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Veröffentlicht am 14.03.2018

Absolute Sogwirkung!

NACHTWILD
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Fakten
Autor: Gin Phillips
Verlag: dtv
Erscheinungsdatum: 29.03.2018
Genre: Thriller
Seiten: 304
 
Inhalt
Joan verbringt einen schönen Tag mit ihrem Sohn Lincoln im Zoo. Auf dem Weg zum Ausgang hört sie ...

Fakten
Autor: Gin Phillips
Verlag: dtv
Erscheinungsdatum: 29.03.2018
Genre: Thriller
Seiten: 304
 
Inhalt
Joan verbringt einen schönen Tag mit ihrem Sohn Lincoln im Zoo. Auf dem Weg zum Ausgang hört sie Schüsse und entdeckt Leichen auf den Wegen. Sie rennt um ihr Leben. Jetzt zählt nur noch ihren Sohn und sich selbst in Sicherheit zu bringen.
 
Gestaltung
Das Cover ist ja sehr schlicht gehalten. Aber dadurch wirkt es auch extrem anziehend und fesselnd. Schwarz wie die Nacht und dann springt einen dieser leuchtend rote Leopardenkopf regelrecht an.
 
Sprache
Das Buch erzählt nur eine relativ kurze Zeitspanne, doch diese 3 Stunden werden wirklich zum Alptraum. Die Stimmung ist stetig angespannt. Man kann gar nicht aufhören zu lesen, muss wissen was als nächstes passiert. Und obwohl es auch längere Passagen gibt, in denen eigentlich nichts passiert, wird es nie langweilig. Denn man ist ständig auf der Hut. In jedem Schatten könnte etwas lauern. Man hat das Gefühl keinen Moment unachtsam sein zu dürfen. Ich war auf jeden Fall völlig im Geschehen drin.

Charaktere
Joan ist die absolute Löwenmutter. Es gibt für sie nur einen Gedanken: Ihrem Sohn darf nichts passieren! Und obwohl sie selbst oft nicht so genau weiß, was sie tun soll, bleibt sie immer ruhig und besonnen. Um ihren Sohn nicht in Panik zu versetzen, um ihm die Angst zu nehmen, die in ihr selbst doch so tief steckt, beschäftigt sie ihn, hält ihn ruhig und handelt überlegt. Es gibt auch einige Situationen an denen an das eigene Gewissen appelliert wird. Man fragt sich automatisch: Wie hätte ich in dieser Situation reagiert? Würde ich selbstlos handeln oder würde ich zum Schutz meines Kindes die anderen unbeachtet lassen?

Fazit
Eine absolut packende Erzählung. Mich hat das Buch mitgerissen. Allerdings habe ich auch zwei Kritikpunkte. Erstens kamen mir die Tiere zu kurz. Das Cover verspricht, dass auch die Tiere eine erschreckende Rolle in der Geschichte spielen, doch diese Thematik wurde so gut wie nicht behandelt. Allerdings könnte das natürlich auch die Message vermitteln, dass selbst das wildeste Tier nicht so grausam ist wie der Mensch. Trotzdem hätte das noch einiges an Spannung rein bringen können. Zweitens war mir das Ende zu schnell und zu offen. Ich hatte noch so viele Fragen. Das war etwas schade. Es hätte beispielweise auch ein Epilog genügt, oder vielleicht ein Zeitungsartikel, der das Geschehen nochmal zusammenfasst und abschließt. Aber alles in allem ein fesselnder Roman, den ich nicht aus der Hand legen konnte!

Veröffentlicht am 23.01.2018

Leckere Geschichte

Taste of Love - Geheimzutat Liebe
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Fakten
Autor: Poppy J. Anderson
Verlag: Bastei Lübbe
Erscheinungsdatum: 13.01.2017
Genre: Liebesroman
Seiten: 380
 
Inhalt
Brooke Day schmeißt gerade den Laden im Restaurant ihrer Eltern und entdeckt dabei ...

Fakten
Autor: Poppy J. Anderson
Verlag: Bastei Lübbe
Erscheinungsdatum: 13.01.2017
Genre: Liebesroman
Seiten: 380
 
Inhalt
Brooke Day schmeißt gerade den Laden im Restaurant ihrer Eltern und entdeckt dabei ihre Leidenschaft für das Kochen wieder. Nur leider steht es nicht gut um das Crab Inn. Das erkennt auch der Bostoner Starkoch Andrew Knight sofort. Allerdings verliebt er sich auch direkt in die Gerichte des Crab Inn und möchte deshalb dem Restaurant und Brooke zu neuem Erfolg verhelfen. Doch leider verschweigt er Brooke, wen sie da tatsächlich vor sich hat.
 
Gestaltung
Das Cover ist wirklich ein Augenschmauß! Es ist mit so vielen hübschen Details verziehrt und macht so einfach direkt Lust aufs Kochen und Lesen!
 
Sprache
Die Geschichte lässt sich locker leicht lesen. Sie ist gespickt mit Details aus der Küche Neuenglands und hält immer wieder neue Kreationen bereit, so dass einem beim Lesen das Wasser im Mund zusammen läuft. Wie gerne würde ich Brookes Blaubeerkuchen probieren!
Außerdem hält die Story eine zuckersüße Liebesgeschichte bereit. Die natürlich kitschig ist, aber auch sehr witzige Neckereien und natürlich sehr romantische Momente enthält.

