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Evie

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Veröffentlicht am 26.09.2025

Der Fluch des Kalifen

The Wrath and the Dawn
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Sharzad möchte Rache, für ihre Freundin und für jede Frau, die wegen des Kalifen sterben musste. Jede Nacht heiratet Chalid eine Frau, nur um sie am nächsten morgen hinzurichten. Sharzi meldet sich freiwillig ...

Sharzad möchte Rache, für ihre Freundin und für jede Frau, die wegen des Kalifen sterben musste. Jede Nacht heiratet Chalid eine Frau, nur um sie am nächsten morgen hinzurichten. Sharzi meldet sich freiwillig für eine Heirat und schafft es, länger zu überleben als die anderen Bräute vor ihr. Sie will seine Schwachstelle herausfinden, was sie aber stattdessen herausfindet ist, dass nicht alles so ist, wie es scheint.

Sharzad ist eine starke und toughe Protagonistin. Das sieht man allein daran, dass sie mutig genug gewesen ist, ihr Leben zu riskieren, denn ihr Plan hätte sich auch nicht ausgehen können. Sie ist aber auch eine verständnisvolle Person, weshalb sie Chalid die Möglichkeit gibt, sich zu erklären. Zu Chalid passt der Ausdruck "Harte Schale, weicher Kern". Er wirkt kalt und unnahbar, tief in sich versteckt hat er aber auch eine emotionale Seite. Sein einziger Wunsch ist es, dass es seinem Volk gut geht und wenn er dafür Opfer bringen muss, ist er bereit, das zu tun.
Das Buch hat viele Nebencharaktere, was der Geschichte einiges an Leben einhaucht, aber auch etwas verwirrend sein kann.
Die Handlung mochte ich ganz gerne. Die Ausgangssituation mit dem Kalifen, der seine Bräute tötet und Shazi, die Rache nehmen möchte, ist interessant und meiner Meinung nach auch gut umgesetzt. Das einzige, was mich etwas gestört hat, ist das Alter von ihr. Sie ist sechzehn, was ich für das, was sie plant und für das, was sie alles erlebt, nicht wirklich angebracht finde. Chorasan ist ein interessanter Ort, den man gerne entdeckt. Die meiste Zeit über ist man zwar im Palast, bekommt aber vereinzelt auch ein paar Eindrücke von außerhalb der Mauern. Mit so einem Ende habe ich nicht gerechnet, weshalb ich gespannt bin, wie es weitergeht.
Der Schreibstil ist angenehm. Der Einstieg ist mir zwar nicht so leicht gefallen, da einige Personen vorkommen und man auch sehr abrupt in die Geschichte geworfen wird, das hat sich aber recht schnell gelegt und ich habe die Geschichte gut lesen können. Mit den Namen und manchen Begriffen habe ich mich manchmal etwas schwergetan, weil diese aus dem Orient stammen und ich noch nicht so vertraut mit diesen bin. Dafür gibt es aber am Ende ein Glossar, was geholfen hat. Womit ich mich auch manchmal schwergetan habe, sind die Perspektivwechsel gewesen. Das Buch hat insgesamt fünf POVs, wenn ich mich nicht täusche, was der Geschichte zwar mehr Tiefe verleiht, es aber auch etwas schwer sein kann, alles einzuordnen.
Ich kann die Geschichte jedem empfehlen, der gerne eine packende Fantasy mit Orient-Setting lesen möchte. Die Protagonisten sind vielschichtig und interessant, und auch die Story ist gut gemacht. Der Magieanteil ist gering, eventuell wird aber im zweiten Band die Magie eine größere Rolle spielen.

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Veröffentlicht am 25.09.2025

Moderne und feministische Ritterinnen-Geschichte

Sisters of Sword and Shadow (Sisters of Sword and Shadow 1)
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Cass weiß schon früh, dass sie nicht heiraten möchte, für immer bei ihren Eltern leben und von ihnen abhängig sein, möchte sie aber auch nicht. Als eines Tages eine Ritterin sie dazu einlädt, mit ihr zu ...

Cass weiß schon früh, dass sie nicht heiraten möchte, für immer bei ihren Eltern leben und von ihnen abhängig sein, möchte sie aber auch nicht. Als eines Tages eine Ritterin sie dazu einlädt, mit ihr zu kommen, tut sie das ohne zu zögern. Von nun an lernt sie zu kämpfen und was es heißt, in der Schwesternschaft der Seidenritter zu leben.

