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Veröffentlicht am 12.10.2025

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Werecat Café
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‚Werecat Café’ von Lea Melcher war für mich wie ein warmes Wiedersehen mit alten Freunden, das Gefühl, nach Snickerford zurückzukehren, war einfach nur wunderbar. Schon nach wenigen Seiten hatte ich das ...

‚Werecat Café’ von Lea Melcher war für mich wie ein warmes Wiedersehen mit alten Freunden, das Gefühl, nach Snickerford zurückzukehren, war einfach nur wunderbar. Schon nach wenigen Seiten hatte ich das vertraute, magische Kribbeln wieder, das mich schon bei ‚Buttercream Witch‘ so begeistert hat. 
Dorothy, die jüngste der Murphy-Drillinge, ist eine unglaublich herzliche junge Frau, die versucht, ihren ganz eigenen Weg zu finden. Sie will nicht länger nur „eine der Drillinge“ sein, sondern herausfinden, wer sie wirklich ist.
Elliott hingegen steht völlig überraschend mit einem Katzencafé da und als wäre das nicht chaotisch genug, wird er auch noch von einer Katze gebissen und verwandelt sich in eine Werkatze. Plötzlich ist nichts mehr, wie es war. Diese absurde, aber charmante Ausgangssituation sorgt für viele humorvolle und verrückte Momente, die Lea mit viel Herz erzählt. 
Besonders die Chemie zwischen Dorothy und Elliott entwickelt sich ganz natürlich von einer vorsichtigen Annäherung hin zu einer tiefen Verbundenheit, die weit über das Magische hinausgeht.
Die Autorin schafft es, Snickerford und das Katzencafé mit so viel Wärme, Magie und Liebe zum Detail zum Leben zu erwecken, dass man sich sofort zuhause fühlt. Ich liebe diese besondere Mischung aus Witz, Charme und diesem leichten Hauch von Zauber, der alles umhüllt. Dadurch, dass bekannte Gesichter wieder auftauchen war es, als würde man durch vertraute Straßen schlendern und alten Freunden begegnen.
Der Kampf gegen den Fluch, der Elliott in eine Werkatze verwandelt, bringt nicht nur eine leichte Spannung in die Geschichte, sondern auch Tiefe. Dorothy und Elliott müssen lernen, sich selbst zu vertrauen, über sich hinauszuwachsen und herauszufinden, was sie wirklich vom Leben wollen. Hinter all der Magie und Romantik steckt eine wunderschöne Botschaft über Selbstfindung, Eigenständigkeit und das Loslassen alter Rollen. Das Buch ist eine verhexte Romance, die Herz, Humor und Magie perfekt verbindet. Eine Geschichte über Chaos, Veränderung und die Suche nach sich selbst.
Ohne zu viel zu verraten, hatte ich mit dem Ende allerdings ein kleines Problem. Die Auflösung wirkte für mich etwas zu plötzlich und wenig nachvollziehbar. Eine Figur übernimmt dabei unerwartet die Rolle der Retterin in der Not. Doch ihre Beweggründe bleiben unklar. Warum sie so gehandelt hat, was sie angetrieben hat und weshalb ihr alle so schnell verzeihen, obwohl sie im Grunde die Ursache des Ganzen war, hat sich mir nicht erschlossen. Diese fehlende Logik hat dem ansonsten stimmigen und gefühlvollen Abschluss leider ein wenig die Kraft genommen.

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Veröffentlicht am 01.10.2025

Liebe mit Umwegen

Never Thought It Was You - Herzklopfen in Blossomville
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Der Schreibstil von Michelle A. Pietsch ist angenehm flüssig und bildhaft. Ich habe schnell in die Geschichte hineingefunden und konnte mir sowohl die kleinen Szenen in Blossomville als auch die größere ...

Der Schreibstil von Michelle A. Pietsch ist angenehm flüssig und bildhaft. Ich habe schnell in die Geschichte hineingefunden und konnte mir sowohl die kleinen Szenen in Blossomville als auch die größere Atmosphäre der Stadt gut vorstellen. Manchmal wirken die Sprünge zwischen den Kapiteln allerdings etwas groß, sodass sich die Handlung nicht immer ganz rund entfaltet. Gerade zum Ende hin hätte ich mir mehr Zeit für die Entwicklung der Geschichte gewünscht, um die Dynamik zwischen den Figuren noch intensiver mitzuerleben.
Jenna und Rowan sind zwei Charaktere, die auf den ersten Blick kaum zueinander passen. Jenna kehrt zurück nach Blossomville, um dort eine Pension zu eröffnen. Ein mutiger Schritt, bei dem sie allerdings noch lernen muss, wirklich für ihre Wünsche einzustehen. Rowan wiederum kämpft mit den Erwartungen, die mit der Bar seines Vaters verbunden sind, und will daraus etwas Eigenes machen. Beide sind also in einer Lebensphase, in der sie ihre Träume verwirklichen wollen, dabei aber auch an ihre Grenzen stoßen. Genau das macht ihre Entwicklung spannend: Sie lernen nicht nur, aufeinander zuzugehen, sondern auch, ihre eigenen Ängste zu überwinden.
Die Nebencharaktere tragen viel zum Kleinstadtflair bei. Es ist schön, dass man auf bekannte Gesichter aus dem ersten Band trifft, gleichzeitig bekommt man auch neue Facetten von Blossomville zu sehen. Die Menschen dort machen die Geschichte lebendig und sorgen dafür, dass man das Gefühl hat, Teil einer Gemeinschaft zu sein, in der jeder jeden kennt.
Die Gefühle zwischen Jenna und Rowan entwickeln sich langsam, mit vielen Wortgefechten und Missverständnissen, aber auch mit einem spürbaren Funken, der sie trotz allem immer wieder zueinander zieht. Mir hat gefallen, dass es kein überstürztes Zusammenkommen war, sondern eine Entwicklung, die durch ihre gemeinsamen Pläne und Träume natürlich gewachsen ist.
Insgesamt ist das Buch eine gemütliche Small-Town-Romance, die sich perfekt für ein paar entspannte Lesestunden eignet. Auch wenn mir manchmal die Tiefe gefehlt hat und ich mir an einigen Stellen mehr Kommunikation zwischen den Figuren gewünscht hätte, bleibt es eine herzerwärmende Geschichte über zweite Chancen, Mut und das Verwirklichen eigener Wünsche.

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Veröffentlicht am 29.09.2025

gewobene Magie

A Dark and Secret Magic
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Ich fand das Buch wirklich unglaublich faszinierend, auch wenn ich mich schwer getan habe sie zu weiterzulesen. Der Plot ist spannend aufgebaut und inhaltlich wirklich gelungen. Die Mischung aus Magie, ...

Ich fand das Buch wirklich unglaublich faszinierend, auch wenn ich mich schwer getan habe sie zu weiterzulesen. Der Plot ist spannend aufgebaut und inhaltlich wirklich gelungen. Die Mischung aus Magie, Geheimnissen und Charakterdynamik hat mir sehr gefallen. Besonders die Figuren sind stark ausgearbeitet: Jede einzelne wirkt individuell und einzigartig, ob freundlich, hochnäsig oder beschützerisch.
Hecate ist ein echtes Mauerblümchen, doch in ihr steckt so viel mehr, als sie selbst ahnt. Ihre freundliche und hilfsbereite Art macht sie sofort sympathisch. Matthew hingegen verkörpert den Beschützer schlechthin, auch wenn er bis zum Schluss schwer einzuschätzen bleibt, was ihn umso interessanter macht.
Die Darstellung der Magie fand ich irgendwie total besonders. Sie wurde nicht laut oder übertrieben inszeniert, sondern hatte etwas Sanftes, fast Gewebtes an sich. Dadurch wirkte sie organisch, als wäre sie ein Teil der Welt selbst und nicht nur ein Werkzeug der Figuren. Diese ruhige und fließende Darstellung hat die Geschichte für mich einzigartig gemacht und ihr eine ganz besondere Atmosphäre verliehen.
Der Schreibstil ist bildhaft, detailreich und atmosphärisch, was die Geschichte intensiv erlebbar macht. Trotzdem muss ich ehrlich sagen, dass es mir nicht leichtfiel, das Buch am Stück zu lesen. Obwohl ich unbedingt wissen wollte, wie es weitergeht, musste ich mich manchmal überwinden, es wieder in die Hand zu nehmen. Woran genau das lag, kann ich gar nicht genau sagen.
Trotzdem überwiegt für mich im Nachhinein das Positive. Die Geschichte war schön erzählt, hatte eine gewisse Cozy-Atmosphäre und bietet eine tolle Mischung aus Magie und Charakterentwicklung. Deshalb spreche ich gerne eine Leseempfehlung aus.

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Veröffentlicht am 29.09.2025

Vielfalt um Weihnachten

The Holiday Brothers
4

Das Buch hat mich von Anfang an durch seinen warmherzigen und leichten Schreibstil abgeholt. Man taucht sofort in das winterliche Montana-Setting ein, das mit Schnee, Lichterketten und familiärer Nähe ...

