Platzhalter für Profilbild

JohannaMaus

Lesejury Star
offline

JohannaMaus ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit JohannaMaus über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.09.2025

„Büromonster“ – humorvoll, praxisnah und tiefgründig

Büromonster.
0

„Büromonster“ hat mich positiv überrascht. Was zunächst wie eine witzige Bürolektüre klingt, erweist sich gleichzeitig als praktischer Leitfaden für den Arbeitsalltag. Die Autoren Andri Hinnen und Martin ...

„Büromonster“ hat mich positiv überrascht. Was zunächst wie eine witzige Bürolektüre klingt, erweist sich gleichzeitig als praktischer Leitfaden für den Arbeitsalltag. Die Autoren Andri Hinnen und Martin J. Eppler zeigen auf humorvolle Weise, wie man die Monster in sich selbst, in Kollegen oder in organisatorischen Strukturen erkennt und mit ihnen umgeht.

Besonders gut gefallen haben mir die kreativen Monsterporträts, die humorvollen Skizzen und die praxisnahen Tipps – vom Umgang mit dem Ja-Yeti über den Energievampir bis hin zu den Hype-Feen. Dabei bleibt das Buch leicht und unterhaltsam, regt aber gleichzeitig zum Nachdenken an. Der Selbsttest am Ende ist ein spaßiger und zugleich aufschlussreicher Abschluss, der die Selbstreflexion unterstützt.

Ich kann dieses Buch allen empfehlen, die den Büroalltag mit einem Augenzwinkern betrachten und gleichzeitig wertvolle Impulse für den Umgang mit Kollegen, Strukturen und sich selbst mitnehmen möchten.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
Veröffentlicht am 17.09.2025

Leidenschaft, Zerrissenheit und literarische Exzesse – Ein Leben voller Sinne

Liebesrausch
0

„Liebesrausch“ entführt die Leserschaft in das aufregende Paris der 1930er Jahre und zeichnet das ungezügelte, skandalumwitterte Liebesleben der Schriftstellerin Anaïs Nin nach. Charlotte von Feyerabend ...

„Liebesrausch“ entführt die Leserschaft in das aufregende Paris der 1930er Jahre und zeichnet das ungezügelte, skandalumwitterte Liebesleben der Schriftstellerin Anaïs Nin nach. Charlotte von Feyerabend verbindet historische Fakten und biografische Details mit einer packenden, lebendigen Erzählweise.



Im Mittelpunkt stehen Anaïs Nin und Henry Miller, deren Begegnung im Jahr 1931 ein leidenschaftliches Feuer entfacht. Beide inspirierten sich gegenseitig literarisch, doch ihre Beziehung spiegelt auch Anaïs’ innere Konflikte wider: Sie ist hin- und hergerissen zwischen der konventionellen Ehe mit ihrem treuen und finanziell unterstützenden Ehemann Hugo und ihrer hemmungslosen Liebe zu Henry. Anaïs sucht nach Sinnlichkeit, Freiheit und Selbstverwirklichung. Die Autorin stellt diese Zerrissenheit sehr nuanciert dar.



Besonders beeindruckend sind die poetische, bildgewaltige Sprache und die Fähigkeit, die Innenwelt der Charaktere authentisch zu beleuchten. Anaïs’ Tagebücher geben faszinierende Einblicke in ihre Gedankenwelt und werfen Fragen nach Moral, Leidenschaft und persönlicher Freiheit auf, die auch heute noch relevant sind. Gleichzeitig zeichnet Feyerabend ein lebendiges Bild von Paris in den 1930er Jahren mit seinen rauschenden Festen, literarischen Kreisen und exzessiven Lebensfreuden, die das Umfeld der beiden Autoren prägten.



Die Figuren sind komplex und vielschichtig: Anaïs Nin ist eine leidenschaftliche, suchende und doch verletzliche Protagonistin, Henry Miller ist ein charismatischer, hemmungsloser Künstler und Hugo ist ein bodenständiger, liebevoller Kontrapunkt. Die Autorin wahrt dabei die Balance zwischen historischen Fakten, fiktiver Darstellung und literarischer Dramatik.