Cass ist mir sympathisch gewesen. Ich kann ihren Wunsch nachvollziehen und finde es gut, dass sie nicht davor zurückschreckt, hart zu arbeiten. Denn genau das muss sie tun, um bei der Schwesternschaft bleiben zu können.
Die Geschichte hat mir mit ihrem feministischen Twist gut gefallen. Die Frauen verteidigen nicht nur ihre Gemeischaft, sondern nehmen auch andere Personen vor den schlechten Machenschaften der Ritter in Schutz. Doch nicht immer können sie sich wehren, da das zu viel Aufmerksamkeit erregen würde. Ich muss sagen, dass mir das nicht gut gefallen hat, ich kann jedoch verstehen, warum diese Momente in der Geschichte drin sind. Der Alltag bei den Ritterinnen ist anfangs interessant, mit der Zeit ist es aber etwas langweilig geworden, da ihr normaler Alltag doch jeden Tag ähnlich ist. Dass Cass Magie besitzt, ist ein spannender Faktor. Ich würde mir aber wünschen, dass sie im nächsten Band eine größere Rolle spielt.
Der Schreibstil ist insgesamt gut. Da das eine High Fantasy ist, ist der Schreibstil sehr beschreibend und detailliert, weshalb es sich manchmal etwas ziehen kann.
Ich kann das Buch jedem empfehlen, der gerne Geschichten liest, die starke Frauen als Protagonisten haben und im Mittelalter spielen. Das Leben in der Schwesternschaft ist die meiste Zeit über interessant, jedoch gibt es auch einige Wiederholungen.

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Veröffentlicht am 25.09.2025

Ein übernatürlicher Kriminalfall

All the Hidden Monsters 1: All The Hidden Monsters
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Als Sages Freundin ermordet wird, möchte sie sich an den Ermittlungen beteiligen. Das Problem ist aber, dass sie eine Werwölfin ist und normalerweise nur Hexenmeister und Hexen diesen Job machen. Hexenmeister ...

Als Sages Freundin ermordet wird, möchte sie sich an den Ermittlungen beteiligen. Das Problem ist aber, dass sie eine Werwölfin ist und normalerweise nur Hexenmeister und Hexen diesen Job machen. Hexenmeister Oren stimmt letztendlich zu, mit ihr zu arbeiten. Was beiden da noch nicht bewusst war, ist, dass sie es nicht nur mit einem Mord zu tun haben, sondern mit einer Mordreihe.

Sage und Oren haben mir gut gefallen. Sie bilden ein gutes Team, weil sie sich recht ähnlich sind, auch wenn es auf den ersten Blick nicht so scheint. Sage ist beliebt, während Oren aufgrund einer Geschichte gemieden wird. Beide fühlen sich einsam, weshalb sie an der gemeinsamen Arbeit Gefallen finden.
Das Buch hat ein paar interessante Charaktere, mein Highlight ist aber P gewesen. Sie ist sehr klug und hat Oren und Sage das ein oder andere Mal in die richtige Richtung geschubst.
Die Handlung ist die meiste Zeit über interessant gewesen, es gab aber auch einige zähe Momente. Die Ermittlungen haben für Spannung gesorgt und ich mochte es, dass in der Geschichte verschiedene Wesen vorgekommen sind. Die Gemeinschaft hat mir ebenfalls gut gefallen und ist für mich ein schöner Aspekt gewesen.
Der Schreibstil ist nicht schlecht, konnte mich aber nicht mitreißen. Die Ermittlungen sind spannend beschrieben und die konnten mich fesseln, aber es gab immer wieder Längen, die mich aus dem Lesefluss gerissen haben.
Ich kann das Buch jedem empfehlen, der gerne Cozy Crime und Geschichten mit verschiedenen Wesen mag, Werwölfe sind hier aber im Vordergrund. Sage und Oren sind facettenreiche Protagonisten und es ist interessant zu sehen, wie sie den Fall lösen.

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Veröffentlicht am 25.09.2025

Das Streben nach Rache

The Deathless One
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Eine mysteriöse Seuche breitet sich in Jessamines Reich aus. Weil niemand ein Heilmittel finden kann und sie nur das Beste für ihr Volk möchte, geht sie eine Vernunftehe ein, doch ihr Zukünftiger hintergeht ...

Eine mysteriöse Seuche breitet sich in Jessamines Reich aus. Weil niemand ein Heilmittel finden kann und sie nur das Beste für ihr Volk möchte, geht sie eine Vernunftehe ein, doch ihr Zukünftiger hintergeht und ermordet sie. Sie stirbt aber nicht, denn sie wird von einem Gott, den man den Todlosen nennt, zurückgeholt. Er hat schon lange auf so jemanden wie Jessamine gewartet, doch wird sie sich seinen Forderungen beugen?

