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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.09.2025

Ein Ausflug in die Welt der Kunst

Der Bildersammler
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Die Kunstrestauratorin Tessa macht in einer einsamen Kapelle eine grausige Entdeckung. Jemand hat eine Leiche dort zur Schau gestellt, welche so drapiert ist, wie der Heilige Sebastian auf Gemälden. Hauptkommissar ...

Die Kunstrestauratorin Tessa macht in einer einsamen Kapelle eine grausige Entdeckung. Jemand hat eine Leiche dort zur Schau gestellt, welche so drapiert ist, wie der Heilige Sebastian auf Gemälden. Hauptkommissar Lennart Wiedmeyer versucht gemeinsam mit Tessa herauszufinden, nach welchem Gemälde hier inszeniert wurde. Der Täter ist bereits auf der Suche nach seinem nächsten Opfer - denn er will sein Werk vollenden.

Liliane Skalecki hat es geschafft, mich mit "Der Bildersammler" in atemlose Spannung zu versetzen. Dieses Buch ist nichts für schwache Nerven. Sie wechselt zu Beginn zwischen dem Geschehen in der Vergangenheit und der Gegenwart. In der Vergangenheit verfolgt man das Geschehen rund um die Mordopfer, erlebt die Morde und die daraus bei den Opfern resultierende Angst hautnah mit. In der Gegenwart begleitet man Tessa und Lennart Wiedmeyer bei ihren Ermittlungen. Hier denkt man sehr schnell, man hätte den Täter identifiziert, jedoch muß man bis zur wahren Auflösung viele Irrwege durchlaufen. Die hier inszenierten Gemälde machen neugierig und ich habe sehr oft recherchiert, wie die Gemälde aussehen. Von daher nimmt man hier auch noch Kunstwissen mit. Mit Tessa und Lennart hat man wirklich sympathische Charaktere. Ich mochte beide sehr gern und gemeinsam waren sie ein gutes Team. Liliane Skalecki schreibt spannend und verständlich, man verliert hier nie den roten Faden. Mir hat dieses Buch sehr spannende Lesestunden bereitet!

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Veröffentlicht am 19.09.2025

Kater Socke auf weihnachtlichen Pfaden

Vier Pfoten für ein Wunder
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Die 6jährige Darja hat den Tod ihres Vaters noch nicht verkraftet, als sie im Tierheim den Hund Fiete entdeckt und sich in ihn verliebt. Zunächst willigt ihre Mutter ein, Fiete zu Weihnachten ein neues ...

Die 6jährige Darja hat den Tod ihres Vaters noch nicht verkraftet, als sie im Tierheim den Hund Fiete entdeckt und sich in ihn verliebt. Zunächst willigt ihre Mutter ein, Fiete zu Weihnachten ein neues Zuhause zu geben, doch dann verliert sie ihren Arbeitsplatz und erklärt Darja, daß Fiete nun doch im Tierheim bleiben muß. Darja läuft von Zuhause fort. Die Nachbarskatzen Socke und Clooney helfen ihren Menschen bei der Suche. Doch Darja bleibt verschwunden. Hier hilft nur noch ein Weihnachtswunder!

"Vier Pfoten für ein Wunder" ist ein herrlicher Weihnachtsroman von Heike Wolpert, der durch wunderschöne Illustrationen von Ann-Kathrin Busse zu einem kleinen Kunstwerk wird. Das Buch wirkt schon äußerlich durch den mit Leinen gestalteten Buchrücken hochwertig, was sich beim Aufschlagen des Buches noch verstärkt wird. Aber auch die Geschichte selbst hat mich begeistert. Socke und Clooney haben sich auf leisen Pfoten in mein Herz geschlichen - obwohl Clooney manchmal gar nicht leise ist, sondern gern lauthals singt. Hier kann man dann richtig gut über sie lachen. Aber auch Hund Fiete und die menschlichen Nachbarn haben einen Platz in meinem Leserherz gefunden. Mit der 6jährigen Darja konnte ich sehr gut mitfühlen. Ihre Verzweiflung wird hier sehr deutlich. Die Geschichte wird aus den Perspektiven von Socke und Fiete erzählt, was das Geschehen noch eindringlicher macht. Fietes Sehnsucht nach Darja rührt fast zu Tränen. Heike Wolpert schreibt auf sehr lockere Art, verliert aber das besinnliche nicht aus den Augen. Mit diesem Buch bekommt man eine lesenswerte und liebevoll geschriebene Weihnachtsgeschichte mit vierbeinigen Hauptdarstellern, die Lust auf mehr Abenteuer mit ihnen machen!

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Veröffentlicht am 18.09.2025

Wieder sehr gelungen

Lady Hardcastle und der Tod im Theater
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Im November 1911 besucht Lady Hardcastle zu ihrem Geburtstag ein Theaterstück in Bristol. Während der erste Akt gelungen ist, liegt zu Beginn des zweiten Aktes die Leiche eines Schauspielers auf der Bühne. ...

Im November 1911 besucht Lady Hardcastle zu ihrem Geburtstag ein Theaterstück in Bristol. Während der erste Akt gelungen ist, liegt zu Beginn des zweiten Aktes die Leiche eines Schauspielers auf der Bühne. Lady Hardcastle und Flo ermitteln wieder und lüften schockierende Geheimnisse!

