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Veröffentlicht am 29.09.2025

Auf den Spuren einer alten Freundschaft

Über die Toten nur Gutes
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Wenn der beste Freund aus Kindheitstagen stirbt, erfüllt man als Trauerredner gerne dessen letzten Wunsch, eine Rede bei der Beisetzung zu halten. Mads Madsen, der Trauerredner, möchte diesem letzten Willen ...

Wenn der beste Freund aus Kindheitstagen stirbt, erfüllt man als Trauerredner gerne dessen letzten Wunsch, eine Rede bei der Beisetzung zu halten. Mads Madsen, der Trauerredner, möchte diesem letzten Willen auch gerne nachkommen und dabei dem Verstorbenen gerecht werden. Er begibt sich auf die Spuren der Vergangenheit und versucht dabei auch mehr über die Hintergründe von Patricks Tod erfahren, was ihn selbst und seine Angehörigen in Gefahr bringt.
Mir gefiel bereits der Einstieg, bei dem wir den leicht chaotischen Mads und seine Familie und seinen engen Freund Fiete, der als Bestatter im Geschäft seiner Mutter arbeitet, kennenlernen. Andreas Izquierdo schreibt launig und die Geschichte liest sich flüssig. Einige Passagen sind dabei im Stil einer Erzählung aufgebaut, um die Zusammenhänge und Geschehnisse aus der Vergangenheit klarer werden zu lassen. Daneben nimmt Mads Familie auch Raum ein, man merkt die enge Verbindung der Menschen untereinander.
Der Hauptprotagonist Mads Madsden kommt sympathisch, etwas naiv und zuweilen tiefsinnig rüber. Die weiteren Charaktere, allen voran Vater Fridtjof, sind gut gezeichnet, mit ihren Stärken und Schwächen, die ihnen zu eigen sind. Und es gibt auch richtig böse Personen, denen man lieber nicht begegnen sollte, was sich für Mads leider nicht vermeiden lässt. Es wird für Mads nicht einfach, hinter all den Lügen und Machenschaften die Wahrheit aufzudecken. Kommissarin Mills, genannt Mills kills, fällt es nicht leicht Mads richtig einzuschätzen und auch sie wird von der Entwicklung überrascht. So wie die Leserin oder der Leser. Das Buch hat mich zwar nicht so gepackt, dass ich es in einem Rutsch durchlesen wollte, ich habe mich jedoch gut unterhalten gefühlt und hatte Spaß bei der Lektüre.

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Veröffentlicht am 15.09.2025

Eine herzliche Familie, die man sich nicht aussuchen würde

Giraffenmord
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Koffer weg, keinen Haustürschlüssel dabei. Martin Bloch hat sich die Rückkehr aus dem Urlaub anders vorgestellt. Und dann liegt noch ein toter Mann im Wohnzimmer. Nach und nach kommt die ganze Familie ...

Koffer weg, keinen Haustürschlüssel dabei. Martin Bloch hat sich die Rückkehr aus dem Urlaub anders vorgestellt. Und dann liegt noch ein toter Mann im Wohnzimmer. Nach und nach kommt die ganze Familie zusammen, nur die Polizei lässt auf sich warten.
Skurril werden hier sowohl der Mordfall als auch die Familienbande skizziert. Die Geschichte schraubt sich von Pointe zu Pointe dem Höhepunkt (oder auch mehreren Höhepunkten) zu. In der kurzen Geschichte steckt viel Wortwitz drin, manchmal nahe dran, zu nerven. Es gelingt dem Autor jedoch diesen kritischen Punkt zu umschiffen, so dass es schwarzhumorig und zynisch bleibt. Ein Urlaubsende mit Komplikationen und neuen Erkenntnissen über die liebe Familie!

Schwarzhumorig und zynisch, eine kurze Geschichte für zwischendurch

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Veröffentlicht am 13.09.2025

Ein Krimi mit viel Lokalkolorit in einer traumhaften Region

Sirmione & Mord - Pizza, Pasta, Tod
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Niels und seine Schwester Sofia erben eine Villa sowie ein Restaurant in Sirmione am Gardasee. Eigentlich haben sie das Ziel, alles zu verkaufen, um ihre individuellen Pläne zu verwirklichen. Aber wie ...