Jessamine ist eine starke Persönlichkeit. Ihr wird viel unrecht getan und sie muss einiges aushalten, steht das aber für ihr Reich durch. Sie hat ihre schwachen Momente, aber sie steht immer wieder auf und macht weiter. Der Todlose ist ein interessanter Protagonist. Mir hat es gut gefallen, dass man seine verschiedenen Seiten zu sehen bekommt, ich hätte insgesamt aber gerne noch mehr über ihn erfahren.
Die Handlung hat viel Potential, was nicht vollständig genutzt wurde. Obwohl die Geschichte faszinierende und spannende Aspekte hat, hat mir das gewisse Etwas gefehlt, was sie besonders macht. Es geht in der Geschichte insgesamt um zwei Sachen, nämlich um das, was der Gott von Jessamine will und darum, wer Jessamine vom Thron haben wollte und warum. Der letzte Aspekt ist gelungen, das hin und her zwischen dem Todlosen und Jessamine hat mich aber etwas gestört. Dafür finde ich die Atmosphäre umso gelungener. Es ist düster und fast schon bedrückend, was gut zur Story passt.
Die Sprecher mochte ich gerne und sie haben gut zur Geschichte gepasst. Viola Müller schafft es, den Charakter von Jessamine gut rüberzubringen und Lennart Wolff verleiht dem Todlosen eine ausdrucksstarke Stimme, die perfekt zu einem Gott passt. Mir hat richtig gut gefallen, wie er die Momente rübergebracht hat, in denen der Todlose wütend oder verzweifelt gewesen ist. Beiden hört man gerne zu und meiner Meinung nach haben sie viel für die Geschichte getan.
Ich kann das (Hör-)Buch empfehlen, der gerne düstere Fantasy über Hexen und Götter liest. Der Aspekt mit der Krankheit ist spannend, genauso wie das Suchen nach Antworten. Ich hätte mir insgesamt aber noch etwas mehr Handlung gewünscht.

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Veröffentlicht am 21.09.2025

Die Zeit ist das Wertvollste

Zeitbrand: Genesis
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Rhea ist eine Drachenreiterin und sie möchte den Thron. Sie möchte beweisen, dass auch eine Frau ein Reich regieren kann. Leycon, ein Schattenagent, hat ein Ziel. Er will Rhea und ihren Drachen ermorden. ...

Rhea ist eine Drachenreiterin und sie möchte den Thron. Sie möchte beweisen, dass auch eine Frau ein Reich regieren kann. Leycon, ein Schattenagent, hat ein Ziel. Er will Rhea und ihren Drachen ermorden.

Das Buch hat einige Protagonisten. Rhea und Leycon stehen etwas mehr im Vordergrund, aber auch andere Charaktere bekommen viel Raum. Sie hängen alle auf verschiedene Arten miteinander zusammen, noch kennt man aber nicht alle Zusammenhänge. Ich muss sagen, dass es recht interessante Protagonisten sind, ich habe aber nicht wirklich zu jemandem eine Verbindung aufbauen können.
Die Handlung hat viel Potential, wurde meiner Meinung nach aber nicht vollends ausgeschöpft. Was mich ziemlich stark gestört hat, ist, dass Leycon und Rhea im Verlauf des Buches kaum ihren Zielen näher kommen. Deswegen hatte ich manchmal das Gefühl, dass die Geschichte nicht wirklich vorankommt. Ich denke aber, dass in diesem Teil eine gute Basis gelegt wurde, damit die Handlung im nächsten Teil eventuell stärker voranschreitet.
Die Welt finde ich spannend. Sie ist mittelalterlich angehaucht und es gibt zwei verfeindete Reiche, zwischen denen es auch zu Angriffen kommt. Zusätzlich leben noch Drachen in dieser Welt und es gibt einen Aspekt bei ihnen, den ich originell finde, nämlich, dass sie regelmäßig Lebensjahre aufnehmen müssen. Das habe ich so noch nirgends gelesen, weshalb mir das gut gefallen hat.
Der Schreibstil ist gut und beschreibend, vor allem auf die Welt mit ihren Regeln wird ein großer Fokus gelegt. Dass die Geschichte aus mehreren Perspektiven erzählt wird, finde ich per se nicht schlecht, die vielen Handlungsstränge können aber auch verwirrend sein, insbesondere, da man noch nicht weiß, wie alles und jeder zusammenhängt.
Ich kann das Buch jedem empfehlen, der eine Drachen-Fantasy der etwas anderen Art lesen möchte. Die Welt und die Handlung ist komplex und kann in manchen Momenten auch recht brutal sein, weshalb man damit keine Probleme haben sollte, wenn man zu diese Buch greift. Auch wenn ich ein paar Kritikpunkte habe, ist es ein guter Auftakt, der Lust auf mehr macht.

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