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Ullap

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Veröffentlicht am 09.10.2025

Mord im Luxuszug mit Weihnachtsflair

Nächster Halt: Mord. Ein Weihnachtskrimi
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Die junge Journalistin Rachel wird kurz vor Weihnachten von ihrem Chef zurJungfernfahrt eines modernen Luxus-Zuges geschickt, um über die Reise zu berichten. Begleitet wird sie von ihrer jugendlichen Schwester ...

Die junge Journalistin Rachel wird kurz vor Weihnachten von ihrem Chef zurJungfernfahrt eines modernen Luxus-Zuges geschickt, um über die Reise zu berichten. Begleitet wird sie von ihrer jugendlichen Schwester Millie. Als der Zug in einer Schneeverwehung stecken bleibt, findet sich eine ermordete Person im Luxus-Zug. Millie und der junge Stewart James beginnen mit privaten Ermittlungen.

Nachdem ich im vergangenen Jahr den Weihnachtskrimi der Autorin bereits so geliebt habe, habe ich mich sehr auf dieses Buch gefreut, in dem jetzt aber andere Personen aktiv sind. Das Setting eines Luxus-Zuges in verschneiter schottischer Landschaft und vorweihnachtlicher Zeit ist hier wieder wunderbar gelungen. Obwohl dieses Buch als "Jugendbuch" einkategorisiert wurde, ist es m.E. für alle Altersklassen empfehlenswert.

Nicht nur das Setting, auch die "Ermittlungsarbeit" der beiden jungen Leute erinnern bestimmt nicht nur rein zufällig an den Orientexress. Hier werden in feinster Agatha-Christie-Manier die Reisenden berfragt, Verdächtige ausgemacht oder auch wieder ausgeschlossen, dass man als begeisternder mitratender Leser zwischendurch auch nciht mehr weiß, wem man trauen kann. Und dann kommt am Ende doch wieder alles anders. Die Aufklärung war schlüssig und rund, auch wenn es mir am Ende vielleicht ein kleines bisschen zu viel wurde.

Der Autorin ist hier wiederum ein sehr unterhaltsamer Krimi vor toller Kulisse gelungen, den ich gerne weiterempfehle.

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Veröffentlicht am 26.09.2025

Auf nach Gran Canaria!

Mutti steigt aus
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Die drei Freundinnen Elke, Sigrun und Maria sind in ihren besten, gesetzten Jahren und sich einig, dass sie nicht auf's Altenheim warten wollen. Was liegt da näher, als nach Gran Canaria zu fliegen und ...

Die drei Freundinnen Elke, Sigrun und Maria sind in ihren besten, gesetzten Jahren und sich einig, dass sie nicht auf's Altenheim warten wollen. Was liegt da näher, als nach Gran Canaria zu fliegen und dort mit einem gemeinsamen Häuschen und einer Damen-WG noch mal neu durchzustarten. Doch sind in der geplanten neuen Heimat nicht nur bürokratische Hürden zu Überwinden, sondern auch familiäre Angelegenheiten und Herzensdinge spielen hier keine unwesentliche Rolle.

Wie von der Autorin gewohnt, liest es sich flott durch die Zeilen. Eine typische Sommergeschichte, gewürzt mit einigem Humor und diversen Irrungen und Wirrungen, die gerne und im positiven Sinne gemeint, auch so diverse Klischees bedient, hat mich hier wieder gut unterhalten. Gerade für die "Best-Ager" fand ich es eine gelungene und hoffnungsfrohe Story, gerne kann ich diesen leichten Unterhaltungsroman jedem ans Herz legen.

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Veröffentlicht am 13.09.2025

Eine leise Geschichte

Spät am Tag
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Die schwedische Journalistin Johanne zieht aus der Großstadt aufs Land, wo sie im Haus von Mikkael ein Zimmer anmietet. Dessen von ihm getrennt lebende Ehefrau und die gemeinsame Tochter leben mit unter ...

Die schwedische Journalistin Johanne zieht aus der Großstadt aufs Land, wo sie im Haus von Mikkael ein Zimmer anmietet. Dessen von ihm getrennt lebende Ehefrau und die gemeinsame Tochter leben mit unter einem Dach. Nach kurzer Zeit werden Johanne und Mikkael ein Paar.

Die Geschichte wird rückblickend aus der Sicht von Johanne erzählt, die Geschichte einer Liebe, eine der leisen Töne und von wunderbar beschriebenen Landschaften. Die stille Zurückhaltung in den Zeilen ist die große Leistung dieses kleinen aber feinen Romans. Eine Frau, die unspektakulär auf ihr Leben und ihre Liebe zurückblickt und in der sich jeder von uns zum Teil wiederfinden kann. Auch wenn die Geschichte nicht allzuviel Handlung beinhaltet, hat mich die sprachliche Leistung hier sehr beeindruckt. Daher spreche ich hier gerne eine Leseempfehlung aus.

