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AmalieF

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.09.2025

Dunkel, anders – aber nicht ganz so fesselnd wie Band 1

Die Chroniken von Alice - Die Schwarze Königin
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Die Schwarze Königin setzt die düstere Reise von Alice fort, nachdem sie den Wahnsinn und den Jabberwock überlebt hat. Gemeinsam mit Hatcher begibt sie sich auf die Suche nach dessen Tochter Jenny, was ...

Die Schwarze Königin setzt die düstere Reise von Alice fort, nachdem sie den Wahnsinn und den Jabberwock überlebt hat. Gemeinsam mit Hatcher begibt sie sich auf die Suche nach dessen Tochter Jenny, was sie in das Reich der Weißen Königin führt. Die Geschichte entfaltet sich in einer Welt voller Albträume und bizarrer Kreaturen, wobei Alice zunehmend ihre eigenen magischen Fähigkeiten entdeckt.

Christina Henry gelingt es, die Atmosphäre des ersten Bandes beizubehalten, während sie neue Elemente einführt. Die Erzählung ist weniger brutal, dafür aber psychologisch tiefgründiger. Alice' Charakterentwicklung steht im Mittelpunkt, und ihre inneren Konflikte werden eindrucksvoll dargestellt. Allerdings nimmt die Handlung an einigen Stellen an Tempo ab,.

Insgesamt bietet Die Schwarze Königin eine gelungene Fortsetzung, auch wenn es nicht ganz die Intensität des Vorgängers erreicht.

Veröffentlicht am 26.09.2025

starker Aufhänger, schwache Umsetzung, verschenktes Potenzial

Das flüsternde Haus
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Die Idee klingt auf den ersten Blick spannend: Eine alleinerziehende Mutter, ein abgelegener Wohnsitz, ein berühmter, zurückgezogen lebender Horrorregisseur, das perfekte Setup für eine unheimliches Geschichtel. ...


Die Idee klingt auf den ersten Blick spannend: Eine alleinerziehende Mutter, ein abgelegener Wohnsitz, ein berühmter, zurückgezogen lebender Horrorregisseur, das perfekte Setup für eine unheimliches Geschichtel. Doch leider bleibt sie weit hinter ihren Möglichkeiten zurück.

Harry, die Protagonistin, ist selbst großer Horrorfan und bekommt während der Pandemie einen Job als Haushälterin bei Javier Castillo, der für seine verstörenden Filme berüchtigt ist. Was zunächst wie ein Glücksgriff wirkt, entwickelt sich bald zu einer seltsamen Beziehung, nicht zuletzt, weil Castillo ein auffälliges Interesse an Harrys Sohn entwickelt.

Klingt wie der Anfang eines psychologischen Horrors, doch ist eher ein zähes Alltagsdrama mit gelegentlichen Gruselmomenten. Wenn Übernatürliches geschieht, wird es so knapp und beiläufig abgehandelt, dass keinerlei echte Bedrohung aufkommt. Figuren erleben Seltsames und reagieren, als wäre nichts passiert. Das nimmt der Geschichte jede Glaubwürdigkeit.

Hinzu kommt eine Hauptfigur, mit der es schwerfällt, sich zu identifizieren. Harry ist eher eine Art moralische Instanz, die über alles und jeden urteilt, besonders über Menschen mit Geld. Diese Haltung zieht sich durch den Roman wie ein roter Faden und macht es schwer, emotional bei ihr zu bleiben. Anstatt sich weiterzuentwickeln oder hinterfragt zu werden, bleibt sie in ihrer Überheblichkeit gefangen.

Statt den Horror im Filmuniversum Castillos zu verankern, verliert sich der Roman in Wohnungssorgen, Alltagsproblemen und inneren Monologen, ohne je wirklich in Fahrt zu kommen. Die Grundidee war da, die Kulisse vielversprechend, aber was daraus wurde, wirkte über weite Strecken blass und unterentwickelt.

Fazit: Wer auf dichte Atmosphäre, psychologischen Horror und Filmkulisse hofft, wird enttäuscht. Das Buch liest sich leicht, aber bleibt blass – in Figurenzeichnung, Spannung und Wirkung. Schade um die gute Idee.

Veröffentlicht am 26.09.2025

Nicht was ich erwartet habe

Die Chroniken von Rotkäppchen - Allein im tiefen, tiefen Wald
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Zu Beginn war ich ziemlich überrascht, denn anders als erwartet, dreht sich die Geschichte um ein Virus und nimmt schnell apokalyptische Züge an.

Man muss einen großen Teil des Buches lesen, um zu verstehen, ...

Zu Beginn war ich ziemlich überrascht, denn anders als erwartet, dreht sich die Geschichte um ein Virus und nimmt schnell apokalyptische Züge an.

Man muss einen großen Teil des Buches lesen, um zu verstehen, welche Bedeutung der „Wolf“ in der Geschichte wirklich hat.

Das Ende hat mich leider nicht überzeugt, es war mir zu offen oder schlicht zu wenig.