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Veröffentlicht am 20.10.2025

sommerlicher Liebesroman mit wenig Tiefgang aber viel Kleinstadt-Charme

Die kleine Inselbibliothek
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„Die kleine Inselbibliothek“ ist der Debütroman der Autorin Savannah Carlisle, der in Florida spielt. Das Cover ist sehr ansprechend gelungen und vermittelt das sommerliche Flair, sowie die Bücherliebe ...

„Die kleine Inselbibliothek“ ist der Debütroman der Autorin Savannah Carlisle, der in Florida spielt. Das Cover ist sehr ansprechend gelungen und vermittelt das sommerliche Flair, sowie die Bücherliebe der beiden Hauptcharaktere.

Zwei Welten treffen aufeinander: Lucy Sullivan und Logan Lancaster. Sie ist ihrem Heimatort tief verbunden. Er reist von Stadt zu Stadt, wohin der Beruf ihn trägt. Aufeinander treffen sie, als er die Hafenpromenade ihrer geliebten Kleinstadt modernisieren soll. Wie erwartet, ergeben sich daraus viele vorhersehbare Auseinandersetzungen. Und dann ist da noch die Tatsache, dass sie sich über schriftliche Mitteilungen in Büchern der örtlichen Tauschbibliothek eigentlich schon kennen, gegenseitig unterstützen und zunehmend sympathisch sind.

Dem Roman fehlt es für mich an Tiefe. Die Charaktere sind etwas zu flach, die Geschichte bedient zu viele Stereotype und der Spannungsaufbau funktioniert für mich nicht wirklich. Vor allem zu Beginn der Geschichte ergeben sich einige Längen. So konnte mich das Buch nicht richtig fesseln und der Drang, unbedingt weiterlesen zu müssen, kam erst zum Ende des Romans hin auf.

Positiv hervorheben möchte ich, dass Lucy im Verlauf des Buches eine tolle Entwicklung von der abenteuerlosen Buchhändlerin hin zu einer starken Frau macht, die für sich und ihre Träume einsteht. Dabei wird sie von der kleinen Gemeinschaft der Insel sowie Logan tatkräftig unterstützt. Allerdings ist auch diese Entwicklung mit einigen Klischees behaftet.

Sehr sympathisch und nahbar sind die Nebenfiguren. Sie sind für mich die eigentlichen Stars der Geschichte und sorgen mit ihren ganz unterschiedlichen Lebensweisen und Charakteren für Abwechslung.

Von mir gibt es insgesamt eine eingeschränkte Leseempfehlung für diesen romantischen Sommerroman, der der Kleinstadtidylle sowie der Liebe zu Büchern großen Raum gibt. Mich hat er nicht in allen Aspekten vollkommen überzeugt. Jedoch verspricht das Buch eine gemütliche Auszeit für alle, die eine kleine Pause vom Herbst benötigen oder sich den warmen Küstensommer in Florida zurückwünschen.

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Veröffentlicht am 25.09.2025

Kuscheliger Roman mit Krimianteil, der Potenzial hat, welches leider nicht ausgeschöpft wurde

Knäckeblut
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Nach „Knäcketod“ und „Knäckegrab“ ist „Knäckeblut“ der dritte schwedische Kriminalroman des Autors Björn Berenz rund um den Kommissar Lars und die Hobbyermittlerin Ina.

Der Einstieg in den Krimi war mit ...

Nach „Knäcketod“ und „Knäckegrab“ ist „Knäckeblut“ der dritte schwedische Kriminalroman des Autors Björn Berenz rund um den Kommissar Lars und die Hobbyermittlerin Ina.

Der Einstieg in den Krimi war mit einem spannungsvollen und bildhaften Prolog vielversprechend. Zu Beginn musste ich mich als Neuling im „Knäckeland“ erst einmal in der Vielzahl an Protagonisten zurechtfinden. Die Zusammenhänge zwischen den Personen wurden mit Fortschreiten des Buches klarer, jedoch konnte man so manches Verhalten ohne Kenntnis der Vorgängerkrimis nicht recht einordnen. So entstand für mich ein überhebliches und unsympathisches Bild von Ina. Auch Lars wirkte blass, oftmals planlos und zu sehr mit seinem Privatleben beschäftigt. So funktionierte für mich dieses sehr unterschiedliche Duo leider überhaupt nicht.

