sind allerdings alles andere als leicht: Mobbing, Missbrauch und Gewalt ziehen sich wie ein roter Faden durch den Krimi. Hier gelingt es der Autorin, wichtige gesellschaftliche Fragen aufzugreifen und dafür zu sensibilisieren. Viele Szenen haben mich berührt und werden noch lange nachhallen.

Allerdings schwächelt die Spannungskurve vor allem im Mittelteil. Der Beginn des Buches ist packend, das Ende überzeugend, doch im Mittelteil verliert die Handlung durch zahlreiche Nebenstränge an Dynamik. Zudem tritt die eigentliche Ermittlungsarbeit stellenweise stark in den Hintergrund. Erst im letzten Drittel gewinnt die Geschichte wieder an Fahrt und das Ende ist durchaus gelungen.

Fazit: Ein atmosphärischer und tiefgründiger Krimi, der wichtige Themen aufgreift und mit authentischen Charakteren punktet. Leider verliert die Geschichte im Mittelteil viel Spannung und konnte mich nicht dauerhaft fesseln. Alles in allem ein solider Krimi, der mich insgesamt aber nicht ganz überzeugen konnte.

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Veröffentlicht am 24.08.2025

Konnte mich nicht packen

Ihr werdet sie nicht finden
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Der Klappentext hat mich direkt neugierig gemacht und der Anfang des Buches ist vielversprechend. Leider ließ meine anfängliche Begeisterung schnell nach. Mit der Zeit konnte mich die Handlung immer weniger ...

Der Klappentext hat mich direkt neugierig gemacht und der Anfang des Buches ist vielversprechend. Leider ließ meine anfängliche Begeisterung schnell nach. Mit der Zeit konnte mich die Handlung immer weniger fesseln.

Mit Jonas hatte ich von Anfang an meine Schwierigkeiten. Seine aggressive Art und das ständige Herumbrüllen haben es mir schwer gemacht, wirklich mit ihm mitzufiebern. Auch zu Franka konnte ich keinen richtigen Zugang finden. Sie blieb für mich blass und wenig greifbar.

Der Mittelteil des Buches zog sich für meinen Geschmack etwas zu sehr. Hier fehlte mir der Spannungsbogen, der mich hätte fesseln können. Ich hatte das Gefühl, dass die Handlung zu lange auf der Stelle tritt. Gegen Ende wird das Tempo deutlich angezogen und das Buch konnte mich noch positiv überraschen. Die Wendungen waren gut platziert und haben für einen spannenden Abschluss gesorgt. Insgesamt bleibt für mich aber das Gefühl, dass das Potenzial der Geschichte nicht voll ausgeschöpft wurde.

FAZIT: Dieser Thriller hat definitiv seine Stärken. Vor allem der Einstieg und das letzte Drittel sind gelungen. Allerdings konnte mich die Geschichte insgesamt nicht so packen, wie ich es mir gewünscht hätte. Die Charaktere blieben mir zu distanziert, und der Mittelteil hat mich etwas ausgebremst. Wer geduldig bleibt, wird am Ende zwar mit einigen cleveren Wendungen belohnt, doch insgesamt konnte das Buch mich nicht überzeugen.

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