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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.11.2025

Finale - humorvoll, blutig und verstörend

Black Bird Academy - Liebe den Tod
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Stella Tack bleibt im dritten und letzten Band der Black Bird Academy-Reihe ihrem Stil treu. Die Geschichte rund um die Exorzisten, die Dämonen und alle, die irgendwo so zwischendrin rangieren, war auch ...

Stella Tack bleibt im dritten und letzten Band der Black Bird Academy-Reihe ihrem Stil treu. Die Geschichte rund um die Exorzisten, die Dämonen und alle, die irgendwo so zwischendrin rangieren, war auch in diesem Band extrem blutig und für mich auch oft verwirrend, weil ich mir schwer vorstellen konnte, wie die Fähigkeiten der einzelnen Charaktere aussehen. Auf der anderen Seite habe ich auch schon lange nicht mehr so viel gelacht bei einem Fantasy-Buch - vor allem Lore war nie um einen dummen Spruch verlegen und erinnerte mich in seiner Art ein wenig an die Romane von Terry Pratchett.

Die Handlung war im wahrsten Sinne des Wortes "fantastisch" - die Autorin zauberte immer wieder irgendwelche neuen Dämonen oder Features aus dem Hut, die die Geschichte für mich noch komplexer und noch schwerer greifbar machte. Zugleich verliefen am Ende irre viele Fäden im Sande - oft ein Zeichen für einen vierten Band, was ich mir in diesem Fall jedoch weder vorstellen kann, noch wünsche.

Gefallen hat mir in diesem Band das Setting in Japan und auch, dass wir Crain ein bisschen besser kennenlernen konnten. Komplett unnötig fand ich im Rückblick auf alle drei Bände die Einleitungen zu den einzelnen Kapiteln, in denen einzelne Dämonen aus der Mythologie und ihre Eigenschaften beschrieben werden, die aber zugleich größtenteils niemals im Buch auftauchen. Ich bin recht schnell dazu übergegangen, diese Absätze zu überspringen.

Nach wie vor hatte ich auch in diesem dritten Band das Gefühl, dass Stella Tack den Jugendbüchern eigentlich noch nicht entwachsen ist. Zugleich waren dann zwischendrin immer wieder so Szenen eingebaut, die selbst für mich als Erwachsene komplett drüber waren, entweder in punkto Grausamkeit oder in Form einer ziemlich extremen Sexszene, die für mich den Anschein erweckten, als sollte das Buch gezwungenermaßen seinen Weg in die Erwachsenenabteilung der Buchhandlung finden.

Mein Fazit: Ich liebe die Jugendbücher der Autorin und bin nach dieser Reihe der Meinung, dass sie dort auch sehr gut aufgehoben ist. Zur Black Bird Academy habe ich leider bis zum Ende keinen richtigen Zugang gefunden, so dass ich auch für Band 3 nicht mehr als 2,5 von 5 Sternen vergeben kann.

Veröffentlicht am 25.09.2025

Leider keine große Steigerung zu Band 1.

Black Bird Academy - Fürchte das Licht
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Ich kann leider nach wie vor den Hype um diese Reihe nicht verstehen, auch wenn mir Band 2 nun minimal besser gefallen hat als Band 1. Aber gut...

Ich beginne mit dem Positiven: Die Idee mit den Exorzisten-Spielen ...

Ich kann leider nach wie vor den Hype um diese Reihe nicht verstehen, auch wenn mir Band 2 nun minimal besser gefallen hat als Band 1. Aber gut...

Ich beginne mit dem Positiven: Die Idee mit den Exorzisten-Spielen fand ich grundsätzlich gut. Insgesamt empfand ich die Handlung in Band 2 packender und abwechslungsreicher als in Band 1. Gut gefallen hat mir auch, dass die "Lovestory" zwischen Leaf und Falco durch Tempests Anwesenheit eine völlig neue Wendung bekommen hat (ich bin ja kein großer Fan von Falco und bin deshalb nicht böse darum, dass er in Band 2 öfters mal anderweitig beschäftigt war), und dass Lores Rolle plötzlich sehr positiv und friedensstiftend angelegt war. Tatsächlich ist er neben Crain und seiner Tante Zelda mein Lieblings-Charakter in dieser Reihe.

