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Veröffentlicht am 26.09.2025

Im Wald wird es Winter

Wenn es Winter wird und schneit
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Langsam wird es kalt und Mama Bär und ihr Kind haben sich schon ihrer Höhle zusammengekuschelt und Mama erzählt Schlummermärchen. Da Papa Reh und Kitz, sein Kind, keinen Winterschlaf halten, sind sie im ...

Langsam wird es kalt und Mama Bär und ihr Kind haben sich schon ihrer Höhle zusammengekuschelt und Mama erzählt Schlummermärchen. Da Papa Reh und Kitz, sein Kind, keinen Winterschlaf halten, sind sie im stürmischen Herbstwetter unterwegs. Als die ersten Schneeflocken vom Himmel fallen, ist das kleine Reh ganz überrascht, denn bisher hat es noch Schnee gesehen. Auch die beiden Raben sind in ihrem gemütlichen und geschützten Nest und Mama Rabe bringt ihrem Küken leckere Vogelbeeren. Als es den beiden Rehen zu dunkel und kalt wird, tanzen sie sich im Mondenschein auf der Lichtung warm.

Cornelia Boese hat diese Geschichte über die Tiere im Wald und den Winter in Reimform erzählt. So sorgt sie für eingängige Texte und eine hervorragende Sprachmelodie beim Vorlesen. Zusammen mit den kindgerechten und stimmungsvollen Illustrationen von Carmen Saldaña wird das Buch wunderschön. Auch die Schiebebilder, die sich automatisch beim Umblättern verschieben, passen perfekt zur Geschichte.

Dieses besondere und einzigartige Kinderbuch hat mir sofort sehr gut gefallen. Denn ich finde die Geschichte wunderschön und mag es, wie der Winter im Wald hereinbricht. Auch die Schiebebilder sind etwas besonderes und mir bisher noch in keinem anderen Buch begegnet. Daher finde ich das Buch sehr empfehlenswert und perfekt als Geschenk geeignet.

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Veröffentlicht am 26.09.2025

Cherrys Weg aus der Krise

Kirschfieber
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Cherry liebt das Geigenspiel und hat bisher immer sehr hart für ihre Erfolge gearbeitet. Deshalb tut ihr das Ritual, mitten in der Natur Geige zu spielen, was sie regelmäßig an ihren freien Tagen tut, ...

Cherry liebt das Geigenspiel und hat bisher immer sehr hart für ihre Erfolge gearbeitet. Deshalb tut ihr das Ritual, mitten in der Natur Geige zu spielen, was sie regelmäßig an ihren freien Tagen tut, so gut. Doch dieses Mal ist alles anders, denn für den Social Media-Channel der Academy, wo sie beschäftigt ist, will einen Blick hinter die Kulissen der ersten Violonistin, weshalb sie Live gegangen ist bevor sie losgespielt hat. Außerdem wird sie mitten im selbstvergessenen Spiel von einer Herde Schafe umzingelt. Vor Panik geht Cherry einfach rückwärts, immer die Schafe im Blick, und sieht das, sich rasant nähernde Quad nicht. So stolpert sie und stürzt. Dass sie sich dabei zwei Finger schmerzhaft überdehnt, eine Gehirnerschütterung und Rippenprellungen zuzieht, belastet sie anfangs nicht so sehr, wie die Tatsache, dass ihre allerliebste und wertvollste Geige bei diesem Sturz zu Bruch gegangen ist. Obwohl ihr Fergus, der Fahrer des Quads, sofort zu Hilfe eilt, will sie diese nicht annehmen und am liebsten nur noch zurück in ihre Dubliner Wohnung. Aber als die Schmerzen sie übermannen, nimmt sie notgedrungen Fergus Hilfe an und erfährt wenig später auch von seinem Job als CEO bei Irlands größter Versicherung. Kein Wunder, dass das Medieninteresse an diesem Unglück stetig zunimmt und die Beiden nun notgedrungen zusammenarbeiten müssen, um das herannahende Unheil noch abwenden zu können...

