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Veröffentlicht am 12.02.2026

Gefährliche Geheimnisse und eine große Liebe

This Story Might Save Your Life
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Der Einstieg in die Geschichte fiel mir schwer, es gab viele Geheimnisse und Perspektivwechsel. Erst nach einigen Kapiteln hat die Geschichte mich neugierig gemacht.

Obwohl "This Story might save your ...

Der Einstieg in die Geschichte fiel mir schwer, es gab viele Geheimnisse und Perspektivwechsel. Erst nach einigen Kapiteln hat die Geschichte mich neugierig gemacht.

Obwohl "This Story might save your Life" kein klassischer Thriller ist, wurde durch den flüssigen Schreibstil und der Schilderung der Gedanken von Joy und Benny mein Interesse geweckt. Ich fand Joy nicht besonders sympathisch oder interessant, - abgesehen von meinem nun erworbenen Wissen über Narkolepsie. Benny dagegen ist für mich der Sympathieträger schlechthin.

Dieser Thriller ohne echten Nervenkitzel hat mich trotzdem gut unterhalten, auch wenn meine Erwartungen bezüglich Spannung und überraschenden Wendungen nicht erfüllt wurden. Von mir deshalb gut gemeinte drei Sterne.

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Veröffentlicht am 29.09.2025

Mimi: "Wenn man zu offen ist, fällt einem das Gehirn raus."

Die Einladung – Mord nur für geladene Gäste
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Das Cover ist ein Hingucker und auch die Cover-Innenseiten sind sehr schön gestaltet. Dort sind die Hauptdarsteller der Geschichte abgebildet und mit kurzen Beschreibungen versehen. Für mich war das sehr ...

Das Cover ist ein Hingucker und auch die Cover-Innenseiten sind sehr schön gestaltet. Dort sind die Hauptdarsteller der Geschichte abgebildet und mit kurzen Beschreibungen versehen. Für mich war das sehr hilfreich bei dem Einstieg in das Geschehen.

Rosemary, genannt Mimi, lebt auf Mackinac Island und ist zu einer Auktion ihrer Nachbarin Jane eingeladen. Die Einladung enthält jedoch auch einen Erpresserbrief, und es bleibt Mimi keine andere Wahl als hinzugehen. Sie bittet jedoch ihre Enkelin Addie, sie zu begleiten. Addie ist eine Videospielentwicklerin, deren Ex-Verlobter ihre Idee gestohlen hat und nun das alleinige Eigentum beansprucht.

Während sie ihre Großmutter auf die Party begleitet, wird Jane, die Gastgeberin, ermordet. Für Mimi sieht es nicht gut aus, als Außenstehender könnte man sie leicht für die Mörderin halten. Das angespannte Verhältnis zwischen Mimi und Addie entspannt sich durch das gemeinsame Ziel, den wahren Täter zu finden.

Oma und Enkelin fangen an zu ermitteln. Die anderen Gäste waren einer wie der andere egozentrische Menschen mit ähnlichem Wesen. Jeder von ihnen hütet ein brisantes Geheimnis, das nicht ans Tageslicht kommen sollte. Die von Addie und Mimi abgehaltenen Verhöre der Gäste fand ich etwas unrealistisch. Zum einen werden große Geldsummen bezahlt um Geheimnisse unter Verschluss zu halten und Mimi und Addie werden sie so einfach erzählt?

Das Buch fing ganz gut an, konnte aber ab der Hälfte weder Spannung noch Nervenkitzel erzeugen. Ich konnte keinen roten Faden finden und der Spaß des mitermittelns blieb auf der Strecke. "Die Einladung" fühlte sich etwas langatmig an und erwies sich als weniger unterhaltsam, als die Beschreibung vermuten ließ.

Für mich ein durchschnittlicher Kriminalroman, der mir leider nicht lange in Erinnerung bleiben wird.

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Veröffentlicht am 15.02.2024

Das Leben mit der Öffentlichkeit teilen und in die Abgründe der Social Media-Welt stürzen

Die Influencerin
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Ein tolles Cover. Wie tausend Scherben, blutrot eingefärbt, glänzend und scharfkantig. Das geniale haptische Feeling beim darüberstreichen mit den Fingern lässt die kommende Zerstörung erahnen...
Auch ...

