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Veröffentlicht am 28.09.2025

Wendungsreich und haarsträubend!

Welcome Home – Du liebst dein neues Zuhause. Hier bist du sicher. Oder?
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Marco und Ines sind überglücklich mit ihrer 4 jährigen Tochter Emilia endlich in ein eigenes Haus zu ziehen. Dafür haben sie ihr altes Leben in Osnabrück hinter sich gelassen und beginnen ihre neuen Arbeitsstellen ...

Marco und Ines sind überglücklich mit ihrer 4 jährigen Tochter Emilia endlich in ein eigenes Haus zu ziehen. Dafür haben sie ihr altes Leben in Osnabrück hinter sich gelassen und beginnen ihre neuen Arbeitsstellen in Unterfranken, im malerischen Spessart. Ihre Nachbarin Johanna heißt sie sofort aufs herzlichste Willkommen und ist ganz vernarrt in die süße Emilia. Auch die übrigen Nachbarn in der Neubausiedlung „auf dem Mons“ sind äußerst sympathisch und hilfsbereit. Doch schon in der ersten Nacht scheinen sie nicht alleine in ihrem Neubau zu sein. Sie nehmen Schatten im dunklen Haus war, die Hauptsicherung ist ausgefallen und Ines beobachtet einen Eindringling mit Taschenlampe im leerstehenden Nachbarhaus. Die herbeigerufene Polizei kann nichts ungewöhnliches entdecken und sie glauben, sich das alles nur eingebildet zu haben. Im Hellen sind sie fast überzeugt sich alles nur eingebildet zu haben, bis Labradoodle James Marco beim morgendlichen Gassigang ins Nachbarhaus führt. Doch gefriert ihm das Blut in den Adern beim Anblick der bestialisch zugerichteten Frau, die ermordet von der Decke hängt. Sind sie dort noch sicher? Marco tauscht sofort die Türschlösser aus und die Nachbarschaft organisiert sich.
Der Traum von den eigenen vier Wänden, das eigene Heim, der Rückzugsort, die Oase der Sicherheit… wer kennt den nicht? Was für Marco und Ines Winkler zuerst wie das Ziel ihrer Wünsche wirkt wird schleichend zum Albtraum! Nicht nur dass Marco eine malträtiere Leiche entdeckt, es beschleicht ihn und Ines immer so ein mulmiges Gefühl von Unsicherheit und Zweifel. Es geschieht stets nachts und im Dunkeln. Haben sie das alles nur geträumt? Nie decken sich ihre Beobachtungen, aber sie sind doch ähnlich. Gewissheit haben sie lange nicht und so wachst langsam aber stetig das Misstrauen, gegenüber der Nachbarschaft, obwohl diese sie doch so herzlich aufgenommen hat. Aber wem kann man schon in den Kopf gucken? Nach und nach erfahren sie kleine merkwürdige Details überscheinbar liebenswürdige Menschen, aber das könnte ja alles nur Täuschung sein. Geschickt spielt Arno Strobel mit Erwartungen, Erfahrungen und den Schutzbedürfnissen der Zuhörer. Nichts kaum etwas ist für Menschen so bedrohlich und erschüttert, als die Verletzung ihrer Intimsphäre, durch das unerlaubte Betreten ihrer Wohnung/ihres Hauses durch Fremde. Diese Ungewissheit wird dann noch durch den ersten und die folgenden Morde gesteigert. Dabei ist die Familie so sympathisch, insbesondere ihre kleine süße Tochter und der treue Hund James. Doch auch James scheinen die Vorgänge zu beeinflussen, denn selbst dieser verhält sich anders.
Auch wenn ich merkte, wie er mich und meine Sympathien manipulierte und meine Verdächtigungen lenkte, bin ich dem Autor auf den Leim gegangen. Beim zweiten Hören und in Kenntnis der Auflösung hat es mir besondere Freude gemacht auf diese Feinheiten zu achten.
Zwischendurch bekommt man die Ereignisse nicht nur aus der Sicht von Familie Winkler mit, sondern lauscht etwas bizarr anmutenden Gedanken. Dabei ist die Stimme von Sascha Rothemund deutlich differenziert von Marco Winkler, aber ich habe mich immer wieder gefragt, ob ich hier in zwei fremde Köpfe blicke oder doch nur in einen. Diese wenigen Tage in dieser mörderischen Siedlung haben es in sich. Sascha Rothemund bringt sogar diese Novemberstimmung sehr gut rüber. Als die Winklers vor Freude über ihr neues Heim anfangs auch über den Nebel und das unwirtliche Wetter hinwegsehen, während es später der Ausdruck von Verzweiflung, Sorgen und tiefer Verzweiflung ist. Denn wer immer hinter dem ersten Mord steckt, macht auch vor Winklers nicht halt.
Räumlich spielt dieser Psychothriller an einem eng umgrenzten Ort, einer Neubausiedlung, in der erst die Hälfte aller Häuser bewohnt sind. Der Kreis der möglichen Täter ist also überschaubar, das Motiv aber völlig absurd. Es spielt sich mehr im Kopf, als in Ortswechseln statt. Dennoch gelingt es Arno Strobel und Sascha Rothmund geschickt, die Geschichte am „Laufen“ zu halten und den Zuhörenden das Gefühl stetiger Unsicherheit zu vermitteln.
Was bin ich froh in einem Altbau zu leben ? Nervenkitzel gekonnt geschrieben und gelesen.

