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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.10.2025

Künstliche Intelligenz verständlich erklärt

Durchblick Künstliche Intelligenz
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Brian Clegg gelingt es in „Durchblick Künstliche Intelligenz“, ein Thema, das oft als trocken und kompliziert gilt, sehr verständlich aufzubereiten. Das Buch vermittelt fundiertes Wissen, ohne mit Fachbegriffen ...

Brian Clegg gelingt es in „Durchblick Künstliche Intelligenz“, ein Thema, das oft als trocken und kompliziert gilt, sehr verständlich aufzubereiten. Das Buch vermittelt fundiertes Wissen, ohne mit Fachbegriffen zu überladen, und zeigt, wie vielseitig Künstliche Intelligenz heute schon unser Leben beeinflusst.
Besonders positiv finde ich den Aufbau: Die Inhalte sind in kurze, übersichtliche Kapitel gegliedert, die jeweils eine zentrale Frage beantworten – von den Anfängen der KI bis zu modernen Entwicklungen. Dadurch kann man das Buch auch wunderbar kapitelweise lesen oder immer wieder darin blättern.
Eine Besonderheit ist die Gestaltung. Zahlreiche Illustrationen und grafische Elemente machen komplexe Zusammenhänge etwas greifbarer und visuell ansprechend. Auch wenn die Darstellung mir oft besser gefällt als ein zusammenhängender Text, fand ich sie hier teilweise etwas schwer nachzuverfolgen.

Insgesamt bietet das Buch aber einen guten Überblick über die Welt der Künstlichen Intelligenz. Es eignet sich perfekt für Einsteiger (wie für mich), die sich schnell orientieren möchten, aber auch für alle, die ihr Wissen auffrischen wollen. Modern, klar strukturiert und mit vielen Aha-Momenten – ein wirklich empfehlenswerter Einstieg in das Thema KI.

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Veröffentlicht am 19.09.2025

Schonungslos, offen und ehrlich

Amazonenbrüste
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Reyhan Sahin habe ich in meiner Jugend als Rapperin verfolgt – umso spannender war es für mich, sie nun in einem so persönlichen und ernsten Kontext zu erleben. In Amazonenbrüste schreibt sie schonungslos ...

Reyhan Sahin habe ich in meiner Jugend als Rapperin verfolgt – umso spannender war es für mich, sie nun in einem so persönlichen und ernsten Kontext zu erleben. In Amazonenbrüste schreibt sie schonungslos offen über ihre Brustkrebsdiagnose und den Weg durch Angst, Zweifel und Therapie. Gleich zu Beginn wird man unmittelbar in ihre Gefühlswelt hineingezogen – zwischen Panikattacken, schwarzem Humor und Momenten großer Verletzlichkeit. Der Schreibstil ist direkt, manchmal derb, oft sehr emotional, was die Lektüre eindringlich, aber nicht immer leicht macht.

Besonders berührt hat mich die Ehrlichkeit, mit der die Autorin auch Schwäche, Scham und Wut beschreibt. Dadurch entsteht ein authentisches Bild davon, wie es ist, mit einer solch existenziellen Krankheit zu leben. Manchmal wirkt der Ton allerdings etwas überladen oder bewusst provokant, was nicht jedem gefallen dürfte.

Inhaltlich überzeugt das Buch durch seine Mischung aus persönlicher Geschichte, feministischer Haltung und dem Willen, andere Betroffene sichtbar zu machen. Es zeigt, dass Krebs nicht nur eine medizinische Diagnose ist, sondern das ganze Leben und Umfeld verändert.

Insgesamt ist Amazonenbrüste kein „leichter“ Ratgeber, sondern ein intensiver Erfahrungsbericht, der aufrüttelt und bewegt. Wer bereit ist, sich auf die emotionale Wucht einzulassen, findet hier ein ehrliches, starkes und manchmal unbequemes Buch über Krankheit, Überleben und Selbstbehauptung.

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Veröffentlicht am 07.12.2025

Reise nach Usbekistan

Und zuletzt Buchara
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Und zuletzt Buchara ist eine sehr atmosphärische Erzählungen, die mich vor allem mit ihrer eindrucksvollen Beschreibung von Usbekistan überzeugen konnte. Die Reiseorte der kleinen Reisegruppe wirken sehr ...

Und zuletzt Buchara ist eine sehr atmosphärische Erzählungen, die mich vor allem mit ihrer eindrucksvollen Beschreibung von Usbekistan überzeugen konnte. Die Reiseorte der kleinen Reisegruppe wirken sehr lebendig, fast schon meditativ und man spürt, dass die Autorin Stephanie Clasemann einen Bezug zum Land, Kultur und der Spiritualität haben muss.

