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Veröffentlicht am 19.10.2025

Weihnachten sollte doch eigentlich so etwas sein wie das ultimative Schnurren der Menschheit - Zitat Kater Elvis

Alle Jahre wieder mit Elvis
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Der cozy-crime Roman "Alle Jahre wieder mit Elvis: Ein Koblenzer Katzenkrimi" von S. Sagenroth bietet hervorragende Unterhaltung - nicht nur in der Adventszeit. Die Autorin beschreitet mit ihrem Koblenzer ...

Der cozy-crime Roman "Alle Jahre wieder mit Elvis: Ein Koblenzer Katzenkrimi" von S. Sagenroth bietet hervorragende Unterhaltung - nicht nur in der Adventszeit. Die Autorin beschreitet mit ihrem Koblenzer Katzenkrimi, der gleichzeitig eine abrufbare Playlist anbietet, die perfekt zu den einzelnen Kapiteln passt, ihren ganz eigenen neuen Weg, auf welchem sie auf dem Pfad des Fantastischen, verbunden mit der Ernsthaftigkeit und Realität des Kriminalromans, ihr ganz eigenes Markenzeichen setzt. Sie bietet Unterhaltung vom Feinsten, bringt ihre Leserschaft zum Schmunzeln, aber auch zum Nachdenken und übermittelt eine Botschaft: So niedlich und lieb, wild und verschmust Katzen sein können, niemand sollte sie unbedacht zum Weihnachtsfest unter den Tannenbaum setzen. Das Leid vieler Katzen, die nach dem Weihnachtsfest oder spätestens vor dem nächsten Urlaub weggegeben oder ausgesetzt werden, kann durch eine bedachte Entscheidung und realistische Einschätzung der eigenen Möglichkeiten vermieden werden.

Dabei bedient die Autorin sich eines sehr interessanten, kurzweiligen, aber auch nachdenklichen Schreibstils, wobei der Leserschaft vor allem eine gute Unterhaltung beschert wird. Im Koblenzer Katzenkrimi ermittelt erneut Kater Elvis, der Hauptprotagonist der Katzen und als "Rockstar der Altstadt" bekannt, gemeinsam mit seiner Freundin Chloe. Beide wohnen beim Rentner Josef, der zum liebenswerten Dosenöffner geworden ist. Elvis wird als wundervoller Zuhörer und Unterstützer beschrieben, der obendrein sehr pfiffig ist und seine Eingebungen hat.

Die beiden haben ein auserwähltes Netzwerk, welches u.a. aus dem orangefarbenen Kater Oskar, der schon etwas älter und auf einem Auge blind ist, besteht. Oskar geht zwar kaum noch vor die Tür, sitzt jedoch viel am Fenster, neuerdings sogar in seinem Kratzbaum und schaut sich an, was in den umliegenden Häusern passiert. Er lebt bei Bruno, ein etwas brummiger, aber herzensguter Mensch.

Gegenüber im Haus lebt die kleine Katze Salome seit ein paar Tagen bei der Schriftstellerin Charlotte, die etwas älter ist und mit zerzausten Haaren in einer gemütlichen, leicht unordentlichen und vollgestopften Wohnung lebt. Charlotte ist schwer krank und schreibt an ihrem letzten Buch.

Auch Kater Jasper ist eine wichtige Schaltzentrale der Koblenzer Katzencommunity. Er selbst ist blind, hat jedoch stets sehr gute und praktische Ideen und Vorschläge und hilft dabei, die Katzendemonstration zu organisieren.

S. Sagenroth hat einen sehr lebendigen Schreibstil und versteht es, Orte und Szenen so in Szene zu setzen, dass ihre Leserschaft sich nicht nur gut in die jeweiligen Szenen hineinversetzen kann, sondern auch über einige sehr witzige Szenen schmunzeln muss. So zum Beispiel als bei der Katzendemo ein lautes vielstimmiges Gefauche, Gemaunze und Gebimmel zu vernehmen ist. Die vierbeinigen Heerscharen mit roten Schleifen, Christbaumkugeln, Lametta und Glöckchen, welche durch die Straßen der Stadt ziehen. Oder auch die Beschreibung der Fahrt in der Rakete auf dem Weihnachtskarussell, welche eine Besonderheit ist, die Elvis erlebt hat und wohl kein Auge trocken lässt.

