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Veröffentlicht am 07.10.2025

Teil 2 der Teehändler-Saga

Der Friesenhof
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Der Krieg ist seit ein paar Jahren vorbei. Die de Fries Schwestern leben mit ihrer Mutter und Tante auf dem Friesenhof.
Helga die Älteste kam mit ihren beiden Kindern zurück, nachdem ihr Mann sich mit ...

Der Krieg ist seit ein paar Jahren vorbei. Die de Fries Schwestern leben mit ihrer Mutter und Tante auf dem Friesenhof.
Helga die Älteste kam mit ihren beiden Kindern zurück, nachdem ihr Mann sich mit ihrem ganzen Geld nach Brasilien abgesetzt hat,
Gesa, die Mittlere arbeitet in einem Kontor und baut sich gerade mit einer eigenen Ostfriesenmischung ein zweites Standbein auf. Hanna die Jüngste, hat mit ihrem Mann Tomek die Leitung des Hofes übernommen. Sie haben eine gemeinsame Tochter.
Diese und ein paar Landarbeiter sind die einzigen auf dem Hof.
Die Arbeit ist hart und da Tomek Pole ist, meiden laut Helga, viele den Friesenhof.

Als es hart auf hart kommt hält die Familie aber wieder fest zusammen.

So hat es in diesem Band einige Schicksalsschläge und ich musste an mancher Stelle schon ein wenig schlucken und war froh, dass ich die tränenreichen Stellen nicht gerade in der Bahn gelesen habe.

Ich mag die Frauen vom Friesenhof, allen voran Tanti, die immer einen Denkanstoß geben kann, der auch mich manchmal für mein Leben zum Nachdenken brachte.

Hendrike ist ruhig und geduldig und unterstützt ihre drei Mädels wo sie kann.

Helga macht für mich die größte Entwicklung während der Geschichte. Zunächst hätte ich sie manchmal gegen die Wand klatschen können, aber gegen Ende merkte man doch, das sie das Herz am rechten Fleck hat.

Gesa wirkte auf mich ein wenig blauäugig und leichtgläubig. Sie muss aber emotional, in meinen Augen, dieses Mal das meiste einstecken. Wie gut das die anderen ihr dabei helfen.

Auch Hanna hat es nicht leicht. Gerade so manche Entscheidung lässt sie im Nachhinein doch grüblerisch zurück. Auch ihr wird übel mitgespielt, was mich sehr in Rage brachte.

Alles in allem wieder ein sehr spannender und emotionaler Band. Ich würde mich freuen, wenn es irgendwann noch mit einem dritten Band weiter ginge.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Atmosphäre
Veröffentlicht am 03.10.2025

Keine Halluzidingsda

Bella Karamella – Achtung, zauberhafte Freundin!
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Karamella trifft auf Elfie, die in bescheidenen Verhältnissen lebt und sich jede Süßigkeit vom Mund absparen muss. Ausgerechnet bei ihr muss sie die wenigen Bonbons noch weg essen. Gemein. Oder vielleicht ...

Karamella trifft auf Elfie, die in bescheidenen Verhältnissen lebt und sich jede Süßigkeit vom Mund absparen muss. Ausgerechnet bei ihr muss sie die wenigen Bonbons noch weg essen. Gemein. Oder vielleicht doch nicht? Elfie geht der Sache genauer auf den Grund.

Ein wunderschönes Buch für junge Leser ab 9 Jahren.
Die Geschichte ist wirklich schön. Eine kleine Naschhexe kommt in die Wohnung einer alleinerziehenden Mutter mit ihrer Tochter. Die Tochter ist recht pfiffig und kann Zusammenhänge so wie Matheaufgaben schnell erfassen.
Leider ist bei den beiden immer Geldknappheit, da die Mutter ihren Job als Flugbegleiterin nicht mehr ausführen kann, da sonst ihr Kind logischerweise oft alleine wäre. So hält sie sich mit Putzstellen über Wasser.