Im Buch lernen wir Gesa, Marc und Sonja kennen und begleiten die drei auf ihre Reise durch Usbekistan. Die Figuren haben interessante Charaktere, allerdings war ihr Verhalten für mich nicht immer greifbar und nachvollziehbar. Vieles blieb während der Erzählung unausgesprochen und manches war mir einfach zu knapp erzählt. Dadurch ist zwar Spannung entstanden, aber gleichzeitig auch das Gefühl, dass emotionale Entwicklungen etwas zu schnell gehen oder nicht genügend Raum bekommen.

Am Schluss gab es einen großen Wendepunkt, dieser war für mich sehr berührend und hat der ganzen Erzählung etwas mehr Tiefe gegeben. Einige Verhaltensweisen der Charaktere wurden für mich etwas durchsichtiger, dennoch hätte auch hier etwas mehr Kontext nicht geschadet.

Insgesamt ist es ein ruhiges, bildhaftes Reisebuch mit einer schönen Atmosphäre und einen emotionalen Kern. Leider bliebt das erziehlicheres manchmal zu knapp für meinen Geschmack. Trotzdem eine lohenden Lektüre, besonders für Leser, die spirituelle und kulturell reiche Reisestoffe mögen.

3,5 Sterne

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Veröffentlicht am 09.09.2025

Sehr düstere Fantasy

Zeitbrand: Genesis
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Das Cover von Zeitbrand: Genesis hat mich sofort angesprochen. Es wirkt düster und geheimnisvoll, was gut zur Atmosphäre der Geschichte passt und meine Neugier geweckt hat. Die Gestaltung vermittelt direkt, ...

Das Cover von Zeitbrand: Genesis hat mich sofort angesprochen. Es wirkt düster und geheimnisvoll, was gut zur Atmosphäre der Geschichte passt und meine Neugier geweckt hat. Die Gestaltung vermittelt direkt, dass es sich um ein actionreiches und intensives Fantasy-Abenteuer handelt. Außerdem ist der Farbschnitt wirklich schön.

Die Geschichte selbst spielt in einer Welt, die von starken Gegensätzen geprägt ist. Besonders gut hat mir gefallen, wie klar der Kontrast zwischen Arm und Reich herausgearbeitet wurde – diese gesellschaftliche Spannung gibt der Handlung Tiefe und macht sie glaubwürdig. Die Idee hinter der Story fand ich spannend, allerdings fiel es mir stellenweise schwer, der Handlung zu folgen. Das lag vor allem daran, dass die Kapitel zwischen sechs verschiedenen Charakteren wechseln. Dadurch bekommt man zwar viele unterschiedliche Perspektiven, gleichzeitig wird es aber leicht verwirrend.

Der Schreibstil war für mich sehr wechselhaft. In manchen Passagen war er leicht und verständlich, sodass sich die Seiten schnell lesen ließen. Besonders in den Kampfszenen haben mir die kurzen, prägnanten Sätze gefallen, die die Spannung perfekt eingefangen haben. In anderen Momenten hingegen wurden sehr lange, komplexe Sätze verwendet, die das Lesen erschwert und das Tempo der Handlung gebremst haben. Dieser Wechsel hat meinen Lesefluss immer wieder unterbrochen.

Mit den Figuren konnte ich leider nicht wirklich warm werden. Keiner der Protagonisten war mir besonders sympathisch, was es mir schwer machte, eine emotionale Bindung aufzubauen. Sehr interessant fand ich jedoch die Dynamik zwischen Rhea und ihrem Drachen – hier hätte ich mir gewünscht, dass diese Beziehung noch stärker in den Vordergrund gerückt wird, da sie viel Potenzial bietet.

Alles in allem konnte mich Zeitbrand: Genesis nicht vollständig überzeugen. Es bietet spannende Ideen, eine düstere, komplexe Welt und viel Action, war mir persönlich aber zu brutal und stellenweise zu unübersichtlich. Ich empfehle das Buch vor allem Leserinnen und Lesern, die düstere Fantasy mögen, kein Problem mit expliziten Kampfszenen haben und komplexe Erzählstrukturen schätzen. Wer hingegen sensibel auf Gewalt reagiert oder klare, leicht nachvollziehbare Handlungsstränge bevorzugt, wird möglicherweise weniger Freude daran haben.

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