Die Autorin versteht es ebenso, eine angenehme und passende Atmosphäre zu transportieren. Die Stimmung auf dem Weihnachtsmarkt und in den verschneiten Straßen der Stadt, Menschen in dicken Wintermänteln, mit Mütze und Schal ebenso wie der Blick von der Brücke auf die erleuchtete Festung, die über der Stadt und den beiden Flüssen thront, das schimmernde Wasser und die Lichter in der Ferne der Koblenzer Altstadt. Ebenso wie die Schiffe, die im Winter dort ankern, das glitzernde Wasser und die Schneespuren, welche das i-Tüpfelchen auf die Geschichte setzen.

Witzige Begriffe wie "katzentodmüde", "Raketenkater" und weitere sind ebenso lustig wie auch so einzigartig wie ein Kratzbaum, der mit Nadeln verziert ist, wenn es um die Weihnachtstanne geht.

Auch bei den Dosenöffnern gibt es allerlei Dinge, die sie beschäftigen. So flüchtet Oma Käthchen vor ihren Kindern, die sie zu Weihnachten eingeladen haben. Bayo, der Nigerianer, der in einer Fastfood-Kette mit dem großen M arbeitet und befürchtet, seine Wohnung verlassen zu müssen oder Nora, die erst kürzlich erfahren hat, dass sie einen Bruder hat. Diese Gesamtkombination bietet unterhaltsamen Stoff, wobei ein Mord, Verdacht und Irrtum, die Grenzen der Moral, aber auch Familiengeheimnisse und -enttäuschungen eine Rolle spielen und dadurch den Spannungsbogen aufrechterhalten.

Ein besonderes Schmankerl ist am Ende des Buches die Auswahl an Rezepten, welche in der Geschichte ihre Erwähnung finden.

Fazit: Weihnachten mit der Katzencommunity ist nicht nur für Katzenfans ein Highlight! Wem dieses Buch gefallen hat, der sollte auch den ersten Band „Frühstück mit Elvis – Ein Koblenzer Katzenkrimi“ lesen oder anhören. Ich freue mich schon auf die nächsten Abenteuer von Kater Elvis, seinen Freunden und seinen Menschen!

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Veröffentlicht am 17.10.2025

Ein Dorf voller Geister und Geheimnisse

Der Tote im Kamin
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Mit seinem Kriminalroman "Der Tote im Kamin" hat Denzil Meyrick einen wunderbaren tiefgründigen und vielschichtigen Kriminalroman erschaffen. Der Schauplatz befindet sich in den North York Moors im verschlafenen ...

Mit seinem Kriminalroman "Der Tote im Kamin" hat Denzil Meyrick einen wunderbaren tiefgründigen und vielschichtigen Kriminalroman erschaffen. Der Schauplatz befindet sich in den North York Moors im verschlafenen Ort Elderby, in welchen Frank Grasby strafversetzt wird und eigentlich nur ein paar Diebstähle aufklären soll.

Aber es kommt alles anders, als der 38-jährige jemals erwartet hätte. Er bekommt es mit dem Adel zu tun, muss mehrere Morde aufklären, ist bei einer mysteriösen älteren Frau untergebracht, die stets einen schwarzen Raben auf der Schulter trägt und behauptet, in die Zukunft sehen zu können.

Um die Geschichte, die im Jahr 1952 spielt, besser einordnen zu können, muss man wissen, dass die meisten Männer zu der Zeit im Krieg gekämpft haben. Diejenigen, die überlebt haben, leiden noch an den Folgen, Verletzungen und Traumata des Krieges. Jede Menge geheime Bündnisse, Intrigen und Verschwörungen spielen immer noch eine Rolle. Die internationale Politik ist ein schmutziges Geschäft und auf beiden Seiten des Atlantiks herrscht eine schlechte Stimmung. Daraus resultierende Lebensmittelrationierungen, die auf die Stimmung der Bevölkerung drücken, gehören ebenfalls zum Hintergrund, welcher die Stimmung dieses Romans prägt. Es gibt Generationenkonflikte, der Adel spielt eine große Rolle sowie die religiöse Herkunft des jungen Inspektors. Sein Vater und Großvater, die beide die Religion und Kirche zu ihrem Lebensinhalt gemacht und Frank in dem Sinne erzogen haben. Denzil Meyrick ist es hervorragend gelungen, dies nicht nur in eindrücklicher Weise zu beschreiben, sondern auch das Gefühl der damaligen Zeit in die Geschichte aufzunehmen und sehr gut zu transportieren.