Charaktere
Brooke und Andrew sind zwei sehr sympathische Protagonisten, deren Handeln man meist sehr gut nachvollziehen kann. Man kann ihre Selbstzweifel gut verstehen und selbst die Missverständnisse zwischen den beiden sind sehr realistisch dargestellt.
Außerdem gibt es einige typische Kleinstädter als Nebencharaktere, die eine wohlige Kleinstadtatmosphäre vermitteln.

Fazit
Für mich eine gelungene Liebesgeschichte, die eine tolle Atmosphäre und kitschige Glücksgefühle vermittelt!

Veröffentlicht am 21.07.2017

Packende Stroy mit Stolpersteinen

Glaube Liebe Tod (Ein Martin-Bauer-Krimi 1)
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Fakten
Autor: Gallert Reiter
Verlag: ullstein
Erscheinungsdatum: 12.05.2017
Genre: Kriminalroman
Seiten: 406

Inhalt
Martin Bauer ist Polizeiseelsorger - ein sehr spezieller Polizeiseelsorger. Er hält ...

Fakten
Autor: Gallert Reiter
Verlag: ullstein
Erscheinungsdatum: 12.05.2017
Genre: Kriminalroman
Seiten: 406

Inhalt
Martin Bauer ist Polizeiseelsorger - ein sehr spezieller Polizeiseelsorger. Er hält einen Polizisten davon ab sich von einer Brücke in den Tod zu stürzen, indem er einfach selbst in die Tiefe springt und sich von ihm retten lässt. Trotzdem ist der Polizist wenige Stunden später Tod - vom Parkhausdach gestürzt. Es wird als Selbstmord deklariert, doch Bauer lässt der Fall keine Ruhe und er ermittelt auf eigene Faust weiter.

Gestaltung
Ich finde das Cover sehr gut gemacht - der Mann ganz allein auf der Brücke, die Lichtreflexe die ihn umgeben. Der groß gedruckte Titel scheint wie eine Last auf dem Mann zu liegen und das passt ja auch ganz gut zur Geschichte. Überhaupt konnte ich mit dem Titel erst nicht viel anfangen, doch im Nachhinein gesehen fasst er das Buch sehr gut zusammen.

Sprache
Es gibt in diesem Buch einige Erzählstränge. Die wechseln sich unregelmäßig ab, mal kommt ein neuer Erzählstrang hinzu, der dann aber vielleicht auch nur kurz verfolgt wird, aus manchen entwickeln sich aber auch ganz eigenen Nebenhandlungen. Deshalb musste ich schon manches Mal erst reinkommen und herausfinden, wer jetzt gerade erzählt und wo man sich befindet. Überhaupt gab es Szenen die mir einfach unlogisch erschienen, oder Fehler enthielten - also z.B. setzen sich die Personen am Anfang einer Szene hin und später lässt sich einer erschöpft auf einen Stuhl sinken. Das sind Kleinigkeiten, aber sie ließen mich immer wieder stolpern.

Charaktere
Der Polizeiseelsorger Martin Bauer ist in dieser Geschichte natürlich der heimliche Held. Er macht sich sehr viele Gedanken, wie er den Betroffenen helfen kann, verlässt sich dabei auf seine Intuition und seinen Glauben. Dadurch ist er aber auch oft leichtsinnig und riskiert viel. Dann gibt es noch Verena Dohr, die Polizeihauptkomissarin und direkte Ansprechpartnerin für Bauer. Sie muss oft ihren Kopf für Bauers Eskapaden hinhalten, vertraut ihm aber trotzdem und ist eigentlich froh, dass er so hartnäckig und nervtötend sein kann. Außerdem begleitet man auch Tilo, den Sohn des verstorbenen Polizisten und begleitet in bei der Frustbewältigung, die der Tod des Vaters mit sich bringt. Und man gerät auch in die Geschichte von zwei rumänischen Mädchen, die im Rotlichtmilieu feststecken.

Fazit
Die Story hat mich total mitgenommen. Sie war spannend und fesselnd, man konnte mit ermitteln und in die Abgründe der Rotlichtszene blicken. Aber der Schreibstil gefiel mir leider nicht. Es ist packend geschrieben, enthält für mich aber zu viele Stolpersteine. Man erkennt oftmals erst nach einiger Zeit wer spricht und in welcher Situation er ist. Viele Szenen stürzen einen in eine Situation, dann kommen plötzlich Rückblenden, wie der Charakter in diese Situation geraten ist (dass da eine Rückblende anfängt, habe ich oftmals erst gemerkt, wenn ich wieder gestolpert bin, weil etwas nicht in den zeitlichen Ablauf passte) und dann ging es nahtlos wieder in die Gegenwart über. Solche Kleinigkeiten milderten leider meine Lesefreue etwas. Trotzdem eine gute Story.

