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Veröffentlicht am 23.09.2025

Raubtiere wie wir

Raubtiere wie wir
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Lukas erhält die Diagnose Krebs. Er wird operiert, doch irgendetwas geht schief, und er erwacht während der OP aus der Narkose. Ihn erwartet ein grausames Bild. Alle Menschen um ihn herum sind tot. Geschockt ...

Lukas erhält die Diagnose Krebs. Er wird operiert, doch irgendetwas geht schief, und er erwacht während der OP aus der Narkose. Ihn erwartet ein grausames Bild. Alle Menschen um ihn herum sind tot. Geschockt versucht Lukas zu verstehen, was geschehen sein könnte.

In „Raubtiere wie wir“ lässt Lukas den Leser teilhaben an all den Gedanken, welche er als mutmaßlicher letzter Mensch auf der Erde hat. Man begleitet ihn dabei, wie er versucht zu überleben. Lukas stellt sich viele Fragen zur Menschheit und den Menschen selbst. Daher ist dieses Buch keine leichte Lektüre. Oft stellt man sich beim Lesen selbst die Frage, wie man selbst gehandelt hätte. Im Laufe der Geschichte kommen aber auch andere Fragen auf. Irgendetwas stimmt doch nicht, manches erscheint unlogisch, wenn man genauer darüber nachdenkt.

Vermutlich ist dies genau die Absicht des Autors gewesen. Plötzlich wird jede Situation hinterfragt, und einige dieser Fragen werden sich erst zum Ende hin klären. Als Leser legt man dieses Buch nach dem Lesen zur Seite, doch die angestoßenen Gedankenspiele hallen noch sehr lange nach.

Ich danke Christian Gehring für die Zusendung dieses Rezensionsexemplars.

Das Buch hat 356 Seiten (ISBN: 978-3758369964) und ist über die bekannten Online-Plattformen sowie den örtlichen Buchhandel zu beziehen.

Veröffentlicht am 23.09.2025

Das Gotteshaus

Das Gotteshaus
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Das Dorf Chapel Crofts hat eine interessante Geschichte. Vor 500 Jahren wurden acht Märtyrer lebendig verbrannt, und vor 30 Jahren sind zwei Mädchen spurlos verschwunden. Aktuell hat sich vor zwei Monaten ...

Das Dorf Chapel Crofts hat eine interessante Geschichte. Vor 500 Jahren wurden acht Märtyrer lebendig verbrannt, und vor 30 Jahren sind zwei Mädchen spurlos verschwunden. Aktuell hat sich vor zwei Monaten der Pfarrer erhängt. Die Pfarrerin Jack Brooks wurde nach einem Zwischenfall nach Chapel Crofts versetzt. Schon bald erhält sie Drohbotschaften, und ihre Tochter hat Visionen von brennenden Mädchen.

Ein Thriller mit vielen Wendungen erwartet bei „Das Gotteshaus“ den Leser. Düster und voller Geheimnisse ist diese Geschichte. Man begleitet Jack auf ihren Nachforschungen und ihre Teenager-Tochter bei ihrem Neustart in diesem langweiligen Kaff.

Während des Lesens stellt sich immer wieder die Frage, was Chapel Crofts für ein seltsamer Ort ist. Gut ausgearbeitete Figuren lassen den Leser bis zum Ende mitfiebern. Es stellt sich auch am Schluss weiterhin die Frage, ob ein Mensch von Grund auf böse sein kann.

Ich danke der Plattform „Bookbot“, dass ich mir dieses Buch aussuchen dürfte.

Veröffentlicht am 23.09.2025

Atlas – Die Geschichte von Pa Salt

Atlas - Die Geschichte von Pa Salt
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Nachdem die sieben Schwestern ihre Herkunft kennen, wird nun das letzte Rätsel der Reihe gelöst. Wer ist Pa Salt? Warum hat er die Mädchen aus den verschiedensten Teilen der Welt zu sich genommen?

In ...

Nachdem die sieben Schwestern ihre Herkunft kennen, wird nun das letzte Rätsel der Reihe gelöst. Wer ist Pa Salt? Warum hat er die Mädchen aus den verschiedensten Teilen der Welt zu sich genommen?

In jedem der vorherigen Bände der Reihe lernt der Leser eine der Töchter und ihre Geschichte näher kennen und begleitet sie auf der Suche nach ihrer leiblichen Familie. Doch das Schicksal ihres Pa Salt wurde noch nicht geklärt. Jeder Leser konnte sich so seine eigenen Gedanken über ihn machen.

