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Veröffentlicht am 15.10.2025

Ein Platz im Herzen – Mit Hase und Igel durch emotionale Herbstgeschichten

Wir zwei - Geschichten zum Einkuscheln
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Obwohl es von Hase und Igel, den beiden ungleichen Freunden, schon einige Bücher gibt, sind wir bis dato noch nie mit ihnen in Berührung gekommen. Dies hat sich nun geändert und die beiden haben sich einen ...

Obwohl es von Hase und Igel, den beiden ungleichen Freunden, schon einige Bücher gibt, sind wir bis dato noch nie mit ihnen in Berührung gekommen. Dies hat sich nun geändert und die beiden haben sich einen Platz in unserem Herzen erobert, wenn auch mit einem etwas holprigem Start.
Der erste Eindruck des Buches war durchwegs positiv. Das Cover vermittelt bereits einen sehr guten Eindruck in welchem Stil die Illustrationen des Buches sein werden. Grelle und schreiende Farben sucht man hier vergeblich, dafür bekommt man liebe- und stimmungsvolle Bilder, die Wärme und Geborgenheit ausstrahlen. Die Tiere sind sehr realistisch dargestellt und es kommen nie Zweifel auf um welches Tier es sich denn handelt. Die gedämpften Farben passen hervorragend zu den Geschichten und vermitteln eine wundervolle und kuschlige Herbststimmung.
Im Buch sind elf Geschichten enthalten die sich, je nach Alter des Kindes, entweder zum Vorlesen oder auch zum Selbstlesen eignen. Aufgrund des Titels „Geschichten zum Einkuscheln“ dachte ich, dass es sich bei diesem Buch um ein Gute Nacht Buch handeln würde. Allerdings musste ich feststellen, dass es sich, zumindest für uns, eher um ein Buch für einen kuschligen Nachmittag handelt. Ich habe es zwar als Einschlafbuch probiert, allerdings wurde dies am zweiten Tag vom kleinen Leser kategorisch abgelehnt. So schade ich dies auch fand, kann ich den kleinen Leser doch auch verstehen.
Viele der Geschichten beginnen mit einem melancholischen und träumerischen Unterton und auch die Themen, die behandelt werden, sind nicht ganz einfach. Denn es geht um Angst, Wut, um Unsicherheiten, Trauer, aber natürlich auch um Zusammenhalt und Freundschaft. Gerade für sehr feinfühlige Kinder können diese Themen gerade vor dem Schlafengehen zu aufwühlend sein. Das Buch bietet viel Raum für Gespräche mit dem Kind, man kann die Geschichten aber natürlich auch einfach nur lesen und wirken lassen.
Besonders hervorheben möchte ich, dass der Autor Michael Engler in diesem Buch zwar viele emotional schwierige Themen anspricht, dies aber auf eine sehr feinfühlige und kindgerechte Art und Weise macht. Es gibt weder einen erhobenen Zeigefinger noch wird einem alles mit dem Holzhammer eingetrichtert. Die Geschichten sind zauberhaft, durchdacht und auch für Erwachsenen ansprechend, berührend und lehrreich.
Die Altersempfehlung des Buches ist mit 5 Jahren angegeben und dies finde ich sehr passend. Der kleine Leser unterschreitet das empfohlene Lesealter deutlich und ich habe gemerkt, dass der Erklärungs- und Redebedarf nach dem Lesen sehr groß war. Ich möchte damit sagen, dass man das Buch durchaus auch mit jüngeren Kindern lesen kann, allerdings sollte man sich auf jedem Fall im Anschluss die Zeit nehmen, um das Gelesene mit dem Kind zu besprechen.
Normalerweise gebe ich kein Statement zum Preis eines Buches ab. In diesem Fall möchte ich allerdings eine Ausnahme machen, da ich über den im Vergleich niedrigen Preis überrascht und begeistert bin. Vor allem wenn man die hochwertige Verarbeitung des Buches berücksichtigt und die Länge der einzelnen Geschichten. Außerdem ist dies meiner Meinung nach ein Mitwachsbuch. Damit meine ich, dass dies ein Buch ist, dass ein Kind sehr lange durch die Kindheit begleiten kann, ohne langweilig zu werden. Je nach Alter des Kindes wird es die angesprochenen Themen anders auffassen und verarbeiten, aber immer eine Menge daraus lernen und nicht zu vergessen, eine kuschlige Zeit haben.
Trotz eines etwas holprigen Starts mit dem Buch sind wir mittlerweile absolut begeistert und ich möchte dieses Buch wirklich aus ganzem Herzen weiterempfehlen.