Als nun Karamella auftaucht isst sie Elfie auch noch ihre sauer ersparten Bonbonvorräte weg. Als sie selbst vor Mamas Geburtstagspralinen nicht halt macht, reicht es dem Mädchen und es setzt die Naschhexe vor die Tür.
Natürlich tut es ihr schon wenig später leid.

In der Geschichte geht es um Kinderarmut, Mobbing, Gewalt an Schulen, seelische Verwahrlosung, aber auch Phantasie, Glück, Zufriedenheit mit kleinen Dingen und wahre Freundschaft.

Ich habe das Buch mit meinem Patenkind gelesen. Ihr war es vom Text her noch ein bisschen viel, da sie mit ihren 9 Jahren noch keine so gute Leserin ist. Somit haben wir es abwechselnd gelesen, wobei ich die größeren Parts übernahm.
Die Geschichte hat ihr supergut gefallen und sie hat Karamella auch sofort in ihr Herz geschlossen.
Sie war entsetzt darüber wie gemein Bianca war und konnte mir auch sofort ein Kind aus ihrer Klasse nennen, das so war. Als die Stelle kam bei der Elfies Mama erzählte, dass es für Biancas Verhalten sicher auch einen Grund gibt war sie neugierig, was das sein könnte und als später beschrieben wurde wie es bei es bei Bianca zu Hause ist, konnte sie es sogar verstehen.

Somit hat sich dieses Buch für uns schon gelohnt, denn ein Nachdenken über andere Menschen hat begonnen.
Das fand ich toll.

Schön fanden wir auch die Illustrationen und wie die Illustratorin Gefühle mimisch darstellte.

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Veröffentlicht am 26.09.2025

Spannender Wettlauf mit der Zeit

Wettlauf der Schlittenhunde (Das magische Baumhaus 52)
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Anne und Philipp wünschen sich einen Hund.
Dieses Mal reisen sie mit dem magischen Baumhaus an den Nordpolarkreis ins Jahr 1925. Mit Hilfe magischen Goldstaubs können sie sich für 12 Stunden ein besonderes ...

Anne und Philipp wünschen sich einen Hund.
Dieses Mal reisen sie mit dem magischen Baumhaus an den Nordpolarkreis ins Jahr 1925. Mit Hilfe magischen Goldstaubs können sie sich für 12 Stunden ein besonderes Talent wünschen, um andere damit zu retten, und Sternenstaub, damit die anderen ihre Anwesenheit wieder vergessen.

Ein spannendes Abenteuer mit Anne und Philipp, die dieses Mal von Merlin und Morgan nach Alaska geschickt werden, um dort Menschen zu retten.
In einem kleinen Dorf der Inuit waren viele Menschen an Diphtherie erkrankt und benötigten dringend Medizin. Leider kam es zu einem schlimmen Schneesturm , der es unmöglich machte, das die Hundeschlittenführer zum Dorf durchdringen konnten . Können Anne und Philipp helfen?

Sehr spannend geschildert wurde der Kampf um die Zeit.
Mir gefällt es wie hier den Kindern Geschichte vermittelt wird.
Die Sprecher machen ihre Aufgabe sehr gut.

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Veröffentlicht am 15.09.2025

2.Teil

Das Theater am Park - Melodie der Träume
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Das Theater am Park geht in die zweite Runde. Es wird von Violettas Eltern und der jungen Frau geleitet.

Violetta, die mit ihrer begeisternden Stimme, die Operette des Nachwuchskünstlers Hans Brünn zu ...

Das Theater am Park geht in die zweite Runde. Es wird von Violettas Eltern und der jungen Frau geleitet.

Violetta, die mit ihrer begeisternden Stimme, die Operette des Nachwuchskünstlers Hans Brünn zu großen Erfolgen führen wollte, musste leider vor dem NS Regime nach Großbritannien entfliehen. Ob sie dort Karriere machen kann, oder was sie dort erwartet, erfährt man in diesem 2. Band über das Theater am Park.