Jetzt kommt dessen Leben durch Tagebucheinträge ans Licht. Gemeinsam mit den Schwestern erfährt der Leser eine unglaublich spannende Geschichte, die einen das Buch kaum aus der Hand legen lässt. „Atlas – Die Geschichte von Pa Salt“ ist ein gelungener Abschluss der Reihe um die sieben Schwestern.

Ich danke der Plattform „Bookbot“, dass ich mir dieses Buch aussuchen dürfte.

Veröffentlicht am 26.01.2025

Das Kollektiv I – Die Beobachter

Das Kollektiv I - Die Beobachter
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Merkwürdige Dinge geschehen. Kriminalkommissarin Bilke, Neurobiologin Ana Maria, Delfin Bella 3A, Benjamin sowie Judith und Yetunde erleben Situationen, die nicht von dieser Welt sein können. Sie kennen ...

Merkwürdige Dinge geschehen. Kriminalkommissarin Bilke, Neurobiologin Ana Maria, Delfin Bella 3A, Benjamin sowie Judith und Yetunde erleben Situationen, die nicht von dieser Welt sein können. Sie kennen sich nicht, denn sie wohnen verteilt auf der Erde. Doch alle entdecken Fähigkeiten an sich, welche zum Guten oder zum Bösen verwendet werden können. Von ihnen ahnt es keiner, doch jeder ist nahe am Kollektiv, wer oder was das auch immer sein mag.

Als SciFi-Fan hat man an dieses Genre besondere Ansprüche. Eine Geschichte darf Ähnlichkeiten mit bekannten Welten und Figuren haben, soll aber trotzdem etwas Einzigartiges und Spannendes haben. Dies ist Autor Guido M. Breuer sehr gut gelungen.

Die verschiedenen Charaktere und das Erwachen ihrer Fähigkeiten hat mich mit auf eine fantastische Reise in die Welt der Science Fiction mitgenommen. Es sind alle Zutaten vorhanden, und wie bei einem guten Rezept entsteht eine Geschichte, welche mich emotional erreicht hat. Die Figuren sind starke Persönlichkeiten, und die Abenteuer, welche sie erleben, sind bis zum großen Finale spannend. Am Ende bleibt die Frage, ob es wirklich bereits ein Finale war. Aber, das wird nur die Zukunft zeigen. Ob das Kollektiv die Antwort weiß? Wer kann das schon sagen…?

Ich danke Guido M. Breuer für die Zusendung dieses Rezensionsexemplars.

Veröffentlicht am 10.03.2024

Sturmmädchen – Freundinnen in dunkler Zeit

Sturmmädchen
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Elli, Margot und Käthe genießen einen herrlichen Frühsommertag am Wasser. Plötzlich taucht eine Gruppe junger Männer auf und belästigt die drei. Doch sie haben Glück, und die Männer ziehen nach ein paar ...

Elli, Margot und Käthe genießen einen herrlichen Frühsommertag am Wasser. Plötzlich taucht eine Gruppe junger Männer auf und belästigt die drei. Doch sie haben Glück, und die Männer ziehen nach ein paar verbalen Äußerungen davon. Wir schreiben das Jahr 1933, Margot ist Jüdin. Wenige Jahre später ist Käthe von der neuen Ideologie begeistert, doch Elli weiß nicht, was diese Zukunft bringen soll. Das Schicksal von Margot scheint besiegelt.

Innerhalb der ersten Seiten fühlte ich während des Lesens eine intensive Bindung zu Elli. Als wäre sie eine gute Freundin, begleitete ich sie auf ihrem Weg. Elli ist im Dorf das „Hinkemädchen“, da sie ein verkürztes Bein hat. Gemeinsam mit ihrer Mutter wohnt sie in einem Backes auf einem großen Bauernhof.

Mit Entsetzen verfolgte ich auch die Entwicklung von Käthe und einigen weiteren Nebenfiguren. Wie viele dieser Menschen mag es wohl gegeben haben? Wie konnte eine solche Ideologie es schaffen, selbst in einem kleinen Eifeldorf die Seelen der Menschen zu vergiften, wo sich doch alle untereinander kennen? Neben einer spannenden Geschichte mit gut ausgearbeiteten Charakteren lässt das Buch den Leser mit Fragen und Selbstreflexion zurück.

Autorin Lilly Bernstein ist ein gefühlvoller Roman um drei Freundinnen gelungen, welcher mich emotional mitgenommen hat. Mir war während des Lesens, als würde ein Film in meinem Kopf ablaufen. Bücher, welches ein solch intensives Kopfkino auslösen, liebe ich.

Ich danke Literaturtest für die Zusendung dieses Rezensionsexemplars.