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Alesia

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.10.2025

Aether und Magiehandwerk

Spellcraft, Band 2 - Die Macht der weißen Sonne
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Das Winterfest der Spellcrafter wird angegriffen. Eine mysteriöse Stimme in ihrem Kopf warnt Lucy im letzten Moment. Gemeinsam mit ihren Freunden Renly und Adele versucht Lucy Hintergründe zum Überfall ...

Das Winterfest der Spellcrafter wird angegriffen. Eine mysteriöse Stimme in ihrem Kopf warnt Lucy im letzten Moment. Gemeinsam mit ihren Freunden Renly und Adele versucht Lucy Hintergründe zum Überfall herauszufinden und das Rätsel um verschwundene Spellcrafter zu lösen.

Spellcraft, Band 2 - Die Macht der weißen Sonne von R.L. Ferguson ist Urban Fantasy für Kinder ab etwa 10 Jahren. Nachdem mir der erste Teil der Serie sehr gut gefallen hat, war ich auch auf die Fortsetzung gespannt. Die Handlung des zweiten Teils schließt sich zeitlich recht nah an Teil eins an. Da es keine Zusammenfassung gibt, kann ich hier nur empfehlen, auch diesen vorher zu lesen. Das magische Setting, das London der Spellcrafter, kommt für mich im zweiten Teil etwas zu kurz. Die Handlung ist sehr actionreich und lässt wenig Zeit zum Verschnaufen. Trotzdem schlich sich bei mir eher eine Leseflaute ein. Die Freundschaften, die sich im ersten Band gebildet haben, wirken gefestigt. Im Hintergrund spürt man die wachsende Spannung zwischen den Spellcraftern und den Septs, welche diese kontrollieren. Auch die Septs untereinander konkurrieren um den vorhandenen Aether. Gerade für jüngere Leser könnte dieser gesellschaftskritische Hintergrund inhaltlich herausfordernd sein. Lucy nimmt dann auch unter der Anleitung der geheimnisvollen Stimme eine Haltung ein, die mich nicht ganz überzeugt. Vielleicht waren meine Erwartungen nach dem tollen ersten Teil etwas zu hoch. Hier nur drei Sterne für eine eher mittelmäßige Fortsetzung.

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Veröffentlicht am 17.10.2025

Der Dämonenprinz

Till the End of the Moon 1
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Li Susu reist 500 Jahre in die Vergangenheit zurück, um zu verhindern, dass Tantai Jin sich zum Dämonengott erhebt. Dazu muss sie zunächst verhindern, dass er stirbt und herausfinden, wie sie seinen Dämonenknochen ...

Li Susu reist 500 Jahre in die Vergangenheit zurück, um zu verhindern, dass Tantai Jin sich zum Dämonengott erhebt. Dazu muss sie zunächst verhindern, dass er stirbt und herausfinden, wie sie seinen Dämonenknochen zerstören kann. Dass sie ausgerechnet im Körper der herrischen Ye Xiwu, der Tochter eines Generals und Tantai Jins Ehefrau erwacht, führt zu einigen Komplikationen.

Till the End of the Moon 1 von Teng Luo Wei Zhi ist der Auftaktband zu einer chinesischen New Adult Fantasy / Romantasy Reihe. Ich mochte das historisch anmutende Setting sehr gerne. Eine Welt voller höfischer Intrigen und Dämonen. An Kampfszenen spart die Autorin auch nicht. Die Handlung ist mitunter schon düster und verworren. Trotz des eher zarten, teils poetischen Schreibstils sind Teile der Handlung auch recht grausam. Von der Liebesgeschichte zwischen Susu und Tantai Jin ist im ersten Band fast nichts zu spüren. Während sie ihn demütigt und quält, steht er des Öfteren kurz davor sie zu töten. Da ich davon ausgehe, dass sich im Laufe der Reihe tatsächlich noch eine Liebesgeschichte entwickelt, ist der Trope Enemies To Lovers sehr gut getroffen. Ich persönlich mochte Tantai Jins Charakter leider nicht. Sicherlich kann man seine Grausamkeit und Herzlosigkeit auf seine Vergangenheit schieben. Mitgefühl und Güte scheinen ihm insgesamt jedoch völlig fremd. Als Love Interest empfand ich ihn schwierig.

Ganz hat mich der Reihenauftakt nicht abgeholt. Auch aufgrund kleiner Längen in der Handlung vergebe ich insgesamt drei Sterne.

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Veröffentlicht am 12.10.2025

Erbin des magischen Buchladens

Der Buchladen in der Percival Road
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Der Buchladen in der Percival Road ist ein sehr kurzes Prequel zum Bestseller "Das Buch der gelöschten Wörter"

Portia Gateway erfährt nach dem Tod ihrer Mutter, dass sie einen Buchladen geerbt hat. Wer ...

