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Veröffentlicht am 14.02.2026

Konnte mich nicht überzeugen

Rabid
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Rabid hatte für mich eine starke Ausgangsidee. Werwölfe, düstere Welt, brutale Machtstrukturen und eine Heldin mit viel Kampfgeist. Das Problem ist nicht die Geschichte an sich, sondern wie wenig daraus ...

Rabid hatte für mich eine starke Ausgangsidee. Werwölfe, düstere Welt, brutale Machtstrukturen und eine Heldin mit viel Kampfgeist. Das Problem ist nicht die Geschichte an sich, sondern wie wenig daraus gemacht wird.

Neben sehr vielen Spice-Szenen passiert schlicht zu wenig. Bei etwa 75 % hätte ich den bisherigen Plot in wenigen Sätzen zusammenfassen können. Die Handlung tritt auf der Stelle, während die körperliche Anziehung den größten Raum einnimmt. Dadurch bleibt kaum Platz für echte Charakterentwicklung oder Weltaufbau und genau da hätte das Buch enorm gewinnen können.

Die Protagonistin bringt eigentlich alles mit: Härte, Überlebenswillen und eine spannende innere Dynamik durch ihre Wölfin. Ansätze von Entwicklung sind da, aber sie bleiben zu oberflächlich. Auch die Beziehung funktioniert mehr über Instinkt und Gefährten-Trope als über gewachsene emotionale Nähe. Funken sind da, aber sie tragen die Geschichte nicht.

Dazu kommen schwere Themen in der Vergangenheit der Heldin, die definitiv Triggerwarnungen rechtfertigen. Diese Aspekte sind intensiv und nachvollziehbar geschrieben, bekommen aber ebenfalls nicht die Tiefe, die sie verdient hätten.

Rabid ist kein schlechtes Buch. Es liest sich schnell, ist unterhaltsam und hat starke Momente. Aber es bleibt weit hinter seinem Potenzial zurück. Weniger Spice und mehr Fokus auf Handlung, Welt und Figuren hätten daraus eine richtig starke Geschichte machen können.

Fazit:
Gute Idee, zu wenig Substanz.
Unterhaltsam, aber emotional nicht nachhaltig.

⭐️ 3 Sterne
🌶 Spice: 4/5

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Veröffentlicht am 14.02.2026

Konnte mich nicht überzeugen

The Things Gods Break – Schattenverführt
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Band 2 startet direkt da, wo Band 1 aufgehört hat. Trotz Abstand war ich schnell wieder drin – das war positiv.

Aber.

Die Story hat sich für mich stellenweise gezogen. Wieder viele Aufgaben, wieder ...


Band 2 startet direkt da, wo Band 1 aufgehört hat. Trotz Abstand war ich schnell wieder drin – das war positiv.

Aber.

Die Story hat sich für mich stellenweise gezogen. Wieder viele Aufgaben, wieder Prüfungen, dazu Zeitsprünge, Perspektivwechsel und immer mehr Ebenen. Irgendwann war es nicht mehr spannend, sondern einfach nur verwirrend.

Vor allem zum Ende hin passiert extrem viel auf einmal. Zu viel. Ich hatte das Gefühl, ich verliere den Überblick – und ehrlich gesagt habe ich nicht mal alles verstanden. Wenn ich ein Buch aktiv entwirren muss, statt emotional mitzugehen, verliere ich irgendwann die Lust.

Und dann dieses Ende.
Cliffhanger. Natürlich.
Aber einer von der Sorte, die nicht neugierig machen, sondern eher genervt zurücklassen. Dieses „Wir lassen alles explodieren, weil noch ein Band kommt“-Prinzip funktioniert für mich nur, wenn ich emotional komplett drin bin. War ich hier nicht.

Die Liebesgeschichte rückt stärker in den Hintergrund, das Worldbuilding wird komplexer – vielleicht zu komplex. Band 1 hatte für mich mehr Klarheit und emotionale Wucht.

