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Veröffentlicht am 24.09.2025

Von Buns, Bowls & Begeisterung – Ein Kochbuch mit Geschmack

Goldstücke – Die Hans im Glück Burger, Bowls und Drinks
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Bücher und Kochen zählt definitiv zu meinen Leidenschaften. Daher freue ich mich immer, wenn ich ein neues Kochbuch entdecke. Für mich ist ein gutes Kochbuch mehr als eine schnöde Sammlung von Rezepten. ...

Bücher und Kochen zählt definitiv zu meinen Leidenschaften. Daher freue ich mich immer, wenn ich ein neues Kochbuch entdecke. Für mich ist ein gutes Kochbuch mehr als eine schnöde Sammlung von Rezepten. Denn ein gutes Kochbuch besticht durch eine ansprechende Optik, interessante Rezepte und appetitanregende Bilder. Wirklich gut ist es dann, wenn man es nicht nur zur Hand nimmt, wenn man wirklich etwas Kochen möchte, sondern auch wenn man einfach nur ein wenig schmökern möchte.
Der erste Eindruck des Buches war bereits sehr gut. Die Aufteilung der Rezepte war für mich klar, strukturiert und ansprechend. So widmet sich das Buch zuerst einmal den Basics, hier werden verschiedene Buns und eine Standardsauce vorgestellt. Das es nur eine Sauce gibt, hat mich im ersten Augenblick ein wenig irritiert, bis ich festgestellt habe, dass es weiter hinten im Buch noch eine Vielzahl an Saucenrezepten vorhanden sind.
Besonders gut gefällt mir, dass neben den klassischen Rindfleischburgern, von denen ich persönlich kein Fan bin, auch noch eine Vielzahl an alternativen Pattys vorgestellt wird. So findet meiner Meinung nach in diesem Buch jeder etwas nach seinem Geschmack, egal ob mit Fleisch, vegetarisch oder vegan. Die meisten Burgerkochbücher beschränken sich meistens leider auf diverse Fleischvarianten und bieten, wenn man Glück hat eine vegetarische Alternative, meistens das klassische Gemüselaibchen an. Die hier vorgestellten vegetarischen und veganen Alternativen sind allerdings so schmackhaft, dass sich auch eingeschworene Fleischtiger darauf gestürzt haben.
Natürlich gibt es auch ein umfangreiches Kapitel zu den Beilagen, denn meistens möchte man ja auch etwas zu seinem Burger dazu essen. Auch hier gab es neben den klassischen Beilagen wieder einige positive Überraschungen. Und falls man mal keine Lust auf Burger hat, wird man sicher im Kapitel Salate und Bowls fündig.
Abgerundet wird das Buch dann noch durch ein Cocktails & Drinks Kapitel. Hier möchte ich besonders hervorheben, dass es auch eine große Anzahl an alkoholfreien Drinks gibt, die wirklich eine schmackhafte Alternative zu den klassischen Cocktails darstellen.
Die Rezepte sind sehr übersichtlich aufgebaut und jedes Rezept wird auch durch ein Bild gezeigt. Das wirklich jedes Rezept bildlich dargestellt wird, finde ich sehr positiv, leider ist dies ja nicht in jedem Kochbuch der Fall. Die Bilder sind sehr ansprechend und machen Lust darauf, dass Rezept nachzukochen. Auf eine Angabe der Nährstoffzusammensetzung und der Kalorien der Gerichte wird in diesem Buch allerdings verzichtet. Dies nur als kleiner Hinweise für all jene, denen dieser Punkt bei einem Kochbuch wichtig ist.
Durch die kunterbunte Mischung an klassischen und modernen Rezepten und der Vielfalt der Gerichte hat mich dieses Buch wirklich begeistert. Das Nachkochen ist einfach und gelingt gut, wenn man sich an die Hinweise im Buch hält. Ich möchte dieses Buch all jenen ans Herz legen, die mehr als nur den klassischen Rindfleisch Burger machen wollen.

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Veröffentlicht am 20.09.2025

Mit Sauerteig auf Du und Du – dank Christina Bauer

Einfach backen mit Sauerteig
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Ich bin schon seit vielen Jahren ein großer Fan von Christina Bauer und ihren Rezepten. Daher bin bereits sehr voreingenommen an dieses Buch herangegangen. Denn ich war mir eigentlich sicher, dass mir ...

