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Viola

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.09.2025

Starke Frauen, hoher Turm

Mademoiselle Eiffel und der Turm der Liebe
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Auf dieses Buch war ich sehr gespannt, weil normalerweise ja in der Geschichte bzw. den Geschichtsbüchern immer nur über die Männer erzählt wird. Ihre Leistungen, ihre Verdienste, ihre Pläne und Ideen. ...

Auf dieses Buch war ich sehr gespannt, weil normalerweise ja in der Geschichte bzw. den Geschichtsbüchern immer nur über die Männer erzählt wird. Ihre Leistungen, ihre Verdienste, ihre Pläne und Ideen. Aber ganz oft stehen hinter diesen Männern genauso viele starke Frauen, die einfach nur nicht wahrgenommen wurden. Oder sich im Hintergrund halten mussten, weil es die Gesellschaft nicht duldete oder anerkannte. Ich bin froh, in einer anderen Zeit zu leben und ich denke, wir müssen sehr aufpassen, dass wir uns diese Freiheiten auch weiterhin erhalten. Umso wichtiger Bücher über starke Frauen aus früheren Zeiten, die Mut machen, Beispiele geben und als Vorbilder taugen.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen, weil die Figuren detailreich und realistisch dargestellt werden und die Ereignisse ebenfalls. Alles wird so bildlich und authentisch beschrieben, dass man sich selbst im Paris von 1887 wähnt. Claire hat mich begeistert und ich habe zu gerne ihren Lebensweg und diesen wichtigen Abschnitt mitverfolgt. Ich habe mitgelitten und mitgefiebert und mich am Ende sehr über das Happy End gefreut!

Ein tolles Buch, das viel über den Bau eines der berühmtesten Wahrzeichen der Welt erzählt, aber auch der Menschen, die daran beteiligt waren. Geschichtsunterricht mal absolut unterhaltsam und vielen Gefühlen erzählt!

Veröffentlicht am 28.09.2025

Extrem hilfreich und wunderschön gestaltet

Little Hearts - Big Feelings - Mein Gefühle-Journal
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Auf dieses Buch bin ich schon auf den ersten Blick aufs Cover neugierig geworden. Es macht richtig gute Laune mit den Gefühlen, die hier so einprägsam und ansprechend dargestellt werden. Freude, Liebe, ...

Auf dieses Buch bin ich schon auf den ersten Blick aufs Cover neugierig geworden. Es macht richtig gute Laune mit den Gefühlen, die hier so einprägsam und ansprechend dargestellt werden. Freude, Liebe, Kummer Wut, Angst und Überraschung grüßen schon vom Titel ihre Leser und alle, die sie genauer kennenlernen wollen.

Die Idee, Kindern für den Alltag ein Gefühle-Journal zur Seite zu stellen, finde ich richtig gut. Es ist wichtig, dass schon Kinder lernen, dass man eben nicht immer gut drauf ist, dass man auch mal traurig sein darf und vielleicht sogar muss und dass man lernen kann, seine Wut zu verstehen und zu kanalisieren. Mit diesem Buch gelingt das auf beste Art und Weise. Meiner Meinung nach wäre es toll, wenn der Umgang mit den eigenen Gefühlen schon in der Schule Thema und vielleicht sogar Unterrichtsfach oder ein Teil davon wäre. Das ist so wichtig für das ganze Leben und viele lernen es zu spät oder gar nicht und das ist für niemanden gut - weder für das einzelne Individuum, noch für die Gesellschaft.

Das Buch besticht nicht nur sein schönes Cover, die herrlichen Illustrationen ziehen sich auch im Inneren weiter durch das Buch. Die Freude, ein gelber Stern, hat mir besonders gut gefallen, aber eigentlich sind alle Gefühle sehr gut und vor allem nachvollziehbar dargestellt und beschrieben. Jedem Gefühl kommt die gleiche Bedeutung und Wertschätzung bzw. Gewichtung zu. Das finde ich super, denn gerade die negativen Gefühle werden ja gerne ausgeblendet oder versteckt. Meistens, um dann irgendwann mit besonderer Macht hervorzubrechen. Ich finde es super, dass man im Buch noch ausmalen, mitmachen und vor allem seine Gefühle über einen längeren Zeitraum notieren und beobachten und damit einordnen lernen kann. Die Eintrageseiten sind voller schöner Details und guter Fragen, um dem eigenen Gefühlsleben auf die Spur zu kommen. Listen zum Abhaken oder Ankreuzen, Ausmalbereiche, Fragen mit Feldern für die Antworten und einiges mehr wechseln sich ab und sorgen dafür, dass das Detektivspiel nie langweilig wird. Ein wunderbares Buch, das schön aussieht und extrem hilfreich ist!

