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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.02.2026

Geht so..

After love
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„After Love“ ist für mich der bisher schwächste Teil der Reihe. Obwohl Anna Todd ihren gewohnt fesselnden Schreibstil beibehält und es durchaus Kapitel gab, die ich schnell verschlungen habe, wirkt dieser ...

„After Love“ ist für mich der bisher schwächste Teil der Reihe. Obwohl Anna Todd ihren gewohnt fesselnden Schreibstil beibehält und es durchaus Kapitel gab, die ich schnell verschlungen habe, wirkt dieser Band insgesamt deutlich langatmiger und mit unnötigem „Puffer-Material“ gefüllt. Die ständigen Wiederholungen – sowohl in den Streitereien als auch in den erotischen Szenen – lassen die Handlung oft auf der Stelle treten.

Die Beziehung zwischen Tessa und Hardin zeigt hier ihre destruktivste Seite. Beide verhalten sich widersprüchlich, egoistisch und emotional unausgeglichen, was zwar zur Dynamik der Reihe gehört, aber in diesem Band besonders ermüdend wirkt. Tessas Entscheidung, nach Seattle zu gehen, fand ich grundsätzlich stark – umso unverständlicher war ihr anschließendes Hin-und-Her, das die dringend nötige Beziehungspause ad absurdum führt. Auch Hardins Verhalten bleibt problematisch: Er erwartet Kompromisse, die er selbst nicht bereit ist einzugehen.

Ein weiterer Schwerpunkt ist Tessas Vater, dessen Auftauchen zwar Potenzial gehabt hätte, aber durch den extremen Zufall und die oberflächliche Behandlung seiner Probleme eher konstruiert wirkt. Ähnlich verhält es sich mit dem großen Twist am Ende: überraschend, ja – aber nicht organisch eingebettet und ohne echten Einfluss auf die bisherige Handlung.

Was mich am meisten gestört hat, ist die zunehmende Überzeichnung der Figuren. Tessa wirkt stellenweise fast überperfekt, während sich gefühlt jeder Charakter um sie dreht. Gleichzeitig bleibt Hardin in seinen Mustern gefangen, ohne dass die Geschichte diese Dynamik wirklich hinterfragt. Das Vierecks-Drama setzt dem Ganzen die Krone auf und wirkt unnötig aufgebläht.

Trotz all dieser Kritikpunkte bleibt die Reihe fesselnd – Todd versteht es, Emotionen zu schüren und Cliffhanger zu setzen. Doch „After Love“ verliert sich zu sehr im Drama und zu wenig in echter Entwicklung. Für Fans der Reihe sicher lesbar, aber im direkten Vergleich zu den Vorgängern deutlich schwächer.

Fazit: solide Fortsetzung mit starken Momenten, aber zu viel Wiederholung und zu wenig Substanz. 3 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 15.02.2026

Viel Potenzial, wenig Handlung

After truth
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Tessa ist innerlich zerrissen: Einerseits kann sie Hardin sein Verhalten nicht verzeihen, andererseits lassen sie ihre Gefühle für ihn nicht los. Zwischen Demütigung, Sehnsucht und der Hoffnung, dass Hardin ...

Tessa ist innerlich zerrissen: Einerseits kann sie Hardin sein Verhalten nicht verzeihen, andererseits lassen sie ihre Gefühle für ihn nicht los. Zwischen Demütigung, Sehnsucht und der Hoffnung, dass Hardin sich ändern kann, steckt sie in einem emotionalen Chaos fest. Doch die Frage bleibt: Haben die beiden wirklich eine Zukunft – oder wiederholt sich alles nur?

Nach dem starken ersten Teil hatte ich hohe Erwartungen, doch der zweite Band konnte diese leider nicht erfüllen. Auf fast 800 Seiten passiert erschreckend wenig, und am Ende steht man nahezu an derselben Stelle wie zu Beginn. Der Schreibstil ist zwar weiterhin angenehm und flüssig, sodass ich das Buch trotz allem schnell gelesen habe – aber wirklich hängen geblieben ist kaum etwas.