Schwierig war für mich weiterhin Leafs Verhalten (weiterhin sehr passiv ; agiert selbst nicht, sondern reagiert nur) und meine Wahrnehmung von ihr, die so überhaupt nicht zu ihrem Ruf in Exorzisten-Kreisen passen wollte. Denn abgesehen von ihrer Fähigkeit, Seelen zu essen und selbst schnell zu heilen, kann sie ja eigentlich nichts, das rechtfertigen würde, dass sie als so mächtig angesehen wird. Fakt ist, dass sie ohne die Unterstützung von Crain, Zero, Vane etc. schon längst - und in ca. jedem zweiten Kapitel erneut - gestorben wäre. Falls sie das überhaupt kann, denn: Nach wie vor verstehe ich nicht, wie die Fähigkeiten der Dämonen und der Exorzisten funktionieren. Ob ein Dämon aus einem Kampf als Sieger hervorgeht und was im Falle einer Niederlage mit ihm geschieht erscheint mir total willkürlich. Das einzig Sichere ist, dass die Exorzisten dahinsterben wie die Fliegen und dass es aber niemanden zu interessieren scheint, nicht mal dann, wenn der Intendant im Rahmen der Spiele seine beiden Söhne verliert...

Mein Fazit: Vielleicht liegt es an mir, dass ich keinen Zugang zu der Reihe finde. Dennoch fühlt es sich die ganze Zeit so an, als hätte jemand, der eigentlich Jugendbücher schreibt, aufgetragen bekommen, eines seiner Manuskripte in Fantasy für Erwachsene umzuschreiben. Nur so kann ich mir erklären, wie ein Buch gleichzeitig so unreif und blutrünstig sein kann. Leider kann ich wieder nicht mehr als 2,5 Sterne vergeben.

Veröffentlicht am 16.09.2025

Leider kein Highlight

Black Bird Academy - Töte die Dunkelheit
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Ich kenne Stella Tack bisher ausschließlich aus dem Jugendbuch-Sektor und fand ihre Bücher bisher alle sehr lesenswert. Deshalb bin ich nun ein wenig enttäuscht, weil mich der erste Teil der Black Bird ...

Ich kenne Stella Tack bisher ausschließlich aus dem Jugendbuch-Sektor und fand ihre Bücher bisher alle sehr lesenswert. Deshalb bin ich nun ein wenig enttäuscht, weil mich der erste Teil der Black Bird Academy nicht so richtig überzeugen konnte. Die Geschichte ist wieder gewohnt humorvoll geschrieben (allein schon die Fahrstuhlmusik in der Exorzisten-Akademie fand ich genial), aber die Handlung war für mich überhaupt nicht ausgereift. Vieles wirkte sehr willkürlich und konstruiert. Manche Passagen, in denen es um die Kämpfe zwischen Dämonen und Exorzisten ging, musste ich dreimal lesen, konnte aber im Nachhinein nicht behaupten, sie verstanden zu haben. Überhaupt war mir vieles schlicht und ergreifend zu grausam. Und in Verbindung mit dem ständigen spaßigen Unterton konnte ich das Buch einfach nicht ernst nehmen.

Was die Charaktere angeht, kann ich sagen, dass ich ein großer Fan von Crain und Zero bin. Auch Lore hat so seine Momente, während Leaf für mich irgendwie - Achtung, Wortwitz - bis zum Schluss ein unterschriebenes Blatt blieb. Eigentlich unglaublich, nach 600 Seiten mit unserer Protagonistin, aber doch auch verständlich, wenn man beachtet, dass sie quasi keine eigenen Entscheidungen fällt und immer nur macht, was andere ihr sagen.
Falco hat für mich alle Love Interest überhaupt nicht funktioniert. Ich fand ihn nicht sexy und konnte bis zum Ende nichts spüren, was mit Hoffnung auf ein Happy End für unser Couple gemacht hätte.

Mein Fazit: ich gebe zu, dass ich im Fantasy Bereich nur in Ansätzen zu Hause bin und deshalb vielleicht manches anders empfinde als eingefleischte Fantasy-Liebhaber. Dennoch ist mir dieses Buch nur 2,5 von 5 Sternen wert. Die Fortsetzung liegt auf meinem Nachttisch, aber ich bin noch nicht sicher ob ich mit den Exorzisten weiter machen will...