Veröffentlicht am 30.06.2025

Viel potenzial

A Dance of Lies
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Inhalt
Einst war Vasalie die liebste Tänzerin des Königs, sein Kleinod, dann bezichtigte man sie eines Mordes und sie verwahrloste zwei Jahre in seinem Kerker. Doch dann lässt er sie rausholen und verspricht ...

Inhalt
Einst war Vasalie die liebste Tänzerin des Königs, sein Kleinod, dann bezichtigte man sie eines Mordes und sie verwahrloste zwei Jahre in seinem Kerker. Doch dann lässt er sie rausholen und verspricht ihr Freiheit, wenn sie für ihn bei der Versammlung der Königreiche spioniert.

Sprache
Die Geschichte startet sehr eindrucksvoll. Vasalie hat Schreckliches durchgemacht und ihr Körper ist versehrt. Trotzdem muss sie wieder tanzen lernen und damit alle am Königshof verzaubern, um ihren Auftrag ausführen zu können und die längst vergangene Hoffnung auf Freiheit zu erhalten. Mit ihr gemeinsam bei der Versammlung der Königreiche anzukommen und all die anderen Charaktere kennenzulernen war spannend. Es gibt mehrere Königreiche mit ganz landestypischen Unterschieden und verschiedenen Regenten zu entdecken. Außerdem einen eindrucksvollen Palast und verschiedene Spionageaufträge. Eigentlich alles, was ich an dieser Art von Geschichten liebe.
Leider konnte diese Spannung für mich nicht aufrecht erhalten werden. Der Plot konnte mich nicht überraschen und deshalb auch nicht fesseln. Im Nachhinein fehlte mir der rote Faden. Die Geschichte war zu sprunghaft und ich konnte nicht erkenne, wohin die Geschichte mich führen will. Außerdem gibt es immer wieder sehr ausführliche Beschreibungen, die die Story nicht voran bringen - zum Beispiel von den Tanzaufführungen.


Charaktere
Eigentlich mochte ich Vasalie als Protagonistin sehr gern. Sie hat große körperliche Schmerzen und hält einiges an Leid und Druck aus. Das fand ich sehr beeindruckend. Leider ist sie aber auch sehr leichtgläubig und schafft es nicht sich durchzusetzen.
Die romantischen Gefühle, die dann plötzlich aufkamen, konnte ich überhaupt nicht nachvollziehen. Es gab Verbindungen zu einigen Männern und da wären auch sehr spannende Verknüpfungen mit der Story möglich gewesen, aber romantisch fand ich davon keine.
Die Nebencharaktere sind, bis auf wenige, recht blass geblieben und hätten gerne noch eine größere Rolle einnehmen dürfen.

Fazit
Konnte meine Erwartungen nicht erfüllen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 20.05.2025

Zu viele Schwachstellen

The Island - Auf der Flucht
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Inhalt
Lola muss dringend weg aus Hongkong. Als ihr alter Freund Moxham ihr einen Job im Paradies, auf Keeper Island, anbietet, nimmt sie kurzentschlossen an. Doch kaum dort angekommen ist sie schon wieder ...

Inhalt
Lola muss dringend weg aus Hongkong. Als ihr alter Freund Moxham ihr einen Job im Paradies, auf Keeper Island, anbietet, nimmt sie kurzentschlossen an. Doch kaum dort angekommen ist sie schon wieder von Tod, Geheimnissen und Intrigen umgeben.

Meinung
Die Geschichte war auf jeden Fall spannend, aber auch recht nüchtern erzählt.
Es gibt Geheimnisse in Lolas Vergangenheit und auch auf der Insel läuft irgendetwas Merkwürdiges ab. Und man möchte durchschauen, was passiert ist, wer darin verwickelt ist und folgt gemeinsam mit Lola den Spuren. Irgendwie beäugt man jeden den man trifft misstrauisch. Und irgendwann war ich mir auch nicht mehr sicher, ob man Lola überhaupt vertrauen kann. Das hat mich sehr neugierig auf die Auflösung gemacht.
Zwischendurch gab es aber einige Längen, weil die Story nicht so richtig voran kam.
Manches Mal wurden Szenen ausführlich beschrieben, die die Geschichte nicht weiter bringen und spannende Details wurden dann nur kurz abgehandelt.
Am Ende gibt es dann noch einen Showdown, der mich gefesselt hat, aber nicht wirklich begeistern konnte.
Was mich auch gestört hat war, dass das Hotelsetting für mich nicht sehr realistisch dargestellt wurde. Die Arbeitsabläufe waren unlogisch. Die meiste Zeit war das Personal im Personalcamp. Es wurde sich zwar über lästige Gäste beschwert und Partys ausgerichtet, aber bei denen haben die Angestellten immer mitgefeiert, anstatt wirklich zu arbeiten. Und ich wusste die ganze Zeit nicht, was eigentlich Lolas Aufgabe war.
Die meisten Gäste und Angestellten, die man trifft, konnte ich kaum unterscheiden, weil sie so austauschbar waren, weshalb es manchmal auch schwierig war Lolas Nachforschungen zu folgen.

Fazit
Eine spannende Idee, mit einer unterschwelligen Spannung, aber zu vielen Schwachstellen.

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  • Charaktere