Die Beziehung zwischen Tessa und Hardin wirkt noch toxischer als zuvor, und eine echte Charakterentwicklung bleibt weitgehend aus. Das ständige Hin und Her, die immer gleichen Streitereien und Versöhnungen, Hardins Eifersucht und Tessas Naivität – all das wiederholt sich so oft, dass es irgendwann ermüdend wird. Eine straffere Erzählweise hätte der Geschichte definitiv gutgetan.

Positiv hervorzuheben ist, dass die Perspektive nun zwischen Tessa und Hardin wechselt. Dadurch bekommt man einen besseren Einblick in Hardins Gedankenwelt, was im ersten Teil noch gefehlt hat. Auch die emotionalen Beschreibungen funktionieren weiterhin gut und sorgen dafür, dass man trotz allem mitfühlt.

Trotz meiner Kritik sehe ich nach wie vor Potenzial in der Reihe. Vielleicht wäre eine Nebenhandlung – etwa zwischen Tessa und Trevor – eine willkommene Abwechslung gewesen. Dennoch werde ich den dritten Teil lesen, denn mein Bauchgefühl sagt mir, dass es wieder bergauf gehen könnte.

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Veröffentlicht am 28.11.2025

Tropische Langeweile

Tropische Gefahr
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Cover:
Das Cover von Tropische Gefahr sieht sehr einladend aus und spiegelt das exotische Setting des Krimis gut wider. Die Darstellung der tropischen Landschaft mit Palmen und dem klaren, weiten Meer ...

Cover:
Das Cover von Tropische Gefahr sieht sehr einladend aus und spiegelt das exotische Setting des Krimis gut wider. Die Darstellung der tropischen Landschaft mit Palmen und dem klaren, weiten Meer im Hintergrund erzeugt sofort das Gefühl von Urlaub und paradiesischen Bedingungen. Der rote Papagei, der auf einem Baum sitzt, hebt sich farblich ab und zieht die Aufmerksamkeit auf sich, was das Cover visuell noch interessanter macht. Die Mischung aus Natur und Gefahr ist ein schönes Element, das die Spannung des Krimis andeutet.
Die Gestaltung passt hervorragend zu dem Inhalt des Buches und weckt sofort Interesse, insbesondere für Leser, die sich für Krimis in exotischen Settings begeistern.
Inhalt:
Detective Inspector Josefa Horseman kehrt nach einem langen Reha-Aufenthalt in den USA in seine Heimat auf den Fidschi-Inseln zurück. Kaum angekommen, wird er zu einem Mordfall in einem Urlaubsresort gerufen. Ein Zimmermädchen wurde tot aufgefunden, und der Fall entwickelt sich als zunehmend undurchsichtig. Zusammen mit seiner Kollegin, Detective Sergeant Singh, versucht Horseman, den Mörder zu finden, wobei sie nicht nur auf Widerstand von Einheimischen stoßen, sondern auch in die Sitten und Probleme der Inselgesellschaft eintauchen müssen. Die Ermittlungen führen Horseman immer wieder mit den Herausforderungen des tropischen Lebens und der lokalen Kultur zusammen – von überbordender Bürokratie bis hin zu den komplexen Verwandtschaftsverhältnissen der Inselbewohner.
Persönliche Meinung:
Ich bin grundsätzlich ein Fan von Krimis, die nicht auf übertriebene Action setzen, aber Tropische Gefahr hat es meiner Meinung nach mit der Langsamkeit ein wenig übertrieben. Die Charaktere, insbesondere Horseman, verlieren sich oft in Nebenschauplätzen, was die Spannung dämpft. Besonders anfangs fand ich es schwer, in die Geschichte einzutauchen. Der Wechsel zwischen den Kapiteln war für mich manchmal zu abrupt, was das Leseerlebnis zäh machte. Die vielen fremdsprachlichen Vokabeln und die exotischen Namen sorgten ebenfalls für Anfangsschwierigkeiten und bremsen den Lesefluss.
Auch mit Horseman als Hauptfigur konnte ich mich nicht wirklich anfreunden. Er ist mehr mit persönlichen Themen beschäftigt als mit der eigentlichen Mordermittlung, was die Geschichte für mich etwas aus dem Takt brachte. Ich hätte mir mehr Tiefe und Engagement von ihm als Ermittler gewünscht. Trotz dieser Schwächen fand ich die Mordgeschichte selbst aber durchaus spannend, vor allem weil sie einige Wendungen und ein durchdachtes Motiv bot. Der Fall bleibt lange rätselhaft und der Spannungsaufbau in dieser Hinsicht ist gut gelungen.
Was mir besonders gefallen hat, war die Authentizität, mit der die Autorin das Leben auf den Fidschi-Inseln beschreibt. Die landestypischen Gegebenheiten, die Kultur und die sozialen Spannungen werden gut in die Handlung integriert und tragen zur Atmosphäre bei.
Fazit:
„Tropische Gefahr“ ist ein solider Krimi, der mit einer faszinierenden Kulisse und einem gut konstruierten Fall aufwartet. Die langsame Erzählweise und der oft zu springende Erzählfluss trüben jedoch das Lesevergnügen. Auch der Protagonist ist nicht ganz der erhoffte, durchdachte Ermittler, was mir etwas gefehlt hat. Wer jedoch keine Probleme mit einem gemächlicheren Tempo hat und sich für exotische Kulturen interessiert, könnte trotzdem gut unterhalten werden. Ich gebe dem Buch 3 von 5 Sternen – es hat Potential, aber hier und da könnte noch ein wenig mehr Spannung und Dynamik drin sein.

