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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.10.2025

Monstermäßig spannender Comic für alle ab 8 Jahren

Suri, die Monsterjägerin
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Mein 8-jähriger Sohn und ich haben gerade einen unglaublich spannenden Comic gelesen: "Suri, die Monsterjägerin. Der goldene Faden" von Jo Rioux.
Suri lebt in einem Land, das immer wieder von Monstern ...

Mein 8-jähriger Sohn und ich haben gerade einen unglaublich spannenden Comic gelesen: "Suri, die Monsterjägerin. Der goldene Faden" von Jo Rioux.
Suri lebt in einem Land, das immer wieder von Monstern bedroht wird. Bisher erzählt sie nur Geschichten über diese Bestien auf einem Markt, der von Ort zu Ort zieht. Doch als sie im Wald ein goldenes Garn findet, überschlagen sich die Dinge, und Suri stürzt in ein gefährliches Abenteuer voller Monster.
Die Stimmung der Geschichte ist von Beginn an eher düster. Katzengeister, die Cat-Sí, sind unterwegs, die mit ihren außergewöhnlichen Fähigkeiten auch für Menschen gefährlich werden können. Die Bilder dieses Comics schaffen eine geisterhafte, bedrohliche Atmosphäre, die gut zu der etwas düsteren Geschichte passt. Uns haben die Bilder und die Spannung richtig gut gefallen!
Gleichzeitig gibt es einige kurze, lustige Momente, was für uns sehr gut in einen Comic für Kinder ab 8 Jahren passt. Nicht alles an dieser Welt ist gefährlich und Suri findet jemanden ganz Besonderen, der ihr bei ihrer Flucht vor den Cat-Sí behilflich sein könnte. Aber auch Suri ist schon eine starke Persönlichkeit, die zeigt, dass Mädchen (oder einfach Kinder im Allgemeinen) viel erreichen können.
"Suri, die Monsterjägerin" ist richtig spannend, und wir konnten den Comic nicht mehr weglegen. Die Bilder erzählen die Geschichte teilweise fast ohne Worte weiter, und der wenige Text lässt sich leicht lesen. Dadurch ist das Buch schon für Kinder ab 8 Jahren, die spannende Monstergeschichten mögen, zu empfehlen. Einzig das Ende hat meinem Sohn und mir nicht ganz so gut gefallen, denn wir hätten einfach so gerne noch weiter gelesen. Jetzt müssen wir bis Januar 2026 warten, bis wir erfahren, wie es weitergeht.

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Veröffentlicht am 28.09.2025

Ein Hexencomic voller Spannung und ausdrucksstarker Illustrationen

Fortuna
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Meine Kinder und ich lesen sehr gerne Comics aus ganz verschiedenen Genres. Mittlerweile haben wir eine ganz schöne Sammlung, die immer wieder gerne gelesen wird. Neu dazugekommen ist gerade ein ganz besonderer ...

Meine Kinder und ich lesen sehr gerne Comics aus ganz verschiedenen Genres. Mittlerweile haben wir eine ganz schöne Sammlung, die immer wieder gerne gelesen wird. Neu dazugekommen ist gerade ein ganz besonderer Hexencomic: "Fortuna - Der Geist der Herberge" von Élisabeth Jammes, der sich an Kinder ab etwa 10 Jahren richtet.
Fortuna ist Hexenschülerin und entstammt einer Familie mit einer großen Begabung für die Wahrsagerei. Zusammen mit ihren Mitschülerinnen Belladonna und Mandragora arbeitet sie daraufhin, die Hexenprüfung zu bestehen. Doch Fortuna tut sich sehr schwer mit dem Wahrsagen und die Erwartungen ihrer Familie setzen sie stark unter Druck. Voller Verzweiflung sucht sie einen anderen Weg, ihr drittes Auge zu öffnen. Doch dabei könnte sie böse Mächte entfesseln.
Die magische Welt, die Élisabeth Jammes in diesem Comic erschaffen hat, ist durchaus faszinierend. Er spielt in der heutigen Zeit, doch gleichzeitig gibt es eine ganz ursprüngliche Magie mit Hexenbesen, Pflanzenkunde, Zaubertränken in Kesseln, Kristallkugeln und Dämonen. Diese Mischung mögen wir immer sehr gerne; sie macht das Buch für Kinder sehr leicht zugänglich.
Anfangs ist die Atmosphäre noch eher fröhlich. Doch es gibt einige düstere und dämonische Szenen, die mit den passenden Illustrationen eine sehr finstere, magische Stimmung verbreiten und für ein gutes Spannungsgefühl sorgen.
Die Illustrationen haben uns insgesamt sehr gut gefallen. Der Fokus der Bilder liegt oft auf den verschiedenen Charakteren, die sehr ausdrucksstark gezeichnet sind. So kommt gerade Fortunas Gefühlswelt in diesem Comic ganz klar heraus. Dabei kann man ihre Hoffnungslosigkeit auch in den Bildern deutlich erkennen.
Das Ende dieses Comics hat Fortunas Geschichte noch nicht zu Ende erzählt. Wir würden uns deshalb freuen, Fortunas Schicksal weiterverfolgen zu können, um zu erfahren, welchen Weg sie einschlagen wird.

