Drei Frauen auf Mördersuche
Ein guter Blick fürs BöseIn diesem Krimi gegeben wir uns in den 1960er Jahren nach Kalifornien. Beverly, Margot und Elsie teilen sich das gleiche Schicksal, jahrelang ahnungslos an der Seite eines Frauenmörders gelebt zu haben. ...
In diesem Krimi gegeben wir uns in den 1960er Jahren nach Kalifornien. Beverly, Margot und Elsie teilen sich das gleiche Schicksal, jahrelang ahnungslos an der Seite eines Frauenmörders gelebt zu haben. Durch diese Gemeinsamkeit haben sie sich gefunden und versuchen nun, die Traumata ihrer Vergangenheit zu bewältigen und sich zu behaupten, jede auf ihre Art und Weise. Das ist keine leichte Aufgabe, sie fühlen sich ausgegrenzt und Mitschuld-Zuweisungen an den Taten ihrer Männer sind an der Tagesordnung. Jetzt treibt wieder ein Frauenmörder sein Unwesen und die drei Frauen setzen alles daran, ihn zu entlarven. Drei mutige Frauen, zu der Zeit eher ungewöhnlich, da die Rolle der Frau noch eine ganz andere war.
Mir hat die Figurenentwicklung richtig gut gefallen. Es ist der Autorin gut gelungen, die unterschiedlichen Charaktere der Frauen herauszuarbeiten und konsequent zu halten. Das Zusammenspiel und Ziel der drei ist trotz ihrer Andersartigkeit und mit Höhen und Tiefen immer erkennbar. Der psychologische Aspekt war für mich gut erkennbar.
Der Plot hat mich neugierig gemacht und ich wurde nicht enttäuscht. Außergewöhnlich die Vorgehensweise, den Krimi auf diesen drei Frauen aufzubauen die Polizeiarbeit spielt eher eine untergeordnete Rolle. Es ist viel Aufmerksamkeit in die Figurentwicklung geflossen, daher dauert es ein bisschen, bis die Story an Tempo gewinnt. Für mich war das in Ordnung. Es gab tolle Twists und zum Ende hin eine überraschende Auflösung.
Klare Leseempfehlung von mir.