Zum 13. Mal: Kultheldin Andrea Schnidt
UngezügeltNachdem ich die Protagonistin Andrea Schnidt bereits in vielen, wenn nicht sogar allen der 12 (!) vorangegangenen Bänden von Susanne Fröhlich durch ihr Leben begleiten durfte, geht es jetzt um einen neuen ...
Nachdem ich die Protagonistin Andrea Schnidt bereits in vielen, wenn nicht sogar allen der 12 (!) vorangegangenen Bänden von Susanne Fröhlich durch ihr Leben begleiten durfte, geht es jetzt um einen neuen Lebensabschnitt. Andrea, mittlerweile 60, will beruflich noch einmal durchstarten und zwar als Schriftstellerin mit der Absicht, einen Old Romance-Roman zu schreiben. Da sie das allerdings vor ihren Liebsten geheim hält, sind Missverständnisse natürlich vorprogrammiert.
Wie ich nicht anders erwartet habe, ist der Autorin erneut ein äußerst humorvoller Roman gelungen. Die Geschichte rund um Andrea Schnidt, ihre mittlerweile erwachsenen Kinder, ihre Enkelkinder, die Schwiegermutter ihrer Tochter und ihren so herrlich hessisch babbelnden Ex-Schwiegervater Rudi lebt von Missverständnissen und Bredouillen der Protagonistin, in die sie sich immer wieder hineinmanövriert, auch weil sie sich um alle in ihrer Familie kümmert. Da ich mich genau im gleichen Alter wie Andrea befinde, habe ich mich in sie und ihre Situation gut hineinversetzen können. So manch gute Erkenntnis lässt sich aus den diversen eingestreuten Gedankengängen Andreas bzgl. des Alterns gewinnen. Etwas gestört habe ich mich daran, dass das Thema Sex so en détail erörtert wurde, insbesondere in Andreas Schreibversuchen und ihren Erinnerungen an ihr früheres Leben. Nicht jeder will das lesen. Das Ende des Buches ist offen für eine weitere Fortsetzung, die für mich eine vergnügliche Pflichtlektüre wäre.