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Veröffentlicht am 27.09.2025

Wenn Gummistiefel fliegen und ein Schaf ermittelt - tierisch-lustiger Lesespaß

Mäc Mief und das total verrückte Baumstammwerfen
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Mein 8-jähriger Sohn und ich haben gerade ein richtig lustiges Kinderbuch gelesen: "Mäc Mief und das total verrückte Baumstammwerfen" von Carola Becker.
Darin geht es nach Schottland, auf die Wiese von ...

Mein 8-jähriger Sohn und ich haben gerade ein richtig lustiges Kinderbuch gelesen: "Mäc Mief und das total verrückte Baumstammwerfen" von Carola Becker.
Darin geht es nach Schottland, auf die Wiese von Mäc Mief. Der wundert sich, warum seine Menschen sich plötzlich so komisch verhalten: Heusäcke und Gummistiefel fliegen durch die Luft und die Mutter der Familie, Jenny Olifant, läuft die Hügel rauf und runter. Die Highland Games stehen an und auch Mäc Mief darf als Glücksbringer mit. Doch vor Ort muss er mehr als nur Glück bringen, denn ein kleiner Kriminalfall erwartet ihn.
Mäc Mief ist wirklich ein außergewöhnliches Schaf, das mein Sohn und ich schon nach den ersten Seiten ins Herz geschlossen haben. Er möchte seine Menschen jederzeit unterstützen, aber denkt auch mit und handelt fast wie ein Detektiv. Dabei bleibt er gleichzeitig immer ein Schaf und kann nur mit der Hündin Bonnie sprechen. Das hat uns richtig gut gefallen.
Außerdem lädt die Geschichte zum Mitraten ein, auch wenn der Fall selbst nicht allzu kompliziert ist. Dafür gibt es aber einige sehr lustige Momente, die von den lebendigen Bildern der Illustratorin Ina Krabbe witzig in Szene gesetzt werden. So gibt es eine amüsante Verfolgungsjagd und Mäc Mief hat sogar eine royale Begegnung, bei er sich ganz schön zusammenreißen muss.
Das Lesen der Geschichte hat uns beiden viel Spaß gemacht, denn bei der Textmenge und Schriftgröße können auch schon Kinder ab 7 Jahren meist gut mitlesen oder sogar schon ganz alleine lesen. Mäc Miefs Geschichte kann man aber auch wunderbar jüngeren Kindern vorlesen. Durch die farbigen Bilder gibt es hier viel zu entdecken und die kurzen Kapitel lassen die Geschichte wie im Flug vergehen.
Wir werden uns auf jeden Fall auch noch die anderen Bücher von Mäc Mief anschauen, denn es gibt noch weitere Abenteuer mit diesem sympathischen Schaf aus Schottland, die wir sehr gerne kennenlernen möchten.

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Veröffentlicht am 25.09.2025

Schaurige Geistergeschichte für alle mit starken Nerven

Bodhi, Joe und ein Dorf voller Geister
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Wir haben bereits einige Geistergeschichten gelesen, doch die meisten waren nicht wirklich gruselig. Ganz anders jedoch unser letztes Buch: "Bodhi, Joe und ein Dorf voller Geister" von Sabrina Schmohl.
Bodhi ...