Eine absolute Empfehlung von mir!

Veröffentlicht am 23.09.2025

Gute Laune und spannende Erkenntnisse

Hygg Hygg Hurra!
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Von diesem Buch hatte ich in einem Lesekreis viel gehört und es mir dann gekauft. Und wie es dann so ist, ist es liegengeblieben und im Stapel der zu lesenden Bücher immer weiter nach unten gerutscht. ...

Von diesem Buch hatte ich in einem Lesekreis viel gehört und es mir dann gekauft. Und wie es dann so ist, ist es liegengeblieben und im Stapel der zu lesenden Bücher immer weiter nach unten gerutscht. Dann musste dieser eine Stapel weg und an einen anderen Platz geräumt werden und mir fiel das Buch wieder in die Hand. Neugierig hab ich nochmals den Klappentext gelesen und kurz reingeschaut. Dan stand die Entscheidung, dass das Buch mit in den Urlaub darf. Und ich bin froh darüber. Die Lektüre hat mir großen Spaß gemacht und ich habe das Buch voller Begeisterung gelesen. Es macht richtig gute Laune und natürlich stellt sich die Frage, ob man nicht auch nach Dänemark auswandern soll.

Mir hat der Blick von außen auf das Land total gut gefallen. Die Autorin schreibt richtig gut und humorvoll. Sie kann auch über sich selbst und ihre Gewohnheiten als Londonerin und Engländerin lachen und das fand ich sehr wohltuend. Ihr Buch liest sich leicht und locker, ist aber weder banal noch seicht. Sie beschreibt die dänische Gesellschaft meiner Meinung nach sehr treffend und auch immer mit viel Hintergrundwissen. Da merkt man dann auch, dass sie gut recherchieren kann und auch schreiben. Sie lässt immer wieder Experten zu verschiedenen Themen zu Wort kommen und gibt damit auch deren fundiertes Wissen weiter. Gleichzeitig berichtet sich humorvoll und durchaus auch (eigen)kritisch über ihre Erlebnisse und Erkenntnisse.

Warum die Dänen so glücklich sind, obwohl sie die höchsten Steuern Europas zahlen, was es mit dem Dannebrog auf sich hat und wer Legoman ist, das alles erklärt dieses Buch. Von mir auf jeden Fall eine Leseempfehlung – auch weil man vieles in Deutschland dann auch anders beurteilt.

Veröffentlicht am 23.09.2025

Bezauberndes, wunderschönes Märchen für die kalte Jahreszeit

Fjolla, Hüterin der Schneelande
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Schon beim ersten Blick auf das Cover war es um mich geschehen. Ich bin wahrlich keine Coverkäuferin, auch weil ich viele Krimis und Thriller lese und das da nicht so wichtig ist. Bei Kinder- und Jugendbüchern ...

Schon beim ersten Blick auf das Cover war es um mich geschehen. Ich bin wahrlich keine Coverkäuferin, auch weil ich viele Krimis und Thriller lese und das da nicht so wichtig ist. Bei Kinder- und Jugendbüchern dagegen finde ich das schon relevanter. Die ganze Schönheit des Covers zeigt sich auch erst, wenn man es in der Hand hält und ein bisschen dreht. Dann glitzern Fjollas Haare und der Pelz des Schneefuchses und der Eisbär am Himmel zeigt sich wie bei einem Hologramm in allen Farben. Das ist schon ziemlich magisch und passt meiner Meinung nach perfekt zum Buch.

Schon nach wenigen Seiten war ich voll im Geschehen. Fjolla mochte ich sofort. Und die wunderbare zahme Eisfüchsin Drifa auch. Ihr Freund Yuki ist supergoldig, den kann man nur gernhaben.

Wunderbar ergänzt wird der Text durch faszinierende Illustrationen von Mareike Ammersken, die den Zauber der Schneelande wirklich perfekt eingefangen hat. Einfach schön, anders kann ich es gar nicht in Worte fassen.

War es zuerst einfach nur eine Erzählung aus einer Welt im Norden, mit viel Eis und Schnee, Dunkelheit und Kälte, so hat sich das schnell geändert. Aus der Geschichte wird ein bezauberndes magisches Märchen, das ich leider viel zu schnell gelesen hatte. Da ich sehr viel und sehr schnell lese, darf leider längst nicht mehr jedes Buch in mein Regal einziehen oder bei mir bleiben, aber hier bin ich mir sicher: Das Buch wird einen Ehrenplatz erhalten. Und das nicht nur wegen des wunderschönen Covers, sondern vor allem wegen der herzerwärmenden und so faszinierenden Geschichte.

