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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.10.2025

Leider konnte mich das Buch nicht überzeugen, zu unrealistisch

Wer Verderben sät
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Meinung: Puh, ich muss zugeben, dass ich mich mit dieser Rezension etwas schwertue. Das Cover hat sofort meine Neugier geweckt und auch der Einstieg fiel mir leicht. Die Geschichte versprach Spannung: ...


Meinung: Puh, ich muss zugeben, dass ich mich mit dieser Rezension etwas schwertue. Das Cover hat sofort meine Neugier geweckt und auch der Einstieg fiel mir leicht. Die Geschichte versprach Spannung: Elza arbeitet als Erntehelferin auf dem Weingut der Familie Wagensonner in einem kleinen österreichischen Ort. Eines Tages findet sie eine Nachricht an der Tür: „Ich weiß, was du getan hast.“ Ja, sie hat ihr Kind im Stich gelassen. Ja, sie hat ihren Ehemann im Garten vergraben. Aber umgebracht hat sie ihn nicht. Nur, wer wird Elza glauben? Und wer war es dann?
Der Schreibstil ist angenehm und flüssig zu lesen. Leider blieben mir die Charaktere etwas zu distanziert; ich konnte keine echte Verbindung zu ihnen aufbauen. Auch die Handlung wirkte stellenweise unglaubwürdig, und manche Entscheidungen von Elza konnte ich kaum nachvollziehen. Dennoch wollte ich unbedingt wissen, wer hinter allem steckt.
Die Darstellung der Polizeiarbeit war für mich völlig unrealistisch, da musste ich oft den Kopf schütteln. Die Geschichte startet spannend, verliert in der Mitte jedoch deutlich an Tempo, bevor sie gegen Ende wieder richtig Fahrt aufnimmt.
Die Auflösung kam für mich überraschend, was immerhin einen kleinen Wow-Effekt hatte.

Insgesamt ein Buch mit interessanten Ansätzen, das mich aber nicht völlig überzeugen konnte.
⭐️⭐️,5/5⭐️

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.10.2025

Leider konnte mich dieses Buch nicht abholen

Love, Mom
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Meinung: Das Cover hat sofort meine Aufmerksamkeit auf sich gezogen – für mich stand fest: Dieses Buch muss ich lesen.
Die Geschichte beginnt mit dem tragischen Tod der bekannten Thriller-Autorin Elisabeth ...

Meinung: Das Cover hat sofort meine Aufmerksamkeit auf sich gezogen – für mich stand fest: Dieses Buch muss ich lesen.
Die Geschichte beginnt mit dem tragischen Tod der bekannten Thriller-Autorin Elisabeth Casper. Alles deutet auf einen Unfall hin, doch ihre Tochter Mackenzie hat Zweifel. Während der Trauerfeier erhält sie anonym einen Brief mit Seiten aus dem Tagebuch ihrer verstorbenen Mutter. Bald folgen weitere Nachrichten. Mackenzie beginnt, Nachforschungen anzustellen – nicht nur zum Tod ihrer Mutter, sondern auch zu deren Vergangenheit.
Dabei wird schnell klar: Ihre Mutter hatte Geheimnisse. Mackenzie kann niemandem trauen – nicht einmal ihrer eigenen Familie.
Die Grundidee der Handlung ist spannend: ein mysteriöser Todesfall, ein Tagebuch, Familiengeheimnisse – Zutaten, die eigentlich für einen fesselnden Thriller ausreichen. Leider konnte mich die Umsetzung nicht vollständig überzeugen. Der Einstieg ist sehr ruhig und zieht sich über längere Zeit hin. Obwohl Misstrauen und Unsicherheit gut eingefangen werden, fehlte mir zu Beginn der nötige Spannungsbogen, um wirklich mitzufiebern.
Erst ab der Mitte nimmt die Handlung Fahrt auf, bleibt aber auch dann eher vorhersehbar. Auch mit den Figuren wurde ich nicht wirklich warm.
Der Schreibstil hingegen ist angenehm leicht und flüssig. Die kurzen Kapitel laden zum schnellen Weiterlesen ein, und man kommt gut durch das Buch. Für Leserinnen und Leser, die sich einen unkomplizierten Thriller für zwischendurch wünschen, ist das sicher ein Pluspunkt.
Die Auflösung war für mich keine große Überraschung. Es fehlte der „Wow-Moment“, der in einem Thriller oft den entscheidenden Unterschied macht. Die Enthüllungen wirkten eher konstruiert als schockierend, und am Ende blieb bei mir das Gefühl, dass aus der Geschichte mehr hätte werden können.
Für zwischendurch ganz okay.

⭐️⭐️,5/5⭐️

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.10.2025

interessantes Buch

Junge Frau mit Katze
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Meinung: Zeit ihres Lebens stand Ela im Schatten ihrer Mutter. Deren Körper, den der Vater als „zu dick“ und damit als Ursache allen familiären Unglücks brandmarkte. Nun, da Ela erwachsen ist, richtet ...