Ich bin schon seit vielen Jahren ein großer Fan von Christina Bauer und ihren Rezepten. Daher bin bereits sehr voreingenommen an dieses Buch herangegangen. Denn ich war mir eigentlich sicher, dass mir dieses Buch gefallen wird. Glücklicherweise hat mich mein Gefühl auch nicht getäuscht.
Ich backe leidenschaftliche gerne, wenn ich auch leider in der letzten Zeit nicht mehr so oft dazu komme, wie ich es gerne möchte. Meistens sind es immer wieder die gleichen Rezepte, bei denen ich weiß, dass sie gelingen und allen gut schmecken. Trotzdem bleibt der Wunsch wieder mal etwas Neues auszuprobieren und vor allem sich mal in unbekannte Gebiete vorzuwagen.
Natürlich habe ich es schon einmal mit einem Sauerteig probiert und gebe ganz ehrlich zu, dass das Ergebnis mich nicht wirklich überzeugen konnte. Nach der Lektüre von Christinas Buch weiß ich zumindest, was ich falsch gemacht habe. Sauerteig ist für mich noch immer der Endgegner, denn auch mit Christinas Buch ist es mir noch nicht gelungen ein wirklich zufriedenstellendes Ergebnis zu erzielen. Dies liegt aber weder an Christina Bauer noch an ihren Rezepten, sondern ist einzig und allein meine Schuld.
Dieses Buch ist mehr als nur eine weitere Rezeptsammlung. Denn bevor es überhaupt ans Backen geht, gibt es eine sehr umfangreiche und informative Einführung in die Welt des Sauerteigs. Diese richtet sich natürlich eher an Anfänger wie mich, doch ich bin mir relativ sicher, dass auch bereits erfahrene Sauerteig-Bäcker noch das eine oder andere lernen können. Dieser Informationsteil besticht durch klarverständliche und einfache Erklärungen und setzt meiner Meinung nach kein Vorwissen vorraus. Christina Bauer nimmt einen hier wirklich an der Hand und führt Schritt für Schritt durch.
Das gleiche gilt auch für den Rezeptteil. Hierbei hat mir besonders gut gefallen, dass es neben einer großen Fülle an klassischen Sauerteigrezepten, wie Brot und Kleingebäck auch eine weitere Vielzahl an Dingen gibt, die man mit Hilfe von Sauerteig herstellen kann. Ich habe mich sehr gefreut, dass auch Pizza und Focaccia Rezepte enthalten sind, denn beides habe ich auswärts bereits mit großem Genuss verspeist. Sehr überraschend war für mich aber der zwar sehr kleine, aber doch vorhandene Teil mit dem Süßgebäck. Dies war mir bis zu dem Zeitpunkt nämlich völlig unbekannt, dass man auch Süßspeisen mit Sauerteig herstellen kann. Sobald ich ein wenig sicherer im Umgang mit Sauerteig bin, werde ich mich sicher an den Strietzel und die Zimtknoten heranwagen.
Die Rezepte sind ebenfalls sehr übersichtlich dargestellt und man sieht auf den ersten Blick, welche Zutaten für das jeweilige Gebäckstück benötigt werden. Garniert ist das Ganze dann noch mit appetitanregenden und sehr schönen Fotos. Eine Neuheit war für mich, dass Uhrzeiten bei den einzelnen Arbeitsschritten angegeben sind. Dies finde ich sehr hilfreich und erleichtert das Planen der Arbeit. Denn eines darf man nicht vergessen, mit Sauerteig zu arbeiten verlangt deutlich mehr Planung und Zeitmanagement als das Arbeiten mit Germ (Hefe). Wie Christina Bauer selbst in ihrem Buch schreibt: Sauerteig braucht Zeit – wie die besten Dinge im Leben eben auch.
Mich hat Christina Bauer auch mit diesem Backbuch wieder absolut überzeugen können. Auch wenn meine Ergebnisse noch nicht perfekt sind, hat sie es geschafft, mir die Angst vor dem Endgegner Sauerteig zu nehmen und ich bin mir sicher, dass ich es früher oder später schaffen werde, ein Ergebnis zu erzielen, dass auch meinen kritischen Gaumen überzeugen wird.
Dieses Buch verdient auf jeden Fall eine Leseempfehlung und ich möchte es allen Bäckerinnen und Bäckern ans Herz legen, die so wie ich, gerne in die Welt des Sauerteiges eintauchen möchten.