Ein tolles Cover. Wie tausend Scherben, blutrot eingefärbt, glänzend und scharfkantig. Das geniale haptische Feeling beim darüberstreichen mit den Fingern lässt die kommende Zerstörung erahnen...
Auch der Klappentext klingt gut und ich habe einen spannenden Thriller erwartet.

Sarah ist eine einflussreiche Fitness Influencerin, ein Vorbild, dem man vertrauen kann. Doch als eine junge Followerin stirbt, gibt die Online-Welt Sarah die Schuld an ihrem Tod. Eine Welle aus Hass schlägt ihr entgegen und sie löscht all ihre Social-Media-Apps und verkriecht sich in ihrem Haus. Doch plötzlich erscheint ein neuer Instagram-Account in Sarahs Namen. Wer steckt hinter dem Fake-Account? Wie kann es sein, dass der Betreiber ihre persönlichen Geheimnisse kennt? Die Bedrohung wächst und macht auch vor ihrer Familie nicht halt.

Schon auf den ersten Seiten wird klar, wie Sarah die Bewunderung ihrer Follower bekam, als sie bekannte, dass sie vieles nur aufgenommen hat, weil es hip und in war und zu der Rolle passte, die sie spielte. Das hat sie bei mir einige Sympathiepunkte gekostet und mein Mitleid mit ihr hielt sich in Grenzen. Auf der anderen Seite wird gut beschrieben, wie sehr sich Sarah mit ihrem Influencer-ich identifizieren musste und wie viel Arbeit in den Posts und Stories steckt. Dazu noch der Druck, der auf Sarah lastet, dreht sich doch alles nur um Klicks und Follower. Obwohl Sarah ihr ganzes Leben mit ihrer Community teilt, schafft sie es nicht, sich den Vorwürfen zum Tod von Leonie zu stellen. Warum auf einmal so schüchtern?

Es hat eine Zeitlang gedauert, bis die Geschichte an Tempo aufgenommen hat. Die Story wird aus Sarahs Perspektive erzählt, die Kapitel wechseln zwischen ihrer Sicht und der einer ominösen Person, die sie stalked. Durch die Titelergänzung auf dem Cover "Ich folge dir. Ich verfolge dich. Ich zerstöre dich" wurden in mir Erwartungen geweckt, die nicht erfüllt wurden. Sarahs Kapiteln sind Hasskommentare vorangestellt, die verletzend sind und ihr Selbstwertgefühl weiter angreifen.

"Die Influencerin" ist ein Buch über die Abgründe und Oberflächlichkeit der Social Media-Welt, bei dem die Spannung jedoch im unteren Bereich blieb. Rebecca Russ hat Sarahs Geschichte flüssig und realitätsnah dargestellt. Ich habe das Buch innerhalb von zwei Tagen gelesen und kann es als unterhaltsame Lektüre empfehlen.

Ich vergebe drei Sterne, weil ich bei einem Thriller mehr Spannung und Nervenkitzel erwarte.

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Veröffentlicht am 25.06.2022

Geknüpfte Wellen, Möwen, Fische, Sanddisteln, Koggen und Anker waren die Rettung. Interessante Fakten zu den Persern der Ostsee.

Fischers Frau
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Fischers Frau" von Karin Kalisa ist ein Roman, in dem Historisches mit Fiktion verwebt ist. Das echte, historische, ist die Geschichte der Pommerschen Fischerteppiche, die Fiktion ist das Leben von Mia ...