Das Buch wird durch Anmerkungen, Quellenangaben und literarische Hinweise abgerundet, die den biografischen Hintergrund weiter vertiefen. „Liebesrausch” ist ein fesselnder, sinnlicher Roman, der nicht nur Fans literarischer Biografien begeistert, sondern auch die Ära und die Menschen hinter den Schriftstellern lebendig werden lässt.



Fazit: Ein poetischer, intensiver Roman über Leidenschaft, Zerrissenheit und die Suche nach sich selbst. Von mir gibt es klare 5 von 5 Sternen – eine absolute Leseempfehlung für alle, die in die Welt einer der faszinierendsten Autorinnen des 20. Jahrhunderts eintauchen möchten.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 17.09.2025

Zwischen Schuld, Wahrheit und Verrat – ein Roman, der nachhallt

Die Dolmetscherin
0

Mit „Die Dolmetscherin” legt Titus Müller einen eindrucksvollen historischen Roman vor, in dem er Fakten und Fiktion gekonnt miteinander verwebt. Die Geschichte handelt von Asta, die zunächst im Kurhotel ...

Mit „Die Dolmetscherin” legt Titus Müller einen eindrucksvollen historischen Roman vor, in dem er Fakten und Fiktion gekonnt miteinander verwebt. Die Geschichte handelt von Asta, die zunächst im Kurhotel „Palace“ in Mondorf-les-Bains für die Amerikaner als Dolmetscherin arbeitet und schließlich bei den Nürnberger Prozessen eingesetzt wird. Dort muss sie nicht nur die unfassbaren Grausamkeiten der Nazi-Verbrechen übersetzen, sondern auch ihr eigenes Gewissen prüfen.

Besonders gut haben mir die Einblicke in die Arbeit der Simultanübersetzer gefallen: die enorme Konzentration, die dieser Beruf erfordert, und die psychische Belastung durch die Grausamkeiten der Verhandlungen. Asta ist eine starke und zugleich empathische Frau, die sich in einer Männerwelt behaupten muss. Gleichzeitig spielt sie ein gefährliches Doppelspiel, denn auch der russische Geheimdienst fordert ihren Einsatz.

Die Begegnung mit Leonhard bringt eine weitere Ebene in die Geschichte: Vertrauen, Liebe und Verrat liegen nah beieinander und die Frage, ob er Freund oder Feind ist, bleibt lange bestehen. Besonders berührend fand ich zudem die Schilderungen rund um Leonhards Sohn Robert, der trotz seiner schwierigen Lebensumstände Hoffnung und Menschlichkeit verkörpert.

Titus Müller ist es hervorragend gelungen, die Atmosphäre der unmittelbaren Nachkriegszeit einzufangen. Durch die Verbindung von belegten Fakten und ausgedachten Handlungssträngen entsteht ein dichtes Bild, das fesselnd und erschütternd wirkt. Auch moralische Fragen nach Verantwortung, Schuld und Vergebung ziehen sich wie ein roter Faden durch das Buch.

Für mich war „Die Dolmetscherin” ein packender Roman, der nicht nur spannende Unterhaltung bietet, sondern auch zum Nachdenken anregt und lange nachhallt.

⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ von 5 Sternen – eine klare Leseempfehlung für alle, die historische Romane mit Tiefgang lieben!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 17.09.2025

Humorvoll, spannend und liebevoll illustriert – ein tierisches Lesevergnügen mit Herz

Schule mit Juli
0

Der sechste Band der Juli-Reihe hat uns wieder voll und ganz begeistert. Die liebenswerten Figuren und ihre tierischen Begleiter machen schon von Beginn an große Freude. Besonders Juli, Juno und Watson ...

Der sechste Band der Juli-Reihe hat uns wieder voll und ganz begeistert. Die liebenswerten Figuren und ihre tierischen Begleiter machen schon von Beginn an große Freude. Besonders Juli, Juno und Watson sorgen mit ihrem Chaos immer wieder für lustige Momente. Gleichzeitig gelingt es Petra Eimer, auch ernstere Themen wie Freundschaft, Zusammenhalt und die Angst vor dem Sitzenbleiben aufzugreifen.