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Veröffentlicht am 15.09.2025

Ein Roman der einen miträtseln, mitfühlen und mitfiebern lässt

Die Bibliothek meines Großvaters
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Dieses Buch hat mich auf ganz vielen Ebenen überrascht und um das gleich vorwegzunehmen, es hat mich auf eine positive Art und Weise überrascht. Romane von asiatischen Autorinnen und Autoren sind zu meiner ...

Dieses Buch hat mich auf ganz vielen Ebenen überrascht und um das gleich vorwegzunehmen, es hat mich auf eine positive Art und Weise überrascht. Romane von asiatischen Autorinnen und Autoren sind zu meiner großen Freude schon lange keine Seltenheit mehr auf dem deutschsprachigen Markt. Doch die meisten sind entweder Wohlfühlromane oder Bücher, die einen mit einem eher bedrückenden Gefühl zurücklassen. Dieser Roman kann ich weder in die eine noch in die andere Kategorie einordnen.
Eine weitere Überraschung für mich war, als ich die Informationen über den Autor in dem Buch las, dass es sich bei diesem Buch um einen Teil einer Trilogie handelt. Glücklicherweise habe ich dies erst erfahren, als ich das Buch bereits in Händen hatte. Denn ich vermute, dass ich von dem Buch Abstand genommen hätte, wenn ich dies vorher gewusst hätte, da ich bereits zu viele angefangene Reihen habe, bei denen ich auf die Nachfolgebände warte. Mir ist nun allerdings bewusst, dass ich sehr viel verpasst hätte, denke mir aber andererseits, dass diese Information für andere Leserinnen und Leser eventuell wichtig sein könnte.
Bereits aus dem Klappentext des Buches war ersichtlich, dass der Großvater von Kaede, der Protagonistin dieses Buches, an Demenz erkrankt ist. Hier hatte ich ein wenig die Befürchtung, dass dieses Thema das Buch dominieren wird und zu einer bedrückenden Stimmung führen könnte. Alle meine Befürchtungen waren allerdings unbegründet. Natürlich wird die Krankheit thematisiert und beeinflusst die Handlung maßgeblich. Dennoch dreht sich nicht alles um die Demenzerkrankung, aber einige Verhaltensweisen und Handlungsstränge lassen sich nur durch die Krankheit plausibel erklären.
Obwohl ich in meinem Umfeld Personen mit einer Demenzerkrankung habe, muss ich zugeben, dass sich mein Wissenstand über die Krankheit eher in Grenzen hält. Daher fand ich die Beschreibungen und Erklärungen zum Thema Demenz äußerst interessant und aufschlussreich. Mir war bis dato zum Beispiel nicht bewusst, dass es mehrere Arten von Demenz gibt.
Der Schreibstil des Autors hat mir sehr gut gefallen und ich wollte das Buch am liebsten gar nicht mehr aus der Hand legen. Trotzdem habe ich immer wieder kleine Pausen eingelegt und über die verschiedenen Kriminalfälle und Rätsel nachgedacht. Denn das Tolle an der Art wie das Buch aufgebaut ist, ist, dass man wirklich die Möglichkeit hat mitzuraten, zu knobeln und zu kombinieren. Man kann versuchen das Rätsel als erster zu knacken. In vielen Fällen habe ich mich, gleich wie Kaede-san ablenken lassen, wichtige Details übersehen und das große Ganze aus den Augen verloren. An anderer Stelle war die Lösung des Rätsels für mich sonnenklar.
Auf den ersten Blick könnte man glauben, dass es sich hierbei um eine Familiengeschichte handelt. Wagt man einen zweiten Blick, kommt die Vermutung auf, dass es sicher vielleicht doch eher um einen Krimi handelt. Hat man das Buch gelesen ist man sich nicht mehr sicher, ob man den Roman eindeutig dem einen oder anderen Genre zuordnen kann. Denn beides trifft zu, Familiengeschichte und Kriminalroman und dennoch ist dieses Buch noch ein wenig mehr. Es ist eine Hommage an die traditionellen Kriminalromane, es ist eine Ode auf die Literatur, ein Gesellschaftsroman und eine Aufarbeitung von persönlichen Erfahrungen.
Obwohl das Buch ein Teil einer Trilogie ist, finde ich, dass man es auch als eigenständigen Roman lesen kann. Dennoch möchte ich die Warnung aussprechen, dass man es nicht dabei belassen möchte. Ich kann natürlich nur für mich sprechen, aber ich kann es kaum erwarten, dass die anderen Bücher von Masateru Konishi endlich fertig geschrieben und übersetzt sind, denn ich will mehr davon und am liebsten jetzt sofort.