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Veröffentlicht am 14.10.2025

Wenn Freundschaft nicht auf Anhieb klappt

Löwe sucht einen Freund - oder: Ich hab dich zum Fressen gern
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Das bunte Cover mit dem lustigen und interessanten Löwen auf dem Cover ist mir sofort ins Auge gesprungen. Als ich dann den Titel gelesen und bemerkt habe, dass es in diesem Buch um das Thema Freundschaften ...

Das bunte Cover mit dem lustigen und interessanten Löwen auf dem Cover ist mir sofort ins Auge gesprungen. Als ich dann den Titel gelesen und bemerkt habe, dass es in diesem Buch um das Thema Freundschaften schließen geht, wusste ich sofort, dass dieses Buch in unserem Bücherregal einziehen muss. Ein weiterer Pluspunkt des Buches ist auch noch, dass Pina Gertenbach für die Illustrationen zuständig war. Ihr Buch „Schokotorte für alle“ durfte bereits früher in diesem Jahr bei uns einziehen und hat sowohl den kleinen Leser wie auch uns Erwachsene begeistert.
Pina Gertenbachs Illustrationsstil ist unglaublich farbenfroh, strahlend und leuchtend. Die Bilder strahlen viel Wärme aus und bestechen durch kleine liebevolle Details. Besonders hervorheben möchte ich, dass die Bilder auch ohne Worte bereits die Geschichte erzählen. Die Gesichtsausdrücke der Tiere sind ausdrucksstark und auch für kleinere Kinder gut verständlich. Sehr interessant finde ich, dass die Tiere einerseits sehr realistisch dargestellt sind, so dass man, im Gegensatz zu anderen Büchern, nie raten muss um welches Tier es sich handelt. Andererseits nimmt Pina sich ein wenig künstlerische Freiheit heraus. In diesem Fall kommt der Löwe, der Hauptcharakter des Buches, mit einer pinken Mähne daher.
Doch nicht nur die Illustrationen sind in diesem Buch ein absoluter Volltreffer, sondern auch die Geschichte. Der Löwe ist gerade in eine neue Wohnung gezogen und muss feststellen, dass er sich einsam fühlt. Deswegen macht er sich auf die Suche nach Freunden. Mit den besten Absichten im Gepäck stürzt er sich im wahrsten Sinne des Wortes auf jedes Tier, das ihm begegnet. Das dabei auch das eine oder andere schief geht, ist fast selbstverständlich. Es ist wirklich äußerst lustig den Löwen dabei zu beobachten, wie er versucht Freunde zu finden, aber auch ein wenig traurig, wenn man merkt, dass er trotz seiner guten Vorsätze viele Probleme damit hat. Der kleine Leser war von Anfang an mit Feuereifer bei der Geschichte dabei und hat an vielen Stellen herzhaft lachen müssen.
Das empfohlene Lesealter des Buches wird vom Baumhaus Verlag mit 4 Jahren angegeben. Meiner Meinung nach kann dieses Buch aber auch mit jüngeren Kindern gelesen werden, vor allem wenn das Kind bereits Bücher mit einer etwas größeren Textmenge gewohnt ist. Hier wurde das Buch mit dem 2,5-jährigen kleinen Leser gelesen. Dieser hatte weder Schwierigkeiten mit der Länge der Geschichte noch mit dem Verständnis.
Dieses Buch zeigt auf charmante und liebevolle Weise, dass es nicht immer leicht ist, auf andere zuzugehen und Freundschaften zu schließen. Auch wenn man die besten Absichten hat und es eigentlich nur gut meint, kann dies beim Gegenüber anders ankommen. Missverständnisse und Fehler gehören einfach zum Leben dazu. Die Frage ist immer nur wie man mit diesen Dingen umgeht. Autorin Lucy Astner gibt kindgerechte Antworten auf diese Fragen, ohne dabei den erhobenen Zeigefinger auszupacken.
Der Baumhaus Verlag hat es wieder einmal geschafft, ein Kinderbuch auf den Markt zu bringen, bei dem das Gesamtkonzept einfach stimmig ist. Grandiose Illustrationen, eine unterhaltsame Geschichte und eine wertvolle Botschaft. Es macht einfach unglaublich viel Spaß dieses Buch vorzulesen, wie auch dieses Buch vorgelesen zu bekommen.
Obwohl der kleine Leser ein sehr gut gefülltes Bücherregal hat, wird regelmäßig dieses Buch ausgesucht. Dies sagt meiner Meinung nach bereits am meisten aus. Daher möchte ich abschließend nur noch einmal sagen, dass ich dieses Buch wirklich von ganzem Herzen weiterempfehlen kann.