"Lady Hardcastle und der Tod im Theater" ist nun bereits der 9. Fall, den Lady Hardcastle und ihre Zofe Flo gemeinsam lösen. Wieder einmal hat T. E. Kinsey es geschafft, mich völlig zu überzeugen. Auch diesmal haben die beiden einen schwierigen Fall auf ihre ganz eigene, erfrischende Art und Weise zu lösen. Dabei kommt es zu einigen humorvollen Szenen. Allein die Dialoge zwischen Lady Hardcastle und Flo sind einfach wunderbar. Man merkt, daß die beiden Freundinnen sind und das Verhältnis kein normales zwischen der Herrin und ihrer Zofe ist. Die Schlagfertigkeit von Flo ist für diese Zeit ungewöhnlich und der gegenseitige Umgang zu dieser Zeit für das Umfeld gewöhnungsbedürftig. Dies macht den besonderen Reiz dieser Serie aus und fehlt auch hier wieder nicht! Der Fall entpuppt sich als äußerst schwierig, mangelt es doch nicht an Verdächtigen. Er ist gespickt mit unvorhersehbaren Wendungen, so daß man selbst oft umdenken muß. Mir hat dieser Krimi wieder sehr viel Spaß bereitet und ich empfehle diese Serie für jeden Freund guter englischer Krimis!

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Veröffentlicht am 17.09.2025

Auch Teil 3 überzeugt

Lorbeerglanz
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Kommissarin Marie Mercier freut sich schon darauf, ihren Verwandten aus Köln die Schönheit ihrer neuen Heimat Saint-Andre-du-Perigord zu zeigen. Großtante Leonie will für den Besuch kochen, was die regionale ...

Kommissarin Marie Mercier freut sich schon darauf, ihren Verwandten aus Köln die Schönheit ihrer neuen Heimat Saint-Andre-du-Perigord zu zeigen. Großtante Leonie will für den Besuch kochen, was die regionale Küche zu bieten hat. Doch es kommt anders als geplant. Marie wird zu einem Mordfall gerufen, der die Gegend in Aufruhr versetzt. Der Besitzer eines Nobelrestaurants wird tot am Ufer der Vezere gefunden. Er war Sammler von Artefakten aus der Steinzeit und ausgerechnet mit so einem Steindolch wurde der beliebte Sternekoch umgebracht. Marie ermittelt zunächst im Umfeld des Toten, konzentriert sich aber bald auf die Szene der Sammler alter Steinkunst. Dabei fallen ihr viele Ungereimtheiten auf und der Tote hat auf einmal gar nicht mehr so eine weiße Weste wie alle glauben.

Der dritte Perigord-Krimi von Julie Dubois trägt den Titel "Lorbeerglanz". Er ist, wie seine beiden Vorgänger, eine interessante Mischung aus Krimi und Dorfgeschichte. Das Privatleben der Ermittler verläuft diesmal auch ganz turbulent, so daß die Handlung nie langweilig wird. Die Hauptsache ist aber der zu lösende Mordfall, der sehr ungewöhnlich ist. Wer hier mitraten will, um den Mörder zu überführen, wird lange auf die falsche Fährte gelockt. Auch diesmal wieder wird die Lösung des Falls für viele zu einer Tragödie. Das macht die Krimis von Julie Dubois so besonders. Sie beschreiben das menschliche Leid hinter den Fällen, das sonst oft vergessen wird. Doch was wäre ein Krimi aus dem Perigord, ohne die köstlichen Speisen aus der Region. Man hat ihren Duft fast in der Nase. Dieser Krimi ist das pure Lesevergnügen, außer man ist hungrig!

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Veröffentlicht am 15.09.2025

Wieder sehr gelungen

Bodenfrost
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Polizeihauptmeister Kreuthner ist dazu verdonnert, den jährlichen Kindernachmittag der Miesbacher Polizei auf dem Gelände eines ehemaligen Bauernhofes zu leiten. Ein Thema: Schlägereien. Dazu sind zwei ...

Polizeihauptmeister Kreuthner ist dazu verdonnert, den jährlichen Kindernachmittag der Miesbacher Polizei auf dem Gelände eines ehemaligen Bauernhofes zu leiten. Ein Thema: Schlägereien. Dazu sind zwei Schaufensterpuppen als Täter ausstaffiert. Jedoch findet ein Kind ein drittes Opfer der vermeintlichen Schlägerei, ein echtes Mordopfer! Das Opfer hat auf dem Bauch eine Zeichnung, mit der einige Jahre zuvor ein Serienkiller mit Spitznamen "Der Harpunist" seine Opfer markiert hat. Kreuthner muß nun klären, ob der Harpunier zurückgekehrt ist!

"Bodenfrost" ist nun bereits der 12. Fall für Polizeihauptmeister Kreuthner. Und die Serie wird einfach nicht langweilig! Andreas Föhr nimmt seine Leserschaft auch hier wieder auf geschickte Art mit, um einen spannenden Fall zu lösen. Dabei kommt auch hier der Humor wieder nicht zu kurz. Dafür sorgt schon der Opa, den ich absolut nicht vermissen möchte! Hier kann man sich stellenweise ein Lächeln nicht verkneifen. Die Balance zwischen Spannung und Humor hat der Autor wieder hervorragend getroffen. Seine Beschreibungen sind sehr bildhaft, seine Charaktere werden ebenso lebendig wie die Landschaft. Authentisch wird alles durch die Dialoge, die gern einmal in bayerischer Mundart geschrieben - und trotzdem leicht zu verstehen sind. Es macht immer wieder neu Spaß, mit Kreuthner zu ermitteln und an seinem Privatleben teilzunehmen. Wenn man eine Charaktere über so viele Jahre begleitet, gehört sie schon fast zum Leben dazu und man hat das Gefühl, hier einem guten Bekannten zu begegnen. Ich mag diese Serie unheimlich gern und freue mich schon jetzt auf Band 13!

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