Madita Tietgen hat mit diesem Roman bereits den siebten Band der "Irland - Von Cider bis Liebe" veröffentlicht. Obwohl sich die Teile alle unabhängig voneinander lesen lassen, ist es doch schön, dass so mancher Charakter aus den Vorgängerbänden auch hier wieder eine Rolle spielt. Mit Cherry hat die Autorin diesmal eine etwas schwierigere Protagonistin gewählt, die während der Handlung zunehmend mit ihren Ängsten, Träumen und Zielen konfrontiert wird. Allerdings hilft ihr Fergus immer wieder aus scheinbar ausweglosen Situationen und sorgt so für so manchen schönen Moment. Die Landschaft Irlands, vorallem die Weite des Schafhofs von Fergus' Eltern, aber auch die Schönheit Dublins schaffen eine wunderschöne Kulisse für diesen Roman.

Ich liebe alle Romane von Madita Tietgen und haben dieses Buch nun vollkommen gefesselt und emotional tief berührt beendet. Obwohl mir Cherry anfangs sehr egoistisch und auf sich und ihre Karriere konzentriert erschienen war, konnte ich bald einen Blick hinter diese Fassade werfen und hatte sofort Mitgefühl mit dieser sturen, starken und immer ein wenig emotional aufbrausenden Frau. Ich schätze die Tiefe, die Madita immer wieder aufs Neue in ihre Romane bringt sehr und freue mich schon auf meine nächste Reise nach Irland!

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Veröffentlicht am 24.09.2025

Hubert hat die beste Nase

Hubert
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Mama Wildschwein lässt ihre Frischlinge heute zum ersten Mal alleine den Wald entdecken. Doch auch wenn sie ihnen erklärt hat, dass sie aufeinander achten müssen, verfolgt der kleine Hubert schnell eine ...

Mama Wildschwein lässt ihre Frischlinge heute zum ersten Mal alleine den Wald entdecken. Doch auch wenn sie ihnen erklärt hat, dass sie aufeinander achten müssen, verfolgt der kleine Hubert schnell eine Spur aus leckeren Beeren und Nüssen auf eigene Faust. Als er dann aber seine Geschwister nicht mehr sehen kann, bekommt er es mit der Angst zu tun, schließlich hat Mama sie alle vor den Wölfen gewarnt. So jagt ihm das kleine Eichhörnchen Rotpfötchen mit seinem Rascheln auch einen gehörigen Schrecken ein. Aber da es sowieso auf dem Weg zu seiner Großmutter war, machen sie sich gemeinsam auf die Suche nach Huberts Familie. Schnell bemerken sie, dass Huberts Nase am allerbesten Spuren erschnüffeln kann. Unterwegs treffen sie auch das Rehkitz Schneeflöckchen und die beiden Hasenjungen Gretchen und Hannes. Zusammen machen sie sich auf den Weg zum großen Baum, um ihre Familien wiederzutreffen.

Briony May Smith hat auch dieses Kinderbuch verfasst und illustriert. Voller Empathie und Emotion berichtet sie von Hubert und seiner Suche. Denn Hubert ist ein mutiger Frischling, der dank seiner Nase und seines Selbstvertrauens wieder zurück zu seiner Familie findet.

Dieses Bilderbuch ist bezaubernd schön und überzeugt durch seine detailreichen und wunderbaren Illustrationen. Aber auch die Geschichte selbst ist sehr berührend und spricht Kinder sofort an. Bei mir war es bei diesem Buch Liebe auf den ersten Blick, denn mir gefällt einfach alles.

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Veröffentlicht am 22.09.2025

Fünf Rettungsfahrzeuge und ihre Einsätze

Mein Lichter-Klangbuch: Rettungsfahrzeuge
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Als hoch oben in den Bergen ein Notfall geschieht, kann der Rettungshubschrauber den Verletzten in Sicherheit bringen. Auch das Boot der Küstenwache hat das Häschen aus dem Meer retten können. Die Polizei ...

Als hoch oben in den Bergen ein Notfall geschieht, kann der Rettungshubschrauber den Verletzten in Sicherheit bringen. Auch das Boot der Küstenwache hat das Häschen aus dem Meer retten können. Die Polizei düst mit Blaulicht und Sirene durch die Nacht und weckt dabei die ganze Nachbarschaft auf. Wenn der Krankenwagen mit hoher Geschwindigkeit über die Straßen rast, müssen alle anderen schnell auf die Seite. Ähnlich ist es auch, als die Feuerwehr zu einem Brand gerufen wird und schnell loseilt.

