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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.09.2025

Ein leichtes Buch, atmosphärisch und berührend.

Der Sommer, als ich schön wurde
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Ich habe das Buch in einem Rutsch gelesen, denn es ist leicht geschrieben, sehr zugänglich, sodass man in einen angenehmen Lesefluss gerät. Besonders spannend fand ich, wie viel tiefer man hier in die ...

Ich habe das Buch in einem Rutsch gelesen, denn es ist leicht geschrieben, sehr zugänglich, sodass man in einen angenehmen Lesefluss gerät. Besonders spannend fand ich, wie viel tiefer man hier in die Figuren eintaucht als in der Serie: Vor allem Susanna habe ich durch das Buch in einem ganz neuen Licht gesehen.

Die kurzen Kapitel und der Wechsel zwischen Gegenwart und Rückblenden gefallen mir total gut. Die Erinnerungen wirken authentisch, man fühlt sie richtig mit und kann sie sich lebendig vorstellen. Am Anfang hatte ich noch Schwierigkeiten, mich mit Belly zu identifizieren, weil sie so jung und kindlich wirkt. Aber je weiter die Geschichte voranschreitet, desto näher fühlt man sich ihr und spätestens ab dem zweiten Drittel war ich ganz bei ihr, so wie in der Serie.

Es ist ein leichtes Buch, atmosphärisch und berührend.

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Veröffentlicht am 04.09.2025

Das Ende war wieder genial!!

Iron Flame – Flammengeküsst
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✨ REZENSION zu „Iron Flame“ von Rebecca Yarros übersetzt von Michaela Kolodziejcok und Michelle Gyo

🐉 Inhalt (spoilerfrei):
Band 2 der Empyrean-Reihe setzt knüpft an die Ereignisse aus Fourth Wing an. ...

✨ REZENSION zu „Iron Flame“ von Rebecca Yarros übersetzt von Michaela Kolodziejcok und Michelle Gyo

🐉 Inhalt (spoilerfrei):
Band 2 der Empyrean-Reihe setzt knüpft an die Ereignisse aus Fourth Wing an. Violet hat die ersten Prüfungen überlebt, doch nun steht ein noch größerer Krieg bevor, der nicht nur gegen äußere Feinde, sondern auch innerhalb der Mauern des Colleges tobt.

✍️ Erzählweise & -struktur:
Yarros bleibt ihrem actionreichen und emotional aufgeladenen Stil treu, doch im zweiten Band gerät das Gleichgewicht zwischen Spannung und Struktur m.E. ein wenig aus dem Takt. Die Handlung ist extrem vollgepackt und wirkt dadurch überladen und chaotisch. Die Szenenwechsel erfolgen abrupt, man wird als Leserin regelrecht zwischen Ereignissen hin- und hergeworfen, ohne dass ein klarer roter Faden erkennbar ist. Besonders die Mitte zieht sich deutlich, während Anfang und Ende stark sind.

🙋🏼‍♀️ Charaktere:
Violets Entwicklung und ihr Ringen mit der eigenen Macht hat mir sehr gefallen, weil es nicht klischeehaft „perfekt“ war, doch ihre Beziehung zu Xaden und die wiederholten Konflikte um Vertrauen, Liebesbeweise und Kommunikationsprobleme wirken irgendwie unreif, unnötig dramatisch und zu gezwungen. Die Nebencharaktere sind aber weiterhin sympathisch und vielschichtig. Auch die Drachen bleiben ein faszinierendes Element: moralisch ambivalent, komplex, nicht einfach gut oder böse – das hat mir richtig gut gefallen.

💡 Kurz und Knapp:
Das Buch verliert sich ein wenig in seiner eigenen Komplexität, wirkt strukturell unübersichtlich und überladen und hätte meiner Meinung nach von mehr Tiefe profitiert. Gewalt- und Erotikszenen nehmen zu, für mich immer noch fraglich, ob da eine klare Altersempfehlung sinnvoll wäre 😅 das Finale war mein absolutes Highlight 🔥 wie im ersten Band; ein klarer Pageturner mit extremen Cliffhanger! Es hat mich so gepackt, dass ich bis tief in die Nacht weitergelesen habe (das hatte zur Folge, dass ich am nächsten Morgen verpennt habe und vom Speditionsdienst wach geklingelt wurde, der meine Matratze abholen wollte – auf der ich immer noch lag) 🙈

3,5|5 ⭐️

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Veröffentlicht am 04.09.2025

Ganz nett, aber Jugendbuch!