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Veröffentlicht am 23.09.2025

Wenn es sich schon nicht vermeiden lässt, dann wenigstens gewusst wie!

Hot Stuff – Wechseljahre-Wissen to go
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Die Wechseljahre, ein Mysterium um das sich viele Mythen, Halbwahrheiten, Halbwissen und ganz viele Vorurteile ranken. Doch eins ist sicher, früher oder später erwischen sie jede Frau.... Da macht es also ...

Die Wechseljahre, ein Mysterium um das sich viele Mythen, Halbwahrheiten, Halbwissen und ganz viele Vorurteile ranken. Doch eins ist sicher, früher oder später erwischen sie jede Frau.... Da macht es also fast schon zum den der Pubertät Sinn, sich damit zu befassen ;)

Klar strukturiert und verständlich haben hier die zwei Autorinnen, die ansonsten als Gynäkologin und Journalistin arbeiten und gemeinsam den Podcast „Hormongesteuert“ veröffentlichen, alles was Frau zu den Wechseljahren wissen will und wissen muss zusammen gestellt. Der Stil ist sachlich und auf den Punkt. Informativ, nicht unterhaltsam.

Da man ab einem gewissen Alter sicherlich auch schon eine gewisse Vorbildung hat, werden hier ganz typische Fragen, in Kapiteln aufgeteilt, beanwortet.

Es ist wie wie folgt gegliedert:
-Inhalt
-Vorwort
-Kapitel 1: Was passiert in meinem Körper?
-Kapitel 2: Was stimmt auf einmal nicht mit mir?
-Kapitel 3: Sollte ich jetzt Hormone nehmen?
-Kapitel 4: Gibt es eine Alternative zur Hormontherapie?
-Kapitel 5: Was bringen mir jetzt Yoga und Meditation?
-Kapitel 6: Warum soll ich mich jetzt mehr bewegen?
-Kapitel 7: Ernähre ich mich falsch?
-Kapitel 8: Was erwartet mich nach der Menopause?

Dazu gibt es jede Menge Unterthemen, damit man auch schnell auf drängende Fragen eine Anwort erhält. Das ist sehr praktisch, da man dann auch wirklich bei Bedarf nachschlagen kann und nicht das Buch von vorne bis hinten durcharbeiten muss, bis man die Antwort zu der aktuellen Frage findet.

Ich persönlich habe ganz vorne angefangen und dann gedacht, dass weiß ich als Ärztekind doch schon alles und dann beschlossen gezielt nachzulesen, nach den Punkten die mich brennend interessieren. Da wäre z.B. warum kann ich mein deutsches Rezept, nicht in der französischen Apotheke einlösen? Klar, das Präparat ist in Frankreich nicht zugelassen, aber warum? Das hat mich ja dann doch mehr als nur irritiert, aber ich habe die Antwort gefunden. Ich fand es sehr gut nachvollziehbar und werde nunmehr umsteigen, ehe ich an einer Thrombose oder einem Schlaganfall sterbe ;) Hier geht es nicht um die Verteufelung irgendwelcher Therapien, sondern den weisen Rat, genau hinzuschauen, welche Präparate in welcher Darreichungsform genommen werden sollten.

Dummerweise kommen die Autorinnen auch immer wieder an den Punkt: jeder Körper ist anders und nicht alle reagieren gleich. Bisweilen muss man ausprobieren, nach dem Prinzip: try and error. Aber einiges kann man auch einfach schon vorher beachten und damit die Wirkung maximieren und Risiken minimieren.

Dafür bekommt man nicht die Antwort, die ich sonst immer beim Arzt bekam: in jungen Jahren: das nimmst Du mit ins Grab (na toll!) oder später: das liegt am Alter! -Wieso, ich bin doch gerade mal 40!? Jetzt nicht mehr, aber die Antwort ist leider geblieben. Sie trifft aber zumindest insofern nicht zu, als dass man gegen diese Beschwerden nichts machen kann. Es bedarf dafür nur eine sehr genaue Beschreibung der Beschwerden und eine gut informierte Gynäkologin.