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Veröffentlicht am 30.09.2025

Veronica Mars trifft britischen Kleinstadtmord – Ein Krimi zum Miträtseln

A Good Girl’s Guide to Murder
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Bereits Ende 2019 wurde dieses Buch erstmalig veröffentlicht. Aber erst knapp sechs Jahre später kam ich in den Genuss es lesen zu dürfen und wie man aufgrund meiner Wortwahl bereits merkt, war es ein ...

Bereits Ende 2019 wurde dieses Buch erstmalig veröffentlicht. Aber erst knapp sechs Jahre später kam ich in den Genuss es lesen zu dürfen und wie man aufgrund meiner Wortwahl bereits merkt, war es ein großer Erfolg.
Wahrscheinlich habe ich die letzten Jahre unter einem Stein gelebt, denn von Holly Jackson hatte ich davor noch nie etwas gehört. Dabei fällt diese Serie rund um Pippa eigentlich genau in mein Buch-Beuteschema. Auch wenn ich altersmäßig von meiner Jugend bereits etwas weiter entfernt bin, tauche ich gerne immer wieder mal in diese ein. Vor allem wenn mich das Buch sehr an eine meine Lieblingsserien „Veronica Mars“ erinnert.
Von der ersten Seite weg hat mich die Geschichte in ihren Bann gezogen und ich habe das Buch nur sehr widerwillig aus der Hand gelegt. Pippa ist unglaublich sympathisch, zielstrebig und auch ein klein wenig nerdig. Altersmäßig könnte ich zwar Pippas Mutter sein, trotzdem habe ich sehr viel von ihr in mir wiedergefunden und konnte mich daher sehr gut mit ihr identifizieren. Ihr analytisches Denken, ihre Sturheit und ihr etwas eigenartiger Humor machen sie so einer ganz besonderen Heldin. Doch eine Heldin braucht auch immer einen Assistenten und Pip findet den in der Gestalt des Bruders des angeblichen Mörders. Ravi und Pip ergänzen sich perfekt und sind in Kombination einfach unschlagbar. Obwohl die Geschichte an vielen Stellen eher düster und manchmal auch traurig ist, haben mich die beiden immer wieder erheitert und zum Lachen gebracht.
Für ihr Schulprojekt rollt Pippa einen Mordfall in ihrer Heimatstadt noch einmal auf. Da sie im Gegensatz zu so ziemlich allen der Meinung ist, dass Sal Singh nicht seine damalige Freundin Andie getötet hat. Besonders gelungen fand ich hierbei, dass die Autorin nicht nur einfach die Geschichte erzählt. Sondern man darf zwischendurch auch Pips Notizen zu dem Fall lesen, es geht Tagebucheinträge, Gesprächsprotokolle und sogar fiktive Links zu Zeitungsartikeln. Dies alles macht das Buch umso realistischer und man bekommt wirklich das Gefühl, dass man an der Lösung des Falls beteiligt ist.
Der Spannungsbogen erstreckt sich sehr gut über das gesamte Buch. Natürlich gibt es immer wieder mal Phasen, an denen es etwas ruhiger wird und die Spannung abflacht, aber im Gegensatz zu anderen Büchern, war ich in diesem Fall sehr froh darüber. Denn dies gab mir die Möglichkeit einmal durchzuatmen und den Fall in meinem Kopf Revue passieren zu lassen.
Meiner Meinung nach merkt man dem Buch sehr deutlich an, dass die Autorin sehr gerne Dokumentationen über Kriminalfälle ansieht. Denn das Buch ist durchwegs logisch aufgebaut und man kann den Ermittlungsprozess sehr gut nachvollziehen. Die Geschichte lädt wirklich dazu ein, dass man sich Gedanken macht, wie es denn wirklich gewesen sein könnte und zu versuchen, ob man den Fall vor Pip und Ravi lösen kann. Denn, und dies ist meiner Meinung nach ein weiterer Pluspunkt in der Art und Weise wie das Buch aufgebaut ist, man weiß als Leserin immer genauso viel wie Pip.
Mir ist bewusst, dass es Erwachsene gibt, die aus Prinzip einen großen Bogen um Jugendliteratur machen, da sie ihrer Meinung nach nicht anspruchsvoll genug ist. Dieses Buch ist für mich aber wieder einmal ein Beweis dafür, dass man dieses Genre nicht unterschätzen darf. Denn ich habe genug Krimis gelesen, die sich dezidiert an Erwachsene richten, die nicht so gut konstruiert, nicht so spannend und sprachlich ausgereift waren.
Ich habe mich nur schwer von Pippa Fitz-Amobi verabschieden können und war wirklich ein wenig traurig, als ich das Buch beendet hatte. Zu meiner großen Freude handelt es sich hierbei aber um den Auftakt einer Serie rund um Pip. Theoretisch könnte man dieses Buch aber als Einzelband lesen, da die Geschichte in sich abgeschlossen ist. Wobei ich stark bezweifle, dass dies jemand tun möchte.
Dieses Buch möchte ich allen ans Herz legen, die gerne Kriminalromane lesen und Spaß daran haben mitzuraten und mitzuermitteln. Denn dieses Buch ist einfach eine perfekte Mischung aus Spannung, Nervenkitzel, Tiefgang und humorvoller Unterhaltung.