Not Quite Dead Yet
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✨ REZENSION zu „Not Quite Dead Yet“ von Holly Jackson, übersetzt von Rainer Schumacher, erschienen im @bastei_luebbe Verlag

📖 Inhalt (spoilerfrei): Jet, 27, lebt in Woodstock, Vermont, bei ihrer anspruchsvollen ...

✨ REZENSION zu „Not Quite Dead Yet“ von Holly Jackson, übersetzt von Rainer Schumacher, erschienen im @bastei_luebbe Verlag

📖 Inhalt (spoilerfrei): Jet, 27, lebt in Woodstock, Vermont, bei ihrer anspruchsvollen Mutter und ihrem nierenkranken Vater, der eine erfolgreiche Baufirma aufgebaut hat. Nach einer Halloween-Party wird sie brutal angegriffen und erleidet ein Hirnaneurysma. Die Diagnose lautet, sie habe nur noch sieben Tage zu leben. Gemeinsam mit ihrem loyalen Kindheitsfreund Billy will sie in dieser kurzen Zeit herausfinden, wer hinter dem Angriff steckt. Zwischen Familienintrigen, alten Konflikten und immer neuen Verdachtsmomenten entspinnt sich ein rasanter, oft schwarzhumoriger Wettlauf gegen die Zeit.

🖋️ Erzählstil: der Roman liest sich flüssig und temporeich (auch dank der gelungenen Übersetzung)fast immer aus der Perspektive von Jet. Der Humor ist trocken, teils sarkastisch, wirkt jedoch – entgegen der Erwartung an Jacksons „ersten Erwachsenenroman“ – oft jugendlich. Wiederholungen und überzogene, fast trotzige Witze bremsen den Lesefluss stellenweise. Dennoch bleibt die Spannung, trotz ein bis zwei vorhersehbarer Wendungen, konstant hoch.

👥 Figuren: Jet wirkt für ihre 27 Jahre überraschend jugendlich und impulsiv, was je nach Lesegeschmack charmant oder anstrengend sein kann. Billy, ihr treuer Begleiter, bringt mehr Reife und Authentizität mit. Nebenfiguren wie Bruder Luke, Schwägerin Sophia und diverse Dorfbewohner bleiben oft klischeehaft und eher flach gezeichnet.

💡 Fazit: wer jedoch Lust auf eine rasante, leicht zugängliche Geschichte mit einem Hauch Morbidität und einem gewissen Soap-Opera-Charme hat, dürfte hier gut unterhalten werden: familiäre Intrigen, ein großes Erbe, ein Giftanschlag, möglicherweise ein alter Mord, der offiziell als Unfall gilt, Vaterschaften, die sich plötzlich als falsch herausstellen, und Seitensprünge inklusive. Dazu kommen etliche Szenen, die eher unrealistisch sind. Dennoch unterhaltsamer, schnell zu lesender Mystery-Thriller!

3,5|5 ⭐️

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Veröffentlicht am 04.09.2025

Bleib ein Detektiv, Großvater!

Die Bibliothek meines Großvaters
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✨ REZENSION zu „Die Bibliothek meines Großvaters“, Originaltitel „Meitantei no mama de ite Vol. 1 („Bleib ein Detektiv, Großvater“) von Masatero Kunishi, übersetzt von Peter Aichinger-Fankhauser und erschienen ...

✨ REZENSION zu „Die Bibliothek meines Großvaters“, Originaltitel „Meitantei no mama de ite Vol. 1 („Bleib ein Detektiv, Großvater“) von Masatero Kunishi, übersetzt von Peter Aichinger-Fankhauser und erschienen im @kiwi_verlag

⚠️ Triggerwarnung: Das Buch thematisiert die seltene Lewy-Körper-Demenz mit Gedächtnisstörungen, Halluzinationen und Parkinson-ähnlichen Symptomen, erzählt aus Angehörigenperspektive.

📖 Inhalt (spoilerfrei): Kaedes Großvater leidet unter einer seltenen Form Demenz, doch er verfügt über eine erstaunliche Kombinationsgabe. Gemeinsam teilen sie eine große Leidenschaft für Kriminalliteratur und diskutieren über Klassiker des Genres, spinnen Theorien und wenden dieses Wissen auf kleine und große Rätsel an, die in Kades Alltag auftauchen.

