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Veröffentlicht am 24.05.2024

Laufbuch oder Biografie?

Warum wir laufen
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60 / 100
während eine tiefergehende Analyse des Menschen als Läufer schön gewesen wäre, geht es zu oft um Mikrostories und die Motivation von anderen Personen, gemischt mit Erfahrungen des Autors, wirkt ...

60 / 100
während eine tiefergehende Analyse des Menschen als Läufer schön gewesen wäre, geht es zu oft um Mikrostories und die Motivation von anderen Personen, gemischt mit Erfahrungen des Autors, wirkt unvollständig

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Veröffentlicht am 26.12.2025

Geradewegs in die Sackgasse

Sprengstoff
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56 / 100
Mein 5. Buch von Stephen King und das dritte, welches er unter seinem Pseudonym Richard Bachman geschrieben hat. Eines eint diese drei Bachman-Bücher: Sie enthalten wenig bis keine Fantasy-Elemente, ...

56 / 100
Mein 5. Buch von Stephen King und das dritte, welches er unter seinem Pseudonym Richard Bachman geschrieben hat. Eines eint diese drei Bachman-Bücher: Sie enthalten wenig bis keine Fantasy-Elemente, dafür umso mehr Psychosen.

Die erste Hälfte gefiel mir überraschend gut, weil die Zeichnung des Zerfalls einer menschlichen Existenz ziemlich scharf abgegrenzt beschrieben ist. Dann wird die Story etwas zu wild, etwas zu willkürlich, etwas zu sehr: King macht mit der Figur, was er will und so zündet (!) das Finale leider nicht wie erhofft. Insgesamt bleibt das Psychogramm lückenhaft und in manchen Teilen einfach im Dunkeln; der Hauptcharakter wird dadurch zunehmend ungreifbarer. Daneben gefiel mir erneut nicht, dass einer der Hauptgründe, weswegen die Story so verläuft, wie sie verläuft, über das gesamte Buch verteilt in winzigen Fitzelchen dargereicht wird. Mag (seinerzeit) der gewünschte Stil (gewesen) sein, mich holt das so leider weniger gut ab.

Außerdem ist die Übersetzung der mir vorliegenden Ausgabe wie auch bei den beiden anderen Bachman-Büchern unterirdisch (Orthografie, sinnentfremdete Übersetzung,...).

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Veröffentlicht am 25.09.2025

Biografische Selbsttherapie

Schuld, Scham und der ganze Scheiß
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56 / 100
Schon wieder ein Ratgeber, schon wieder eine ziemliche Themenverfehlung. Eigentlich sagt die Überschrift schon alles aus: Da schreibt jemand seine Memoiren und denkt, er muss sie verbreiten, weil ...

56 / 100
Schon wieder ein Ratgeber, schon wieder eine ziemliche Themenverfehlung. Eigentlich sagt die Überschrift schon alles aus: Da schreibt jemand seine Memoiren und denkt, er muss sie verbreiten, weil er Wissen einflicht, das anderen Menschen weiterhelfen könnte. Das ist grundsätzlich ein edler Gedanke, aber nur weil man eine wilde Karriere mit vielen Höhen und Tiefen durchlebt (hat), ist das noch keine triftige Daseinsberechtigung für ein entsprechendes Buch.

Versteht mich nicht falsch: Es ist achtenswert, was Philipp Ruland durchgemacht hat, um am Ende an dem Punkt anzukommen, an dem er heute steht. Seine eigene Geschichte dann allerdings in die Ratgebersparte einzubringen, sehe ich in dem Zusammenhang etwas problematisch, denn dafür ist es etwas zu wenig.

Daneben gibt es wieder sinnlose Unstimmigkeiten wie Rechtschreibfehler, falsche Worttrennungen und eine kaum zu durchschauende Chronologie. Und dann ist da noch das letzte Kapitel, in dem es vollständig nicht mehr um Selbsthilfe, sondern nur noch um Drama in seiner eigenen Welt geht – was deplatziert wirkt.

Als Biografie eines weniger bekannten Menschen schon nett, als Ratgeber nicht zu gebrauchen – ziemliches Mittelmaß.

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Veröffentlicht am 25.09.2025

Abgerissener Abriss

Selfies
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59 / 100
Gleich vorneweg: Mir erschließt sich nicht, warum man ein 80-Seiten-Buch zu einem Thema schreibt, das durchaus vier- bis fünfmal so umfangreich sein könnte. Dementsprechend schnell stürzt der ...

59 / 100
Gleich vorneweg: Mir erschließt sich nicht, warum man ein 80-Seiten-Buch zu einem Thema schreibt, das durchaus vier- bis fünfmal so umfangreich sein könnte. Dementsprechend schnell stürzt der Autor durch die Hintergründe, Historien und Gründe, wie es zum Phänomen „Selfie“ kam. Dabei werden große Teile auf dem Zeitstrahl ausgelassen und es geht mehr um das „Was kann ich damit anstellen?“, etwa um Filter und Masken – der psychologische Aspekt wird viel zu schwach beleuchtet. Auch der Ansatz, dass Selfies fast ausschließlich angefertigt würden, um sie in den (a)sozialen Medien zu teilen, ist viel zu kurz gegriffen.

Für den Einstieg vielleicht nutzbar, aber für ausführlichere Untersuchungen muss man sich woanders umschauen.

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Veröffentlicht am 24.09.2025

Er kam, ging und niemand starb

Schiller muss sterben!
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59 / 100
Es gibt Bücher, bei denen ich mich frage, was die schriftstellende Person dazu bewog, ihr Buch zu verfassen. Kurt Molzer kam rund 30 Jahre nach den geschilderten Erlebnissen auf die Idee, ebenjene ...

59 / 100
Es gibt Bücher, bei denen ich mich frage, was die schriftstellende Person dazu bewog, ihr Buch zu verfassen. Kurt Molzer kam rund 30 Jahre nach den geschilderten Erlebnissen auf die Idee, ebenjene zu Papier zu bringen. Dass eventuell das Kapital seit Anbeginn der Zeit auch für ihn der Hauptbeweggrund zu sein scheint, sei im Rahmen des boulevardesken Journalismus’ geschenkt. Auch dass es zu einem gewissen Teil Voraussetzung ist, persönlich eine Poöffnung zu sein, wenn man für die Regenbogenpresse… „arbeitet“ – ebenfalls geschenkt.

Nun weiß ich gar nicht so recht, was ich mir von diesem Buch erhofft habe. Eine retrospektiv kritische Auseinandersetzung mit dem Springer-Verlag? Dafür ist das Buch (abgesehen von seinem passend reißerischen Titel) allenfalls bedingt geeignet. Sicher, man erfährt nette Details aus der Wendezeit und dem Versuch, in einer ostdeutschen Stadt eine Redaktion einer westdeutschen Zeitung aufzubauen. Aber so schnell, wie die Ausführungen beginnen, so schnell enden sie auch wieder und der Ausflug ist doch relativ zeitnah beendet.

Nicht die Substanz, die ich mir gewünscht habe – schade, etwas mehr Selbstreflexion wäre schön und sinnhaft gewesen. Denn Geschichten aus der guten, alten, verrückten Zeit gibt es in der Form bereits im Überfluss.

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