Gefangen zwischen zwei Welten
One True Queen
Mailin trainiert in ihrer Heimat Irland Kampfsport – und wird in einen finsteren Wald in Lyaskye katapultiert. Schnell wird klar: Hier will sie jeder tot sehen, bis sie ausgerechnet ein mysteriöser Fremder ...
Mailin trainiert in ihrer Heimat Irland Kampfsport – und wird in einen finsteren Wald in Lyaskye katapultiert. Schnell wird klar: Hier will sie jeder tot sehen, bis sie ausgerechnet ein mysteriöser Fremder rettet. Als sie an den Hof gebracht wird, erfährt sie: Sie soll Königin werden – doch in dieser Welt bedeutet das häufig den Tod. Der fremde Beschützer, die tödliche Prophezeiung und der politische Druck sorgen dafür, dass sie sich stärker fühlen muss, als sie sich jemals vorstellen konnte.
Das Setting lebt von Gegensätzen: Irland ist Bodenhaftung, Lyaskye ist Traum und Alptraum zugleich. Mailin ist eine Heldin mit Tiefe – stark, aber verletzlich; voller Mut, aber auch Zweifel. Der fremde Retter, später Liam genannt, bringt Verlangen und Rätsel zugleich ins Bild. Der Aufbau zieht einen von Kapitel zu Kapitel tiefer, bis die Enthüllungen und Wendungen kaum noch zu halten sind.
Ein paar kleine Schwächen gibt es: Die Welt Lyaskye könnte noch etwas klarer umrissen sein, und manche Plotschiene fühlt sich leicht übervoll – aber das stört kaum. Die Spannung steigt konsequent, die Chemie stimmt, und der Moment, wenn Mailin begreift, was auf dem Spiel steht... Gänsehaut pur.
Fazit:
Eine epische Romantasy mit Herz, Mut und einem Hauch Tragik. Die Charaktere, die Welt und die emotionale Wucht tragen klar 4,5 von 5 Sternen.