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Veröffentlicht am 25.09.2025

Schwarze Magie, Geisterwelten und eine tolle Heldin in einer düsteren Atmosphäre.

The Night Ends With Fire
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„The Night Ends With Fire“ von der Autorin K.X. Song wird viele sofort an Mulan erinnern. Meilins Vater wird einberufen, sie meldet sich an seiner Stelle, gibt sich als Mann aus und beendet den Krieg. ...

„The Night Ends With Fire“ von der Autorin K.X. Song wird viele sofort an Mulan erinnern. Meilins Vater wird einberufen, sie meldet sich an seiner Stelle, gibt sich als Mann aus und beendet den Krieg. Kurz und schmerzlos. Und Im Prinzip ist es auch an die Geschichte von Mulan angelehnt, aber nicht die kunterbunte Disney Version, sondern an die echte Legende von Mulan.

Die Geschichte lässt sich gut und schnell lesen, vieles wird einem bekannt vorkommen aber es gibt noch genug Elemente die das Buch spannend machen. Wie beispielsweise die schwarze Magie und die Geisterwelt. Meilin ist zudem eine starke Protagonistin, die ich tatsächlich sehr mochte. Dies ist vor allem der Autorin zu verdanken, die eine realistische Frau geschaffen hat, die selbst nach vielem Training nicht stärker ist als eine ganze gegnerische Armee, sondern selbst im Einzelkampf einem Mann unterlegen ist. Nicht jedes ihrer Vorhaben ist ein Erfolg, sie scheitert an vielen Stellen und schafft es dennoch sich nach jeder Niederlage wieder aufzurichten. Die Beweggründe für ihr Handeln sind nachvollziehbar, durchaus auch selbstsüchtig, aber wer möchte denn freiwillig ein tristes Dasein fristen, gefangen in einem Käfig und niemals wirklich frei sein? Das Ende empfand ich persönlich als sehr ungerecht und hätte es mir ganz anders gewünscht aber auch hier ist die Autorin einfach nur wahnsinnig nah an der Realität geblieben.

Wer die Geschichte rund um Mulan mag, der sollte sich dieses Buch jedenfalls nicht entgehen lassen, aber auch nicht überrascht sein, dass diese düsterer ist als das was wir von Disney kennen. Und wer Mulan nicht kennt, dem kann ich „The Night Ends With Fire“ auch empfehlen, denn es ist auf jeden Fall lesenswert.

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Veröffentlicht am 13.04.2025

Magie, Drachen, eine fantastische Welt und spannende Geschichte.

Storm Dragons – Gewitter am Ende der Welt
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„Stormdragons - Gewitter am Ende der Welt“ von Julie Kagawa spielt in einer fantastischen Welt, die durch eine Explosion in mehrere Inseln aufgeteilt worden ist. Diese Inseln werden von Sturmkristallen ...

„Stormdragons - Gewitter am Ende der Welt“ von Julie Kagawa spielt in einer fantastischen Welt, die durch eine Explosion in mehrere Inseln aufgeteilt worden ist. Diese Inseln werden von Sturmkristallen angetrieben, welche allerdings langsam aber sicher ihre Kraft verlieren. Um die drohende Katastrophe zu verhindern, macht sich Prinzessin Gemilia auf die Suche nach den sogenannten „Ältesten“, da sie sich bei ihnen Hilfe erhofft. Der Straßenjunge Remy hingegen findet einen ganz besonderen, wahren, Drachen und muss nun alles dafür tun, damit dieser bei ihm bleiben kann, was leichter gesagt als getan ist.

Fazit

Direkt am Anfang, bei der Beschreibung der Welt musste ich unweigerlich an die Schattenflur aus den Legenden der Grisha denken. Hier haben wir den „Mahlstrom“, eine sogenannte Leere beziehungsweise Tiefe und wenn man den Geschichten glauben schenken mag, dann hausen dort bestimmte Ungeheuer. Das Konzept der Welt hat mir dennoch gefallen, vor allem die schwebenden Inseln durch welche man sich via Himmelsschiffe bewegen kann. Aber natürlich sind die Lüfte nicht ganz ungefährlich, denn es sind auch Piraten unterwegs. Zwecks der Drachen hat bei mir eine Weile lang große Verwirrung geherrscht und hier hätte ich mir eine bessere Lösung gewünscht. Anfangs hieß es nämlich, dass es keine gibt, danach dass nur die Garde der Königsfamilie Drachen besitzt und anschließend wurde erklärt, dass es keine echten beziehungsweise wahren Drachen sind. Aber davon abgesehen fand ich die Geschichte sehr spannend, die Charaktere interessant und einmal angefangen, hat das Buch einen direkt mitgerissen. Remy und sein kleiner Drache sind ein süßes Duo und die Prinzessin ist kein naives Dummchen wie man es vermuten würde, sondern eine kluge und tapfere Person, die sich um ihr Reich und die darin lebenden Menschen und Lebewesen sorgt.