Es ist immer gut zu hinterfragen, was man verordnet bekommt (insbesondere wenn gewisse Kombinationen im Ausland nicht zugelassen sind) und die Fachärzte sind die kompetenten und richtigen Ansprechpartner (und nicht die Frisörin). Dieses Buch ersetzt keinen Facharzttermin, sensibilisiert aber dafür, was sinnvoll ist, beim nächsten Termin wie anzusprechen und vielleicht auch um besser einzuschätzen, wie aktuell der Wissensstand der eigenen Ärztin des Vertrauens ist...

Auch wenn ich anfangs nicht ganz so angetan war, fand ich das Buch letztendlich sehr nützlich und ehrlich. Ja, man kann nicht alle und alle Symptome über einen Kamm scheren, aber es ist schon sehr hilfreich zu wissen, bei welchen Beschwerden es sich denn um typische Wechseljahrsbeschwerden handelt und aus welchen Gründen einige Frauen früher in die Wechseljahre kommen als andere. Ich habe nun das Gefühl deutlich schlauer zu sein, bessere Fragen stellen zu können und im Zweifel zu wissen, wo ich seriös nachlesen kann.

Ich kann das Buch Frauen ab 35 Jahren nur empfehlen, sofern sie mit der Schriftgröße klarkommen. Mir persönlich ist die Schrift zu klein.

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Veröffentlicht am 02.09.2025

Wunderbar, um über den Herbst zu reden! Ab 2 Jahren!

Wo ist der Blätterdieb?
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Das Eichhörnchen ist entsetzt und empört! Alle Blätter seines Baumes sind weg! Wo sind sie denn bloß hin? Wer könnte sie gestohlen haben? Entschlossen begibt sich das Eichhörnchen auf die Suche, um seine ...

Das Eichhörnchen ist entsetzt und empört! Alle Blätter seines Baumes sind weg! Wo sind sie denn bloß hin? Wer könnte sie gestohlen haben? Entschlossen begibt sich das Eichhörnchen auf die Suche, um seine Blätter wieder zu finden und lässt dabei keinen Stein auf dem anderen... Unter dem ersten Stein entdeckt es eine Ameise und als es in das gelbe Haus schaut, findet es seinen Freund, den Vogel. Gemeinsam sucht es sich viel besser. Dabei können die kleinen Leser aktiv mitsuchen. Denn das kleine gelbe Vogelhaus ist aus Filz und lässt sich weg klappen und es bleibt nicht nur bei diesem Haus...

Erwachsene ahnen schon, was mit den Blättern von Eichhörnchens Baum wohl passiert sein mag und schmunzeln, doch hier ist die Suche das Ziel! Die Seiten sind aus dicker, abwischbarer Pappe, perfekt für noch etwas unsichere und vielleicht dreckige kleine Händchen. Die Klappen sind hier aus buntem Filz. Das ist schön griffig und ich würde sagen, dass es stabiler als Pappklappen wirkt, dann hat man mehr und längere Freude am Suchen.

Die Texte von Alice Hemming sind schön kurz und sehr gut verständlich auf für die ganz kleinen mit viel Dialoganteil. Das macht die Suche schön lebendig.

Die farbigen Illustrationen von Nicola Slater sind einfach niedlich! Mit ihren Kulleraugen erfüllen sie total das Kindchenschema und da will man ihnen sofort bei der Suche helfen. So eine Suche ist ja auch ein echtes Abenteuer, was es da so alles zu entdecken gibt! Doch am Schönsten ist eine Suche natürlich immer, wenn man letztendlich auch findet, was man sucht. So ist das Eichhörnchen rundum glücklich, als es seine Blätter wieder gefunden hat. Was es aber nicht weiß, ist, wie sie da hin gekommen sind. Das werden dann hoffentlich die Vorlesenden ihren kleinen Zuhörern verraten.

Dieses Pappbilderbuch zum Fühlen und Entdecken ist wieder zuckersüß und das Eichhörnchen und seinen Freund, den kleinen Vogel muss man einfach gern haben. Mein einziger Kritikpunkt: Warum ist der Baumstumpf aus orangem Filz? Den gibt es doch auch in braun? Einzelne gefallene Blätter hätte man gerne aus diesem leuchtendem Stoff fertigen können, aber so sieht der Baumstumpf leider einfach künstlich aus, das ist etwas schade und führt zu Nachfragen.