In einer Beschreibung habe ich gelesen: „Ein fantastisches Abenteuer voller Eismagie, tierischer Gefährten und alter Geheimnisse – für alle, die die Wunder der Natur lieben.“ Und genau das kann ich bestätigen. Es ist einfach wunderbar, mit Fjolla in ihrer Schneelandschaft unterwegs zu sein. Auch wenn es mal richtig kalt wird und sogar ziemlich gefährlich, so kann sich doch niemand der Magie der Schneeflocken, Eiskristalle und Nordlichter entziehen. Ich freue mich jetzt schon darauf, das Buch um Weihnachten herum nochmal zu lesen!

Veröffentlicht am 23.09.2025

Noch besser als Teil 1

Tatort Hafen - Tod im Schatten der Elbflut
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Nachdem ich Tatort Hafen. Tod an den Ladungsbrücken ziemlich gerne gelesen hatte, wollte ich natürlich gerne wissen, wie es weitergeht. Zwischen den Geschichten in den Büchern ist ein leichter zeitlicher ...

Nachdem ich Tatort Hafen. Tod an den Ladungsbrücken ziemlich gerne gelesen hatte, wollte ich natürlich gerne wissen, wie es weitergeht. Zwischen den Geschichten in den Büchern ist ein leichter zeitlicher Versatz von ein paar Monaten, ich hab sie fast direkt hintereinander gelesen. Das ist natürlich praktisch, weil dann alles noch präsent ist und man die Vorgängergeschichte und alle Figuren noch im Kopf hat. So war ich auch superschnell wieder drin, aber meiner Meinung nach könnte man die Bücher aber auch sehr gut einzeln lesen – was ja bei Reihen nicht immer unbedingt der Fall ist. Teil 2 bezieht sich ab und zu auf den ersten Band, aber nicht so, dass man Verständnisprobleme hätte.

Das Buch beginnt schon ziemlich dramatisch. Zwei Menschen auf der Flucht, die dringend Wasser brauchen, ein aufziehender Sturm mit Flut und dann noch ein tödlich endender Streit. Da ist man als Leser sofort mitten drin im Geschehen und voll dabei. Kein langes Vorgeplänkel, sondern direkt ab in die Geschichte.

Ich fand es schön, die Hauptfiguren aus Teil 1 wieder zu „treffen“. Die Kollegen der Wasserschutzpolizei rund um ihren Chef Tom Bendixen, die sich auf die Sturmflut in ihrem Hafen vorbereiten, und auf der anderen Seite Mordermittlerin Jonna Jacobi, die herausfindet, dass der tote Afrikaner, der in der Elbe gefunden wurde, etwas mit dem Containerriesen zu tun hat, das es gerade noch in den Hafen geschafft hat. Und dann kommt der Sturm mit voller Wucht und bringt das Hochwasser mit sich. Der Hafen und viele andere Bereiche werden abgesperrt und evakuiert, aber irgendwo auf dem Schiff ist ein Mörder. Und möglicherweise noch mehr Flüchtlinge, die in Lebensgefahr sind ...

Neben dieser schlimmen Geschichte haben Charlotte vom Opferschutz der Polizei und Tom so ihre eigene persönlichen und privaten Probleme, die ebenfalls thematisiert werden. Das finde ich immer gut, wenn es nicht zu viel wird, weil ja auch Ermittler, Polizisten und andere Menschen sind. Das macht die Lektüre für mich authentischer. In diesem Buch geht es um viele wichtige, aktuelle Themen, die ich gar nicht alle aufzählen möchte, um nicht zu viel zu verraten. Würde man das alles unterbringen wollen, könnte ein Roman leicht überfrachtet werden. In diesem Fall aber ist es dem Autorenduo bestens gelungen, einen spannenden und zugleich auch gesellschaftskritischen Roman zu schreiben. Nicht mit erhobenem Zeigefinger, aber doch deutlich. Man merkt auch immer wieder, dass beide wissen, wovon sie schreiben – war er doch über 30 Jahre bei der Wasserschutzpolizei Hamburg tätig und sie ist Psychologin und Psychotherapeutin mit Schwerpunkt Krisenintervention.

Nun bin ich gespannt auf den dritten Band, von dem ich bereits eine Leseprobe genießen durfte.