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Veröffentlicht am 10.09.2025

Wenige Worte, große Wirkung

GRRRIZZLY
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„Grrrizzly“ und ich hatten einen eher schwierigen Start. Denn beim ersten Lesen oder viel mehr Anschauen war ich ein wenig enttäuscht, denn dieses Buch kommt mit wenigen Worten daher. Doch die Reaktionen ...

„Grrrizzly“ und ich hatten einen eher schwierigen Start. Denn beim ersten Lesen oder viel mehr Anschauen war ich ein wenig enttäuscht, denn dieses Buch kommt mit wenigen Worten daher. Doch die Reaktionen meines kleinen Lesers haben mir vor Augen geführt, dass weniger manchmal mehr ist.
Besonders spannend fand ich die Reaktion, weil der kleine Leser mittlerweile darauf besteht, dass Bücher nicht mehr nur angesehen, sondern gelesen werden. Bilderbücher sind für Babys und er ist ja schon ein großer Bub. Bei diesem Buch war dies aber anders.
Ich denke, dass liegt an der sehr gelungenen Kombination aus unglaublich ausdrucksstarken und großartigen Illustrationen und den kleinen Texthappen dazwischen. Denn in diesem Buch gibt es nur auf jeder zweiten Doppelseite Text. Somit bleibt hier viel der Fantasy des (Vor-)lesenden überlassen. Man kann sich die Bilder einfach nur anschauen und wirken lassen oder selbst Worte finden, um die Szenen zu beschreiben. In unserem Fall ist es eine Mischung aus beidem. Zu Beginn habe ich noch erklärt was passiert, aber ab einem gewissen Punkt haben wir uns einfach nur gemeinsam über die schönen Zeichnungen gefreut.
Gerade bei einem Buch, das mit so wenigen Worten auskommt und trotzdem so viele Emotionen vermittelt sind die Bilder ausschlaggebend. Deswegen werde ich auch nicht müde zu betonen, wie gelungen diese sind. Die Zusammenstellung der Farben ist harmonisch und stimmungsvoll; detailreich und trotzdem minimalistisch. Letzteres klingt nach einem Widerspruch und ist es wahrscheinlich auch. Dennoch trifft für mich beides zu. Die Bilder beschränken sich auf das Wesentliche, so dass die Kinder nicht von zu vielen „unnötigen“ Details abgelenkt werden. Trotzdem gibt es in den Illustrationen viel zu entdecken und es wird nicht langweilig sie zu betrachten. Das eine oder andere Bild könnte ich mir auch gut als Poster im Kinderzimmer vorstellen.
Bei all der Lobhudelei auf die Zeichenkünste darf man aber nicht vergessen, dass dieses Buch auch noch Text besitzt und eine Botschaft vermitteln möchte. Wie bereits erwähnt hält sich die Menge an Text sehr in Grenzen. Dies sollte man unbedingt vor dem Kauf berücksichtigen, denn aufgrund dieser Tatsache ist dieses Buch sicher nicht für jedes Kind geeignet.
Der Text ist einfach gehalten, aber auf jeden Fall kindgerecht und bringt den Kern der Geschichte auf den Punkt. Das Zusammenspiel des grummeligen Grizzlybären und des kleinen, quirligen Waschbären ist einfach zuckersüß. Sowohl durch den Text, viel mehr aber noch durch die Illustrationen werden die Unterschiede der beiden Tiere herausgearbeitet. Doch trotz oder vielleicht auch wegen der Unterschiedlichkeit der beiden spürt man in jedem Wort die Liebe, Freundschaft und die tiefe Verbundenheit der beiden.
Zusammenfassend möchte ich sagen, dass es sich hierbei um ein wirklich gelungenes kleines Kinderbuchkunstwerk handelt, welches zum Nachdenken anregt, aber auch zum Träumen, Schmunzeln und Lachen. Es ist definitiv nicht für jedes Kind geeignet, aber das sind meiner Meinung nach die wenigsten Bücher. Für uns ist es aber eine sehr gute Wahl gewesen und ich empfehle das Buch wirklich gerne von Herzen weiter.