Die Charaktere sind ebenfalls so eindringlich und passend charakterisiert. Wenn es darum geht, nicht nur die intelligente Vorgehensweise von Frank Grasby darzustellen, sondern auch den Konflikt, den er mit seinem Vater austrägt. Er fühlt sich verloren und in seiner Freizeit trinkt er gern ein Glas zu viel, raucht, beteiligt sich an Pferdewetten, ist ein Bonvivant, liebt die Frauen und konnte bisher noch keine halten. Trotzdem ist der Zwiespalt zu spüren, wenn es für ihn darum geht, dass seinem Vater etwas passieren könnte. Er hat eine tiefsitzende, bedrohliche Angst vor Verlust, gemischt mit Trauer und Schuldgefühlen.

Sein Vater ist sehr fromm und hat nie verstanden, dass Frank nicht ebenfalls Pfarrer werden wollte. Er ist dem Trinken ebenso zugeneigt und schafft es nicht, seinem Sohn das Gefühl zu vermitteln, dass er ihn liebt. Dass er ihn liebt, zeigt sich im Laufe der Geschichte. Die Mutter von Frank ist bereits gestorben und so hat er nur noch seinen Vater - und dieser nur noch seinen Sohn.

Die junge Deedee sorgt ebenfalls für Verwirrung. Sie wirkt clever, weiß recht viel, kommt aus Amerika und macht in Elderby ein Praktikum. Die junge Dame ist keinesfalls naiv und für Frank eine große Unterstützung.

Es spielen sehr viele Protagonisten eine Rolle und die Schwierigkeit ist, zu erkennen, wer hier in der Geschichte zu den Gutmenschen gehört und wer nur so tut als ob. Für die Leserschaft gestaltet sich das sehr spannend. Für die aktiven Protagonisten ist es eine Herausforderung, was den Lese Spaß noch mehr erhöht und die Spannung immer wieder auf ein Neues auflodern lässt. Bald stellt dann auch der Leser fest, dass es einen Grund gibt, warum all diese Menschen sterben mussten. Dies hat der Autor so gekonnt eingebaut, dass immer neue Erkenntnisse ans Licht kommen und dabei auch einige katastrophale Wendungen eingebaut.

"Der Tote im Kamin" spielt im Winter und so kommt es oft vor, dass es schneit, die Wege glatt und schneebedeckt sind und mit Schnee gefüllte Wolken über die Ortschaft schweben. Kalte, frostige Tage, an denen alles frisch und wie neu erschaffen wirkt, die kalte Luft, die nach Schnee und hart gefrorener Erde riecht, die Wintersonne, die nicht mehr wärmt und krächzende Raben in den Bäumen sorgen für das passende Stimmungsbild.

Fazit: Dieser Kriminalroman ist sehr intelligent, raffiniert und gehört zu den Highlights in diesem Herbst. Ein Wehmutstropfen dabei ist jedoch, dass der Autor leider am 14. Februar 2025 verstorben ist.

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Veröffentlicht am 29.09.2025

Entwicklung eines positiven Selbstbilds

Der Dschinn deines Herzens
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Mit ihrem Buch "Der Dschinn deines Herzens" hat Katja Ollech ein magisches Buch für mehr Selbstliebe verfasst. Das Cover mit seinen hellen und zarten Farben sowie einer Frau, die am Boden sitzt, während ...

Mit ihrem Buch "Der Dschinn deines Herzens" hat Katja Ollech ein magisches Buch für mehr Selbstliebe verfasst. Das Cover mit seinen hellen und zarten Farben sowie einer Frau, die am Boden sitzt, während der blaue Rauch des Dschinn erscheint, zeigt die Situation bevor die Metamorphose begonnen hat.