Dieses Bilderbuch ist perfekt für diese Jahreszeit, da die Blätter sich verfärben und von den Bäumen fallen! Super um mit den Kleinen ein Gespräch über den Wechsel der Jahreszeiten zu beginnen! Mit seiner handlichen Größe ist es auch perfekt für unterwegs und passt in jede Wickeltasche. Ab 2 Jahren. 4,5 Sterne, weil ich den orangenen Baumstumpf unpassend finde.

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Veröffentlicht am 24.07.2025

Die Gedanken sind frei.... Frauen sollten es auch sein!

Im Herzen der Katze
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Als die junge kurdische Iranierin Jina Mahsa Amini von der iranitschen Sittenpolizei ermordet wird, weil sie ihr Kopftuch zu lässig trug durchfährt es die iranisch-stämmige Autorin, wie ein körperlicher ...

Als die junge kurdische Iranierin Jina Mahsa Amini von der iranitschen Sittenpolizei ermordet wird, weil sie ihr Kopftuch zu lässig trug durchfährt es die iranisch-stämmige Autorin, wie ein körperlicher Schmerz. Sie dachte immer, ihre Mutter habe sich ihren Vornamen ausgedacht und außer ihr hieße niemand so. In Deutschland geboren und aufgewachsen, lebt und schreibt sie inzwischen in Südfrankreich. Auf Drängen ihrer Mutter kontaktiert sie sofort ihre 14 Jahre ältere Schwester Roya und ihre studierende Nichte Nika im Iran. Nika will ihre Tante unmittelbar an dieser ersten von Frauen geführten Revolution teilhaben lassen. Sie schickt ihr alle ihre Aufnahmen, von dem was auf den Straßen des Landes passiert auf ihr Handy und bittet sie es zu veröffentlichen, damit sie das Material zu ihrer eigenen Sicherheit von ihrem Handy wieder löschen kann. Derartige Aufnahmen bedeuten unter dem Mullahregime den sicheren Tod. Jina erinnert sich an ihren ersten Besuch bei ihrer großen Schwester, 2009 kurz nach der Geburt ihrer Nichte. Wie sie die Gerüche, Farben und Emotionen damals überwältigt haben, ebenso wie eine Liebe, die nicht sein durfte. Schon damals durchwehte das Land die Hoffnung auf Freiheit von der despotischen Unterdrückung der selbsternannten theologischen und militärischen Führer.

Die Autorin wuchs in Deutschland auf, da ihr Vater in den 60er Jahren nach Deutschland zum Studium kam. Sie selbst spricht Farsi, kann es aber nicht lesen und schreiben. Sie erzählt die Geschichte in drei Ebenen. Ihr hier und jetzt, als sie in ihrer Heimat von der Ermordung ihrer Namensschwester erfährt, von der aktuellen Revolution der Frauen im Iran und von 2009, ihrem erstem Besuch im Land ihrer Eltern. Der Wechsel dieser Ebenen ist mir beim Hören echt nicht leicht gefallen und ich habe es stets an Nikas Alter und der An- oder Abewesenheit von Reiseführerin Iman festgemacht. Zu Beginn der Reise 2009 waren aber beide nicht da, was mich etwas verwirrte.... Dennoch fand die Begegnung mit den zahlreichen Schwestern ihres Vaters, von denen sie z.T. Noch nie gehört hatte, die sie aber mit überschwänglicher Herzlichkeit und offenen Armen aufnahmen, sehr berührend. Da die Sprecherin und Schauspielerin Pegah Ferydoni selbst in Teheran geboren wurde, ehe sie im Alter von 2 Jahren nach Deutschland kam, spricht sie Farsi. Der Klang dieser sehr blumigen und poetischen Sprache vermittelt einem einen fühlbaren Eindruck der hochentwickelten iranischen Kultur, die vom Regime brutal unterdrückt wird. Denn nicht nur Frauen und ihre Körper und Gedanken sind den Mullahs ein Dorn im Auge, sondern auch Tanz und Musik und Dichtung und Literatur mit ihrem freien Gedankengut. Ihre Stimme macht die Lesung sehr persönlich und intensiv.

Die Autorin selbst steht für alles, was die Mullahs unterdrücken wollen, nicht nur ihr Beruf und ihre Gedanken, sondern auch ihre Liebe zu Frauen. Bei ihrem Besuch 2009 im Iran fleht Roya sie immer wieder an, nicht alles auszuprobieren, wonach ihr gerade der Sinn steht und sensibilisiert sie für die bisweilen aberwitzigen Gefahren, die dieses Regime für seine Bürgerinnen mit sich bringt. Selbstverständlichkeiten für uns, bedeuten für die Frauen dort den sicheren Tod. Sie spürt in sich eine unbändige, ungeahnte Liebe zu diesem ihr bis dato unbekannten Land, seiner Bewohner, ihrer Familie, seiner Sprache und seiner Kultur und gleichzeitig wächst in ihr das Verlangen, die Frauen dort zu befreien. Doch um welchen Preis?