Das Buch hat mich von Anfang an durch seinen warmherzigen und leichten Schreibstil abgeholt. Man taucht sofort in das winterliche Montana-Setting ein, das mit Schnee, Lichterketten und familiärer Nähe fast wie ein kleiner Weihnachtsfilm wirkt. Besonders die Szenen mit der Familie haben eine behagliche Atmosphäre geschaffen, die sich beim Lesen wie ein kuscheliger Rückzugsort angefühlt hat.
Die Figuren sind das Herzstück der Geschichten. Natalie beeindruckt mit ihrem Mut, ihr Leben neu zu ordnen, und mit ihrem Einfühlungsvermögen, vor allem im Umgang mit Violet. Gerade die Entwicklung dieses kleinen Mädchens, das anfangs schwierig wirkt und doch einfach nur Verlässlichkeit braucht, hat mich berührt. Auch Maddox ist ein Charakter, der Stärke und Verantwortung ausstrahlt, dabei aber nie unnahbar wirkt. Die Chemie zwischen ihm und Natalie entsteht ganz ohne Zwang und vermittelt das Gefühl von echter Partnerschaft.
In den weiteren Erzählungen rücken andere Figuren ins Zentrum, wodurch verschiedene Facetten von Liebe und Beziehungen sichtbar werden. Da gibt es romantische, fast spielerische Momente, aber auch schwierige Entscheidungen, Geheimnisse und Unsicherheiten. Besonders eine Liebesgeschichte wirkte für mich turbulenter und realistischer, da sie mit einer ungeplanten Schwangerschaft verbunden war. Hier wurde spürbar, wie chaotisch, beängstigend, aber auch lebensverändernd so eine Situation sein kann. Die Figuren handeln nicht immer nachvollziehbar, machen Fehler und verletzen einander, doch genau das verleiht der Geschichte Glaubwürdigkeit und Tiefe.
Während mich manche Auflösungen etwas zu schnell und zu glatt wirkten, war gerade das Zusammenspiel aus verschiedenen Dynamiken sehr gelungen. Jede Beziehung bringt eigene Herausforderungen mit, und durch die Vielfalt an Charakteren und Situationen bleibt das Buch abwechslungsreich.
Was ich insgesamt besonders geschätzt habe, ist die Mischung aus Romantik, familiärem Zusammenhalt und der winterlichen Kulisse. Auch wenn die weihnachtliche Stimmung für meinen Geschmack etwas stärker hätte hervortreten dürfen, hat das Buch ein Gefühl von Wärme und Geborgenheit vermittelt. Für mich ist es weniger eine klassische Weihnachtslektüre, sondern vielmehr eine Sammlung von Liebesgeschichten, die jede auf ihre Weise berührt.

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Veröffentlicht am 22.09.2025

buchstäblich Crushing

Crushing
7

Schon nach wenigen Seiten hatte ich das Gefühl, mitten in einer lebendigen, ehrlichen und witzigen Geschichte zu stehen. Es ist eine richtige Gute-Laune-Lektüre, die gleichzeitig viele Gedanken anstößt, ...

Schon nach wenigen Seiten hatte ich das Gefühl, mitten in einer lebendigen, ehrlichen und witzigen Geschichte zu stehen. Es ist eine richtige Gute-Laune-Lektüre, die gleichzeitig viele Gedanken anstößt, weil so viele Themen behandelt werden, die man aus dem eigenen Leben kennt.
Den größten Reiz machen für mich die Figuren aus. Marnie ist unglaublich sympathisch, schlagfertig und humorvoll, und sie trägt die Geschichte mit ihrer offenen Art. Auch die Menschen um sie herum sind nicht einfach Nebenrollen, sondern wirken echt und greifbar mit ihren Stärken und Schwächen. Isaac bringt Charme und Leichtigkeit, Nicola zeigt mit Humor, aber auch mit den Belastungen ihres Alltags als Mutter, eine ganz andere Perspektive, und Claud macht eine Entwicklung durch, weil sie merkt, wie sehr sie sich in ihrer Beziehung verbiegt. Zusammen spiegeln die Figuren viele unterschiedliche Lebensphasen und Herausforderungen wider: Freundschaften, die sich verändern, Partnerschaften, die ins Wanken geraten, und die Suche nach dem eigenen Platz.
Besonders gelungen finde ich die Mischung aus Leichtigkeit und Tiefe. Es gibt viele Szenen, die mich zum Lachen gebracht haben, andere wiederum haben mich nachdenklich innehalten lassen. Der hohe Alkoholkonsum war für mich allerdings ein Punkt, der gestört hat, da er fast wie eine Selbstverständlichkeit oder sogar wie etwas Positives wirkte. Auch manche Wendungen kamen mir ein wenig zu schnell und einfach. Trotzdem überwiegt das Positive deutlich: Der Humor, die warmherzigen Momente und die ehrlichen Beobachtungen über Freundschaft, Liebe und Familie bleiben stark im Gedächtnis.
Für mich ist dieses Buch eine wunderbare Mischung aus Witz, Realität und Herzenswärme. Es lässt sich leicht lesen, klingt aber lange nach, weil die Figuren so authentisch wirken und die Themen so nah am Leben sind. Am Ende bleibt das Gefühl von Hoffnung und Aufbruch und der Wunsch, noch ein bisschen weiterlesen zu dürfen.

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