Wir alle kennen Tage, an denen die Welt grau ist, wir mit dem falschen Fuß aufgestanden sind und von dem Moment an, alles schief geht. Wenn diese Situationen vermehrt auftreten, sollten wir uns selbst hinterfragen, ob wir darin unsere eigenen Anteile finden. Dass das nicht leicht ist, beweist dieses Buch auf eindrucksvolle Weise. Katja Ollech hat sich dabei einer Märchenfigur, vergleichbar mit dem Geist aus der Flasche bedient, um sich zwar sachlich, aber auch ein wenig spielerisch diesem Thema zu nähern.

Laura, die Hauptprotagonistin, leidet unter Selbstzweifeln. So ist es zu Beginn kein Wunder, dass sie sehr auf die negativen Dinge fokussiert ist und alles, was schiefgeht auf sich selbst bezieht. Sie sieht sich als das Opfer, welches von allen schlecht behandelt wird und meint, dass nur ihr alle schlimmen Dinge passieren. Sie hat keine Freunde, keine Beziehung und ein ambivalentes Verhältnis zu ihrer Mutter. Beruflich sieht sie sich als Versagerin und selbst ihr Nachbar mag sie nicht, denn er gibt ihr stets die Schuld, die sie bereitwillig auf sich nimmt.

Als sie an ihrem persönlichen Tiefpunkt angekommen ist, taucht der Dschinn auf, welcher in seiner blauen Gestalt aus einem Gefäß erscheint. Laura hat drei Wünsche frei, die sie jedoch mit Bedacht wählen sollte. Er unterstützt sie in ihren alltäglichen problematischen Situationen und jedes Mal, wenn es ihr nicht gut geht oder sie sich selbst klein redet, gibt er ihr Tipps und Denkanstöße. Das Geheimnis, ein positiven Selbstbild zu erlernen, besteht u.a. darin, sich über die eigenen Wünsche und Bedürfnisse klar zu werden. Es geht darum, für sich selbst einzustehen, Grenzen zu setzen und eigene Wünsche zu formulieren und dafür Selbstverantwortung zu übernehmen.

Laura hat viele Fragen an den Dschinn, z.B. wie sie ihre eigenen Wünsche erkennt, wann eine Grenze überschritten wurde und wie sie Konflikte konstruktiv sehen und lösen kann. Sie bekommt jedes Mal eine Antwort, von der sie erstaunt ist, weil es sich gar nicht so schwer anhört bzw. anfühlt. Natürlich braucht dieser Lernprozess eine gewisse Zeit, aber Laura wird immer besser darin, ihren Selbstwert zu erkennen und dementsprechend zu handeln.

Katja Ollech hat einen sehr guten Schreibstil, sie erklärt schwierige Vorgänge in einfachen Worten, so dass jeder verstehen kann, worum es geht und was der Sinn und Zweck der jeweiligen Übung ist. Sie gibt wertvolle Ratschläge, die jeder Mensch anwenden kann, der für sich erkannt hat, dass es Zeit wird, dein Blick durch seine eigene Brille, der durch unsere Erfahrungen und Handlungsweisen in eine bestimmte Richtung weist, zu ändern. Die meisten Dinge im Leben sind nicht einfach schlecht, es gibt viele Zwischenstufen und meistens gibt es etwas Positives, was wir aus unserem Blickwinkel nicht sofort erkennen. Dies zeigt die Autorin in liebevoller und wertschätzender Art auf und sie schafft es, in ihrer eigenen Weise Mut zu machen, dass jeder ihrem Weg folgen kann.

Sie erzählt in einer klaren Sprache mit unkomplizierter Wortwahl und spricht damit die breite Masse an. Der Dschinn deines Herzens ist nach ihrem Roman "Influencer wider Willen", wobei es ebenfalls um Selbstliebe und die Erkenntnis geht, den Blick auf die wichtigen Dinge im Leben zu lenken, die Fortsetzung in Hinblick auf die Arbeit an sich selbst, um menschlich zu wachsen.

