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Veröffentlicht am 01.11.2025

Gossip-Girl-Vibes im Internatsmilieu

The Academy
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The Academy hat mich neugierig gemacht, weil ich Geschichten über Internate und geheime Dynamiken liebe. Die Tiffin Academy ist ein spannender Schauplatz, an dem hinter gepflegten Fassaden Ehrgeiz, Druck ...

The Academy hat mich neugierig gemacht, weil ich Geschichten über Internate und geheime Dynamiken liebe. Die Tiffin Academy ist ein spannender Schauplatz, an dem hinter gepflegten Fassaden Ehrgeiz, Druck und kleine Skandale lauern. Eine App, die geheime Informationen veröffentlicht, bringt Bewegung in die Handlung und sorgt für einige überraschende Momente. Trotzdem hat mich die Geschichte nicht ganz gepackt. Manche Figuren blieben für mich blass und einige Themen wurden nur angerissen, obwohl viel Potenzial da war. Der Schreibstil ist angenehm und leicht zu lesen, manchmal aber etwas zu oberflächlich. Insgesamt fand ich das Buch unterhaltsam, wenn auch nicht fesselnd. Es ist eine gute Wahl, wenn man etwas Leichtes für den Herbst sucht, mit einer Prise Drama, Internatsatmosphäre und einem Hauch von Gossip Girl. Für mich solide, aber ohne großen Nachhall.

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Veröffentlicht am 27.10.2025

Dem Lied der Tiefe fehlte die Tiefe

Das Lied der Tiefe
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Mit großen Erwartungen bin ich in diese Geschichte über Sirenen, Magie und Machtspiele eingetaucht und wurde leider nicht ganz mitgerissen. Die Idee ist stark und das Setting hat viel Potenzial, doch die ...

Mit großen Erwartungen bin ich in diese Geschichte über Sirenen, Magie und Machtspiele eingetaucht und wurde leider nicht ganz mitgerissen. Die Idee ist stark und das Setting hat viel Potenzial, doch die Umsetzung bleibt oft an der Oberfläche. Zwar liest sich der Schreibstil angenehm und flüssig, aber die Welt bleibt schwammig beschrieben, dabei war die Grundidee echt mal was anderes.

Auch mit der Hauptfigur hatte ich anfangs Mühe, sie blieb mir zu distanziert und handelt sehr unglaubwürdig und die Beziehung zu Theo wirkte eher konstruiert als gefühlvoll. Einzelne Szenen sind spannend, doch insgesamt fehlte mir der rote Faden manches passierte zu schnell, anderes zu sprunghaft.

Trotzdem hat mich das Buch gut unterhalten und neugierig gemacht, wie es weitergeht. Die Grundidee hat Tiefe, sie muss nur noch gefunden werden. Vielleicht ja im zweiten Band.

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Veröffentlicht am 25.10.2025

Eine Liebe zwischen Intensität und Erschöpfung

All the Way to the River
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Ich kannte Elizabeth Gilbert schon vorher und war neugierig auf dieses Buch, aber die Reise darin war heftiger als erwartet. Gilbert erzählt ihre Liebesgeschichte mit Rayya, eine Verbindung voller ...

Ich kannte Elizabeth Gilbert schon vorher und war neugierig auf dieses Buch, aber die Reise darin war heftiger als erwartet. Gilbert erzählt ihre Liebesgeschichte mit Rayya, eine Verbindung voller Leidenschaft, Chaos und Schmerz. Aus Freundschaft wird Liebe, aber auch Abhängigkeit. Die Beziehung schwankt zwischen Nähe und Überforderung, verstärkt durch Rayyas Krebsdiagnose und ihre Rückfälle in die Sucht. Vieles hat mich berührt, vor allem Gilberts Mut, sich selbst als co-abhängig zu zeigen und nichts zu beschönigen. Gleichzeitig hat mich das oft ermüdet, weil sie sich immer wieder in denselben Gedanken verliert und vieles analysiert, ohne wirklich Klarheit zu finden. Die vielen spirituellen Einschübe, Gebete und mystischen Momente haben mich eher aus der Geschichte geworfen. Rayya bleibt schwer zu greifen, mal bewundert, mal manipulativ, fast wie eine Figur aus zwei Welten. Am Ende hatte ich das Gefühl, weniger ein Buch zu lesen als beim inneren Heilungsprozess der Autorin zuzusehen. Intensiv und emotional, aber nicht leicht auszuhalten.

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Veröffentlicht am 27.09.2025

Solider Auftakt mit spannendem Cliffhanger

In the Shadows we wait
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"In the Shadows we wait" hat mich insgesamt gut unterhalten, auch wenn nicht alles perfekt war. Am meisten mochte ich die Stimmung: dieses rumänische Dorf mit seinen dunklen Gassen, die seltsamen ...

"In the Shadows we wait" hat mich insgesamt gut unterhalten, auch wenn nicht alles perfekt war. Am meisten mochte ich die Stimmung: dieses rumänische Dorf mit seinen dunklen Gassen, die seltsamen Träume von Xara und die Begegnungen mit Dorian und Juraj, die sie für eine Frau aus der Vergangenheit halten, das war richtig atmosphärisch. Die wechselnden Perspektiven fand ich spannend, weil man so mehrere Seiten der Geschichte erlebt. Einige Figuren bleiben aber noch etwas undurchsichtig und gerade im letzten Drittel wurde es mir stellenweise zu übertrieben, sodass ich nicht mehr komplett drin war. Trotzdem habe ich das Buch ziemlich schnell durchgelesen, weil ich unbedingt wissen wollte, wie es weitergeht. Der Cliffhanger am Ende ist gemein, aber genau deshalb bleibe ich neugierig. Für mich war es kein absolutes Highlight, aber eine solide, düstere Geschichte mit ein paar richtig packenden Momenten und Potenzial für Band zwei.

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Veröffentlicht am 07.07.2025

Zwischen Schlaflosigkeit und Selbstfindung – starkes Thema, schwache Entwicklung

Der Schlaf der Anderen
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Ein modernes, atmosphärisches Cover und eine originelle Idee haben mich sofort angesprochen: Zwei Frauen, scheinbar grundverschieden, treffen in einem Schlaflabor aufeinander, beide vom Schlaf ...

Ein modernes, atmosphärisches Cover und eine originelle Idee haben mich sofort angesprochen: Zwei Frauen, scheinbar grundverschieden, treffen in einem Schlaflabor aufeinander, beide vom Schlaf beraubt, beide auf der Suche nach Orientierung. Anfangs hat mich die ruhige Sprache getragen, die kurzen Kapitel zogen mich schnell in den Bann. Die Begegnung zwischen Sina und Janis entwickelt sich feinfühlig und wirft spannende Fragen auf: Wer bin ich, wenn ich nicht mehr funktioniere? Was verbindet uns wirklich? Doch je weiter die Geschichte voranschritt, desto mehr verlor sie für mich an Klarheit. Die Balance zwischen leiser Reflexion und überladenen Episoden geriet ins Wanken. Statt Tiefe und Dynamik driftete der Plot mitunter ins Skurrile ab. Die emotionale Nähe der Figuren blieb spürbar, aber die Handlung wirkte stellenweise zäh. Schade, denn das Potenzial war da. Am Ende blieb für mich ein ambivalenter Eindruck: atmosphärisch stark, aber nicht ganz stimmig.

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