Für junge Fantasy Fans ist dieses Buch auf jeden Fall empfehlenswert.

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Veröffentlicht am 29.11.2024

Emotionale Geständnisse und Vergangenheiten die auf eine zweite Chance hoffen.

Das kleine Café der zweiten Chancen
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In "Das kleine Café der zweiten Chancen" von Shiori Ota bekommen Besucher des Café Tacet die einmalige Gelegenheit ihre Vergangenheit zu ändern.

Himari zieht nach ihrem Unfall wieder nach Sapporo, zurück ...

In "Das kleine Café der zweiten Chancen" von Shiori Ota bekommen Besucher des Café Tacet die einmalige Gelegenheit ihre Vergangenheit zu ändern.

Himari zieht nach ihrem Unfall wieder nach Sapporo, zurück zu ihrer Mutter und ihrer Schwester. Nach einer schicksalhaften Begegnung zieht es sie ins Café Tacet, wo sie auf Hayari trifft, welche eine ganz besondere Fähigkeit besitzt. Für exakt 4 Minuten und 33 Sekunden kann sie jemanden in die Vergangenheit schicken, wodurch sie es der Person ermöglicht diese zu ändern. Wie es der Zufall will, verbringt Himari fortan immer mehr Zeit in dem Café und so stellt sich heraus, dass auch sie eine ganz besondere Gabe besitzt.


Fazit

Uns erwarten in diesem Roman die verschiedensten Schicksale - eines emotionaler als das andere. Doch ist es wirklich so einfach die Vergangenheit zu ändern? Und wie beeinflusst das unsere Zukunft? Ein Buch welches zum nachdenken anregt, zu Tränen rührt und einen mit den Charakteren mitfühlen lässt. Jeder Gast des kleinen Cafés hat etwas auf dem Herzen, bereut ein bestimmtes Ereignis aus seiner Vergangenheit und ich denke, dass sich viele in diese Situationen hineinversetzen können. Allerdings wendet sich in diesem Buch nicht jedes Schicksal zum Besseren. Die Leichtigkeit schwindet mit der Seitenanzahl und es wird durchaus auch sehr bedrückend. Man sollte nicht leichtfertig mit der Vergangenheit spielen und das bekommt Himari ebenfalls vor Augen geführt.

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Veröffentlicht am 23.09.2024

Ein verhängnisvolles Erbe und gefährliche Gestaltwandler die um die Macht kämpfen.

Animox als Comic-Roman 1. Das Heulen der Wölfe
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Mit "Animox - Das Heulen der Wölfe" hat die Autorin Aimée Carter einen spannenden Comic Roman über verschiedene Gestaltwandler geschaffen.

Simon Thorn wird von heute auf morgen mit einem großen Geheimnis ...

Mit "Animox - Das Heulen der Wölfe" hat die Autorin Aimée Carter einen spannenden Comic Roman über verschiedene Gestaltwandler geschaffen.

Simon Thorn wird von heute auf morgen mit einem großen Geheimnis konfrontiert - den Animox! Die Animox sind sogenannte Gestaltwandler und offensichtlich ist nicht nur Simon einer davon, sondern auch seine gesamte Familie. Doch wieso hat ihn bisher niemand darüber informiert? Und wer ist diese ominöse Alpha die ihm anscheinend an den Kragen will? Ein Abenteuer voller spannender Rätsel und Geheimnisse beginnt, bei denen Simon schon schnell auf die Hilfe seiner neuen Freunde angewiesen sein wird.


Fazit

Aufgrund der Länge und der Neugierde die nach kurzer Zeit aufgekommen ist, war der Comic schnell verschlungen. Mir hat die Mischung aus Comic und Roman sehr gut gefallen, es war erfrischend so etwas zu lesen. Allerdings hatte ich ein Problem mit dem Tempo. Die Spannung war zwar da, man wollte unbedingt wissen wie es weitergeht, doch ich wurde das Gefühl nicht los, dass mir Informationen fehlen und die Handlungen viel zu schnell vorangetrieben werden. Hier hätte ich mir auf jeden Fall ein paar weitere Seiten gewünscht um das Tempo zu drosseln und weitere Details in die Geschichte einzuarbeiten.
Dennoch mochte ich den Protagonisten Simon, seine neue Freunde waren mir ebenfalls sympathisch, auch wenn sie ebenfalls zu kurz gekommen sind und die Geschichte des Bestienkönigs hat mein Interesse allemal geweckt. Der Comic hat Lust auf mehr gemacht und ich denke die Zielgruppe wird damit bestimmt ihren Spaß haben.

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Veröffentlicht am 22.06.2024

Ein vom Tod auserkorenes Mädchen, verdammt dazu die Welt zu retten oder sie zu zerstören.