Meinung: Zeit ihres Lebens stand Ela im Schatten ihrer Mutter. Deren Körper, den der Vater als „zu dick“ und damit als Ursache allen familiären Unglücks brandmarkte. Nun, da Ela erwachsen ist, richtet sich der Blick auf ihren eigenen, von Krankheit gezeichneten Körper und dieser treibt sie in die Verzweiflung. Eigentlich sollte sie sich auf die Verteidigung ihrer Dissertation konzentrieren, doch stattdessen kreisen ihre Gedanken immer stärker um die Vielzahl von Symptomen, die scheinbar grundlos auftreten. Hals, Herz, Haut alles steht in Flammen. Mit jeder neuen Beschwerde wächst die Panik. Stück für Stück versucht Ela, den Ursachen auf den Grund zu gehen, und stößt dabei unweigerlich auf ihre Familiengeschichte und vor allem auf die schwierige Beziehung zur Mutter.
Der Schreibstil ist einfühlsam, klar und leicht zugänglich. Zwar gerät die Handlung stellenweise ins Stocken, doch die Autorin versteht es, die komplexen Themen rund um Körper, Krankheit und familiäre Prägung sensibel und eindringlich zu entfalten. Besonders reizvoll ist die Struktur: Jedes Kapitel trägt den Titel eines bekannten Romans, klug gewählt und inhaltlich treffend gespiegelt.
Eine leise, zugleich eindringliche Geschichte über Heilung, Selbstsuche und die Rückeroberung des eigenen Körpers. Ein Buch, das ich mit Freude gelesen habe mal was anders, wenngleich die Fülle an Krankheitssymptomen für manche Leserinnen und Leser etwas überfordernd wirken könnte.
⭐️⭐️⭐️,5/5⭐️

  • Einzelne Kategorien
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  • Handlung
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Veröffentlicht am 17.09.2025

Dieses Buch hat mich überrascht

The Return of Ellie Black
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Meinung: Vor zwei Jahren verschwand Ellie spurlos und plötzlich taucht sie wieder auf. In meinem Kopf wirbelten sofort tausend Fragen herum: Was ist mit ihr passiert? Wo war sie die ganze Zeit? Wie konnte ...

Meinung: Vor zwei Jahren verschwand Ellie spurlos und plötzlich taucht sie wieder auf. In meinem Kopf wirbelten sofort tausend Fragen herum: Was ist mit ihr passiert? Wo war sie die ganze Zeit? Wie konnte sie entkommen? Ich konnte gar nicht anders, als weiterzulesen.
Detective Chelsey Calhoun ist genauso voller Fragen wie ich. Als Ellie nach zwei Jahren völlig verstört in den Wäldern von Washington State gefunden wird, lässt Chelsey der Fall nicht mehr los. Besonders, weil er sie auch persönlich trifft: Vor Jahren verschwand ihre eigene Schwester, eine offene Wunde, die nie verheilt ist. Am Anfang hatte ich etwas Schwierigkeiten mit dem Schreibstil, er wirkte ungewohnt und fast ein wenig distanziert. Doch je mehr ich gelesen habe, desto mehr hat er mich in seinen Bann gezogen. Besonders die Erzählweise, die zwischen Chelseys Perspektive und Ellies Gedanken wechselt, hat mir gefallen. So konnte ich tief in beide Welten eintauchen, in die Verzweiflung und Traumata von Ellie und in Chelseys unerschütterlichen Drang, Antworten zu finden.
Und doch muss ich ehrlich sagen: Die Figuren wirkten auf mich stellenweise etwas blass, ich hätte mir mehr Emotionen in ihrer Darstellung gewünscht. Auch das Ende hat mich nicht ganz überzeugt, es war mir ein Stück zu konstruiert und fast schon zu überladen. Trotzdem: Die Geschichte hat mich gefesselt, und ich wollte unbedingt wissen, was hinter Ellies Verschwinden steckt.

Dieses Buch hat mich mit seiner Idee sofort gepackt und mich bis zum Ende nicht losgelassen, auch wenn es kleine Schwächen gibt. Für mich war es eine unerwartet gute Leseerfahrung

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Veröffentlicht am 30.08.2025

düster und spannend

BLUT
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Meinung: ich liebe die Bücher von der lieben Yrsa, diese haben mich bisher immer sofort in den Bann gezogen. Auch bei ihrem neuesten Werk war meine Erwartungshaltung dementsprechend hoch. Der Einstieg ...

Meinung: ich liebe die Bücher von der lieben Yrsa, diese haben mich bisher immer sofort in den Bann gezogen. Auch bei ihrem neuesten Werk war meine Erwartungshaltung dementsprechend hoch. Der Einstieg in die Geschichte ist jedoch eher ruhig und zurückhaltend, was meinen Lesefluss zunächst etwas gebremst hat. Normalerweise lese ich Yrsas Bücher in einem Rutsch, weil mich Spannung und Atmosphäre sofort packen. Dieses Mal hat es etwas länger gedauert, bis ich wirklich in der Handlung angekommen war.
Die Story wird in zwei Handlungssträngen erzählt, die anfangs scheinbar nichts miteinander zu tun haben. Erst gegen Ende werden die Fäden zusammengeführt und genau darin liegt Yrsas große Stärke. Sie verwebt die Stränge so geschickt, dass man als Leser überrascht ist, wie raffiniert alles ineinanderpasst.
Der Schreibstil ist wie gewohnt flüssig und leicht verständlich, sodass man trotz der eher ruhigen Erzählweise gut vorankommt. Die Atmosphäre ist düster, geheimnisvoll und durchgängig spürbar. Diese Stimmung zieht sich wie ein roter Faden durch das ganze Buch. Das Finale ist klug konstruiert, überraschend und keineswegs vorhersehbar. Gerade dieser „Aha-Moment“ hat das Buch für mich letztlich noch einmal aufgewertet

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