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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.09.2025

Eine spannende Fantasy Geschichte im modernen Südkorea

Prinzessin der tausend Diebe – Betrayed
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Prinzessin der Diebe – Betrayed war für mich ein echtes Lesehighlight. Auf den ersten Blick besticht das Buch mit einer wunderschönen Covergestaltung. Der Zeichenstil zeigt eine eher realistische Hauptfigur ...

Prinzessin der Diebe – Betrayed war für mich ein echtes Lesehighlight. Auf den ersten Blick besticht das Buch mit einer wunderschönen Covergestaltung. Der Zeichenstil zeigt eine eher realistische Hauptfigur und stilisierte Nebelschwaden im Hintergrund. Das erzeugt einen schönen Kontrast und lenkt den Blick direkt auf das Gesicht. Darüber hinaus ist das Schwert glänzend gestaltet und es gibt einige goldene Akzente. Auch im inneren wurde auf eine schöne Gestaltung wert gelegt. Auf der Rückseite des vorderen Buchdeckels befindet sich eine grobe Karte von Busan. Die wichtigsten Orte in der Geschichte sind als Illustrationen hervorgehoben. So konnte ich auch direkt ein Bild mit den geschilderten Szenen verbinden, obwohl ich die Orte vorher nicht kannte. Der hintere Buchdeckel zeigt innen noch eine wunderschöne Illustration von Sora und Ran, den beiden Hauptcharakteren.
Diese Liebe zur Geschichte ist auch beim Lesen spürbar. Auf den ersten Seiten befindet sich, wie in vielen anderen Büchern, eine zur Geschichte passende Playlist. Prinzessin der tausend Diebe sticht hier aber durch ein besonderes Extra heraus. Es gibt auch ein Lied, das für diese Geschichte geschrieben wurde. Dieses fand ich wunderschön und sehr passend.
Und dann startet die Geschichte. Sora ist die Erbin eines koreanischen Firmenimperiums. Allerdings wurde sie verstoßen und lebt mit ihrer Mutter auf der Insel Jeju. Der Grund für das Exil: Im Gegensatz zu ihren Verwandten hat Sora keine Magie, kein Mana. Dann trifft ein Brief von ihrem Vater ein, der sie auf das Anwesen ihrer Familie einlädt. Dort trifft sie unter anderem auf den Tigergott Ran und muss zehn Prüfungen der Hölle überstehen. Diese sind auch wirklich als Höllenprüfungen zu verstehen, denn sie werden teilweise sehr düster. Die schwereren Elemente sind aber sehr gut in die Erzählung eingefügt und nicht unnötig.
Thea Hong verwebt in ihrer Geschichte koreanische Sagen mit dem modernen Nordkorea. Einigen dieser Sagen bin ich als Unwissende auf die Spuren gekommen. Aber ich bin sicher, ich könnte noch viel mehr entdecken, wenn ich mich richtig mit den koreanischen Geschichten beschäftigen würde. Und darauf hat mich Prinzessin der tausend Diebe definitiv neugierig gemacht.
Thea Hongs Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Er lässt sich leicht und flüssig lesen. Dabei beschreibt sie einzelne Orte sehr gut und erweckt die Atmosphäre zum Leben. Auch die Figuren wirken fast lebendig und haben jeweils ganz eigene Charakterzüge. Sie entwickeln sich im Laufe der Geschichte weiter und lernen aus ihren Erfahrungen.
Das Tempo der Erzählung ist hoch, so dass ich zeitweise das Gefühl hatte, fast nicht mehr mitzukommen. Das ist aber auch an die Erlebnisse von Sora und Ran angepasst. Sie werden auch öfter von den Ereignissen überrascht. Ich fand das alles so spannend, dass ich das Buch immer weiter lesen wollte.
Auch wenn Prinzessin der tausend Diebe als Romantasy bezeichnet wird, kann sie das Buch nahtlos in alle Urban Fantasy Romane einreihen. Die Liebesgeschichte ist nicht unwichtig, sie nimmt aber auch keinen allzu großen Raum ein. Die Annäherung der beiden fühlt sich sehr realistisch und an die gesamte Situation angepasst an. Das hat mir richtig gut gefallen, weil vor allem eine spannende Geschichte und ein guter Erzählfluss im Vordergrund stehen.
Inzwischen ist auch der zweite Band angekündigt und ich freue mich sehr darauf, Sora und Ran noch weiter auf ihrem Weg zu begleiten.

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  • Fantasy
Veröffentlicht am 28.09.2025

Ein außergewöhnlicher und sehr verstrickter Thriller

Not Quite Dead Yet
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Holly Jackson hat es schon mit verschiedenen Geschichten geschafft, mich mitzureißen und zum Miträtseln zu bringen. Demnach hatte ich hohe Erwartungen an Not Quite Dead Yet. Und Holly Jackson hat mich ...