Kein schlechtes Buch. Aber deutlich schwächer als der Auftakt

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Veröffentlicht am 04.02.2026

Zuviel Spice

Wild Christmas Desire
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Dieses Buch hat mich gleichzeitig gefesselt und frustriert und genau dieser Zwiespalt hat mein Leseerlebnis bestimmt.

Die Grundidee ist spannend: Affären, Scheinehe, dunkle Familiengeheimnisse und ein ...

Dieses Buch hat mich gleichzeitig gefesselt und frustriert und genau dieser Zwiespalt hat mein Leseerlebnis bestimmt.

Die Grundidee ist spannend: Affären, Scheinehe, dunkle Familiengeheimnisse und ein Stalker kurz vor Weihnachten. Stoff für ein intensives Drama. Und ja, die Geschichte kann einen packen. Ich wollte wissen, wie alles zusammenhängt, habe mitgerätselt und war über weite Strecken neugierig, wohin das Chaos führt.

Aber: Der Spice-Anteil ist extrem hoch. So hoch, dass ganze Kapitel fast ausschließlich daraus bestehen. Für mich hat das die Balance zerstört. Viele Szenen wirkten losgelöst von der Handlung oder tauchten in Momenten auf, die emotional nicht passten. Statt die Figuren näherzubringen, entstand Distanz. Die körperliche Anziehung stand oft im Vordergrund, während echte emotionale Tiefe gefehlt hat.

Nach etwa drei Vierteln begann die Geschichte sich für mich zu ziehen. Entscheidungen der Protagonistin waren zunehmend schwer nachvollziehbar und einige Handlungsstränge wirkten überladen. Hier hätte eine Straffung der Story gutgetan. Das Weihnachtssetting blieb leider Kulisse, nett erwähnt, aber ohne echtes Gefühl oder Bedeutung für die Handlung.

Positiv hervorheben muss ich das Hörbuch: Die Sprecher:innen haben großartige Arbeit geleistet. Sie haben Spannung erzeugt und mir geholfen, trotz Kritikpunkte in der Geschichte zu bleiben.

„Wild Christmas Desire“ hat definitiv Potenzial und eine Idee, die tragen könnte. Für Leser:innen, die sehr spicy Geschichten mit Drama suchen, kann das funktionieren. Mir fehlte jedoch emotionale Tiefe, Struktur und das versprochene Weihnachtsgefühl.

⭐️ 2,5 / 5 Sterne
🌶 Spice-Level: 5

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Veröffentlicht am 24.09.2025

Konnte nicht überzeugen

Variation
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✨ „Ein neues Buch von Rebecca Yarros – und meine Erwartungen waren hoch. Leider konnte mich ›Variation‹ nicht so sehr berühren, wie ich es mir erhofft hatte.“ ✨

So sehr ich Rebecca Yarros für ihre emotionale ...



✨ „Ein neues Buch von Rebecca Yarros – und meine Erwartungen waren hoch. Leider konnte mich ›Variation‹ nicht so sehr berühren, wie ich es mir erhofft hatte.“ ✨

So sehr ich Rebecca Yarros für ihre emotionale Schreibweise schätze, bei Variation habe ich es mir schwer gemacht, wirklich in die Geschichte hineinzufinden. Das Thema Ballett nimmt extrem viel Raum ein, sodass es mich mehr ermüdete als fesselte. Viele Szenen waren mir schlicht zu detailreich beschrieben – gerade beim Ballett oder auch bei den spicy Momenten, die sich für meinen Geschmack sehr zogen.

Auch die Figuren konnten mich nicht abholen: Mit Allie und Hudson habe ich keinen richtigen Draht gefunden, ihre Beziehung wirkte auf mich eher gezwungen und ohne die großen Funken, die ich mir gewünscht hätte. Besonders Hudson wollte es allen recht machen, während Allie häufig hinter ihrer Maske blieb. Juniper, Hudsons zehnjährige Nichte, nimmt eine große Rolle ein – für mich jedoch zu präsent und oft zu reif für ihr Alter, was mich eher genervt als begeistert hat.

