"Der Tote im Netz" spielt auf der Ostseeinsel Usedom. Die Radiojournalistin Franziska Mai ruft mit ihrem Volontär Janis die Sendung „Die Problemlöser“ ins Leben, um den Sender vor dem Ende zu bewahren. ...
"Der Tote im Netz" spielt auf der Ostseeinsel Usedom. Die Radiojournalistin Franziska Mai ruft mit ihrem Volontär Janis die Sendung „Die Problemlöser“ ins Leben, um den Sender vor dem Ende zu bewahren. Bereits der erste Fall verläuft dramatisch: Ein Fischer wird tot im Hafen gefunden. Gemeinsam mit Kommissar Kay Lorenz beginnt sie zu ermitteln. Es geht um TierschützerInnen, dubiose Immobilienhaie und fragwürdige Fischereibeamte - wer war der Mörder? Fazit: Die Geschichte ist echt gut erzählt, der Spannungsbogen vorhanden, die Lösung ist bis zum Schluss nicht wirklich vorhersehbar. Las sich gut, las sich flüssig. Kann ich empfehlen, hat mir gefallen.
Im Mittelpunkt steht hier eine intensive, komplexe und vor allem toxische Beziehung. Es geht dabei um noch viel mehr als das. Es geht um Migration und das Ankommen in einer Welt, die einen nicht immer ...
Im Mittelpunkt steht hier eine intensive, komplexe und vor allem toxische Beziehung. Es geht dabei um noch viel mehr als das. Es geht um Migration und das Ankommen in einer Welt, die einen nicht immer mit offenen Armen empfängt. Es geht um Identitätssuche. Zerrüttete Familienverhältnisse. Hilflosigkeit. Es geht um Freundschaft. Liebe. Zerrissenheit. Abhängigkeit. Und die gefährliche Dynamik dysfunktionaler Beziehungen.
Ich finde es gut, dass die Geschichte aus beiden Perspektiven, sowohl aus Sicht von Faina als auch von Philipp, erzählt wird. Wir lernen ihre jeweilige Innenwelt und Denkweise kennen - von der Kindheit und dem Beginn ihrer Freundschaft an. Opfer und Täter. Seite an Seite. Eine Frau, die in einer verwundbaren Zeit Schutz sucht. Und ein Mann, der - statt zu retten - manipuliert, kontrolliert und zerstört. Der Roman geht emotional stark in die Tiefe und ist im Kopf geblieben. Definitiv ein Buch, das man ein zweites oder drittes Mal lesen kann und sollte.
Dieser Debütroman bleibt im Kopf und hinterlässt Spuren. Er ist erschütternd und eindringlich. Die Sprache intensiv, nüchtern, klar. Die Dialoge ungeschönt und authentisch. Mitten aus dem (verborgenen) ...
Dieser Debütroman bleibt im Kopf und hinterlässt Spuren. Er ist erschütternd und eindringlich. Die Sprache intensiv, nüchtern, klar. Die Dialoge ungeschönt und authentisch. Mitten aus dem (verborgenen) Leben gegriffen. Kurze Sätze, viele Gedankenfetzen spiegeln die emotionale Lage von Jella eindrucksvoll wider. Was als Liebesgeschichte beginnt, endet in einem Kreislauf aus Kontrolle, Gewalt und Selbstverlust. Eine Ambivalenz von Liebe und Abhängigkeit. Rückblenden in Jellas Kindheit und Jugend zeigen, wie früh gesellschaftliche Erwartungen und Schönheitsideale ihr Selbstbild geprägt haben.
Das, was Ruth-Maria Thomas hier erzählt, zeigt beispielhaft die oft schwer greifbare Dynamik toxischer Beziehungen. Jede Beziehung folgt ihren eigenen Regeln, ihren eigenen Abgründen. Sie lässt spüren, was es heißt, sich zu verlieren, zu verbiegen, bis man sich kaum noch erkennt. Es ist definitiv kein leichtes Buch, aber ein wichtiges. Es hallt nach, lange nachdem man die letzte Seite gelesen hat.
Die Geschichte von Paula und Helmut hat mich tief bewegt. Die beiden tragen trotz ihres Altersunterschiedes ein ähnlich schweres Päckchen und gehen ein kleines, aber intensives Stückchen ihres Lebensweges ...
Die Geschichte von Paula und Helmut hat mich tief bewegt. Die beiden tragen trotz ihres Altersunterschiedes ein ähnlich schweres Päckchen und gehen ein kleines, aber intensives Stückchen ihres Lebensweges gemeinsam. Die Charaktere sind wunderbar gezeichnet, die bildhafte Sprache und der Schreibstil haben mich begeistert. Die Geschichte ist schwer und leicht zugleich. Humorvoll, aber auch wahnsinnig berührend. Der Roman handelt von Wegen, die sich kreuzen und trennen, von Verlust, Schmerz, aber auch Heiterkeit. Von Schwere und Lebenslust. Vom Aufgeben und Wiederaufstehen. Von dunklen Tagen und Sonnenschein. Von Zufällen, die Fremde zu Vertrauten machen. Legt euch sicherheitshalber Taschentücher bereit. Große Empfehlung!
Luisa - eine Frau, die (eigentlich) weiß, was sie will und dennoch nicht für sich selbst und ihre Leidenschaften einsteht. Oder am Ende doch? Sie liebt das Kochen, was jedoch nur eine hobbymäßige Randerscheinung ...
Luisa - eine Frau, die (eigentlich) weiß, was sie will und dennoch nicht für sich selbst und ihre Leidenschaften einsteht. Oder am Ende doch? Sie liebt das Kochen, was jedoch nur eine hobbymäßige Randerscheinung in ihrem Leben darstellt. Sie ist mit einem Mann zusammen, der zwar Gold wert ist für die Firma ihrer Mutter in Hamburg, jedoch ihr Herz nicht zum Hüpfen bringt. Und dann wäre da noch das große Geheimnis ihrer Mutter, welches Stück für Stück aufgelöst und aller beider Leben beeinflussen wird. Was das Örtchen Greetsiel mit seinen Bewohnern damit zu tun hat, das erfahren die Leser in Marie Merburgs neuestem Roman "Nordsee-Sterne".
Ich bin - wie immer bei ihren Romanen - durch die Seiten geflogen. Ich finde es bewunderswert, wie sie es schafft, ihre LeserInnen direkt in die Geschichte zu ziehen und mitzureißen. Ich kann mich mit vielen Themen, die hier aufgegriffen werden und an Fahrt aufnehmen, komplett identifizieren: das Loslassen von alten Zeiten, diese besonderen Marmeladenglas-Momente, Veränderungen und die Schatten der Vergangenheit, die so manches unerwartet auf den Kopf stellen. Wer Spannung und Romantik sucht, ist bei diesem Buch genau richtig. Die malerischen Beschreibungen der Orte lässt die Leser gedanklich sofort an die Nordsee reisen. Zudem löst die Geschichte hier und Denkanstöße aus: Wir sollten uns viel öfter sagen, wie gern man sich hat und auch viel früher Stolpersteine aus dem Weg räumen. Denn Lügen haben immer kurze Beine.
Kurzum: Das Buch hat sich super weggelesen. Nun kann ich es guten Gewissens an meine Oma und meine Mama weiterreichen.