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Veröffentlicht am 02.09.2025

Oma Gretes Apfelhof

Apfelzeit am Deich
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Die junge Flugbegleiterin Merle flüchtet sich für eine Auszeit auf den Apfelhof zu ihrer Oma Grete ins Alte Land. Sie muss den Kopf frei bekommen hinsichtlich ihrer privaten Beziehung, aber auch familiär. ...

Die junge Flugbegleiterin Merle flüchtet sich für eine Auszeit auf den Apfelhof zu ihrer Oma Grete ins Alte Land. Sie muss den Kopf frei bekommen hinsichtlich ihrer privaten Beziehung, aber auch familiär. Seit Jahren hat sie, ebenso wie ihre Oma, keinen Kontakt zu ihrem Vater Hauke, der neu geheiratet und mit der neuen Frau zwei weitere Kinder hat. Die familiären Fronten scheinen sehr verhärtet.

Die Geschichte wird in wechselnden Kapiteln jeweils aus der Sicht von Oma Grete, Merle und Hauke erzählt. Dabei zeigen gerade die beiden Frauen oft ihren eigenen Kopf. Hauke kämpft auch heute noch mit einem offenbar falschen Bild von seinem Vater, den er als Kind schon verloren hat. Nie haben sich die Generationen richtig ausgesprochen. Einzig Gretes taffe Freundin Herta schein nun das Heft in die Hand zu nehmen, selbst wenn sie sich dafür mit ihrer alten Freundin überwerfen muss...

Hatte ich hier zunächst mit einem reinen Wohlfühlroman gerechnet, wurde ich bald im positiven Sinne eines Besseren belehrt. Eine tolle und auch ins Tiefe gehende, generationenübergreifende Familiengeschichte, bei der so jeder seine Probleme zu tragen hat, hat mich bestens unterhalten. Sprachlosigkeit untereinander, aber auch die tolle Beziehung zwischen Oma und Enkelin, Freundschaften, bei denen einfach angepackt und nicht groß gefragt wird, werden genauso thematisiert wie das nicht immer einfache Leben auf den Obsthöfen. Die wunderbaren Landschaftsbeschreibungen und der Duft von Gebackenem, der beim Lesen förmlich aus den Zeilen steigt, ist hier eine große und wieder gelungene Kunst der Autorin.

Gerne erfahre ich in dem schon angekündigten Folgeband, wie es mit den liebgewonenen Charakteren weitergeht, das Buch ist jedoch einzeln und unabhängig lesbar und abgeschlossen.

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Veröffentlicht am 12.08.2025

American way of Life

Teddy
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Teddy stammt aus einer angesehenen, politisch aktiven, amerikanischen Familie. Sie ist Anfang dreißig, als sie 1969 mit ihrem Ehemann David nach Rom zieht, dieser tritt dort einen neuen Job in der amerikanischen ...

Teddy stammt aus einer angesehenen, politisch aktiven, amerikanischen Familie. Sie ist Anfang dreißig, als sie 1969 mit ihrem Ehemann David nach Rom zieht, dieser tritt dort einen neuen Job in der amerikanischen Botschaft an. Dort meint Peggy, endlich ihre Vergangenheit hinter sich lassen zu können.
In Rückblicken erfahren wir von Ereignissen, die Teddy zu der Frau gemacht hat, die sie heute ist. Dennoch erfährt man erst ganz zum Schluss, worauf die ganze Geschichte hinausläuft. Dies wurde hier sehr geschickt und mit grosser Spannung aufgebaut. Diplomatische und politische Verflechtungen, bei denen man hier schon meint, so einige Vorgänge und bekannte Persönlichkeiten zumindest ansatzweise wiederzuerkennen, sind hier sehr geschickt mit der fiktiven Geschichte verwoben. Teddy ist als ein vielschichtiger Charakter dargestellt, manchmal raffiniert, dann wieder etwas naiv, aber für mich durchweg sympathisch und nahbar, als Frau in den 60ern hatte sie es nicht immer einfach, wurden doch sowohl von den Eltern als auch ihrem Ehemann gewisse Ansprüche an ihr Verhalten gestellt, die sie oft nicht zu erfüllen wusste.
Für mich eine spannende, typisch amerikanische Story mit einem unerwarteten Verlauf, der lediglich einige wenige Längen hatte.

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