Dabei steckt in der Geschichte durchaus Potenzial: Themen wie Selbstfindung, das Befreien von toxischen Strukturen und die Verarbeitung von Verlust werden intensiv aufgegriffen. Auch das Setting an Cape Cod und das Thema Familiengeheimnisse haben mir gefallen. Das Ende wiederum konnte mich dann doch noch einmal positiv überraschen und rundet das Buch für mich versöhnlich ab.

Alles in allem war Variation aber eine zähe und streckenweise anstrengende Lektüre. Rebecca Yarros hat schon deutlich stärker bewiesen, dass sie große Emotionen und Tiefe in Geschichten legen kann. Dieses Mal hat es für mich leider nicht gereicht – deshalb von mir 3 Sterne.

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Veröffentlicht am 02.09.2025

Da hat mir leider etwas gefehlt

Daughter of Ruin. Götterblut
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Kennt ihr das Gefühl, wenn euch eine Geschichte lange Zeit nicht richtig packen kann – und dann plötzlich mit voller Wucht überrollt? Genau so war es bei Daughter of Ruin.

Rebecca Humpert entführt uns ...

Kennt ihr das Gefühl, wenn euch eine Geschichte lange Zeit nicht richtig packen kann – und dann plötzlich mit voller Wucht überrollt? Genau so war es bei Daughter of Ruin.

Rebecca Humpert entführt uns in eine fiktive Welt, die von nordischer Mythologie inspiriert ist: Götter, Wolfsgestaltwandler, Wikinger und Berserker treffen hier auf moderne Elemente wie Handys oder Pop-Tarts – eine Mischung, die für mich nicht immer stimmig wirkte. Zwar ist das Setting bildhaft beschrieben, sodass ich mir die Schauplätze gut vorstellen konnte, doch gleichzeitig fehlte mir im Mittelteil der Drive. Vieles plätscherte einfach dahin, ohne dass ich eine Verbindung zu den Figuren aufbauen konnte.

Dabei ist Freya, die Blutprinzessin und Tochter der gefürchteten Gottestöterin, eigentlich eine spannende Protagonistin. Sie sehnt sich nach Freiheit und Liebe, obwohl sie Verantwortung für ihr Volk trägt. Ihre Entwicklung – vom unsicheren Mädchen zur mutigen jungen Frau – war durchaus nachvollziehbar und schön dargestellt. Auch die Nebenfiguren, besonders Fenrir und Astrid, haben Authentizität in die Handlung gebracht.

Die Liebesgeschichte entwickelt sich langsam und glaubwürdig, voller Spannung und Misstrauen, ohne ein plötzlichen „Alles ist vergeben“-Moment. Das hat mir gefallen. Doch insgesamt litt die Geschichte für mich unter einigen Ungereimtheiten im Worldbuilding, teils konstruiert wirkenden Szenen und einem Mittelteil, der sich zog.

Und dann kam das Ende. Auf den letzten 50 Seiten hat mich das Buch plötzlich völlig mitgerissen: Der unerwartete Plot Twist stellte alles bisherige in Frage und brachte mich genauso ins Wanken wie Freya. Die finalen Szenen waren so emotional, dass ich tatsächlich Tränen in den Augen hatte. Erst wurde mir das Herz herausgerissen, dann kam doch noch ein bittersüßer Hoffnungsschimmer.

Fazit: Daughter of Ruin hat großartige Ideen, starke emotionale Momente und ein Setting, das fasziniert – gleichzeitig aber auch Schwächen im Mittelteil und ein paar Brüche im Worldbuilding. Für mich bleibt es daher bei soliden ⭐⭐⭐ von 5 Sternen.

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