Veröffentlicht am 22.04.2025

Konnte mich leider nur bedingt überzeugen

Infinity Falling - Mess Me Up
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Ich hatte mich auf diese Buchreihe eigentlich sehr gefreut, da ich Sarah Sprinz als Autorin sehr schätze und das Setting äußerst interessant klang. Nach dem ersten Buch muss ich feststellen, dass mich ...

Ich hatte mich auf diese Buchreihe eigentlich sehr gefreut, da ich Sarah Sprinz als Autorin sehr schätze und das Setting äußerst interessant klang. Nach dem ersten Buch muss ich feststellen, dass mich die Story bisher nur bedingt packen konnte.

Ich glaube, dass die Geschichte von Aven und Hayes sehr viel Potential gehabt hätte. Doch leider gab es jede Menge Längen und Wiederholungen, ich hatte ständig das Gefühl, dass die Protagonisten sich im Kreis drehen und dass keine Bewegung in die Geschichte kommt. Vielleicht war die Rahmenhandlung auch einfach zu dünn angelegt.

Gut gefallen hat mir Hayes mit seinem sehr fühlbaren inneren Zwiespalt. Anorexie bei Männern ist ein Thema, das einerseits sehr wichtig, und andererseits sehr wenig präsent ist. Aufgrund der Außenwirkung hätte ich mir gewünscht, dass eine stärkere Message rüberkommt - so hatte ich das Gefühl, dass jegliche Hilfsangebote von außen (von Ruben oder der Psychologin, von der Klinik, von Aven...) ins Leere laufen und dass es sich für Hayes augenscheinlich nicht gelohnt hätte, sich Hilfe zu suchen.

Zu Aven konnte ich leider überhaupt keine Verbindung aufbauen. Und irgendwie ist auch das Gefühl zwischen ihr und Hayes nicht zu mir rüber geschwappt. Echt schade, da ich weiß, dass Sarah Sprinz das eigentlich richtig gut kann. Ich bin aber guter Dinge, dass das in Band 2 wieder anders wird, da ja zwischen Holly und Ruben in Band 1 schon jede Menge Fetzen geflogen sind... wenn jetzt noch ein paar Funken hinzukommen, bin ich glücklich.

Mein Fazit: Eine schöne Geschichte mit wichtigen Themen, die leider ihre Schwächen in der Ausarbeitung aufweist. Ich freue mich dennoch auf Band 2 und wünsche mir für Ruben und Holly mehr Leidenschaft und Gefühl. Für "Mess me up" gibts von mir 2,5 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 11.01.2025

Postapokalyptischer Herzschmerz

Ruins of Love. Gespalten (Grace & Hayden 2)
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Ich mag die Geschichte von Grace und Hayden immer noch, auch wenn meine anfängliche Begeisterung ein wenig abgeflaut ist. Sehr deutlich ist geworden, wie zerrissen die beiden sich fühlen und wie schwierig ...

Ich mag die Geschichte von Grace und Hayden immer noch, auch wenn meine anfängliche Begeisterung ein wenig abgeflaut ist. Sehr deutlich ist geworden, wie zerrissen die beiden sich fühlen und wie schwierig es in einer Welt wie der ihren ist, eine Beziehung zu führen. Ich fand aber auf jeden Fall schön, mehr von Grace und ihrem Leben in Greystone zu erfahren.

Nach Band 2 habe ich nun ein wenig Angst, dass sich die Geschichte - die sich ja immerhin auf 4 Bände erstreckt - totlaufen wird. Für meine Begriffe ist relativ vorhersehbar, was geschehen wird. Und deshalb wird es auch immer schwieriger werden für Grace und Hayden als Paar. Schon in Band 2 haben sich die intimen Szenen immer irgendwie unpassend angefühlt und ich fürchte, das wird im Krieg mit Greystone nicht besser werden. Dafür, dass es sich ja um ein sehr düsteres Szenario handelt, geht vieles zu leicht und wird in seiner Schwere nicht gewürdigt. Ich bin gespannt, wie Megan Devos die Geschichte sinnig weiterführt.

Mein Fazit: Nicht mehr so gut wie Band 1, aber nach wie vor eine interessante Geschichte mit einem liebenswerten Couple. Hierfür gibts 2,5 von 5 Sternen.