Niels und seine Schwester Sofia erben eine Villa sowie ein Restaurant in Sirmione am Gardasee. Eigentlich haben sie das Ziel, alles zu verkaufen, um ihre individuellen Pläne zu verwirklichen. Aber wie so oft im Leben, passiert Unvorhergesehenes und sie finden sich in einen Mordfall verwickelt.
Ich war bei Einstieg in die Geschichte gleich gedanklich in Sirmione angekommen. Mir gefallen die Beschreibung von Sirmiones Gassen und der Villa - die Atmosphäre kommt gut rüber. Und wir lernen die Personen kennen, ich finde sie gut charakterisiert, die zwei Hauptprotagonisten sind sehr sympathisch. Was sonst eher als Nebenhandlung in Krimis rangiert, das Privatleben der Hauptpersonen, nimmt hier etwas mehr Raum ein. Dafür ist es auch ein Cosy-Krimi, ein Krimi zum Wohlfühlen, der auch ohne blutige Beschreibungen auskommt. Einige Entwicklungen sind vorhersehbar, aber schlussendlich gibt es noch eine Überraschung. Insgesamt ein entspannt zu lesendes Buch nicht nur für Fans des Gardasees.

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Veröffentlicht am 10.09.2025

Keine ganz neue Idee, aber spannend umgesetzt

Dread Wood. Tödliches Nachsitzen
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Die vier Schüler Hallie, Angelo, Gustav und Naira können sich nicht leiden. Aber jetzt, beim Nachsitzen, müssen sie zeigen, dass sie auch zusammenhalten können. Erst verschwindet ein Schulschwein, dann ...

Die vier Schüler Hallie, Angelo, Gustav und Naira können sich nicht leiden. Aber jetzt, beim Nachsitzen, müssen sie zeigen, dass sie auch zusammenhalten können. Erst verschwindet ein Schulschwein, dann der Lehrer, der sie beaufsichtigen soll.
Erzählt wird aus der Sicht von Angelo, das macht es direkt erlebbar. Der Schreibstil von Jennifer Killick ist lebhaft und die Dialoge lassen die vier Kids plastisch werden, die unterschiedlichen Charaktere mit ihren Stärken und Schwächen sind gut getroffen. Das Buch punktet mit den kurzen Kapiteln, so dass sich jeder entsprechend dem persönlichen Leserhythmus in die Geschichte vertiefen kann. Richtig interessant wurde es für mich ab der Mitte des Buches. Dann bleibt es bis zum Schluss eine spannende Schulgeschichte mit etwas Humor und einer kindgerechten Prise Grusel, die einfach Spaß macht und schon auf Halloween einstimmt. Aber Vorsicht, es kommen reichlich Spinnen in der Geschichte vor, dies lässt das Cover auch schon erahnen. Ich hatte das Buch an einem Abend durchgelesen.

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Veröffentlicht am 29.08.2025

War Eduardo wirklich ein Mörder?

Die Toten von Valldemossa
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Diese Frage stellt sich für die Berlinerin Leni Pérez nach einiger Zeit in Valldemossa. Sie hat eine Finca auf Mallorca geerbt und beschließt nach einer gescheiterten Beziehung dort einen Neuanfang zu ...

Diese Frage stellt sich für die Berlinerin Leni Pérez nach einiger Zeit in Valldemossa. Sie hat eine Finca auf Mallorca geerbt und beschließt nach einer gescheiterten Beziehung dort einen Neuanfang zu wagen. Begleitet wird sie von Walter, ihrem Hund. Doch der Start gestaltet sich nicht einfach, die Finca ist ziemlich heruntergekommen und viele Bewohner des Ortes treten ihr ablehnend gegenüber. Ihr verstorbener Onkel Eduardo soll vor vielen Jahren mehrere Frauen ermordet haben.
Der Krimi hat mir gut gefallen, Noelia Herrera hat einen guten Schreibstil und auch der Aufbau der Geschichte ist gut. Neben den aktuellen Geschehnissen tauchen wir zwischendurch ab in die Vergangenheit, als Eduardo und sein Freund Ricardo sich an die Geschehnisse erinnern. Leni erfährt aber nicht nur Ablehnung, sondern wird von dem jungen Tobi bei der Renovierung der Finca unterstützt und der ehemalige Kommissar Mateo Ruiz, der inzwischen als Touristenführer arbeitet, hilft ihr als es gefährlich für Leni wird.
Ich hatte das Buch nach zwei Tagen durch, es las sich gut, blieb spannend bis zum Schluss und ließ mich nicht los.

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