Die Handlung rund um die Projekttage ist turbulent, spannend und sehr kindgerecht erzählt. Besonders schön ist, wie die Kinder füreinander einstehen und gemeinsam kreative Lösungen finden. Das überraschende Ende, bei dem die Schule zu einem Therapiezentrum wird, war für uns ein echtes Highlight und eine tolle, positive Botschaft.

Ein besonderes Plus sind erneut die farbenfrohen Illustrationen, die witzigen Sprechblasen und die abwechslungsreiche Textgestaltung. Dadurch wird das Buch lebendig und macht sowohl beim Vorlesen als auch beim Selbstlesen richtig Spaß.

Unser Fazit: Ein humorvolles, warmherziges und abwechslungsreiches Kinderbuch, das großen und kleinen Leser*innen Freude bereitet. Klare Leseempfehlung – wir vergeben 5 von 5 Sternen!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 17.09.2025

Chaotisch, magisch und herrlich witzig – Felinas zweites Abenteuer

Felina Fingerhut und der verflixte Schmetterlingseffekt
0

Felina steht vor einer wichtigen Herausforderung: ihrer ersten Hexenprüfung! Dafür muss sie ein Praktikum in Patina Grünspans Versand für Scherzartikel, Glücksbringer und allerlei magische Utensilien absolvieren. ...

Felina steht vor einer wichtigen Herausforderung: ihrer ersten Hexenprüfung! Dafür muss sie ein Praktikum in Patina Grünspans Versand für Scherzartikel, Glücksbringer und allerlei magische Utensilien absolvieren. Was zunächst spannend und aufregend klingt, entwickelt sich schnell zu einem turbulenten Abenteuer, denn ein Missgeschick mit einem Zauberspiegel sorgt für ordentlich Chaos. Zum Glück stehen ihr die Junghexe Wolke Donnerwetter, Kater Knopf und weitere Figuren zur Seite, um das Durcheinander wieder in den Griff zu bekommen.

Die Geschichte ist von Anfang an humorvoll, fantasievoll und voller liebevoller Details erzählt. Katja Hemkentokrax versteht es meisterhaft, eine magische Welt zu erschaffen, die Kinder sofort in ihren Bann zieht. Besonders gelungen sind die vielen kleinen Einfälle: Medusa als Kundenberaterin mit unterschiedlich „gestylten” Schlangenköpfen, die witzigen Namen in Patinas Versand oder der magische Fahrstuhl sorgen beim Lesen für großes Kopfkino. Auch die mathemagischen Ideen und Anspielungen – etwa auf Schrödingers Kratzbaum oder Leibniz’ Keksdose – sind originell. Während Erwachsene dabei schmunzeln, regen sie Kinder zum Staunen und Nachfragen an.

Felina selbst ist eine sehr sympathische Hauptfigur, gerade weil nicht alles bei ihr glattläuft. Ihre Unkonzentriertheit und Aufregung bringen zwar so manches Problem mit sich, zeigen aber auch, dass Fehler wichtig sind, um zu lernen und zu wachsen. Diese Botschaft finde ich sehr wertvoll, denn sie ermutigt Kinder, mutig zu bleiben und aus Rückschlägen etwas Positives mitzunehmen.

Ein weiteres Highlight sind die zahlreichen Illustrationen von Phine Wolff. Sie lockern das Buch auf, bauen zusätzliche Gags ein und tragen wunderbar zur Atmosphäre bei. Schon die Kapitelüberschriften oder kleine Details wie verzierte Seitenzahlen sorgen beim Lesen für viele Lächelmomente.

Der Schreibstil ist flüssig, altersgerecht und voller Wortwitz. Das Buch eignet sich daher sowohl zum Selberlesen für Kinder ab ca. 9 Jahren als auch zum Vorlesen. Besonders beim gemeinsamen Lesen entfaltet es seinen Humor – Figuren wie Knopf oder die frechen Imps bekommen dann ihre ganz eigenen Stimmen.

Insgesamt ist „Felina Fingerhut und der verflixte Schmetterlingseffekt” ein witziges, chaotisches und spannendes Abenteuer, das Kinder und Erwachsene gleichermaßen begeistern kann. Es macht Lust auf weitere Geschichten aus Felinas zauberhafter Welt.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere