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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.09.2025

Bitte einmal verfluchen und dann verlieben, danke

Just for the Summer
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Dieses Buch hat mich sofort mit seiner witzigen Idee gekriegt: Zwei Menschen, die angeblich einen Dating-Fluch haben, tun sich zusammen, um das Schicksal zu überlisten – das klingt erstmal verrückt, aber ...

Dieses Buch hat mich sofort mit seiner witzigen Idee gekriegt: Zwei Menschen, die angeblich einen Dating-Fluch haben, tun sich zusammen, um das Schicksal zu überlisten – das klingt erstmal verrückt, aber irgendwie auch genau nach der Art von Geschichte, die man einfach lesen muss. Und es funktioniert überraschend gut!

Emma und Justin sind beide sympathisch, auf ihre jeweils ganz eigene, manchmal etwas verkorkste Art. Ihre Chats, Dates und Zweifel wirken echt – nichts davon wirkt überzogen oder zu dramatisch (zumindest am Anfang nicht). Ich mochte besonders, wie sich ihre Verbindung ganz langsam aufbaut, ohne dass es sofort zu diesem typischen „Liebe auf den ersten Blick“-Kitsch kommt. Stattdessen fühlt es sich an, als würde man zwei echten Menschen beim Verlieben zusehen.

Was mir besonders im Kopf geblieben ist, ist der Wechsel zwischen Leichtigkeit und Tiefe. Anfangs lacht man mit, am Ende fühlt man mit. Es geht nämlich nicht nur um Romantik, sondern auch um alte Wunden, Angst vor Nähe und darum, wie schwierig es sein kann, sich wirklich auf jemanden einzulassen – gerade wenn man schon oft enttäuscht wurde.

Ein paar Dinge hätten für meinen Geschmack etwas ausführlicher sein dürfen, besonders zum Schluss hin passiert vieles sehr schnell. Aber das hat meinen Gesamteindruck nicht allzu sehr getrübt.

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Veröffentlicht am 28.09.2025

Magie, Masken und tödliches Verlangen

Fae Isles − Der Henker der Königin
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Dieses Buch ist pure Dark-Fantasy-Romance zum Abtauchen – düster, magisch, gefährlich und gleichzeitig zutiefst gefühlvoll. Die Geschichte um Emelin und Creon zieht einen mit jeder Seite tiefer in eine ...

Dieses Buch ist pure Dark-Fantasy-Romance zum Abtauchen – düster, magisch, gefährlich und gleichzeitig zutiefst gefühlvoll. Die Geschichte um Emelin und Creon zieht einen mit jeder Seite tiefer in eine Welt, in der nichts sicher ist – außer der ständigen Bedrohung durch Macht, Verrat und verbotene Magie.

Emelin ist eine Heldin, die man sofort ins Herz schließt: mutig, wütend, klug und doch verletzlich. Als sie beim Wirken verbotener Magie vom tödlichsten aller Fae erwischt wird, rechnet man mit ihrem Ende – aber stattdessen beginnt eine komplexe Verbindung zwischen zwei scheinbar gegensätzlichen Figuren: der Rebellin mit Macht, die nicht gebunden ist – und dem stummen Henker, der mehr Geheimnisse verbirgt, als sein Ruf vermuten lässt.

Die Chemie zwischen Emelin und Creon ist intensiv und voller Spannung. Was als taktisches Spiel beginnt – eine gespielte Beziehung zur Tarnung – wird langsam zu etwas Echtem. Doch die Gefahr lauert überall: in den Gängen des Hofes, in den Blicken der Königin, und in den Zweifeln, ob aus Hass und Pflicht wirklich Nähe entstehen kann.

Der Weltenbau ist faszinierend, magisch und dabei nie überladen. Die Fae-Kultur, die verbotene Magie, die Intrigen am Hof – alles fühlt sich glaubhaft, gefährlich und fremdartig an. Und mittendrin zwei Figuren, die nicht retten wollen, sondern müssen – nicht für Ruhm, sondern fürs Überleben.

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Veröffentlicht am 28.09.2025

Zerbrochene Flügel, verborgenes Feuer

A Dance of Lies
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Die Geschichte von Vasalie ist ein mitreißender Mix aus Intrigen, Verrat und einer Liebe, die zwischen Macht und Misstrauen auf die Probe gestellt wird. Schon die Grundidee – eine ehemalige Tänzerin, die ...

Die Geschichte von Vasalie ist ein mitreißender Mix aus Intrigen, Verrat und einer Liebe, die zwischen Macht und Misstrauen auf die Probe gestellt wird. Schon die Grundidee – eine ehemalige Tänzerin, die vom König ungerecht behandelt wird und sich nun in einem gefährlichen Spiel zwischen zwei Brüdern wiederfindet – hat mich sofort neugierig gemacht.

Vasalie ist eine beeindruckende Protagonistin: verletzlich, aber auch stark und klug, was sie in der bitteren Welt voller Machtkämpfe und dunkler Geheimnisse überlebenswichtig macht. Die Spannung zwischen ihr, König Illian und seinem Bruder Anton ist spürbar, und die verbotene Liebe bringt zusätzliche emotionale Tiefe ins Spiel.

Die Handlung bietet viele Wendungen und hält die Balance zwischen politischen Intrigen und persönlichen Konflikten gut. Einziger kleiner Kritikpunkt: An manchen Stellen hätte ich mir gewünscht, dass die inneren Gedanken von Vasalie noch etwas mehr Raum bekommen, um ihre Zerrissenheit und die Schwere ihrer Entscheidungen noch intensiver nachzuempfinden.

Insgesamt ist es eine packende Geschichte voller düsterer Geheimnisse, knisternder Beziehungen und einem gefährlichen Spiel um Macht und Freiheit.

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Veröffentlicht am 23.08.2025

Zwischen Leben und Ewigkeit

Immortal Consequences – Die Blackwood Academy Trials
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Was für ein spannendes Setting! Eine magische Akademie im Jenseits, in der tote Jugendliche verlorene Seelen begleiten und um einen Platz unter der „Elite“ kämpfen – das ist definitiv mal etwas anderes. ...

Was für ein spannendes Setting! Eine magische Akademie im Jenseits, in der tote Jugendliche verlorene Seelen begleiten und um einen Platz unter der „Elite“ kämpfen – das ist definitiv mal etwas anderes. Mich hat die Idee sofort neugierig gemacht, und schon nach den ersten Kapiteln war ich in der düsteren, aber faszinierenden Welt der Blackwood Academy gefangen.

Wren ist eine sympathische Protagonistin – ehrgeizig, entschlossen, aber auch verletzlich. Man merkt schnell, dass hinter ihrem Ehrgeiz mehr steckt als nur der Wunsch, zu gewinnen. Ihr innerer Konflikt, ihr Umgang mit dem Tod und ihre tiefe Sehnsucht nach Bedeutung haben mich berührt. Besonders gut hat mir gefallen, wie ihre Beziehung zu August aufgebaut ist. Es gibt Spannung, Anziehung, aber auch Zweifel – das wirkt glaubwürdig und nicht zu kitschig. August ist dabei mehr als nur der typische „gut aussehende Rivale“ – er hat Tiefe, und das Zusammenspiel der beiden war für mich eines der Highlights.

Auch die Nebenfiguren – Irene, Masika, Emilio, Olivier – bringen ihre ganz eigene Dynamik mit rein. Zwar hätte ich mir bei einigen noch ein bisschen mehr Charakterentwicklung gewünscht, aber insgesamt war die Gruppe spannend und vielfältig. Die Trials selbst waren teilweise richtig mitreißend und kreativ inszeniert – da kam echtes Wettkampf-Feeling auf, ohne sich zu wiederholen.

Was für mich nicht ganz rund war: In der Mitte hatte das Buch ein paar Längen, gerade zwischen den Prüfungen. Da ging etwas Tempo verloren, und ein, zwei Enthüllungen konnte man früh erahnen. Auch die Welt hätte noch mehr Raum verdient – ich hätte gern noch tiefer in die Regeln und Geheimnisse des Zwischenreichs eingetaucht.

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Veröffentlicht am 14.02.2026

Träume verkaufen und sich selbst nicht verlieren

Selling Dreams
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Ich glaube, ich bin mit ziemlich hohen Erwartungen an das Buch rangegangen, vielleicht sogar ein bisschen zu hohen. New York, Luxusimmobilien, Konkurrenzkampf, Slow Burn … das klang einfach nach genau ...

Ich glaube, ich bin mit ziemlich hohen Erwartungen an das Buch rangegangen, vielleicht sogar ein bisschen zu hohen. New York, Luxusimmobilien, Konkurrenzkampf, Slow Burn … das klang einfach nach genau meinem Ding.

Marissa mochte ich wirklich gern. Sie ist ehrgeizig, arbeitet unfassbar hart und lässt sich von niemandem kleinmachen. Gerade in einer Branche, in der Männer oft bevorzugt werden, kämpft sie sich nach oben und das ohne sich selbst zu verlieren. Man merkt richtig, wie viel sie opfert. Freizeit, Datingleben, teilweise sogar ihre eigene Gesundheit. Das fand ich sehr authentisch.

Calder wirkt am Anfang wie der typische selbstbewusste Sunnyboy, charmant, erfolgreich, ein bisschen arrogant. Aber nach und nach bekommt man mit, dass da mehr hinter steckt. Seine Vergangenheit und die Panikattacken haben ihn geprägt. Besonders gut fand ich, dass hier auch gezeigt wird, dass Männer mit mentalen Problemen kämpfen und sich Hilfe holen dürfen. Das wird viel zu selten thematisiert.

Was ich wirklich mochte, war die Dynamik zwischen den beiden. Dieses Konkurrenzdenken, die Wortgefechte, dieses unterschwellige Knistern, das hatte schon was. Und ich fand es stark, dass Marissa trotz der Anziehung professionell geblieben ist und sich nicht einfach hat um den Finger wickeln lassen.

Aber und das ist mein persönlicher Knackpunkt, für mich war einiges zu ausführlich beschrieben. Gerade im Mittelteil hatte ich öfter das Gefühl, dass viel geredet oder erklärt wird, ohne dass die Handlung wirklich vorankommt. Ich mag Slow Burn wirklich gern, aber hier war es stellenweise sehr slow. Gleichzeitig wurden später ein paar Konflikte ziemlich schnell gelöst, die vorher lange aufgebaut wurden. Das fühlte sich für mich etwas unausgewogen an.

Trotzdem verstehe ich total, warum viele das Buch lieben. Die Atmosphäre ist stark, die Einblicke in die Welt der Luxusimmobilien machen Spaß und die Chemie zwischen Marissa und Calder stimmt definitiv. Manche Szenen, vor allem die emotionaleren, haben mich auch wirklich berührt.

Unterm Strich war es für mich kein absolutes Highlight, aber trotzdem ein gutes Buch. Vielleicht war ich einfach mit zu vielen Erwartungen gestartet. Neugierig auf Band 2 bin ich aber trotzdem, irgendwas an dieser Welt reizt mich nämlich weiterhin.

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