Sehr schade fand ich die gehäuft auftretenden Logikfehler, die einem Kriminalroman nicht gerecht werden. Die Story an sich ist gut angelegt und hat viel Potenzial, doch am Ende wirkte es auf mich, als wären viele Gedankengänge angefangen, aber nicht stringent zu einem sinnvollen Schluss zusammengefügt worden. So war „Knäckeblut“ nicht blutig und auf andere Weise skurril, als vom Autor gewollt.

Wirklich bezaubert haben mich die bildhaften Beschreibungen der Landschaft Schwedens und die authentischen Charakterzeichnungen, bei denen jedoch an manchen Stellen nicht mit Klischees gespart wurde. Positiv zu vermerken ist zudem der Aufbau des Buches mit netten Abschnitten „Schwedisch für Anfänger“, die viel Wissenswertes und Heimeliges bergen.

Leider kann ich für diesen Kriminalroman nur eine eingeschränkte Leseempfehlung für Schwedenliebhaber aussprechen, die mehr Wert auf die heimelige Atmosphäre des Romans und wenig Wert auf logische Kriminalistik legen.

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Veröffentlicht am 21.08.2025

Familiengeschichte mit Eichhörnchen

Eichhörnchenglück
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Passend zum Titel "Eichhörnchenglück" ziert das Cover ein hübsches Eichhörnchen. Dieses ist der Star des Buches und als Leser schließt man es ins Herz.

Die recht verzwickte Familiengeschichte um die ...

Passend zum Titel "Eichhörnchenglück" ziert das Cover ein hübsches Eichhörnchen. Dieses ist der Star des Buches und als Leser schließt man es ins Herz.

Die recht verzwickte Familiengeschichte um die 44-jährige Annike, die Zeit ihres Lebens ein sehr schwieriges Verhältnis zu ihrer Mutter hatte, ist an einigen Stellen recht konstruiert und nicht immer nachvollziehbar. So bleibt immer wieder das Gefühl: ist die Hauptprotagonistin 44 oder 14? Eine wirkliche Entwicklung hin zur Erwachsenen hat bisher gefühlt nicht statt gefunden. Natürlich hängt dies auch mit dem schwierigen und zunächst undurchschaubaren Verhalten ihrer Mutter zusammen.

Einige Stellen des Romans sind recht unterhaltsam und die Charaktere von Theo und Manou sind sehr sympathisch.

Eine wirkliche tiefgreifende Auseinandersetzung mit dem Mutter-Tochter-Konflikt findet nicht statt. Viele Interpretationen bleiben dem Leser überlassen, auch welche Schlüsse daraus zu ziehen sind.

Die Tierliebe der Autorin ist deutlich zu spüren und rettet den Roman. Als Eichhörnchen-Liebhaber sicher lesenswert, ansonsten eher überladen, ohne wirklich in die Tiefe zu gehen.

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Veröffentlicht am 16.07.2025

Nett aber nicht umwerfend

Die Superfrauen von Sylt
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Der Roman "Die Superfrauen von Sylt" von Claudia Thesenfitz ist auf dem Cover mit "ein Glücksroman" untertitelt. Als Glücksroman würde ich dieses leicht und schnell zu lesende Buch jedoch nicht bezeichnen. ...

Der Roman "Die Superfrauen von Sylt" von Claudia Thesenfitz ist auf dem Cover mit "ein Glücksroman" untertitelt. Als Glücksroman würde ich dieses leicht und schnell zu lesende Buch jedoch nicht bezeichnen.

Nachdem Evi Knall auf Fall von ihrem Ehemann verlassen wird und zudem feststellen muss, dass dieser das Konto leer geräumt hat, vermietet sie das Haus auf Sylt und zieht auf einen Campingplatz. Um ihrem Leben wieder Schwung zu geben gründet sie einen Frauen-Fußballverein, dem sich ganz unterschiedliche Frauen über 45 Jahren anschließen. Man bekommt einen Einblick darin, wie die Frauen kämpfen. Nicht nur um mehr Fitness, sondern auch mit einigen privaten Problemen und Wechseljahrsbeschwerden.