Fazit: Für Menschen, die durch mehr innere Stärke und einer Portion mehr an Selbstbewusstsein, ihre persönlichen Ziele erreichen möchten, ist dies ein wertvoller Ratgeber zur Selbsthilfe, der meine absolute Empfehlung hat!

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Veröffentlicht am 25.09.2025

Schlittenfahrt in den Tod

Knäckeblut
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Mit seinem cozy-crime Roman "Knäcke Blut" sorgt Björn Berenz für spannende, unterhaltsame und kurzweilige Lesestunden. Die Idylle eines Schwedenhäuschens auf dem Buchcover trügt, denn bald wird es mörderisch, ...

Mit seinem cozy-crime Roman "Knäcke Blut" sorgt Björn Berenz für spannende, unterhaltsame und kurzweilige Lesestunden. Die Idylle eines Schwedenhäuschens auf dem Buchcover trügt, denn bald wird es mörderisch, wie auch im Zitat auf der Buchrückseite "In Schweden fährt selbst der Tod gern Schlitten" zu erkennen ist.

Dass dieser Roman hoch im Norden spielt, ist an vielen Stellen unverkennbar. Es geht um eine missglückte Fahrt zu den Nordlichtern, um den für Schweden typischen Moltebeerschnaps, um kalte Tage und eisige Nächte. Ein besonderes Stilmittel, welches der Autor eingebaut hat, sind die schwedischen Zitate, Sprüche und Lebensweisheiten, welche mit ihrer Übersetzung und Anwendung am Ende einiger Kapitel zu finden sind. Dies sorgt ebenso wie die typische nordische Hyggeligkeit für viel Authentizität.

Sei es die Beschreibung des Wintermarktes auf dem Tingsmålahof, auf welchem an kleinen Ständen selbsthergestellte Produkte offeriert werden, die Möglichkeit auf dem kleinen See Schlittschuhlaufen anzubieten und jeder Menge Lichterketten, die sich um den See spannen, wobei ein hygge-Gefühl entsteht, welches sich im gesamten Buch wiederfindet. Die Beschreibung der Speisen, wie Zimtschnecken, Rentiergulasch und frisch gebackene Waffeln oder der Getränke, wie z.B. des Glöggs, der das schwedische Pendant zum Winterpunsch ist, jedoch sehr viel kräftiger und mit einer deutlichen Note von Kardamom und Nelken gereicht wird, sprechen alle Sinne an.

In solchen Momenten fühlt sich das Leben von Ina, einer Deutschen, die seit einem halben Jahr fest in Schweden lebt, perfekt an.

Getrennt von ihrem Ex-Mann hat sie hier ihren neuen Partner Svante gefunden, der manchmal wie ein Brummbär erscheint, aber im Grunde seines Herzens ein guter, zuverlässiger und liebevoller Partner für die 65-jährige ist, die mit ihrer blühenden Fantasie, ihrer Hartnäckigkeit und Gerissenheit sowie mit großer Überzeugungskraft den Inspektor des Ortes an den Rand der Verzweiflung bringt, wenn sie eine ihrer Theorien verfolgt. Im Grunde verstehen der junge Lars sowie die ältere Dame sich jedoch gut, auch, wenn es in ihren Ermittlungen immer mal wieder zu Abstimmungsschwierigkeiten kommt, was dieses Mal beinahe tödlich geendet wäre. Gemeinsam mit einigen Freunden, Verwandten und Bekannten lösen sie auch diesen Fall, der mit so manchen Verwicklungen, Missverständnissen und falschen Beschuldigungen, zunächst so gar nicht zusammenpassen zu scheint. Genau das ist es, was die Leserschaft erwartet, wenn sie sich auf das Abendteuer Schweden einlässt und bereit ist, einen fesselnden Kriminalfall mitzulösen.

Mein Fazit: Nach der Lektüre dieses Buches, welches ein wahrer Pageturner ist, möchte ich am liebsten gleich die beiden Vorgängerromane „Knäcke Tod“ und „Knäcke Grab“ lesen.