To Gaze Upon Wicked Gods – Falsche Götter
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"To Gaze upon wicked Gods - Falsche Götter" von Molly X. Chang zeigt uns die Ungerechtigkeit auf dem magischen Planeten Pangu, mit welcher Ruying und ihre Familie nach der Eroberung Roms fortan leben muss.
Vor ...

"To Gaze upon wicked Gods - Falsche Götter" von Molly X. Chang zeigt uns die Ungerechtigkeit auf dem magischen Planeten Pangu, mit welcher Ruying und ihre Familie nach der Eroberung Roms fortan leben muss.
Vor 20 Jahren Jahren eroberte Rom - das Reich aus einer anderen Welt - mit seinen fortschrittlichen Waffen Ruyings Welt. Doch die schier endlose Gier nach weiteren Ländereien und neuen Energiequellen kennt keine Grenzen. Xianling - so werden die Magiebegabten genannt - zu denen auch Ruying gehört, werden immer häufiger Opfer von Entführungen. So trifft es letzten Endes auch Ruying, die nun eine folgenschwere Wahl treffen muss. Wird sie den Römern als gehorsame Waffe dienen oder ihren eigenen, sowie den Tod ihrer Familie diesem Schicksal vorziehen?


Weltenaufbau

Auf der einen Seite haben wir Pangu. Eine magische Welt, verschiedene Kaiserreiche und Magie. Auf der anderen Seite sind da die Römer, die durch ein Portal aus einer völlig anderen Welt kommen. Allerdings bleiben wir während dem gesamten Buch in Pangu.


Schreibstil

Wir lesen aus der Sicht von Ruying in der Ich-Form. Manchmal hat sich einiges wiederholt, den Lesefluss allerdings nicht allzu sehr gestört. Es liest sich angenehm und flüssig.


Charaktere

Ruying ist sich ihrer Handlungen und deren Konsequenzen stets bewusst. Und auch wenn sie nicht immer mit allem einverstanden ist, so tut sie alles was nötig ist um ihre Familie zu beschützen. Man kann ihren Zwiespalt förmlich greifen. Ein wirklich wunderbar ausgearbeiteter Charakter in den ich mich von Anfang bis Ende hervorragend reinversetzen konnte.

Mit Antonius dagegen konnte ich nie richtig warm werden. Er hat sich zwar immer wieder von seiner vermeintlich verletzlichen Seite gezeigt und eigentlich will er ja nur das Beste für alle aber so richtig traute ich dem Braten dennoch nicht. Vor allem sein enormes Interesse an Ruying ließ mich stets an seinen wahren Absichten zweifeln.

Den besten Freund aus Kindheitstagen - Baihu - fand ich dagegen interessant und erhoffe mir im nächsten Teil mehr von ihm zu lesen.


Fazit

Am Anfang des Buches schreibt die Autorin, dass sie hofft, wir würden Ruying nicht als Schurkin sehen. So habe ich sie in keiner einzigen Sekunde gesehen. An ihrer Stelle hätte ich vermutlich genauso gehandelt. Welche Wahl blieb ihr denn? Eine wirklich außergewöhnliche Protagonistin mit Stärken und Schwächen, deren Geschichte ich von Anfang bis Ende unheimlich gerne gelesen habe.

Irritierend fand ich jedoch die sogenannten Römer. Ich konnte sie mir schlecht in der Welt von Pangu vorstellen. Vor allem noch so fortschrittlich, mit Autos, Bomben, Gewehren und Kampfflugzeugen während die Einwohner Pangus mit Pfeil und Bogen kämpften. Noch dazu kamen sie aus einem Portal im Himmel aus einer völlig anderen Welt. Ich denke, wenn ein anderer Begriff anstelle von "Rom" und "Römer" gewählt worden wäre, dann wäre es mir sicherlich leichter gefallen mir die Invasoren vorzustellen. Allgemein hat mich die Grundidee an den Film "Avatar - Aufbruch nach Pandora" erinnert. Während die eigene Welt am Zerfallen ist, sucht man auf anderen Planeten nach neuen Ressourcen.

Durch die Anmerkung der Autorin weiß man ganz genau was hier dargestellt werden soll. Sogenannte Geistergeschichten ihres Großvaters, die jedoch auf wahren Ereignissen aus der Zeit der Besetzung der Mandschurei, China, durch Japan und Russland beruhen. Dieses Vorhaben ist ihr meiner Meinung nach durchaus gelungen. Manchmal wurde mir tatsächlich schwer ums Herz als ich daran gedacht habe, dass tragische, historische Ereignisse eine Inspiration für diese Geschichte gewesen sind. Alles verpackt in eine Fantasy Welt, mit einer Prise Magie und einem Funken.. Hoffnung?

Ein gelungenes Werk, welches ich definitiv empfehlen kann.

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