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Veröffentlicht am 05.09.2025

Faden für Faden zur Ruhe – Achtbeinige Einschlafhilfe mit Herz

Die kleine Spinne Widerlich freut sich auf ihr Bettchen
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Obwohl der kleine Leser bereits einige „Gute Nacht“ Bücher und Bücher rund um das Thema Einschlafen hat, konnte ich bei diesem hier trotzdem nicht widerstehen. Glücklicherweise konnte ich nicht widerstehen, ...

Obwohl der kleine Leser bereits einige „Gute Nacht“ Bücher und Bücher rund um das Thema Einschlafen hat, konnte ich bei diesem hier trotzdem nicht widerstehen. Glücklicherweise konnte ich nicht widerstehen, denn sowohl der kleine Leser als auch wir Erwachsene sind restlos begeistert.
Für uns ist es nicht das erste Buch von der kleinen Spinne Widerlich und daher kannten wir bereits einige der in der Geschichte vorkommenden Spinnen. Wobei dies für die Geschichte nicht wirklich relevant ist und das Buch auch ohne Vorkenntnisse der vorhergehenden Bände ohne Schwierigkeiten gelesen werden kann.
Wie der Titel des Buches bereits verrät, dreht sich in dieser Geschichte alles um das Thema „ins Bett gehen“. Die kleine Spinne besucht und befragt dazu Freunde und Verwandte bezüglich ihrer Strategien zum schnellen und guten Einschlafen. Am Anfang habe ich befürchtet, dass es ein wenig langweilig werden könnte, da es sich dabei ja immer wieder um die gleiche Fragestellung handelt. Doch diese Sorgen waren vollkommen unbegründet. Jedes Gespräch der Spinne hat seinen eigenen besonderen Charme und enthält dazu wichtige Informationen. Die verschiedenen Dinge, die man machen kann, werden dabei ansprechend und kindgerecht erklärt. Besonders großartig finde ich hierbei, dass die Bezeichnung der Rituale und Routinen dabei immer in einer roten Spinnenschrift dargestellt werden und sich dadurch optimal vom restlichen Text abheben.
Das Verlag gibt als empfohlenes Lesealter an, dass das Buch für Kinder ab 4 Jahren geeignet ist. Da der Text doch umfangreich ist, kann ich diese Einschätzung verstehen. Allerdings hat meine Erfahrung mit dem kleinen Leser und dem Buch gezeigt, dass auch jüngere Kinder an der Geschichte ihre Freude haben. Ich persönlich würde daher das Buch bereits ab 2 Jahren empfehlen, unter der Voraussetzung, dass das Kind bereits mit etwas längeren Texten vertraut ist.
Wirklich etwas Neues haben wir durch dieses Buch nicht gelernt, die Rituale und Routinen waren mir so weit schon vertraut. Trotzdem finde ich es großartig dies alles noch einmal auf engem Raum zusammengefasst zu haben. Vor allem da der kleine Leser immer wieder Schwierigkeiten damit hat zur Ruhe zu kommen. Onkel Langbeins Ritual des „bettfein machen“ hat dem kleinen Leser hierbei besonders gut gefallen und wir haben dies jetzt in unseren Alltag integriert und es scheint wirklich zu wirken.
Die Illustrationen von Martina Matos sind farbenfroh, detailreich und äußerst liebevoll gestaltet. Es gibt sogar ein kleines Suchspiel, das sich quer durch die Geschichte zieht. Da wir das Buch aber Großteils zum Einschlafen lesen, haben dies bis dato noch nicht wirklich gemacht. Ich finde es aber eine schöne Möglichkeit die Aufmerksamkeit der Kinder im Buch zu behalten.
Martina Matos schafft es mit ihren Bildern die verschiedenen Spinnen äußerst sympathisch wirken zu lassen und hebt noch einmal ihre besonderen Fähigkeiten und ihre Einzigartigkeit hervor. Diana Amft unterstützt diesen Eindruck mit ihren gelungen und durchaus sehr humorvollen Texten.
Obwohl wir, wie anfangs bereits erwähnt, bereits eine Vielzahl ähnlicher Bücher haben, muss ich sagen, dass dieses Buch hier wirklich mein absoluter Favorit ist. Ich freue mich jedes Mal, wenn der kleine Leser dieses Buch aussucht, denn das Vorlesen macht einfach wirklich viel Spaß. Und auch der kleine Leser hat Spaß, vor allem Niesi hat es ihm angetan, den findet er nämlich zum Schießen komisch.
Für dieses Buch kann ich wirklich nur eine klare Leseempfehlung aussprechen und es allen Menschen mit kleinen Kindern ans Herz legen.

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