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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.10.2025

Prinzessin

House of Bane and Blood (Order and Chaos, Band 1) – Packende Rivals to Lovers Romantasy
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Milla ist die Erbin eines Eisenbahnimperiums - allerdings ist das so gut wie pleite. Ihr bleibt nichts anderes übrig, als eine Ehe mit dem Höchstbietenden einzugehen. Ausgerechnet Nicolai Attano aus der ...

Milla ist die Erbin eines Eisenbahnimperiums - allerdings ist das so gut wie pleite. Ihr bleibt nichts anderes übrig, als eine Ehe mit dem Höchstbietenden einzugehen. Ausgerechnet Nicolai Attano aus der Familie, die für den Tod ihres Vaters verantwortlich ist, ist ihr neuer Ehemann. Milla hat sich geschworen, ihn und seine Familie zu bekämpfen. Doch dann sind plötzlich unheimliche Wesen hinter ihr, sie selbst erfährt Neues über ihre Herkunft, ihre eigene Familie scheint sie zu hintergehen und ihr neuer Ehemann hat eigene Geheimnisse. Trotzdem ist er der Einzige, auf den sie sich verlassen kann und irgendwann ist sie nicht mehr sicher, wer Freund und Feind ist und ob Liebe und Hass sich nicht ergänzen.

Wow. Ich hatte dank des Klappentexts einiges erwartet und ich bin auch wirklich nicht enttäuscht worden. Das Worldbuilding ist anfangs nicht ganz einfach zu durchschauen, aber steckt man erstmal drin, ergibt das meiste doch schon Sinn. Der Schreibstil, die Handlung, der ständige Schlagabtausch zwischen Milla und Nico ziehen sofort in seinen Bann. Wer ein ruhiges Buch sucht, ist hier falsch, es geht rasant zur Sache. Milla ist eine wirklich coole Protagonistin, die sich nicht die Butter vom Brot nehmen lässt und Nico - bei all seinen morally grey Aktivitäten - ist ihr gegenüber eine perfekte green flag. Teilweise geht es ganz schön brutal zu, darauf sollte man sich einstellen und die CNs ernst nehmen. Ein paar Sachen, die ich etwas unlogisch fand, sorgen dafür, dass es einen halben Punkt Abzug gibt, aber dennoch eine fette Empfehlung zum Lesen, wenn man auf Dark Fantasy und starke Protagonistinnen steht. 4.5/5 Punkten.

Veröffentlicht am 06.10.2025

KinTwin

Soulmates and Other Ways to Die
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Stell dir vor, seit einiger Zeit ist es klar, dass jeder Mensch einen Soulmate hat und eine App informiert dich auch darüber, solltet ihr euch in der Nähe befinden. Die Crux an der Sache: Wenn einer der ...

Stell dir vor, seit einiger Zeit ist es klar, dass jeder Mensch einen Soulmate hat und eine App informiert dich auch darüber, solltet ihr euch in der Nähe befinden. Die Crux an der Sache: Wenn einer der beiden Soulmates stirbt, stirbst auch du. Tja. Dumm gelaufen. Findet zumindest Zoey. Zoey ist auf alles vorbereitet, trägt immer einen Notfallbeutel bei sich und weiß sich auch bei Flugzeugabstürzen zu helfen. Als sich ausgerechnet Milo - der wilde, unberechenbare Milo - als ihr Seelenpartner entpuppt, ist sie entsetzt. Sie macht ihm den Vorschlag zu versuchen, ihr Seelenband irgendwie zu lösen. Milo ist einverstanden und die beiden machen sich auf eine rasante Irrfahrt, wobei sie nicht nur die Hintergründe der Seelenverwandtschaft aufdecken, sondern auch in Lebensgefahr geraten.

Oh, ich habe dieses Buch wirklich von Anfang an gefeiert. Es ist einfach so locker-flockig geschrieben, obwohl sofort klar ist, dass man sich in einer Art Dystopie befindet. Und es ist eine Dystopie, die wir eigentlich schon in Amerika und in Ansätzen selbst hier in Deutschland erleben. Ein Multimiliardär kontrolliert quasi den ganzen Staat (und man brauchte wirklich einen Zaunpfahl, um zu erkennen, auf wen damit angespielt wird) und er bzw diejenigen, die er kontrolliert, schrecken auch vor Gewalt und Mord nicht zurück. Die Charaktere sind wirklich liebenswert (zumindest, die, die es sein sollen) und natürlich gibt es ein paar übertriebene Actionszenen, aber mir hat's gefallen. Auf die Thematik "eine Wahl haben" wird starker Fokus gelegt, aber auch auf Freundschaft und Liebe und alles, was dazu gehört. Ich würde dieses Buch wirklich gern verfilmt sehen, empfehle es auch an alle, die einfach locker lassen und eine Dystopie genießen können. 4.5/5 Punkten.

Veröffentlicht am 22.09.2025

Tremorglade

Bite Risk – Kein Entkommen
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Jede Vollmondnacht läuft in Tremorglade gleich ab: Alle Personen ab etwa 14 Jahre begeben sich in Hochsicherheitskäfige, während die Kinder aufpassen, dass diese verschlossen sind, sie Alarmanlagen überprüfen ...

Jede Vollmondnacht läuft in Tremorglade gleich ab: Alle Personen ab etwa 14 Jahre begeben sich in Hochsicherheitskäfige, während die Kinder aufpassen, dass diese verschlossen sind, sie Alarmanlagen überprüfen und ihre Betäubungsgewehre bereitlegen. Denn ab einem bestimmten Alter wird man zu einem Werwolf - wenn auch nur eine Nacht, kann es dennoch gefährlich werden. Sel und seine beste Freundin Elena nutzen diese Nächte meistens, um mit Harold Karten zu spielen. Harold ist der einzige Erwachsene, der immun ist gegen das Werwolfvirus. Doch dann passieren immer mehr mysteriöse Dinge: Ein Summen liegt in der Luft, Tauben greifen einen Teenager an, und Sel und Elena kommen Dingen auf die Spur, die für sie gefährlicher werden als die Werwölfe. Plötzlich ist nichts mehr so, wie es scheint ...