🖋️ Erzählstil: Der Roman ist über die ersten zwei Drittel ruhig erzählt, manchmal repetitiv, wenn es um das Rätselraten durch den Großvater geht, aber sehr atmosphärisch. Wir erleben nahezu aus Kaedes Perspektive und erfahren nur fragmentarisch von ihrer Familiengeschichte. Außerdem gibt es Skizzen zum Mitraten. Das letzte Drittel bringt überraschend viel Spannung, wirkt tonal aber etwas unpassend und ein wenig konstruiert.

👥 Figuren: Der Großvater ist die eindringlichste Figur, er wirkt trotz seiner gesundheitlichen Einschränkungen scharfsinnig und herzlich. Die Darstellung der Demenz, die auf den eigenen Erfahrungen des Autors beruht, hat mich sehr berührt. Kaede wirkt im Vergleich etwas blasser, aber vor allem die Nebenfiguren bleiben insgesamt eher flach, sodass die Beziehung zwischen Enkelin und Großvater das Herzstück bildet.

💡 Fazit: „Die Bibliothek meines Großvaters“ ist ein leises, ungewöhnliches Debüt, das atmosphärisch stark, aber nicht immer ausgewogen ist. Inhaltlich schwankt der Roman zwischen stiller Beobachtung und unerwartet actionreichem Finale (nicht so harmonisch, aber unterhaltsam). Die Kriminalfälle erinnerten mich ein bisschen an Agatha Christie, fühlten sich aber alle sehr konstruiert an. Kunishi plant zwei weitere Bücher dieser Art, aber ich bin mir unsicher, ob ich nochmal zu einem seiner Werke greifen würde.

3,5|5 ⭐️

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Veröffentlicht am 08.11.2025

Wird dem Hype in meinen Augen nicht gerecht

A Dark and Secret Magic
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✨ REZENSION zu „A Dark and Secret Magic“ von Wallis Kinney, übersetzt von Jasmin Humburg und erschienen im @kiwispace_verlag

📖 Inhalt (spoilerfrei): Kate, eine dreißigjährige Heckenhexe, lebt nach dem ...

✨ REZENSION zu „A Dark and Secret Magic“ von Wallis Kinney, übersetzt von Jasmin Humburg und erschienen im @kiwispace_verlag

📖 Inhalt (spoilerfrei): Kate, eine dreißigjährige Heckenhexe, lebt nach dem Tod ihrer Mutter zurückgezogen in einem alten Hexenhaus. Dort steht eines Abends ihr Exfreund Mat vor der Tür, ein Nekromant, dessen Magie in Kates Zirkel als verboten gilt. Als ihre Schwestern sie bitten, das jährliche Halloween-Treffen ihres Zirkels auszurichten, findet sie beim Aufräumen des alten Familenanwesens ein rätselhaftes Buch mit einer Nachricht ihrer Mutter. Mit Mat's Hilfe begibt sie sich daraufhin auf eine magische Spurensuche.

🖋️ Erzählstil und Struktur: Kinney schreibt sehr atmosphärisch und detailreich. Doch Kate's Küchenzauber sind für mich etwas zu ausführlich und haben meinen Lesefluss gebremst. Die Handlung folgt einem recht vorhersehbaren Aufbau: bestimmte Wendungen, wie der Ausgang des Kürbisschnitzens zeichnen sich früh ab. Ganz nett sind die im Anhang abgedruckten Rezepte zum Nachkochen, denen sich Kate im Buch gewidmet hat.

👥 Figuren: Kate ist eine in sich gekehrte Protagonistin, mit deren Alter und Lebenssituation ich mich sehr gut identifizieren konnte. Ihre Introvertiertheit und ihr ruhiger Alltag mit Merlin verleihen der Geschichte Authentizität und Wärme. Ihre Schwestern, sowie der restliche Zirkel bleiben mir etwas zu blass und auch Mat finde ich viel zu flach. Die Rückblenden zu seiner Vergangenheit mit Kate bleiben mir zu unklar und zu vage, sodass sich ihre Verbundenheit für mich ein bisschen oberflächlich konstruiert anfühlt.

💡 Fazit: Die Grundidee und die Atmosphäre sind toll, aber das Buch verschenkt an einigen Stellen sein Potenzial. Viele Szenen wirken zu vorhersehbar und folgen bekannten Mustern, wodurch für mich der Tiefgang fehlt. Die vielen Beschreibungen von Kates Kochritualen oder alltäglichen Handgriffen tragen zwar zur Stimmung bei, nehmen aber irgendwann zu viel Raum ein. Und das Ende wirkt für mich zu glatt und zu sehr auf ein Happy End hingeschrieben.

3|5 ⭐️

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