Sam Taplin hat die kurzen, kindgerechten Texte zu den farbenfrohen Illustrationen von Kathryn Selbert formuliert, sodass Kinder anhand von Geschichte und Bild sofort die Aufgaben der fünf verschiedenen Rettungsfahrzeuge verstehen. Auf jeder Seite leuchten nach dem Drücken des silbernen Plättchens jeweils das Blaulicht und die Frontscheinwerfer des Einsatzwagens auf. Auch ein Sound ertönt, der aber nicht den deutschen Sirenen entspricht, sondern den britischen.

Die Lichter-Klangbücher aus dem Usborne-Verlag kommen immer wieder gut an und gefallen einfach jedem Kind. In diesem Buch werden die unterschiedlichen Einsatzfahrzeuge anhand einer kleinen Geschichte vorgestellt, sodass Kinder ab zwölf Monaten bereits verstehen können, was deren Aufgaben sind. Das ist wirklich toll gelungen und erhält daher von mir fünf Sterne.

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Veröffentlicht am 21.09.2025

Ein Mord im beschaulichen Lüttjekoog

Mörderisch verstrickt – Ein Strickclub ermittelt
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Mette hat vor acht Jahren ihren Traum vom eigenen Strickladen wahr werden lassen. Eher aus der Not heraus, hat sie das Haus ihrer geliebten Lieblings-Käthe übernommen und dafür letztlich auch das beinahe ...

Mette hat vor acht Jahren ihren Traum vom eigenen Strickladen wahr werden lassen. Eher aus der Not heraus, hat sie das Haus ihrer geliebten Lieblings-Käthe übernommen und dafür letztlich auch das beinahe fertige Tiermedizin-Studium abgebrochen. Doch den Traum vom eigenen Strickladen und die daraus resultierenden Konsequenzen hat sie nie bereut und liebt ihr Lädchen und die Donnerstags-Stricktreffen ganz besonders. Denn an diesem Tag, aber auch sonst immer wieder, treffen sich Friseurin Brunhilde, Pfarrerin Anne und Bootsverleiher und Witwer Gustavsen, um zusammen zu stricken, aber auch den neusten Klatsch und Tratsch der Kleinstadt auszutauschen. So ist mittlerweile eine eingeschworene Clique aus den Vieren geworden. Alles ändert sich aber in dem Moment, als Anne eine Goldstatue im Watt findet und diese in der örtlichen Kirche ausgestellt werden soll. Denn erst wird Anne nachts niedergeschlagen, dann die Statue gestohlen und schließlich liegt auch noch ein Toter in einem von Gustavsens Booten. Die kriminalistischen Fähigkeiten der vier Freunde sind gefragt, denn die Polizei alleine macht nicht den Eindruck, als würden sie den oder die Täter jemals schnappen.

Susanne Oswald verbindet in diesem Reihenauftakt die beiden Eigenschaften cosy und crime perfekt. Denn der Roman wird vorallem in der ersten Hälfte von den gemütlichen Wohlfühlstunden im Strickschick, am Deich oder im beschaulichen Lüttjekoog beherrscht, während der Diebstahl und der Mord erst später Einzug in die Handlung halten. So lernen die Leser die vier Hauptcharaktere erst gut kennen, bevor der Kriminalfall in den Vordergrund rückt. Vorallem Mette und Anne sind die Protagonistinnen und erzählen abwechselnd die Handlung aus ihrer Sicht.

Ich habe dieses Buch geliebt, denn es hat mir wunderbare Wohlfühl-Lesestunden auf meinem gemütlichen Sofa geschenkt. Gerade jetzt, wenn die Tage wieder kürzer werden, das Wetter ungemütlicher und herbstlicher, liebe ich diese Sonntage in meinem Wohnzimmer. Die Mischung aus Kleinstadtleben, sehr sympathischen Menschen und der Liebe zum Stricken ist wunderbar gelungen und hat auch ohne Raub und Mord bereits gut unterhalten. Doch auch die Ermittlungen der vier Freunde sind wunderbar kurzweilig und passen perfekt zur Handlung, daher gerne mehr davon! Ich möchte auch erwähnen, dass die Autorin immer wieder Bezug auf andere strickende Charaktere aus ihren vorhergehenden Romanen nimmt und mich so frühere, wunderbare Lesestunden erinnert hat. Deshalb bekommt das Buch eine klare Leseempfehlung von mir!

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