Gelungene Fortsetzung
Finn Dever: TäuschungMit FINN DEVER: TÄUSCHUNG setzt Bastian Martschink die Krimi-Reihe um seinen titelgebenden Ermittler mit der KI im Kopf fort. Der Auftakt hatte mir gut gefallen. Also: Her mit der Fortsetzung. Hier wurde ...
Mit FINN DEVER: TÄUSCHUNG setzt Bastian Martschink die Krimi-Reihe um seinen titelgebenden Ermittler mit der KI im Kopf fort. Der Auftakt hatte mir gut gefallen. Also: Her mit der Fortsetzung. Hier wurde ich zunächst in einen neuen Fall hineinkatapultiert. Mehrere Menschen kommen bei einer Schießerei in einem Nachtclub ums Leben. Dann schlägt auch der aus Band 1 bekannte Blackvale-Ripper wieder zu. Und irgendwie scheint es eine Verbindung zwischen den Vorkommnissen zu geben…
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Ich hatte ein paar Bedenken, ob ich mich noch gut genug an die Story und die Personen erinnere. Das war aber vollkommen unbegründet. Band 2 startet nämlich mit einem WAS BISHER GESCHAH und daran schließt sich auch nochmal eine Kurzvorstellung des Ermittlerteams an. Ein richtig guter Kniff, von dem in Reihen ruhig öfter Gebrauch gemacht werden könnte. So hatte ich gleich den Anschluss und habe nahtlos wieder in die Handlung reingefunden. Außerdem hat Bastian Martschink mit Stilmitteln, die mir schon in Band 1 gefallen haben, für Wiedererkennungswert und ein vertrautes Lesegefühl gesorgt. Da ist wieder dieser starke Auftakt, der mit einem Countdown temporeich ins Geschehen führt. Und auch die kurzen News-Blöcke zu Beginn der Kapitel sorgen erneut für interessante Auflockerung.
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Die Charaktere sind gut gezeichnet und werden im zweiten Teil beruflich wie privat weiterentwickelt. Finn Dever ist ja ein spezieller Ermittler. Er hat eine KI im Kopf und hat dadurch die Fähigkeit kurze Sequenzen in der Zukunft zu sehen. Neben den bereits bekannten Figuren kommen neue Personen ins Spiel und die Handlung hält bis zum Schluss immer wieder spannende Entwicklungen bereit. Ich mag den flüssigen und bildstarken Erzählstil von Bastian Martschink. Der gut geschlagene Spannungsbogen hat mich in Atem gehalten. Allein die teilweise doch recht langen Kapitel haben meinen Lesefluss ein bisschen gestört, weil ich zuweilen dann doch mal eine Pause mitten im Kapitel machen musste, was mich immer stört.
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Fazit: FINN DEVER ist ein Krimi-Geheimtipp, der mehr Aufmerksamkeit verdient hat. Weil der Fall des Blackvale-Rippers immer noch nicht gelöst ist, bin ich natürlich heiß auf den Abschluss der Trilogie.