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Veröffentlicht am 25.09.2025

Cozy Style

Weihnachten in Applemore
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Cover:
Ich mag die Gestaltung sehr. Es ist derzeit der offensichtliche Stil, der eben gut ankommt. Es passte zum Thema und sprudelt quasi vor Liebesglück.Und weckt eben sofort das heimelige Gefühl von ...

Cover:
Ich mag die Gestaltung sehr. Es ist derzeit der offensichtliche Stil, der eben gut ankommt. Es passte zum Thema und sprudelt quasi vor Liebesglück.Und weckt eben sofort das heimelige Gefühl von Weihnachten.

Inhalt:
Ich muss zugeben, dass dieses Buch einer Reihe gehört und ich dieses nicht wusste. In diesem Fall wohl Band 4. Ich kann aber so definitiv sagen, dass man dieses Buch ruhig lesen kann ganz unabhängig von den anderen Büchern. Man hat hier eine eigne und abgeschlossene Story.
Polly ist befreundet mit dem Hotelbesitzer Harry und das schon seit Jahren, aber plötzlich ändert sich das Verhältnis zueinander und weder Polly, noch Harry wissen so recht wohin mit ihren Gefühlen. Also stürzen sie sich in Arbeit.
Harry will das Hotel komplett renovieren und Polly führt ihren Hofladen mit viel Erfolg. Doch Harrys Pläne werden durchkreuzt, da eine bekannte Influencerin namens Ivy unbedingt kurzfristig dort heiraten möchte. Harry ist skeptisch und verblüfft, denn diese Kleinstadtidylle ist doch nix. Aber Polly glaubt fest daran, dass dies richtig toll werden wird und man die Renovierung etwas verzögern kann. Dumm nur wenn weitere unerwartete Ereignisse zusammenkommen und dann sowohl Renovierung und die Hochzeit auf der Kippe stehen,

