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Mauchri

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.09.2025

Brutal und fesselnd

Der Rachekeller
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Dieser Thriller ist genau das Richtige für Leserinnen und Leser, die von grausamen Morden nicht genug bekommen können. Schon auf den ersten Seiten wird klar: Hier wird nicht lange gefackelt. Der Autor ...

Dieser Thriller ist genau das Richtige für Leserinnen und Leser, die von grausamen Morden nicht genug bekommen können. Schon auf den ersten Seiten wird klar: Hier wird nicht lange gefackelt. Der Autor zieht das Tempo an und lässt einen bis zum Ende nicht mehr los.

Im Mittelpunkt steht ein mysteriöser Killer, bekannt nur als John Doe, der sich auf grausame Weise an verschiedenen Menschen rächt. Seine Opfer geraten aus den unterschiedlichsten Gründen ins Visier, keiner ist zufällig gewählt. Doch dieses Buch ist weit mehr als eine blutige Abrechnung. Es erzählt auch die düsteren Geschichten der Hauptfiguren, zeichnet ihre Schicksale und Traumata nach und lässt einen manchmal sogar mit dem Täter mitfühlen.

Gerade das Miträtseln um die wahre Identität von John Doe und seine Beweggründe macht einen großen Reiz aus. Stück für Stück setzt sich ein verstörendes Puzzle zusammen, das nicht nur Spannung liefert, sondern auch zum Nachdenken anregt.

Wer keinen starken Magen hat, sollte sich gut überlegen, ob er sich darauf einlässt. Die Bilder, die sich beim Lesen im Kopf formen, sind intensiv und bleiben haften.

Für mich war dieses Buch ein absolutes Highlight. Schon lange hat mich kein Thriller mehr so gepackt.

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Veröffentlicht am 25.09.2025

Unerwartete Wendungen

Eine von uns
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Ein Psychothriller, der einem den Boden unter den Füßen wegzieht



Samantha Hayes entführt uns in "Eine von uns" auf einen nervenaufreibenden Trip, der mit jeder Seite mehr an Tempo und Intensität gewinnt. ...

Ein Psychothriller, der einem den Boden unter den Füßen wegzieht



Samantha Hayes entführt uns in "Eine von uns" auf einen nervenaufreibenden Trip, der mit jeder Seite mehr an Tempo und Intensität gewinnt. Was zunächst wie ein Akt der Hilfsbereitschaft beginnt, verwandelt sich rasch in einen Albtraum, aus dem es kein Entrinnen zu geben scheint.



Nach einem verheerenden Brand steht das Leben von Gina, ihrem Mann Matt und den Kindern plötzlich Kopf. Die vorübergehende Zuflucht im Haus einer alten Freundin scheint ein rettender Anker zu sein. Doch als eine Fremde auftaucht und sich als Haushälterin namens Mary ausgibt beginnt ein Spiel voller Täuschung, Angst und psychologischem Druck.



Hayes versteht es meisterhaft, Unsicherheit zu säen. Der Roman lebt von seiner dichten Atmosphäre, seinen clever gesetzten Wendungen und dem Gefühl, dass nichts so ist, wie es scheint. Genau so muss ein Psychothriller sein, verstörend, spannend und unvorhersehbar.

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Veröffentlicht am 25.09.2025

Illustrationen zum Verlieben

Wo de lu - Mein Weg - Der blaue Keks
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"Wo de lu – Mein Weg – Der blaue Keks" ist weit mehr als ein illustriertes Buch, es ist ein kleines Kunstwerk, das tief berührt und lange nachhallt. Jidi, in China als Ausnahmekünstlerin gefeiert, schafft ...

"Wo de lu – Mein Weg – Der blaue Keks" ist weit mehr als ein illustriertes Buch, es ist ein kleines Kunstwerk, das tief berührt und lange nachhallt. Jidi, in China als Ausnahmekünstlerin gefeiert, schafft mit ihrem Werk etwas ganz Besonderes: eine berührende Erzählung über das Leben, die Liebe, den Tod und über all die kleinen, stillen Begegnungen, die uns prägen.

Die Geschichte selbst ist wundervoll komponiert, mal zart, mal melancholisch, manchmal fast magisch. Die Episoden, in denen der geheimnisvolle Mann und das junge Mädchen verschiedensten Menschen begegnen, fügen sich zu einem großen Mosaik menschlicher Erfahrung. Es war für mich erfrischend anders als vieles, was ich zuvor gelesen habe, voller Tiefe, ohne belehrend zu sein, und getragen von einer leisen, aber eindringlichen Weisheit.