Das war mal ein echt spannendes Kinderabenteuer! Anfangs glaubt man sich in einer originellen Werwolfgeschichte, doch daraus entwickelt sich so viel mehr, dass ich völlig begeistert bin. Obwohl es auf jugendgerechte Art geschrieben ist, werden richtig viele, gute, auch politische Sachen angesprochen, die der Story eine überraschende Tiefe verleihen, obwohl der Schreibstil sehr locker und lässig bleibt. Sel als Ich-Erzähler ist ein mega sympathischer, tollpatschiger Bursche und seine Freundin Elena ein cleveres, starkes Mädchen. Es wird teilweise gruselig, trotzdem immer humorvoll, weil Sel eine hübsch selbstironische Ader hat und selbst die Wendungen haben schließlich Wendungen. Einzig der etwas übereilte Schluss hätte gern ein bisschen ausgearbeitet werden dürfen. Ansonsten kann ich das Buch nur weiterempfehlen und ich freue mich auf das nächste Abenteuer von Sel und seinen Freunden. 4.5/5 Punkten.

Veröffentlicht am 17.08.2025

True Crime

Nothing more to tell
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Nach vier Jahren weit weg von ihrer Heimat kehrt Brynn für das letzte Schuljahr zurück in ihre Stadt und die alte Schule. Dort begegnet sie auch Tripp wieder, ihrem ehemaligen besten Freund, der damals ...

Nach vier Jahren weit weg von ihrer Heimat kehrt Brynn für das letzte Schuljahr zurück in ihre Stadt und die alte Schule. Dort begegnet sie auch Tripp wieder, ihrem ehemaligen besten Freund, der damals BS über sie erzählt und sie damit schwer gekränkt hatte. Ebendieser Tripp war auch dabei gewesen, als Brynns Lieblingslehrer tot aufgefunden wurde. Heute ist er der beste Freund der anderen beiden Schüler, die den Lehrer fanden, und gehört damit zur beliebtesten Clique. Brynn, die Journalistin werden möchte, gelingt es, einen Praktikantenjob bei einer True-Crime-Firma ergattert, möchte, dass der Tod ihres Lehrers geklärt wird, und dabei findet sie einiges über Leute heraus, von denen sie dachte, sie würde sie kennen ...

Ich bin immer wieder beeindruckt, wie McManus es schafft, ihre Geschichten irgendwie im Umfeld von Schulen spielen zu lassen, aber dabei doch immer wieder auch neue Geschichten zu erzählen und frische Charaktere zu kreieren. Auch hier gelingt es ihr wieder, falsche Fährten zu legen und das Umfeld spannend zu gestalten. Ich hätte zwar Tripp nicht halb so schnell verziehen, wie es Brynn getan hat und ich hätte mich zumindest ihm gegenüber auch nicht schuldig gefühlt, ihm nichts von dem True Crime Konzept zu erzählen, aber gut, das ist wohl so ein bisschen dem Jugendbuch geschuldet. Wie Brynn den Spuren gefolgt ist und was sich herausgestellt hat, war schon echt cool. 4.5/5 Punkten.

Veröffentlicht am 25.07.2025

Später

Not Quite Dead Yet
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Jet Mason ist eine junge Frau aus reichem Hause, die sich in ihrem Leben immer mal wieder treiben lässt. Ganz richtig glaubt sie, dass für große, wichtige Dinge ja auch immer noch später Zeit ist. Leider ...

Jet Mason ist eine junge Frau aus reichem Hause, die sich in ihrem Leben immer mal wieder treiben lässt. Ganz richtig glaubt sie, dass für große, wichtige Dinge ja auch immer noch später Zeit ist. Leider ändert sich das an Halloween: Sie wird in ihrem eigenen Haus überfallen, niedergeschlagen und für tot liegengelassen. Doch Jet erwacht im Krankenhaus - nur um zu erfahren, dass sie trotzdem ermordet wurde. Sie hat ein nicht operatives Aneurysma im Kopf, das sie innerhalb der nächsten sieben Tage töten wird. Sie beschließt, endlich einmal im Leben eine Sache richtig durchzuziehen: zu ermitteln, wer ihr eigener Mörder ist.

Gleich vorneweg: Viele sympathische Figuren tauchen in diesem Buch nicht auf und auch mit Jet muss man erstmal warm werden. Doch spätestens, als anfing, Witze über ihren Tod zu machen, wuchs sie mir doch ans Herz. Und Billy - der arme, süße Billy - war von Anfang bis Ende die grünste Flagge, die man sich vorstellen kann. Ein treuer Freund, ein feiner Kerl. Es gab einige typische Holly-Jackson-falsche-Fährten und den ein oder anderen Verdächtigen. Zwar war mir der Täter ab einer bestimmten Stelle (an der man auch wieder irregeleitet werden sollte) klar, allerdings konnte ich mir sein Motiv so gar nicht vorstellen, weshalb ich immer wieder zu zweifeln anfing. Das Ende wurde dann wirklich emotional und hat mich mitgenommen und die Auflösung ... nun ja. Holly neigt immer dazu, ihr Endspiel ein bisschen zu übertreiben. Hier blieb es gerade noch im Rahmen, also alles gut, zumindest für mich. 4.5/5 Punkten.