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Veröffentlicht am 22.09.2025

Gute Zeiten, schlechte Zeiten

Inselleuchten auf Sylt
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Mit ihrem Liebesroman "Inselleuchten auf Sylt" hat Julia K. Rodeit wieder genau ins Schwarze getroffen und bereitet ihrer Leserschaft romantische, emotionale sowie glückliche Stunden auf Sylt. Dieser Roman ...

Mit ihrem Liebesroman "Inselleuchten auf Sylt" hat Julia K. Rodeit wieder genau ins Schwarze getroffen und bereitet ihrer Leserschaft romantische, emotionale sowie glückliche Stunden auf Sylt. Dieser Roman ist bereits der 6. ihrer Sylt-Reihe.

Mit ihrer überaus angenehmen Schreibweise und ihrem Ideenreichtum hat sie es geschafft, dieses Buch zu einem wahren Pageturner zu machen. Sie schreibt in positiver, emotionaler und spannender Weise ihre Geschichte über eine große Hochzeit von zwei Menschen, die bereits reich an Lebenserfahrung sind und nach einer langen Zeit des Alleinseins, das große Glück gefunden haben. Dabei hat sie ein gutes Auge für Details, welche die Atmosphäre auf Sylt mit seinen langen Sandstränden, dem rhythmischen Meeresrauschen und dem Zwitschern der Vögel erlebbar machen. Auch die Kleinigkeiten bei der Vorbereitung der Hochzeitsfeier, welche an Deko verwendet werden, sind in passender Wortwahl und sehr anschaubar dargestellt, so als wäre man selbst vor Ort und würde die jeweiligen Situationen direkt miterleben.

Die Geschichte ist sehr gut recherchiert und zu jeder Zeit stimmig, was auch daran liegt, dass sie realitätsnah erzählt wird und die jeweiligen Gefühle der Protagonisten mit einbezieht. Erzählt wird die Story aus Sicht von Hanna, der Tochter der glücklichen Braut, die selbst einige Baustellen in ihrem Leben hat, die es zu beseitigen gibt. Sie selbst leidet immer noch unter einem Vorfall, der schon viele Jahre zurückliegt und mit dessen Auswirkungen sie noch nicht abgeschlossen hat und doch so bald konfrontiert wird. Schafft Hanna es, ihrer Mutter zuliebe ihre persönlichen Animositäten außen vor zu lassen?

Die Gefühlspalette ist so breit gefächert und die Autorin hat dabei richtig aus dem Vollen geschöpft. Es geht um den Umgang mit einer Enttäuschung, um die Nachteile der Selbständigkeit, um das Vermissen des Zuhauses und den Menschen, die dort leben sowie um die große und einzigartige Liebe. Und letzten Endes geht es auch darum, aus einer Komfortzone auszubrechen, sich der Vergangenheit zu stellen und um das Abschiednehmen von einem Lebensabschnitt.

Dabei hat sie Tjark, den Sohn des frisch gebackenen Ehemanns an ihrer Seite, denn gemeinsam gilt es, die Hochzeit zu planen. Ihre besten Freundinnen aus der Schulzeit, die mittlerweile ihre Lebenspartner getroffen haben, stehen ihr nach wie vor zur Seite und neue Bekanntschaften entwickeln sich.

Es ist Julia K. Rodeit in eindrucksvoller Weise gelungen, die Charaktere zu beschreiben, so dass ein Gefühl entsteht, die Protagonisten gut zu kennen und zu erahnen, wie die nächsten Handlungsschritte aussehen mögen. Trotzdem erlebt die Leserschaft einige Missverständnisse, Verirrungen und Überraschungen, die so nicht zu erwarten waren und bis zum Schluss bleibt eine entscheidende Frage übrig: Wird es Hanna gelingen, beruflich erfolgreich zu sein, ihren Wünschen und Träumen folgen zu können, auch, da sie vor vielen Jahren in der Hinsicht einen entscheidenden Fehler gemacht hat, für dessen Ausbügeln so lange Zeit keine Hoffnung in Sicht ist. Und wird sie mit ihrer großen Liebe zusammen sein können?

Fazit: Ein Wohlfühlroman auf der schönen Nordseeinsel Sylt, welcher eine Einladung zum Träumen von Sonne, Strand und Meer ist und meine absolute Leseempfehlung hat!

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