Ganz besonders hervorheben möchte ich die Illustrationen: Sie sind atemberaubend schön, detailreich und mit so viel Liebe und Emotion gestaltet, dass man sich in jedem Bild verlieren könnte. Jidis Stil hat etwas Träumerisches, fast Schwebendes, eine visuelle Sprache, die perfekt zur erzählerischen Stimmung passt.

"Mein Weg" ist ein Buch für alle, die das Besondere suchen, sensibel, kunstvoll und zutiefst menschlich. Es ist eine Reise, die man nicht so schnell vergisst.

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Veröffentlicht am 25.09.2025

Höchste Spannung auf engstem Raum

Der Stau
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Ein raffinierter Kriminalroman mit psychologischem Tiefgang und originellem Setting



Der Roman Stau überzeugt mit einem ebenso bewährten wie wirkungsvollen erzählerischen Kniff: dem sogenannten "Locked-Room"-Prinzip. ...

Ein raffinierter Kriminalroman mit psychologischem Tiefgang und originellem Setting



Der Roman Stau überzeugt mit einem ebenso bewährten wie wirkungsvollen erzählerischen Kniff: dem sogenannten "Locked-Room"-Prinzip. In diesem Fall ist es jedoch kein klassischer Raum, sondern ein Abschnitt der Autobahn, auf dem nichts mehr geht, ein Ort, den niemand verlassen kann. Die Leiche, die Zeugen, der Täter: alle sind gefangen im zähflüssigen Stillstand, eingeschlossen zwischen Lichthupe und Leitplanke.



Im Zentrum steht Kommissarin Belinda, die gerade aus dem Urlaub zurückkehrt, erschöpft, gedanklich bereits auf dem Weg in den Vorruhestand. Doch als sie im Stau strandet und zufällig auf einen Mordfall stößt, kann sie nicht anders, als sich erneut von ihrem kriminalistischen Instinkt leiten zu lassen. Ohne Uniform, ohne offizielle Autorität, aber mit ungebrochenem Scharfsinn übernimmt sie die Ermittlungen zunächst gegen den Widerstand der Umstehenden, dann zunehmend mit deren Unterstützung.



Die Autorin versteht es meisterhaft, die beklemmende Kulisse zu nutzen, um ein vielschichtiges Gesellschaftspanorama zu entwerfen. In den einzelnen Fahrzeugen, die wie kleine Inseln nebeneinander stehen, entfalten sich nach und nach die Geschichten ihrer Insassen. Jeder von ihnen trägt ein Geheimnis mit sich, jede Figur ist sorgfältig ausgearbeitet und verleiht dem Roman Tiefe und Farbe.



Stau ist ein psychologisch dichter, atmosphärisch klug konstruierter Kriminalroman, der nicht nur durch die Spannung fesselt, sondern auch durch die originelle Erzählidee. Ein intelligentes, packendes Leseerlebnis.

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Veröffentlicht am 25.09.2025

Verträumt und warm

Der Garten der kleinen Wunder
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"Der Garten der kleinen Wunder“ von Patricia Koelle-Wolken – leise, berührend, wunderschön...



Das Cover des Romans strahlt in warmen Farben und zeigt ein verträumtes Plätzchen mitten im Grünen, ein ...

"Der Garten der kleinen Wunder“ von Patricia Koelle-Wolken – leise, berührend, wunderschön...



Das Cover des Romans strahlt in warmen Farben und zeigt ein verträumtes Plätzchen mitten im Grünen, ein Vorgeschmack auf die sanfte Atmosphäre der Geschichte.



Toja beginnt gerade, ihren Garten aus dem Winterschlaf zu holen, als sie im Nachbargarten ein Mädchen entdeckt. Vica erinnert sie auf berührende Weise an ihr eigenes, unsicheres Ich. Während ihr Partner Marc auf Expedition ist und in der Ferne fehlt, wächst zwischen Toja und Vica eine stille Verbindung. Ganz behutsam, mit fast poetischer Achtsamkeit, lädt Toja das Mädchen in ihre Welt ein.



Vica, die aus einem strengen, distanzierten Zuhause stammt, beginnt in Tojas Garten aufzublühen. Bei einem Glas Saft erzählt Toja ihr von früher – von einer Zeit, in der sie selbst Halt suchte und ihn bei einer Frau namens Wille fand.



Koelle-Wolken erzählt mit zarter Sprache, reich an sinnlichen Bildern. Ihre Figuren wirken lebendig, ihre Gedanken echt. Besonders schön ist die stille Botschaft des Buches, dass Offenheit und Mitgefühl Mauern einreißen können, selbst die inneren.



Ein ruhiger, menschlicher Roman, der nachwirkt, mit Figuren, die man nicht so schnell vergisst.

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