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Veröffentlicht am 30.09.2025

Zwischen Kaffeeduft und Lebensfragen – ein stiller Ort zum Innehalten

Die Tage im Café Torunka
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Satoshi Yagisawa hat mich bereits mit seiner Buchhandlung Moriasaki verzaubert, daher habe ich sehr gespannt darauf gewartet, endlich sein Café Torunka besuchen zu dürfen.
Ich bin ein großer Liebhaber ...

Satoshi Yagisawa hat mich bereits mit seiner Buchhandlung Moriasaki verzaubert, daher habe ich sehr gespannt darauf gewartet, endlich sein Café Torunka besuchen zu dürfen.
Ich bin ein großer Liebhaber von asiatischer Literatur, insbesondere den Romanen aus Japan und Korea. Besonders gut gefällt mir der poetische Erzählstil und die leisen Töne. Die Bücher, die ich bis dato gelesen habe, haben alle nachgewirkt und mir viel Stoff zum Nachdenken gegeben. Gerade im Zusammenhang mit japanischen Romanen wird gerne das Wort Wohlfühlroman verwendet. Auch ich selbst neige dazu dies zu tun. In diesem Fall bin ich mir aber nicht sicher, ob es eine adäquate Beschreibung ist.
Wobei ich nicht sagen möchte, dass mir dieses Buch nicht phasenweise ein gutes Gefühl gegeben hat. Ganz im Gegenteil, ich habe mich in der heimeligen Atmosphäre des Café Torunka unglaublich wohlgefühlt und konnte sogar den Kaffeeduft während des Lesens riechen. Die Charaktere sind sympathisch und am liebsten hätte ich mich auf den Weg nach Tokio gemacht. Dennoch sind die Themen die Yagisawa-san in diesem Buch behandelt keine leichte Kost, wohl aber leicht verpackt. In den drei Geschichten, die mehr oder weniger eigenständig sind, geht es um Liebe, aber auch um Trauer, Verlust, Angst und Reue. Die vage Formulierung mehr oder weniger eigenständig verwende ich deshalb, weil es verbindende Glieder zwischen den Geschichten gibt, wie das Café an sich und die Belegschaft dessen.
Wie so oft in dieser Art von Roman werden nicht alle Fragen beantwortet und es bleibt viel Raum für die eigenen Gedanken. Dadurch wirkt das Gelesene nach und bleibt meiner Meinung nach auch deutlich länger im Gedächtnis. Mir persönlich haben alle drei Geschichten sehr gut gefallen, wobei ich mich mit der einen Episode besser identifizieren konnte als mit einer anderen. Ich denke, dass es (fast) jeden so gehen wird, aber man kann aus allen dreien etwas Wertvolles lernen.
Der Schreib- und Erzählstil von Satoshi Yagisawa gefällt mir sehr gut und lässt sich auch gut lesen. Die japanische Art Geschichten zu erzählen, unterscheidet sich meiner Meinung nach deutlich und entweder man mag diesen Stil oder man sollte besser die Finger davonlassen. Ich persönlich genieße diese ruhigen Töne und die poetische Sprache sehr. Leserinnen und Leser die eher Bücher bevorzugen, die eine komplexe Handlung und viel Action erwarten, werden mit diesem Buch sicher nicht glücklich werden. Denn der Hauptfokus liegt auf Gesprächen, Gefühlen und mehr oder weniger zufälligen Begegnungen.
Das Café, der Besitzer, die Gäste und alle anderen vorkommenden Personen sind so realistisch beschrieben, dass man glauben möchte, dass der Autor wahre Begebenheiten beschreibt. Vielleicht tut er dies ja auch, wer weiß. Ich könnte mir auf jeden Fall vorstellen, dass ich Stammgast im Café Torunka sein könnte. Und eventuell werde ich das auch, wenn uns Autor Satoshi Yagisawa noch einmal die Türen zum Kaffeehaus öffnet. Potential für einen weiteren Band wäre auf jeden Fall vorhanden.
Hierbei handelt es sich wieder einmal um ein Buch, dass ich gerne weiterempfehle und wahrscheinlich auch das eine oder andere Mal verschenken werde. Es eignet sich perfekt für alle, die eingefleischten Fans japanischer Literatur, aber auch für alle die sich erstmalig in dieses Genre vorwagen möchten.