Die Katze? Ach ja, im Iran empfindet man die Konturen ihres Heimatlandes, als den Umriss einer Katze, weshalb der Iran liebevoll als Katze betrachtet wird.

Nachdem die Hoffnungen 2009 nicht erfüllt wurden, sind sich Roya und Nika einig, dass dieses Land Freiheit braucht, denn ohne Freiheit können und wollen die Frauen in ihrem geliebten Land nicht mehr leben und sie sind bereit, dafür alles zu riskieren. Wie weit sind wir bereit für unsere Überzeugungen zu gehen?

Ein sehr bildhaftes und intensives Porträts des Lebens, der Gefahren und der Leidenschaft der Frauen im Iran. Möge die Freiheit sie erreichen, möglichst bald.

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Veröffentlicht am 16.05.2025

Farbenfroher Quatsch mit Hund und Fantasie!

Kunterhund
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Die Welt ist bunt und schön und deswegen malt der kleine Fritz auch so gerne bunte Bilder in allen Farben, doch halt: sein Hund Bert ist gar nicht bunt, er ist grau! Na sowas! Wenn er ihn einfach mit seinem ...

Die Welt ist bunt und schön und deswegen malt der kleine Fritz auch so gerne bunte Bilder in allen Farben, doch halt: sein Hund Bert ist gar nicht bunt, er ist grau! Na sowas! Wenn er ihn einfach mit seinem Pinsel und seinem Farben bunt anmalen würde, da sähe er so fröhlich und lustig aus wie er ist!

Diese Geschichte beginnt mit der Warnung, dass diese Geschichte ein Witz sei, äh, pardon, ein bisschen gelogen, damit sie nicht zu ernst genommen wird und vor allem, um Haustiere zu schützen. Natürlich werden Tiere nicht mit Farbe angemalt! Es ist eine Unfuggeschichte, über die Kinder ob ihrer Absurdität lachen sollen, denn Hunde mit einem Pinsel bunt anzumalen ist natürlich völliger Blödsinn! Aber lustig wäre es schon!

Da kleine Kinder aber schon auf dumme Gedanken kommen, wäre es noch besser, als diese Einleitung, am Ende zu zeigen, dass Fritz sich natürlich nur vorstellt, wie es wäre, wenn er Bert anmalen würde. Mir hätte es auch besser gefallen, wenn es bei der Warnung geblieben wäre, dass die Geschichte ein Witz ist und nicht ein bisschen gelogen. Das könnte Kinder in ein Dilemma führen, denn lügen darf man nicht, auch nicht ein bisschen, Witze machen darf man aber schon, das ist lustig.

Die Schrift von Maria Vohn ist riesig und sieht aus, wie in das Buch gepinselt, mit langweiliger grauer Farbe, wie gut, dass da nun auch noch Rot und Blau und Geld und Grün und Orange dazukommen! Sie Schrift ist so groß, dass Leseanfänger sie mühelos ihren kleinen Geschwistern vorlesen können, denn die Sätze sind auch einfach und das schwierigste Wort ist „entzücken“. Es ist also wirklich einfach lesbar. Dabei sind die Seiten aus ganz fester stabiler Pappe, die im Zweifel, falls man mal gekleckert hat, auch abwischen kann. Das Format ist sehr handlich und praktisch für unterwegs und kleine Kinderhände.

Zu Beginn sind die Illustrationen von Maria Vohn ganz grau und aber freundlich und es macht auch irgendwie neugierig, warum alles so farblos ist. Doch das bleibt natürlich nicht so, denn Fritz malt sich die Welt, wie sie ihm gefällt und das ist fröhlich und voller Farbe! So kommt Seite zu Seite eine neue Farbe dazu und am Ende ist alles Kunterbunt. Aber dann endet auch Berts Geduld! Die Illustrationen sind fröhlich und verbreiten gute Laune. Schon auf den ersten Blick erfassen die Kleinen ab 24 Monaten, für die das Buch bestimmt ist, den Kern der Geschichte: es geht um richtig viel Spaß, gute Laune, bunte Farben und die Liebe zu seinem Hund!

Ein kurzweiliger, farbenfroher Spaß für kleine Bücherfreunde ab 24 Monaten.

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