Meinung:
Ich mag von Beginn an den flüssigen Schreibstil. Zudem die bildbeschreibende Art richtig schön ist. Es wirkt alles sehr einladend und cozy. Die typische Kleinstadtatmosphäre. Ich mag das gern, auch wenn es ehr Mainstream erscheint und sehr soft. Dafür weiß man das aber denke ich schon vor dem Kauf des Buchs. Sehr heimelig und einfach dahinfließend. Perfekt zum Abschalten vom Alltagsstress.
Die Story ist schön aber leider echt vorsehbar. Es fehlt an Kribbeln für mich. Man weiß schon zu Beginn, wo das endet und das ist der Hauptkritikpunkt.
Ich mag es wie die weihnachtliche Stimmung nach und nach Einzug erhält. Perfekt für die Vorweihnachtszeit. Polly als Figur ist toll, aber hat kaum Ecken und Kanten, was es etwas uninteressant macht und auch Harry wirkt leider ehr grau. Mit mehr Tiefe und mehr Gefühl, hätte das Buch echt besser werden können. So ist es einfach ein schönes Buch für neben bei. Und man ist in einer Welt voller Liebe und Charme.

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Veröffentlicht am 09.09.2025

Verwirrend

Der Ruf des Eisvogels
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Cover:
Ich mag das Cover sehr gern mit dem Blumenstrauß und dem Eisvogel. Entsprechend passt eben auch das Cover zum Titel und der Eisvogel spielt eine Rolle im Buch, so dass es definitiv sehr gut gewählt ...

Cover:
Ich mag das Cover sehr gern mit dem Blumenstrauß und dem Eisvogel. Entsprechend passt eben auch das Cover zum Titel und der Eisvogel spielt eine Rolle im Buch, so dass es definitiv sehr gut gewählt wurde.

Inhalt:
Olga ist zur Kriegszeit aufgewachsen und musste schneller erwachsen werden als ihr lieb war. Sie hat ihren Vater vergöttert, denn er war Arzt. Doch zu der damaligen zeit hatte man als Frau keine Chance selbst als Ärztin zu arbeiten bzw, überhaupt zu studieren. Auch ihr Vater versteht nicht, warum sie nicht einfach das tut, was de Gesellschaft vorgibt. Olga liebt die Natur und beobachtet gern Eisvögel. Sie meint, dass sie so schwer sind wie eine menschliche Seele. Olga muss zur Kriegszeit fliehen und ihren eigenen Weg finden.
Meinung:
Die Story erzählt die Geschichte von Olga und wird in der Perspektive der dritten Person erzählt. Die Erzählweise ist allerdings nicht immer flüssig und klar, so dass man echt in dem Buch sein muss, um sich gedanklich nicht zu verhaspeln.
Teils fiel es dann eben schwer der Handlung zu folgen, da man das Große und Ganze gar nicht kannte, sondern nur der Autor. Da hat eben einfach hier und da etwas gefehlt. Klärt sich zwar zum Ende, aber dann ist das Kind eben schon in den Brunnen gefallen und zweimal würde ich das Buch nun auch wieder nicht lesen wollen.
Was den historischen Part des Romans angeht, so ist das echt gut umgesetzt. Die Jahre rund um den zweiten Weltkrieg und im Jahr 1991 im Wechsel ist sehr gut gelöst. Man taucht immer wieder ein in die Historie und das macht es sehr interessant. Die Zeit vor und nach dem Krieg wurde erschütternd beschrieben, vor allem die medizinische Notlage und die Not der Zwangsarbeiter wurde eindringlich erzählt. Viele Stellen zum Mitfühlen. Definitiv keine leichte Kost.
Die Figuren sind durchgehend authentisch und sehr gut charakterisiert. Gerade Olga als Hauptfigur ist prägend, denn man erkennt erst nach und nach was sie durchgemacht hat und was sie über Jahre hinweg verschwiegen hat.
Für mich dennoch echt schwerer Stoff, da es recht wirr ist und an einigen Stellen fehlt einfach für den Leser der Zusammenhang.

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