Wir haben bereits einige Geistergeschichten gelesen, doch die meisten waren nicht wirklich gruselig. Ganz anders jedoch unser letztes Buch: "Bodhi, Joe und ein Dorf voller Geister" von Sabrina Schmohl.
Bodhi möchte eigentlich nur noch ein paar letzte Dinge in seinem Heimatdorf erledigen, bevor es komplett wegen des Tagebaus abgerissen wird: Ameisen umsiedeln, Treppenstufen zählen, das Grab seines verstorbenen Katers verlegen, seine Hütte im Wald abreißen - solche Dinge eben. Er rechnet nicht mit dem, was ihn dort erwartet: Geister, die ihr Unwesen treiben, und Joe, die sich zum Ziel gesetzt hat, ihnen zu helfen.
Bodhi und Joe sind beide ganz besondere Charaktere, die auf ihre eigene Art sympathisch sind und interessante Hintergrundgeschichten haben. Bodhi ist eher ein Einzelgänger mit ausgefallenen Interessen. Joe ist eine richtige Geister-Expertin. Ihre Methoden sind etwas gewöhnungsbedürftig und von Horrorfilmen inspiriert. Dafür sind sie effektiv und das ist auch dringend notwendig.
Denn die Geister in Nebelheim sind gefährlich und sehen nicht nur gruselig aus. Sabrina Schmohl gelingt es mit ihrem ausgezeichneten Schreibstil, mit nur wenigen Sätzen Gänsehautstimmung zu erzeugen. Ja, wir haben mitgezittert, und das Buch ist definitiv nichts für Leute mit schwachen Nerven.
Jedoch werden diese unheimlichen Szenen immer wieder abgemildert - durch einige sehr kreative Ideen zur Geisterberuhigung, die uns zum Schmunzeln gebracht haben. Die Mischung aus unheimlichen und humorvollen Szenen ist wirklich sehr gelungen.
Dabei werden gleichzeitig auch noch wichtige Themen angesprochen. So geht neben dem Thema Freundschaft zum Beispiel auch um die Bedeutung des Zuhauses: nicht nur für Bodhi, auch für Joe und sogar die Geister. Alle suchen nach einem "sicheren Hafen". Das kommt in der Geschichte sehr gut heraus, auch wenn man sich dafür erst einmal ordentlich gruseln muss.
Wer also beim (Vor-)Lesen so richtig Gänsehaut bekommen und mitzittern möchte, sollte sich "Bodhi, Joe und ein Dorf voller Geister" von Sabrina Schmohl unbedingt merken. Die Altersempfehlung von 9 Jahren ist hier gut gewählt. Jüngeren Kindern sollte man das Buch nur vorlesen, wenn diese gut mit unheimlichen Szenen und den Themen Tod, Geister und Friedhof umgehen können.

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Veröffentlicht am 17.09.2025

Wunderschön winterlich, geheimnisvoll und berührend

Fjolla, Hüterin der Schneelande
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Lust auf eine bewegende Wintergeschichte für Kinder, die mal nichts mit Weihnachten zu tun hat und trotzdem ein ganz wohliges Gefühl hinterlässt? "Fjolla - Hüterin der Schneelande" von Kristina Scharmacher-Schreiber ...

Lust auf eine bewegende Wintergeschichte für Kinder, die mal nichts mit Weihnachten zu tun hat und trotzdem ein ganz wohliges Gefühl hinterlässt? "Fjolla - Hüterin der Schneelande" von Kristina Scharmacher-Schreiber ist dann genau das passende Buch.
Fjolla lebt zusammen mit ihrem Opa und einer Schneefüchsin in einer kleinen Stadt hoch im Norden. Es ist eisig dort und dunkel, aber Fjolla liebt es, draußen zu sein und genießt die Kälte. Doch als ein Eisbär ganz in der Nähe der Stadt auftaucht und immer wieder Eisstürme die Stadt heimsuchen, ändert sich viel für Fjolla. Gemeinsam mit ihrem Freund Yuki und dem neuen Jungen Aubin erfährt sie mehr über diese mysteriösen Vorkommnisse. Dabei kommen sie auch einigen Familiengeheimnissen auf die Spur, die Fjollas, Yukis und Aubins Leben für immer ändern.
Der Schreibstil von Kristina Scharmacher-Schreiber ist sehr berührend, denn die Gefühle der drei Kinder werden beim Lesen ganz deutlich. Auch die winterliche Atmosphäre ist mit jeder Zeile spürbar. Es wird eisig, stürmisch und gefährlich. Aber gleichzeitig steckt in der Geschichte sehr viel Wärme, denn es geht um Freundschaft, Liebe und Zusammenhalt. Dabei gibt es jedoch auch traurige Momente und Verluste, die sehr bewegend sind.
Die Magie, die in der Geschichte verborgen ist, ist eindrucksvoll und einzigartig. Es sind die Verbindungen der Kinder zu Tieren und der Natur, die eine außergewöhnliche Atmosphäre in dieser kargen Schneelandschaft schaffen. Und so entstehen trotz des Eises warme Momente voller Hoffnung und Freundschaft, die von den liebevollen Illustrationen von Mareike Ammersken begleitet werden.
Durch die großen Geheimnisse, die regelrecht zum Miträtseln einladen, kommt beim Lesen eine angenehme Spannung auf, sodass man das Buch gar nicht beiseitelegen möchte. Ab 10 Jahren können Kinder dieses fast schon märchenhafte Winterbuch problemlos selbst lesen. Jüngeren Kindern ab dem Grundschulalter kann man "Fjolla - Hüterin der Schneelande" aber auch wunderbar in eine Decke gekuschelt vorlesen.

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