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Veröffentlicht am 29.09.2025

Eierlos glücklich – Vegane Backkunst für alle

Vegan backen! Das Goldene von GU
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Vor einigen Jahren war vegane Ernährung für die meisten noch etwas ganz Außergewöhnliches und Exotisches. Zum Einkaufen musste man den meist recht teuren Bioladen aufsuchen und essen gehen im Lokal war ...

Vor einigen Jahren war vegane Ernährung für die meisten noch etwas ganz Außergewöhnliches und Exotisches. Zum Einkaufen musste man den meist recht teuren Bioladen aufsuchen und essen gehen im Lokal war fast ein Ding der Unmöglichkeit. In den letzten Jahren hat sich in dem Bereich zum Glück sehr viel zum Positiven verändert und die Bandbreite an so genannten Ersatzprodukten im Supermarkt ist stark gewachsen.
Ich denke dieser Trend ist darauf zurückzuführen, dass sich immer mehr Menschen bewusst mit ihrer Ernährung auseinandersetzen. Für manche ist es eine bewusste Entscheidung komplett auf tierische Produkte zu verzichten, manch einer verzichtet einfach mal hin und wieder und für einige ist es aus gesundheitlichen und medizinischen Gründen eine Notwendigkeit. Meiner Erfahrung nach, ist für die meisten die Umstellung beim Kochen eher weniger ein Problem, denn sehr viele Gerichte sind von Natur aus vegan und braucht nicht auf Ersatzprodukte zurückgreifen.
Anders schaut die Sache aber beim Backen aus. Denn in den meisten Rezepten werden Milchprodukte und Eier verlangt. Ersteres lässt sich noch recht unkompliziert durch Milchersatzprodukte ersetzen, bei Eiern wird es allerdings schon etwas schwieriger. Genau an diesem Punkt kommt dieses Buch ins Spiel.
Das Buch richtet sich an alle, die auf der Suche nach schmackhaften und tierfreien Rezepten sind. Durch eine sehr gut strukturierte und informative Einleitung in das Thema kann jeder die Rezepte leicht nachbacken, sowohl bereits erfahrene Bäckerinnen und Bäcker wie auch Neulinge. Gerade dieser Teil hat mich persönlich besonders angesprochen, da hier Grundrezepte gezeigt und erklärt werden.
Der Verlag hat sich zu meiner großen Freude dafür entschieden, die Gestaltung und den Aufbau im gewohnten Design zu machen. Daher ähnelt dieses Buch sehr stark dem schon länger erhältlichem "Backen - Das goldene von GU". Wer beide Bücher besitzt wird feststellen, dass man auch das eine oder andere Rezept jetzt in zwei verschiedenen Varianten hat, einmal konventionell und einmal vegan.
Die Rezeptauswahl finde ich sehr gelungen und es wird die gesamte Bandbreite abgedeckt. So findet man neben süßen Kleinigkeiten, Torten, Kuchen mit und ohne Obst auch noch pikante Dinge wie Pizza, Brot oder Kleingebäck. Die meisten Zutaten bekommt man in einem gut sortieren Supermarkt oder Discounter. Ein Besuch im Spezialgeschäft oder Bioladen ist in den meisten Fällen nicht notwendig. Wie bereits erwähnt gibt es viele klassische Rezepte, die man auch aus anderen Backbüchern bereits kennt. Somit muss niemand der sich vegan ernährt auf seinen Lieblingskuchen verzichten. Zusätzlich gibt es aber auch viele moderne und neuartige Rezepte die Lust aufs Nachbacken machen.
Die einzelnen Rezepte sind gewohnt übersichtlich gestaltet und man findet sich schnell zurecht. Die appetitanregenden und sehr ansprechend gemachten Fotos ergänzen das Buch wundervoll.
Dieses Buch ist meiner Meinung nach für all jene geeignet die, so wie ich leidenschaftlich gerne backen oder es gerne lernen wollen.

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