Holly Jackson hat es schon mit verschiedenen Geschichten geschafft, mich mitzureißen und zum Miträtseln zu bringen. Demnach hatte ich hohe Erwartungen an Not Quite Dead Yet. Und Holly Jackson hat mich nicht enttäuscht.
Die Hauptperson, die wir in Not Quite Dead Yet kennenlernen, ist Jet Mason. Sie ist 27 und auf der Suche nach einem Plan für ihre Zukunft. Alles, was sie bisher angefangen hat, hat sie irgendwann wieder aufgegeben. Dann schlägt das Schicksal zu. Sie wird in ihrem eigenen Haus überfallen und niedergeschlagen. Im Krankenhaus erfährt sie dann, dass Komplikationen bei ihr auftraten und ihre weitere Lebenszeit ist auf etwa eine Woche beschränkt. Jetzt will sie die erste Person sein, die ihren eigenen Mord aufklärt.
Ich habe die Geschichte als Hörbuch gehört. Und ich wollte immer weiterhören. Am Liebsten hätte ich das Hören gar nicht unterbrochen. Es ist super spannend und hat mich immer wieder überrascht und auf neue Ideen zur Lösung des Falls gebracht. Ich finde es faszinierend, dass mich Holly Jackson immer wieder auf eine Reise mitnehmen kann. Ich will dann unbedingt wissen, wie alles zusammenhängt.
Neben dem Rätselraten war auch die emotionale Komponente in Not Quite Dead Yet sehr präsent. Ich habe mit den Charakteren mitgefühlt und mitgelitten. Jet ist ein besonders großartiger Charakter. Sie ist vielschichtig, klug und lustig. Im Laufe der Geschichte wird immer mehr von ihrer Geschichte aufgedeckt. Und sie versteht, wie ihre Kindheit sie beeinflusst hat.
Insgesamt war Not Quite Dead Yet einfach eine wunderbare Geschichte, die mich begeistert und bewegt hat. Für mich eins meiner Jahreshighlights.

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Veröffentlicht am 17.09.2025

Jana Hoch hat hier einen wunderbaren finalen Band für die Royal Horses geschaffen

Royal Horses (3). Kronennacht
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Die wunderschöne Pferdebuchreihe um Greta und Edward findet ihren Abschluss in „Kronennacht“. Greta hat sich für Edward entschieden. Nun steht sie mehr und mehr im Rampenlicht der Öffentlichkeit. Die verschiedenen ...

Die wunderschöne Pferdebuchreihe um Greta und Edward findet ihren Abschluss in „Kronennacht“. Greta hat sich für Edward entschieden. Nun steht sie mehr und mehr im Rampenlicht der Öffentlichkeit. Die verschiedenen Anforderungen lassen sie aber immer öfter daran zweifeln, ob sie wirklich ihre eigenen Träume für die Liebe aufgeben kann.
Wie auch in den ersten zwei Bänden war die Geschichte spannend und romantisch. Durch den tollen Schreibstil und die interessanten Charaktere konnte ich richtig abtauchen. Besonders beeindruckend waren wieder die Szenen mit den Pferden. Hier ist die Liebe der Autorin zu diesen wundervollen Tieren deutlich spürbar.
Für mich hat die Geschichte hier ein schönes Ende erhalten. Damit empfinde ich die ganze Trilogie als sehr empfehlenswert.

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Veröffentlicht am 17.09.2025

Eine gelungene Fortsetzung

Royal Horses (2). Kronentraum
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Kronentraum ist der zweite Band der Royal Horses Reihe von Jana Hoch. Wie auch im ersten Teil sorgt der Schreibstil der Autorin dafür, dass wir emotional in die Geschichte gezogen werden. Greta und Edward ...

Kronentraum ist der zweite Band der Royal Horses Reihe von Jana Hoch. Wie auch im ersten Teil sorgt der Schreibstil der Autorin dafür, dass wir emotional in die Geschichte gezogen werden. Greta und Edward sind wieder in eine Reihe von Schwierigkeiten verwickelt. Dazu gehören vor allem Edwards Pflichten als Mitglied der royalen Familie und das Interesse der Öffentlichkeit.
Die Spannungen innerhalb und mit der Familie nehmen auch einen deutlich größeren Stellenwert ein als im ersten Band. Dabei kommen aber auch die Pferde nicht zu kurz. Beide Themen sorgen für eine spannende Geschichte.
Die Gestaltung ist wieder so wunderschön wie beim ersten Band. Insgesamt kann der zweite Band gut an den ersten anschließen.

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Veröffentlicht am 17.09.2025

Ein gelungener Überblick über wichtige Themen der Verhaltensbiologie

Der Mensch im Tier
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Tiere haben Persönlichkeiten. Was jeder Tierliebhaber intuitiv weiß, zeigt auch die neuere Forschung im Bereich der Verhaltensbiologie. „Der Mensch im Tier“ liefert einen guten Überblick über die wesentlichen ...

Tiere haben Persönlichkeiten. Was jeder Tierliebhaber intuitiv weiß, zeigt auch die neuere Forschung im Bereich der Verhaltensbiologie. „Der Mensch im Tier“ liefert einen guten Überblick über die wesentlichen Erkenntnisse dieses Forschungsbereichs.
Prof. Dr. Norbert Sachser ist ein erfahrener Verhaltensbiologe. Er schreibt in einem klaren und angenehmen Stil. Alle beschriebenen Ergebnisse und Studien der Verhaltensbiologie werden mit gut verständlichen Beispielen untermauert. Dadurch können auch Laien einen guten Einblick in die Forschung und vor allem das erlangte Wissen bekommen.
Norbert Sachser ist ein Wissenschaftler, der viel Erfahrung in der Forschung, aber auch in der Lehre hat. Das zeigt sich im Buch daran, wie logisch, verständlich und auch spannend die Erkenntnisse beschrieben sind.
Die Unterteilung der Kapitel ist nach logischen strukturierten Unterthemen erfolgt. Jedes Kapitel ist in sich geschlossen und kann daher auch für sich verstanden werden. Das macht auch eine Wiederholung einzelner Themenbereiche einfach.
Am Ende bleibt die Erkenntnis: Tiere sind uns Menschen ähnlicher, als wir über lange Zeit dachten.

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