Mich hat die Familie Schwarz, allen voran Leonora schon früher begeistert. Eine starke Frau, zu ihrer Zeit. Ihre Tochter Violetta scheint aus dem selben Holz geschnitzt zu sein.

Die Judenverfolgung und der Hass der Menschen, wurde hier drastisch und ehrlich geschildert. Gerade in der heutigen Zeit muss es Romane wie diese geben, in denen aufgezeigt wird, wie furchtbar das NS Regime war und wie wenig sicher sich die Menschen fühlen konnten. Überall wurde man bespitzelt und verfolgt.

Dr. Mahler mit seiner überaus unsympatischen, machtgeilen Art, wurde sehr gut dargestellt. Mir stellten sich die Härchen an den Armen, wenn er nur im Buch Erwähnung fand,

Überaus sympatisch war mir jedoch Brian Wilcox. Gar nicht aristokratisch, sondern sehr bodenständig und angenehm. Für ihn schlug auch mein Herz, denn wer wünschte sich nicht einen Mann wie ihn.

Mich hat auch der zweite Band wieder gut unterhalten und ich bin schon ganz gespannt, wie es nach dem Krieg in Hannover weiter geht.

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Veröffentlicht am 14.09.2025

Gegen Ende megaspannend

Das Lied des Vogelhändlers
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Dieser historische Roman aus der Feder von Ralf H. Dorweiler besteht aus zwei Handlungssträngen, die kurz vor dem Ende zusammen fließen.

Zum einen begleiten die Leser Franziska von Hellenau während des ...

Dieser historische Roman aus der Feder von Ralf H. Dorweiler besteht aus zwei Handlungssträngen, die kurz vor dem Ende zusammen fließen.

Zum einen begleiten die Leser Franziska von Hellenau während des Kreuzzuges 1190. Nach dem Tod ihres Onkels steht sie plötzlich allein und mittellos im Heiligen Land. Mit Hilfe anderer schafft sie es zu überleben und zurück zu kehren.

Zum anderen erfahren wir von Wigbert dem Vogelhändler, der mit seiner Ziehtochter Almut unterwegs zu einem Turnier auf Burg Hachberg ist.

Beide Handlungsstränge zeigen die Welt des Mittelalters mit seinen Grausamkeiten auf.

Im Heiligen Land ist Franziska im Tross Barbarossas unterwegs. Als Frau und allein ist es ihr so gut wie unmöglich unbeschadet weiter zu kommen. Sie kann sich , Gott sei Dank, einem Bader anschließen und zeigt viel Geschick in medizinischer Behandlung, was ihr im Verlauf ihres Lebens noch wegweisende Momente bescheren wird.

Wigbert versucht auf Burg Hachberg seine Vögel an die Frau und den Mann zu bringen. Ein Todesfall erschüttert ihn und die Burg und er macht sich auf die Suche nach Antworten auf seine Fragen. Hierbei stößt er auf Ungereimtheiten, die den Roman zu einem wahren Krimi werden lassen.

Mir hat besonders gefallen, wie taff Franziska ihr Leben nach dem Tod des Oheims angeht, statt sich in Selbstmitleid zu ergeben.

Ausserdem fand ich Wigbert sehr angenehm und hoffte die ganze Zeit, das er später auf Franziska treffen wird und eine Verbindung mit ihr eingeht. Auch sein Mündel Almut fand ich süß und war neugierig,warum sie nicht sprach und nur in der Voglersprache pfiff. War auch sie im Heiligen Land und hat Dinge gesehen, die sie verstummen ließ. War sie gar die Verbindung zur Geschichte Franziskas, die 10 Jahre zuvor spielte?

Sehr geschickt baute der Autor wieder die Geschichte rund um reale Personen der damaligen Zeit. Der Spannungsbogen baute sich immer mehr auf, so dass ich das Buch gegen Ende nicht mehr aus der Hand legen konnte, bevor ich es nicht fertig gelesen hatte.

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