Der Buchladen in der Percival Road ist ein sehr kurzes Prequel zum Bestseller "Das Buch der gelöschten Wörter"

Portia Gateway erfährt nach dem Tod ihrer Mutter, dass sie einen Buchladen geerbt hat. Wer die Chronik der Bücherwelt-Reihe kennt, weiß natürlich um welchen Buchladen es sich handelt. Die Geschichte ist eher ruhig angelegt und ziemlich kurz. Vielleicht wäre es hier interessant gewesen noch mehr von Portias Vater zu erfahren. Auch eine Buchreiseszene, die für mich ganz viel vom Charme der Reihe ausmacht, kommt nicht vor. Trotzdem ist ist schön in die kleine Geschichte einzutauchen und kurz die Atmosphäre vom Magie und Büchern zu spüren.

Eher etwas für absolute Fans der Buchreihe.

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Veröffentlicht am 30.09.2025

Bedrohliche CAT- SÍs

Suri, die Monsterjägerin
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Suri, die Monsterjägerin von Jo Rioux, ist der erste Band einer neuen Graphic-Novel-Reihe für Kinder ab ca. 8 Jahren. Suri verdient ihr Geld, indem sie auf dem Jahrmarkt Geschichten über Monster erzählt. ...

Suri, die Monsterjägerin von Jo Rioux, ist der erste Band einer neuen Graphic-Novel-Reihe für Kinder ab ca. 8 Jahren. Suri verdient ihr Geld, indem sie auf dem Jahrmarkt Geschichten über Monster erzählt. Nur zu gerne wäre sie selbst eine Monsterjägerin. Bald schon muss sie sich tatsächlich mit Katzenmonstern herumschlagen. Gut, dass sie zwischenzeitlich einen besonderen Freund gefunden hat, der sie unterstützt.

Ich fand den Einstieg ins Buch für jüngere Leser tatsächlich etwas schwierig. Man ist zwar direkt mittendrin in der Geschichte, muss sich aber erstmal irgendwie in der Welt zurechtfinden. Viele Nebencharaktere werden gar nicht richtig vorgestellt. Mir fehlt hier einfach die Vermittlung von Hintergrundwissen. Die Grundidee der Geschichte, die junge Suri, die Monsterjägerin werden möchte, hat mir dann gut gefallen. Suri ist eine sympathische Heldin. Auch ihr unverhoffter großer Begleiter ist toll. Die comicartigen Bilder sind schön gestaltet, zum Thema passend etwas düster. Leider ist das Ende des Buches sehr offen gehalten (mit Band 2 geht's ja weiter). Das Buch fühlt sich für mich leider nicht vollständig an. Gerade im Kinderbuchbereich bevorzuge ich, auch bei Mehrteilern, ein abgeschlossenes Ende.

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Veröffentlicht am 28.09.2025

Alice in der Unterkunft

Katabasis
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Alice, Doktorandin der Analytischen Magie in Cambridge, steigt in die Unterwelt herab um ihren Doktorvater zu retten. Ohne Abschluss, für den sie glaubt Professor Grimes zu benötigen, ist ihr Traum von ...

Alice, Doktorandin der Analytischen Magie in Cambridge, steigt in die Unterwelt herab um ihren Doktorvater zu retten. Ohne Abschluss, für den sie glaubt Professor Grimes zu benötigen, ist ihr Traum von einer eigenen Professur unerreichbar. Außerdem ist Alice nicht ganz unschuldig an Grimes Tod. In der Hölle muss Alice auch noch ihren größten Konkurrenten Peter Murdoch ertragen.

Katabasis von Rebecca F. Kuang ist literarische Fantasy, mit Dark Academia Komponenten. Die Geschichte wohl irgendwann in den 1980er Jahren angesiedelt. Das Buch beinhaltet ein ungewöhnliches Magiesystem aus Mathematik, Logik, Linguistik und Paradoxen. Vieles ist dabei nicht einfach nachzuvollziehen. Zu Beginn fand ich die Hölle interessant gestaltet, bis sich im mittleren Teil alles zu sehr ähnelt. Manche Szenen lesen sich tatsächlich unangenehm. Religion, unterschiedliche Mythologien, Philosophie, die Autorin lässt wenig aus. Die beiden Protagonisten, besonders Alice, machen es einen nicht einfach sie zu mögen. Alice ist zwar brilliant auf ihrem Gebiet, ihr Ehrgeiz lässt sie aber kalt wirken, auch leidet sie an Unsicherheiten und dem Gefühl nicht gut genug zu sein. Murdoch scheint der Erfolg eigentlich zuzugfliegen, leidet letztendlich auch am toxischen System der Uni. Vorallem Alice Charakter durchläuft in der Unterwelt eine Entwicklung. Es gibt während der Reise sehr viele Rückblicke auf Alice Zeit in Cambridge, geprägt von enormen Leistungsdruck, Konkurrenz, Manipulation, patriarchalischem System und einer toxischen Beziehung zu ihrem Doktorvater. Besonders interessant fand ich auch das die Autorin selbst an der University of Cambridge studiert hat und das Buch deshalb mit Sicherheit eine persönliche Komponente hat. Dadurch, dass sich die Autorin so vielen unterschiedlichen Thematiken widmet, ging für mich Spannung verloren. Paradoxen, oder ähnliches, worüber die Protagonisten diskutierten, blieben mir machmal unverständlich. Die Geschichte ist daher tatsächlich eine Herausforderung, komplex und auf jeden Fall kein Buch zum Abschalten.

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