Tolle Idee mit ausbaufähiger Umsetzung
Of Flame and FuryInhalt:
Kel nimmt mit ihrem Phönix und ihrem Team den Howler regelmäßig an den beliebten Phönixrennen auf der Insel Cendor teil. Obwohl ihr die Rennen zuwider sind, kann sie nur so ihre Schulden bezahlen ...
Inhalt:
Kel nimmt mit ihrem Phönix und ihrem Team den Howler regelmäßig an den beliebten Phönixrennen auf der Insel Cendor teil. Obwohl ihr die Rennen zuwider sind, kann sie nur so ihre Schulden bezahlen und für die Pflege ihres Phönix Savita aufkommen. Durch einige unerwartete Entwicklungen ist sie gezwungen mit Warren Coupers, Coup genannt, zusammen zu arbeiten, der für all das steht, was sie an Phönixrennen verabscheut. Doch dann fordert ihr neuer Sponsor auch noch zu PR-Zwecke, dass Coup und Key eine Beziehung vortäuschen sollen, um ihre Bekanntheit weiter anzufachen. Je mehr Zeit sie miteinander verbringen, desto mehr Gemeinsamkeiten entdeckt Kel, die sie mit Coup hat. Bis nicht nur ihr Herz sondern auch ihr Leben und das ihres Phönix Savita auf dem Spiel steht.
Meinung:
Der Debütroman von Mikayla Bridge Of Flame and Fury konnte mich leider nicht gänzlich überzeugen. Der Aufbau der Welt rund um Cendor ist interessant und von Phönixen habe ich bisher noch nicht allzu viel gelesen. Jedoch erschien mir die erschaffene Welt nicht ganz ausgereift zu sein. Während des Lesens haben sich bei mir einige Fragen gestellt auch zu diversen Logikfehlern in der Erzählung oder aufgrund von ausgelassenen Erwähnungen in der Story. Hinzu kommen einige Erläuterungen wie das Erwähnen von Verbrennungen „4. Grades“, die es zumindest im deutschen Gesundheitssystem so nicht gibt. Gegebenenfalls liegt das jedoch auch an der Übersetzung. Verbrennungen 4. Grades wie im Buch erwähnt, oder auch 3. Grades können bei den körperlichen Schäden, wie sie im Buch beschrieben werden, nicht in dieser Form geheilt werden. Hier wurde nach meinem Empfinden stark übertrieben, was es für mich, auch wenn es sich um ein Fantasy-Buch handelt, unrealistisch und zu abstrakt gemacht hat. Auch konnte ich mir nicht erschließen, warum genau Phönixrennen veranstaltet werden.
Die Protagonistin Kel war mir stellenweise auch etwas zu naiv und leichtgläubig, wodurch ich beim Lesen leider das ein oder andere Mal etwas genervt von ihr war. Dies passt jedoch zu ihrem geschilderten Alter von 17 Jahren. Jedoch wird im Buch häufig auch von früher oder den Jahren davor gesprochen, die mit dem Alter der Protagonisten nicht lange her sein dürften. Dennoch werden Formulierungen verwendet wie „früher einmal“, wenn von ihren Zukunftswünschen die Rede ist.
Die Beziehung zu Coup wird ganz schön geschildert und die Entwicklung der beiden zueinander hin ist toll beschrieben. Auch die jeweiligen Verhaltensweisen von Kel und Coup werden mit Fortschreiten des Buches gut erläutert und nach und nach erklärt sich auch, warum Kel oder Coup so reagiert haben.
Auch die anderen Figuren im Buch sind schön dargestellt, auch wenn es an der ein oder anderen Stelle gerne etwas mehr ins Detail hätte gehen können. Die Botschaft in dem Buch lässt sich schon relativ zu Beginn erahnen, ist jedoch trotzdem gut in die Geschichte eingewoben.
Die Grundidee des Buches ist dennoch gut und der Schreibstil der Autorin durchaus sehr leichtgängig.
Insgesamt konnte mich Of Flame and Fury leider nicht überzeugen, aufgrund von einigen Logikfehlern im Buch und einer etwas arg jungen Protagonistin im Vergleich zur Rolle, die sie in dieser Geschichte auszufüllen hat.