Fischers Frau" von Karin Kalisa ist ein Roman, in dem Historisches mit Fiktion verwebt ist. Das echte, historische, ist die Geschichte der Pommerschen Fischerteppiche, die Fiktion ist das Leben von Mia und Nina.
Als Ende der 1920er Jahre ein dreijähriges Fischfangverbot die Fischer an der Ostsee arbeitslos macht, setzen sie sich an Webstühle und knüpfen Teppiche, die ihre Welt der See zeigten.
Die Geschichte springt zwischen zwei Zeitebenen hin und her. Mia, eine Greifswalder Faserarchäologin aus dem Heute, bekommt einen wunderschönen Pommerschern Fischerteppich zur Begutachtung auf ihren Tisch.
In der Borte entdeckt Mia den Namen der Knüpferin, Nina. Hat Nina aus dem Gestern vor vielen Jahren diesen außergewöhnlichen Teppich geknüpft?
Er ist wunderschön, leuchtet in fast unendlich vielen verschiedenen Grüntönen, und ist ganz anders, als die anderen Teppiche dieser Art. Mias Kollege meint: "Nicht daß es eine Fälschung ist".
Dieser Satz wirft Mia in ihre schwierige Vergangenheit zurück. Nur durch den Aufbau eines Lebens ohne Höhen und Tiefen ist sie den Anforderungen des täglichen Lebens gewachsen. Doch die Spur des Teppichs führt nach Zagreb. Um den Geheimnis des Teppichs auf die Spur zu kommen, muss Mia ihr sicheres, mittelmäßiges Leben verlassen und sich auf die Reise nach Zagreb machen.
Karin Kalisa erzählt vom Leben der beiden Frauen in schönen, oft aber auch sehr langen Sätzen. Beider Leben, wenn auch viele Jahre dazwischen liegen, gleichen sich. Irgendwann driftet der Roman in die Richtung Liebesroman ab. Für mich etwas zu viel Liebesgeschichte, ich hätte gerne mehr über die Pommerschen Fischerteppiche gelesen.
Meine Erwartung würde nicht ganz erfüllt, aber trotzdem habe ich das Buch gerne gelesen. Karin Kalisa hat die Pommerschen Fischerteppiche vor meinen Augen lebendig werden lassen und ich habe einiges dazugelernt. Der Roman ist ein Märchen, an dessen Ende die Erkenntnis steht, dass etwas nicht unbedingt "echt" sein muss, um dennoch wahrhaftig und keine Fälschung zu sein.
Ich vergebe gute 3 Sterne und eine Leseempfehlung an alle die gewillt sind, lange Sätze auch zweimal zu lesen.

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Veröffentlicht am 16.03.2021

Die Wolfsfrau

Homo Lupus
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Der Aziz-Clan plant einen Anschlag, der unbedingt verhindert werden muss. Kann die Verhaltensbiologin Lena Bondroit die kriminellen Machenschaften dieses gefährlichen Clans stoppen? Die Verhaltensbiologin ...

Der Aziz-Clan plant einen Anschlag, der unbedingt verhindert werden muss. Kann die Verhaltensbiologin Lena Bondroit die kriminellen Machenschaften dieses gefährlichen Clans stoppen? Die Verhaltensbiologin erforscht, wie Wölfe miteinander kommunizieren. Der Verfassungsschutz erhofft sich durch ihr Wissen Einblick in das Familiensystem des Clans zu erlangen. Können ihre Kenntnisse über die Rudel-Organisation der Wölfe dabei helfen, das Familiensystem von Clans zu verstehen?
Zur gleichen Zeit kämpft die neue Partei "Neue bürgerliche Mitte" mit ihrem Kanzlerkandidaten Jan Berger um einen Wahlsieg. Seine einflussreichen Freunde setzen alles daran, dass er die Wahl gewinnt. Wahlmanipulation, Börsencrash, jedes Mittel ist recht.
Keiner der Protagonisten in diesem Buch war mir wirklich sympathisch. Das Buch spielt in der nicht allzu fernen Zukunft. Die Banken- und Corona-Krise ist vorüber, die Neue bürgerliche Mitte hat aus dem Stand 15 % geschafft. Die Partei möchte ihren Vorsprung weiter ausbauen und die Macht mit ihrem Kanzlerkandidat Berger endgültig an sich reißen. Die NbM und ihre Mitglieder waren durchwegs unerträglich.
Lena ist Verhaltensforscherin im Gebiet der Ethologie, der vergleichenden Verhaltensforschung. Im Moment bezieht sich ihr neuestes Projekt auf Wölfe, ihr Rollenverhalten, die Hierarchie und die Hackordnung in einem Rudel. Ich hätte mir mehr Informationen über die Wolfsforschung gewünscht. Lena bringt ständig wider besseres Wissen sich und ihre Familie in Gefahr. Das war wohl der Hauptgrund, warum mich das Buch nicht richtig fesseln konnte. Gelungen war der Aufbau der Kapitel, deren Anordnung vom Tag der Wahl bestimmt wurde. Jedem Kapitel war die noch verbliebenen Tage bis zu Wahl vorangestellt, ein spannender Countdown. Der Politthriller hat durch die Wolfsforschung ein paar interessante Informationen geliefert, aber ich habe deutlich mehr erwartet. Das Buch konnte mich nicht wirklich packen oder gar begeistern.

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