Insgesamt werden viele Themen angesprochen. Ich hätte es schön gefunden, wenn hier nach dem Motto "weniger ist mehr" ausgewählt worden wäre. Statt auch noch die Intimfrisuren zu thematisieren, hätte zum Beispiel gerne der Diskussions-Abend mehr Raum einnehmen dürfen.

Schwierig ist sicherlich, so viele Frauen in nur knapp 270 Seiten unterzubringen. So lernt man manche Charaktere nur sehr oberflächlich oder praktisch gar nicht kennen. Andere dafür recht ausführlich. Gefühlt habe ich jedoch zwischendurch den Überblick verloren und bestimmt das eine oder andere Erlebnis der falschen Figur zugeordnet. Direkt dem Lesevergnügen hat dies keinen Abbruch getan, hinterlässt aber doch ein unrundes Lesegefühl.

Erfrischend ist, dass Claudia Thesenfitz mit Fußball eine für die im Buch agierende Alters- und Geschlechtsgruppe untypische Sportart in den Mittelpunkt stellt.

Das Cover ist ansprechend gestaltet.

Eine uneingeschränkte Leseempfehlung kann ich leider nicht geben. Jedoch ist das Buch sicher auch kein Fehler für einige lockere Lesestunden.

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Veröffentlicht am 11.03.2026

manchmal ist keine Fortsetzung der größere Gewinn

The Woman in Suite 11
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Mit „The Woman in Suite 11“ setzt Ruth Ware ihren Erfolgsthriller „The Woman in Cabin 10“ fort.

Lo Blacklock möchte nach einer Familienauszeit in ihren Beruf als Reisejournalistin zurückkehren. Eine tolle ...

Mit „The Woman in Suite 11“ setzt Ruth Ware ihren Erfolgsthriller „The Woman in Cabin 10“ fort.

Lo Blacklock möchte nach einer Familienauszeit in ihren Beruf als Reisejournalistin zurückkehren. Eine tolle Chance hierzu bietet sich ihr, als sie die Einladung zur Neueröffnung eines Hotels in der Schweiz erhält. Sie hofft, mit dem Besitzer Marcus Leidmann ein Interview führen zu können, um ihren Wiedereinstieg zu sichern. Doch noch bevor sie den Millionär trifft, kommt es zu einer überraschenden Begegnung mit einer Frau in Suite 11. Befindet sich diese wirklich in tödlicher Gefahr? Und ist Lo bereits viel tiefer in die Sache verstrickt, als vermutet?

Das Cover zeigt den Blick aus einem Raum auf einen Balkon, an dessen äußeren Rand man die Figur einer Frau erkennen kann. Im Hintergrund ist Wasser zu erahnen, während sich im Vordergrund ein langer Vorhang bauscht. Farblich vorwiegend in grüntönen gehalten, überzeugt mich der erste Blick aufs Buch nicht.

„The Woman in Cabin 10“ habe ich vorab nicht gelesen, weil mir nicht bekannt war, dass dies der Vorgänger zum vorliegenden Buch ist. Eigentlich sollte „The Woman in Suite 11“ auch ohne Vorkenntnisse zu lesen sein, jedoch empfinde ich dies als sehr schwer. Denn manche Handlungsweisen und Gedankengänge der Protagonisten waren ohne deren Voraberfahrungen für mich nicht wirklich nachvollziehbar.

Der Kriminalfall ereignet sich erst etwa in der Mitte des Buches. Bis dahin entstand für mich keine wirkliche Spannung. Auch danach war diese nicht wesentlich höher. Insgesamt wirkte das ganze Geschehen für mich sehr konstruiert und an manchen Stellen in die Länge gezogen. In die Protagonisten konnte ich mich nicht wirklich einfühlen. Besonders Laura Blacklock empfand ich als sehr naiv. Als Mutter zweier Kinder, für die sie Verantwortung trägt, war ihr Verhalten unglaubwürdig.

Das Buch konnte mich nicht überzeugen. Manchmal ist es besser, einem Welterfolg keine Fortsetzung zu geben, denn diese hat es ungleich schwerer. Dem hohen Anspruch wird der Thriller definitiv nicht gerecht. Deshalb von mir die Empfehlung, lieber den ersten Band zu lesen und es dann dabei zu belassen.

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